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Djokovic - Müller: 6:3, 6:4
Murray - Verdasco: 6:3, 6:7 (5:7), 7:5
Wawrinka - Struff: 6:3, 6:7 (6:8), 6:7 (1:7)

Trotz Matchball: Stan Wawrinka verliert gegen die Weltnummer 91. Bild: IAN LANGSDON/EPA/KEYSTONE

«Das war überhaupt kein gutes Spiel»: Wawrinka-Frust nach Mitternacht

Publiziert: 03.11.16, 00:58 Aktualisiert: 03.11.16, 06:42

Stan Wawrinka verliert beim Masters-1000-Turnier in Paris-Bercy nach einem Freilos gleich in der 2. Runde 6:3, 6:7 (6:8), 6:7 (1:7) gegen den Deutschen Jan-Lennard Struff.

Wawrinka musste am Mittwochabend lange auf sein erstes Duell mit der Nummer 91 warten – und das Ende war äusserst bitter. Er vergab im zweiten Satz einen Matchball, holte im dritten einen 3:5-Rückstand auf, verlor aber beide Tiebreaks.

Zu später Stunde

Dabei hatte er sich zu später Stunde bei Beginn hellwach gezeigt. Gleich bei der ersten Gelegenheit nahm er dem 26-Jährigen aus der Bier-Hochburg Warstein den Aufschlag ab und ging 3:0 in Führung. Selber wehrte er im ersten Satz alle neun Breakbälle ab.

Im zweiten Durchgang erzwang der stark aufschlagende Struff ein Tiebreak, in dem Wawrinka beim Stand von 6:5 einen Matchball nicht nutzen konnte. Es war dann vielmehr der Deutsche, der sich den Satzausgleich sicherte.

Landete in der Nacht auf heute den grossen Coup: Der deutsche Jann-Lennard Struff. Bild: IAN LANGSDON/EPA/KEYSTONE

Auch im dritten Durchgang tat sich Wawrinka mit dem Service von Struff äusserst schwer. Zudem musste sich der Schweizer auch noch am Oberschenkel behandeln lassen. Als ihn Struff mit seinem 14. Breakball zum 4:3 erstmals in der Partie den Service abnahm, schien eine Vorentscheidung gefallen. Mit dem Rücken zur Wand befreite sich die Nummer 3 der Welt aber noch einmal aus ihrer misslichen Lage. Diesmal geriet Wawrinka im Tiebreak aber von Anfang an ins Hintertreffen. Um acht Minuten vor ein Uhr morgens nutzte der Aussenseiter gleich seinen ersten Matchball zum Sieg.

«Das war überhaupt kein gutes Spiel», sprach Wawrinka Klartext. «Es war schwieriger, als ich es mir vorgestellt hatte.» Er habe sich viel vorgenommen und sei enttäuscht, meinte der Vorjahres-Halbfinalist. Der 31-jährige Waadtländer konnte wie bereits in Basel nicht verbergen, dass er sich am Ende dieser Saison nicht mehr in einer Topverfassung befindet. An den Swiss Indoors vor einer Woche hatte er im Viertelfinal gegen Mischa Zverev, ebenfalls einen Qualifikanten aus Deutschland, verloren. (cma/sda)

Diese Bilder heitern uns wieder auf: Alle Turniersiege von Stan Wawrinka

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