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Erstmals muss Roger Federer bei einem Grand Slam in den ersten beiden Runden zweimal über fünf Sätze. Bild: EPA/EPA

Federer nach 2. Fünfsatz-Marathon: «Ich wollte einfach irgendwie durchkommen»

Roger Federer hat nach zwei Matches beim US Open schon zehn Sätze bestritten. An seiner Vorbereitung auf die nächste Partie und seiner positiven Einstellung ändert das nichts.

01.09.17, 06:53 01.09.17, 15:08

>>> Hier gibt's den Spielbericht und den Liveticker zum Nachlesen.

Zum ersten Mal in seiner Karriere ist Federer mit zwei Fünfsatz-Matches in ein Grand-Slam-Turnier gestartet. Dass er beide Partien für sich entschieden hat, ist das Positive. Er bleibt im Turnier, während sich schon viele Mitfavoriten in den ersten Tagen verabschiedet haben. Seine Chancen auf den 20. Major-Titel sind intakt. «Ich hatte keine Probleme mit dem Rücken, was gut ist. Aber es war eine Schinderei», erklärt der Maestro nach der Partie.

Am Ende zum 17. Mal im 17 Spiel bezwungen: Michail Juschni. Bild: AP/FR170905 AP

Dass er schon einige Energie verbraucht hat, deutlich mehr als er sich zu diesem Zeitpunkt eines Turniers gewohnt ist, sieht er nicht als grosses Problem. Er werde sich auf die dritte Partie genauso vorbereiten, wie wenn er zweimal in drei Sätzen gewonnen hätte. «Ich werde am Freitag mit einem Linkshänder trainieren», sagte Federer, der in der 3. Runde auf den Linkshänder Feliciano Lopez trifft. Vielleicht werde er etwas mehr Zeit beim Physio verbringen, lachte er. Aber: «Ich fühlte mich schon besser als in der ersten Partie.»

Federer: «Ich bin nicht in Panik verfallen»

Federer beherrscht die Kunst des positiven Denkens. Die ersten zwei Runden waren alles andere als perfekt, aber sie haben bewiesen, dass er trotz der gestörten Vorbereitung körperlich und mental auf der Höhe ist. Wäre das nicht der Fall, er hätte die beiden Marathons nicht unbeschadet überstanden. «Es ärgert mich, dass ich nicht 2:0 in Führung ging. Dann hätte ich in drei oder sicher vier Sätzen gewonnen», so der Schweizer über seine Startphase.

Das Break zum 4:2 im fünften Satz.

Gegen Juschni lag er nach einem nahezu perfekten Start gefolgt von einem langen Zwischentief mit 1:2-Sätzen zurück und fing sich wieder. «Ich glaubte daran, dass ich mich steigern würde. Ich bin nicht in Panik verfallen, sondern habe mich auf die einzelnen Punkte konzentriert», erzählte Federer.

Ohne Frage wird sich der Schweizer in den kommenden Runden steigern müssen. Sein Spiel ist derzeit von vielen Schwankungen geprägt. Es fehlt die Konstanz. Aber er hatte gegen Juschni auch gute Phasen, war offensiver als noch in der 1. Runde gegen Frances Tiafoe. Er ist davon überzeugt, dass es von Tag zu Tag besser gehen wird: «Ich wollte einfach irgendwie über die ersten Runden kommen.»

Nicht schlecht. Nächster Gegner: F. Lopez.

Ähnlich wie beim Australian Open im Januar?

Nach der durch die Rückenbeschwerden gestörte Vorbereitung wusste Federer, dass die Aufgabe in New York schwierig sein würde. Dass er in den ersten beiden Runden so sehr ins Straucheln geriet, ist aber doch überraschend. Beim Australian Open hat er aber bewiesen, dass er die Trendwende schnell herbeiführen kann. Im Januar in Melbourne spielte er in den ersten beiden Runden enttäuschend und lief in der dritten gegen Tomas Berdych zur grossen Form auf. Bleibt zu hoffen, dass es in New York genauso abläuft. (fox/sda)

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Charly Otherman, 5.5.2017
Watson kann nicht nur lustig! Auch für Deutsche (wie mich) ein Muss, obwohl ich das schweizerische nicht immer verstehe.
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  • Gelöschter Benutzer 01.09.2017 13:02
    Highlight Das war die zweite Aufwärmrunde für Roger. Jetzt fängt er langsam an richtig zu spielen.
    2 0 Melden
  • NumeIch 01.09.2017 09:35
    Highlight An Grandslam Turnieren die erste Woche überstehen und dann ist immer alles möglich.
    17 2 Melden
  • Toerpe Zwerg 01.09.2017 07:43
    Highlight Er hat unglaublich viele leichte Fehler gemacht und wirkte zeitweise unmotiviert und fahrig. Er hat wieder zu denken begonnen beim Spielen und das hat ihn 5 Jahre lang gehindert, Majors zu gewinnen. Einfach rausgehen und Freude haben, dann verschwindet das Zögern.
    31 5 Melden
    • PolloHermano 01.09.2017 08:23
      Highlight Ich vermute auch, er macht sich zu viele Gedanken (Nr. 1, 20. Grand Slam, Rücken usw.) Es fehlt die Lockerheit, die Unbeschwertheit, welche er das ganze Jahr durch auf den Platz gebracht hat.
      Naja, vielleicht hat er ja auch nur Anfangsschwierigkeiten und er ist jetzt erst richtig an den US Open angekommen. Nervenstärke hat er jedenfalls bewiesen ;-)
      26 3 Melden
    • Lutz Pfannenstiel 01.09.2017 08:55
      Highlight Das Denken war nicht der Grund, Toerpe Zwerg, glauben Sie mir. Ich war das. Zappte gestern zwischen der Nati und RF hin und her. Solange ich auf SRF 2 bei Sascha Rufer war, liefs für Federer rund. Aber immer, wenn ich mich bei SRF Info zuschaltete, zeigte Roger unerklärliche Schwächen. Ihr könnt mir danke sagen, dass ich nach dem verlorenen dritten Satz ins Bett ging.
      82 3 Melden
    • Mia_san_mia 01.09.2017 10:42
      Highlight Danke Lutz ;-)
      24 1 Melden

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