Sport

Swiss Indoors, Viertelfinals

Wawrinka – Zverev 2:6, 7:5, 1:6

Müller – Delbonis 6:7 (7:4), 6:4, 7:6 (7:3)

Del Potro – Nishikori 5:7, 4:6

Ein Bild sagt mehr als tausend Worte: Wawrinka muss sich dem Aussenseiter Zverev geschlagen geben.  Bild: PPR

Stan Wawrinka unterliegt entfesseltem Zverev und verpasst in Basel den Halbfinal

Stanislas Wawrinka verliert gegen den Qualifikanten Mischa Zverev (Weltnummer 72) in drei Sätzen. Der Deutsche zeigt gegen Wawrinka das Spiel seines Lebens und erreicht erstmals ein Halbfinale an einem ATP-500er-Turnier.

28.10.16, 22:36 29.10.16, 14:06

Wawrinka erwischt im Viertelfinalspiel von Basel gegen seinen deutschen Herausforderer Zverev einen Kaltstart: Bereits im ersten Aufschlagspiel muss der Schweizer das Break hinnehmen. Alexander Zverev zeigt einen starken ersten Durchgang, gesteht Wawrinka keine einzige Breakmöglichkeit zu und setzt den Schweizer bei dessen Service wiederholt unter Druck. Beim Stand von 4:2 nimmt der Deutsche Wawrinka den Aufschlag erneut ab und serviert den ersten Durchgang danach souverän nach Hause.

Vieles lief nicht wie geplant: Wawrinka verliert gegen einen starken Kontrahenten. Bild: KEYSTONE

Im zweiten Durchgang findet Wawrinka besser in die Partie – tut sich aber noch immer schwer, gegen den gross aufspielenden Zverev zu Breakchancen zu kommen. Beim Stand von 2:2 sieht sich der Romand erneut mit einem Breakball konfrontiert, behält jedoch die Nerven und wehrt mit dem Aufschlag ab. Im darauffolgenden Aufschlagspiel erarbeitet sich Wawrinka seinerseits zwei Möglichkeiten zum Servicedurchbruch, doch Zverev macht beide Chancen zunichte.

«Sicherlich eine 11 oder 12, ich war ja zuvor auch noch lange verletzt»

Zverev auf die Frage, wie er das Spiel auf einer Skala von 1 bis 10 einordnen würde.

Doch Wawrinka agiert jetzt deutlich aktiver, realisiert das Break gleich im nächsten Anlauf und schlägt für den Satzgewinn auf. Zverev zieht den Kopf aus der Schlinge, nimmt dem Schweizer ebenfalls den Aufschlag ab – und kommt beim Stand von 5:5 zu einem weiteren Breakball. Wawrinka hält dem Druck Stand, wehrt ab und erspielt sich im darauffolgenden Game einen Satzball. Der Schweizer nutzt die Chance und holt sich den zweiten Durchgang mit 7:5.

Im entscheidenden Durchgang liefern sich die beiden Akteure teils epische Ballwechsel, doch in den entscheidenden Momenten ist Zverev der wachere Spieler. Der Deutsche nimmt Wawrinka zwei Mal den Aufschlag ab, zieht auf 1:5 davon und kommt bei Service Wawrinka zum ersten Matchball. Diesen verwertet Mischa Zverev und krönt seine starke Leistung mit dem Halbfinaleinzug. 

(jsc)

Die längsten Tennis-Matches der Geschichte

Hol dir die App!

User-Review:
Micha-CH, 16.12.2016
Beste News App der Schweiz. News und Unterhaltung auf Konfrontationskurs.
Abonniere unseren NewsletterNewsletter-Abo
1 Kommentar anzeigen
1
Um mit zudiskutieren oder Bilder und Youtube-Videos zu posten, musst du eingeloggt sein.
Youtube-Videos und Links einfach ins Textfeld kopieren.
600
  • Jol Bear 28.10.2016 23:27
    Highlight Schade für Stan. Er spielte zu wenig präzis und wirkte auch etwas ausgelaugt. Doch das soll die Leistung von Zverev nicht abwerten. Der wirkte voll konzentriert und spielte variantenreich, ging oftmals ans Netz und klebte nicht wie die meisten andern an der Grundlinie. War ein Vergnügen, dem zuzusehen.
    4 0 Melden
    600

Federer überflügelt Wawrinka in packendem Final – das Highlight ist aber die Siegerehrung

Bravo Roger Federer! Der 35-jährige Basler triumphiert in Indian Wells auch am zweiten grossen Rendez-vous der Saison. Den Schweizer Final gegen Stan Wawrinka gewinnt Federer in 80 Minuten 6:4, 7:5.

Am Ende war Wawrinka die Enttäuschung anzusehen. Unter tosendem Applaus schritt er zum Mikrofon und seufzte mit Tränen in den Augen: «Ich bin einfach müde nach zehn Tagen Tennis, sorry!»

Und dann kam es zum Mini-Eklat. Wobei, eigentlich war es gar keiner. Viel eher eine Stichelei unter Freunden. Er möchte Federer gratulieren, fuhr Wawrinka fort, zeigte dann aber auf seinen Widersacher – der mit einem Schmunzeln auf der Spielerbank sass – und stellte einigermassen entsetzt fest: …

Artikel lesen