Sport

Makaberer Fauxpas: Adidas gratuliert Läufern des Boston-Marathons zum Überleben

19.04.17, 03:04 19.04.17, 07:15

Mit einer unbedachten Grussbotschaft an die Teilnehmer des Boston-Marathons hat sich der Sportkonzern Adidas in die Nesseln gesetzt. An alle 26'492 Läufer, die bei dem Wettlauf das Ziel erreichten, schickte Adidas am Montag eine bizarre Email.

Darin hiess es in der Betreff-Zeile: 

«Glückwunsch, Sie haben den Boston-Marathon überlebt!»

Die Empörung liess aber nicht lange auf sich warten. Viele Empfänger fühlten sich an den tödlichen Anschlag auf die Sportveranstaltung 2013 erinnert. In den sozialen Netzwerken hagelte es zudem Kritik.

Der Adidas-Konzern entschuldigte sich umgehend. «Es tut uns unglaublich leid», erklärte Adidas am Dienstag über den Kurzbotschaftendienst Twitter. «Wir haben eindeutig nicht genug über die unsensible Email-Betreffzeile nachgedacht.» Dies sei ein Fehler gewesen, für den sich der Konzern entschuldigen wolle.

Am 15. April 2013 hatten zwei Attentäter an der Ziellinie des Boston-Marathons selbst gebaute Bomben zur Explosion gebracht. Drei Menschen wurden dabei getötet, 264 weitere wurden verletzt. (sda/afp)

Hol dir die App!

Charly Otherman, 5.5.2017
Watson kann nicht nur lustig! Auch für Deutsche (wie mich) ein Muss, obwohl ich das schweizerische nicht immer verstehe.
Abonniere unseren NewsletterNewsletter-Abo
Themen
10Alle Kommentare anzeigen
10
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 72 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
  • Waedliman 20.04.2017 20:03
    Highlight In Grossbritannien wäre das sicherlich mit einem Grinsen kommentiert worden
    0 0 Melden
  • stadtzuercher 19.04.2017 08:01
    Highlight Die Political-Correctness-Polizei hat zugeschlagen. Gebräuchliche Umgangssprache wird zensiert, weil sich irgendjemand davon verletzt fühlen könnte.
    23 7 Melden
    • Charlie Brown 19.04.2017 09:17
      Highlight Zensiert?
      3 0 Melden
    • Fabio74 19.04.2017 09:51
      Highlight Mit ein bisschen Ahnung wüsstest du vom Anschlag auf den Marathon vor einigen Jahren. Dann wüsstest du auch, dass dieser Spruch geschmacklos ist
      1 5 Melden
  • Mockingbird 19.04.2017 07:51
    Highlight Die Umgangssprache ändern und völlig geläufige Wendungen plötzlich auf die Goldwaage zu legen, heisst auch, dass der Terror gewonnen hat. No way!
    42 3 Melden
  • Gelöschter Benutzer 19.04.2017 07:22
    Highlight Die haben das sicher genau so gemeint. Sie spielten mit dieser Betreffzeile auf den Anschlag von 2013 an. Ganz sicher...

    Paranoide Gesellschaft....

    36 3 Melden
  • chnobli1896 19.04.2017 06:54
    Highlight Finde das ehrlich gesagt nicht so schlimm da ich survive in diesem Zusammenhang als überstehen und nicht überleben interpretiere.
    39 9 Melden
  • Typu 19.04.2017 06:48
    Highlight Selber schuld wenn man nur noch junge master absolventen einstellt die nichts von arbeiten verstehen.
    14 96 Melden
    • oliversum 19.04.2017 07:36
      Highlight Ich verstehe natürlich schon, dass ein Handwerker den Betreff auf jeden Fall besser formuliert hätte.
      47 2 Melden
    • Waedliman 20.04.2017 20:04
      Highlight Master-Absolventen sind viel zu alt. Der Bachelor reicht. Da weiss man dann alles über die Welt
      0 0 Melden

Was die NRA mit dem Verbot von Bump Stocks wirklich bezweckt

Der Todesschütze von Las Vegas hat seine Schusswaffen mit einem Schnellfeuer-Mechanismus versehen. Die NRA signalisiert nun ihr Einverständnis für ein Verbot solcher Bump Stocks. Damit will sie eine eigentliche Waffendebatte abwürgen.

Die Überlebenden des Massakers von Las Vegas werden dieses Geräusch nie vergessen: Das monotone «Tatata» der Waffen, mit denen Stephen Paddock die Besucher eines Country-Festivals von seinem Zimmer im Hotel Mandalay Bay aus unter Dauerbeschuss nahm. In ersten Reaktionen hiess es deshalb, der mutmassliche Todesschütze habe ein Maschinengewehr verwendet.

Paddock setzte jedoch handelsübliche halbautomatische Sturmgewehre ein. Zwölf davon hatte er mit einem so genannten Bump Stock versehen. Dieser …

Artikel lesen