Sport

ATP-Finals, 2. Runde

A. Murray – K. Nishikori 6:7, 6:4, 6:4

S. Wawrinka – M. Cilic 21 Uhr

Es war ein hartes Stück Arbeit für Murray, diese zweite Runde an den ATP Finals. Bild: Paul Childs/REUTERS

Murray ringt aufopfernden Nishikori in grossartigem Fight nieder

Die Weltnummer 1 Andy Murray setzt sich in über drei Stunden 6:7 (9:11), 6:4, 6:4 gegen Kei Nishikori durch und feiert an den ATP-Finals in London seinen zweiten Sieg. Nun hängt es von Stan Wawrinka ab, ob sich der Schotte für die Halbfinals qualifiziert.

Publiziert: 16.11.16, 19:14 Aktualisiert: 17.11.16, 15:09

Andy Murray musste gegen Kei Nishikori äusserst hart um seinen 22. Sieg in Folge kämpfen. In 3:20 Stunden revanchierte er sich jedoch am Japaner für die Fünfsatz-Niederlage im Viertelfinal des US Open. Es war das einzige Mal seit dem Turnier in Monte Carlo im April, dass Murray nicht den Final erreichte.

Der Handschlag zwischen Nishikori (links) und Murray nach 3:20 Stunden. Bild: Tony O'Brien/REUTERS

Im ersten Satz, der alleine 85 Minuten dauerte, erarbeitete sich Nishikori drei Breakchancen, den ersten Satzball hatte aber Murray beim Stand von 6:5. Er beging aber einen seiner ungewohnt vielen Fehler. In einem epischen Tiebreak holte Murray ein 3:6 auf, kam selber zu zwei weiteren Satzbällen, ehe Nishikori zum 11:9 seine fünfte Möglichkeit nutzte.

Die Wende im zweiten Durchgang

Im zweiten Durchgang steigerte sich der Schotte deutlich, auch wenn er noch immer zu oft zu passiv agierte und dem Japaner zu sehr das Spieldiktat überliess. Murray ging mit dem ersten Break der Partie 1:0 in Führung. Nishikori zog jedoch nach und tat das Seine für eine zunehmend hochklassige und spektakuläre Partie. Der 26-Jährige aus dem Süden Japans kämpfte sich zum 4:4 wieder heran. Mit dem Selbstvertrauen des Seriensiegers konterte Murray jedoch gleich wieder, und nach Abwehr eines weiteren Breakballs gelang ihm nach bereits 2:18 Stunden der Satzausgleich.

Im dritten Durchgang hatte der drei Jahre ältere Brite, der bei acht Masters-Teilnahmen noch nie über die Halbfinals hinauskam, den längeren Atem. Diesmal liess er einem Break zum 2:1 ein zweites zum 4:1 folgen. Nishikori wehrte sich jedoch bis zuletzt und verkürzte noch einmal auf 4:5. Der 1,90 m grosse Murray hatte letztlich beim Aufschlag aber zu grosse Vorteile gegenüber seinem zwölf Zentimeter kleineren Kontrahenten. So konnte er neun von elf Breakchancen des Asiaten abwehren. Selber nutzte er vier von sieben.

Ein verständlicherweise enttäuschter Kei Nishikori in London. Bild: Toby Melville/REUTERS

Mit dem 75. Sieg in diesem Jahr (bei nur 9 Niederlagen) erhöhte Murray seinen Vorsprung in der virtuellen Weltrangliste auf Verfolger Novak Djokovic wieder auf 405 Punkte. Im Halbfinal steht er aber im Gegensatz zum Serben noch nicht. Dafür musste er die Abendpartie zwischen Stan Wawrinka und Marin Cilic abwarten (um 21.00 Uhr). Ein Erfolg des Kroaten würde Murray in die Halbfinals bringen – und gleichzeitig Wawrinka eliminieren. (sda/qae)

Die grössten Erfolge von Andy Murray

0 Kommentare anzeigen
0
Logge dich ein, um an der Diskussion teilzunehmen
Youtube-Videos und Links einfach ins Textfeld kopieren.
600

Nach 14 Jahren in den Top 10: Wie weit rutscht Roger Federer ab?

Vor 14 Jahren steigt ein 20-jähriger Roger Federer in die Top 10 der Tenniswelt auf. Am Montag fällt er wieder raus. Federer gehörte damit während 735 Wochen zu den besten zehn Tennisspielern der Welt. Wie geht es jetzt mit dem Tennisstar weiter?

20. Mai 2002: Roger Federer, 20-jährig, gehört erstmals zu den zehn besten Tennisspielern der Welt. Doch der Baselbieter, seit 1998 Profi, fällt inmitten seines Aufstiegs schon bald wieder aus der Spitzengruppe heraus. Fünf Monate später, am 14. Oktober 2002, entert er die Top Ten ein weiteres Mal. Niemand vermag sich nur in den kühnsten Träumen vorstellen, was eintreffen wird: Er verweilt dort über 14 Jahre und prägt den Tennissport wie kaum ein anderer.

Morgen fallen beim 17-fachen …

Artikel lesen