Sport

Weltcup-Riesenslalom, Sölden

1. Alexis Pinturault
2. Marcel Hirscher +0,70
3. Felix Neureuther +1,37

7. Justin Murisier +1,78
13. Carlo Janka +2,18
16. Gino Caviezel +2,38
17. Marco Odermatt +2,41

Auch wenn er mit dem 7. Platz ein neues Weltcup-Bestresultat aufstellte, war Justin Murisier nicht ganz zufrieden. Bild: DOMINIC EBENBICHLER/REUTERS

Zwar kein Podest, aber auch den Schweizer Männern gelingt der Start in den Ski-Winter

Justin Murisier realisiert beim Riesenslalom von Sölden als 7. das beste Weltcupresultat seiner Karriere. Und auch Carlo Janka (13.), Gino Caviezel (16.) und Youngster Marco Odermatt (17.) holen beim Sieg von Alexis Pinturault Punkte.

23.10.16, 14:53 23.10.16, 16:04

» Hier gibt es den Liveticker zum nachlesen

Der Sieger

Die neue Riesenslalom-Saison begann mit einem klaren Sieger: Alexis Pinturault. Der Franzose, in den vergangenen beiden Wintern jeweils 2. der Disziplinenwertung, dominierte in Sölden und gewann nach zwei Laufbestzeiten höchstverdient.

Bekannte Namen auf dem Podest: Sieger Alexis Pinturault umgeben von Marcel Hirscher (l.) und Felix Neureuther. Bild: Marco Trovati/AP/KEYSTONE

Das Podest

Der einzige, der einigermassen mit Pinturault mithalten konnte, war Marcel Hirscher. Als 5. des ersten Laufs wollte er den Heimsieg und griff im 2. Lauf voll an. Trotz einem kleinen Schnitzer setzte er sich deutlich an die Spitze, was aber gegen den bärenstarken Franzosen heute nicht reichte.

Als 3. neben Pinturault und Hirscher gesellte sich ein anderer Bekannter auf das Treppchen: Felix Neureuther. Der Deutsche Techniker verbesserte sich dank einer soliden Leistung von Platz 6 noch auf 3.

Die Schweizer

Die Schweizer Ski-Fans durften in Sölden überraschend mit einem Riesenslalom-Podestplatz liebäugeln. Justin Murisier fuhr im ersten Lauf ganz stark und klassierte sich auf dem 3. Rang bei Halbzeit. Im Finaldurchgang war die Fahrt des 24-jährigen Romands dann aber nicht mehr so rund, dennoch stellte er mit Platz 7 ein neues persönliches Bestresultat auf.

Justin Murisier fuhr im ersten Lauf sehr stark. Bild: EPA/KEYSTONE

«Ich habe heute gezeigt, dass ich sehr schnell fahren kann», sagte Murisier im TV-Interview. Und er macht uns Hoffnungen auf den weiteren Saisonverlauf: «Ich habe das Gefühl, dass ich noch viel mehr kann.» Ebenfalls in die Punkte fuhren Carlo Janko (13.) und Gino Caviezel (17.), die sich beide zufrieden zeigten, aber auch noch auf ihr Steigerungspotenzial pochten.

Der Aufreger

Als Nobody ging Marco Odermatt in Sölden an den Start. Mit der Startnummer 53 gelang dem Junioren-Weltmeister, der in der vergangenen Saison in St.Moritz erstmals Weltcup-Luft schnuppern konnte, aber eine ganz starke Fahrt, die ihm als 12. locker einen Platz im 2. Lauf bescherte.

Marco Odermatt hatte berechtigten Grund zur Freude. Bild: DOMINIC EBENBICHLER/REUTERS

Auch im Kampf um die Punkte blieb der 19-jährige Nidwaldner erstaunlich abgeklärt und reihte sich direkt hinter Caviezel auf Platz 17 ein. «Die Nervosität war da, aber ich habe erwartet, dass sie grösser ist», meinte er im Ziel ganz cool. Gemäss Planung soll Odermatt vorerst im Europacup weitere Erfahrungen sammeln – gut möglich, dass diese Planung spontan über den Haufen geworfen wird und er bald wieder im Weltcup ran darf. (drd)

Die Schweizer Ski-Cracks beim Materialfassen

Abonniere unseren NewsletterNewsletter-Abo
0Alle Kommentare anzeigen
0
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 72 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!

40 Jahre alt: Das «Sportpanorama» ist die Sendung, für die sich die Billag lohnt

Am Sonntag feiert das Schweizer Fernsehen ein Jubiläum: Das «Sportpanorama» wird 40 Jahre alt. Es ist sich stets treu geblieben und hat sich dennoch immer neu erfunden. So ist es längst ein Klassiker, der aus der TV-Landschaft nicht wegzudenken ist.

Da blieben meine Eltern hart: «Sport am Wochenende» am Sonntagabend durfte ich nur schauen, wenn ich zuvor ein halbe Stunde lang das Blockflötenspiel geübt habe. Es blieb die einzige halbe Stunde in der Woche, weswegen meine musikalische Karriere überschaubar ist.

Umso bessere Erinnerungen als an die Blockflöte habe ich an das Sport-Flaggschiff des Schweizer Fernsehens. Schliesslich bin ich zu einer Zeit aufgewachsen, in der es nur recht selten Live-Sport gab. Die Skirennen wurden schon damals …

Artikel lesen