Sport
04.07.2014; Rio de Janeiro; Fussball - WM Brasilien 2014 - Frankreich - Deutschland;
Trainer Joachim Jogi Loew (GER) (Tim Groothuis/Witters/freshfocus)

Überlässt im Vorfeld des Finalspiels nichts dem Zufall: Deutschland-Trainer Jogi Löw. Warum eigentlich? Bild: Tim Groothuis/freshfocus

Keine Frauen, kein Alkohol

Der falsche Bierernst des Jogi Löw – Wir meinen: Ein bisschen Spass muss sein!

Kein Alkohol, keine Frauen, keine Eistonne-Interviews, nur Geheimtrainings: Vor dem Finale beraubt Jogi Löw mit seinem spassfeindlichen Diktum seine Mannschaft eines ihrer Erfolgsgeheimnisse. Wir sagen, warum das schiefgehen muss.

11.07.14, 14:49 12.07.14, 09:18

Jogi Löw greift durch. Die 72 Stunden vor dem sonntäglichen Finalspiel erklärt der deutsche Bundestrainer zur Sperrzone. Spielerfrauen und Reporter sind ebenso persona non grata wie Kameramänner und Barkeeper. Einspruch! Im Effizienzgedanken verhaftete Langeweile, dafür haben wir Argentinien. Deutschland, das muss 2014 Spassfussball sein und der Beweis dafür, dass nicht nur bleierner Bierernst zum Pokal führt. Jogis Spassbremsen im Detail und warum sie falsch sind.

Kein Alkohol:

Bis zum Halbfinale lag auch mal ein Bierchen drin, doch mit der realgewordenen 7:1-Chimäre gegen Brasilien hat Jogi die Lebern seiner Kicker trockengelegt. Dabei verdanken wir etwa das Tanzfilmchen der sonst doch eher hüftsteifen Thomas Müller und Manuel Neuer bestimmt nicht allein irgendwelchen Siegesfreuden. Bier her, Bier her ...!

Gif: Youtube/JustForSnonks

Keine öffentlichen Trainings:

Nur der engste Kreis um die DFB-Elf soll noch mitkriegen, was sich wie und warum in den Übungseinheiten zuträgt. Grund: Man will noch an den Standardsituationen feilen. Das zumindest behauptet die «Bild». Wie gut das mit den konspirativ eingeübten Standards funktioniert, haben wir ja im Achtelfinal gegen Algerien gesehen. Wir wollen aber zugucken, wie am Stolpern gefeilt wird, weil wir uns seit jeher fragen: Wie perfektioniert man eigentlich Umfallen?

Video: Youtube/vilshofen rot weiss

Keine Frauen:

Nach jedem Spiel gab's bislang Bussi-Bussi (und mehr) für Schweinsteiger, Özil und Co. – und nun das: Erst nach dem Finalspiel soll es für die DFB-Kicker ein Wiedersehen mit ihren besseren Hälften geben. Vielleicht sollte Jogi Löw sich just von der wertkonservativen «DailyMail» leiten lassen: Mehr Sex, mehr Erfolg. Ausserdem: WAGs wie Lena Gercke (Sami Khedira) oder Ann-Kathrin Brömmel (Mario Götze) vor Ort, aber nicht bei sich zu wissen: Das hat für die Spieler was von der Karotte und dem Esel. Gemein, Herr Löw!

Lena Gercke und Sarah Brandner (Bastian Schweinsteiger). Bild: Getty Images South America

Ann-Kathrin Brömmel und Montana Yorke (André Schürrle). Bild: Getty Images South America

Keine Interviews:

Wat woll'n Sie jetzt von mir? Keine Interviews, keine Ablenkung: Anweisung des Bundestrainers. Dem halten wir entgegen: Eis, Eis, Tonne! Wut-Interviews à la Mertesacker sind die dringend benötigte Prise Salz in der überbordenden Mediensuppe. Löw hat Bammel davor, die findigen Redaktoren von «11 Freunde» auf eine weitere Hit-Idee zu bringen. Was wäre das auch für ein Bild, Lahm und Klose in der Kabine zu sehen, twerkend zu einem weiteren Heuler von «MC Mertesacker»? Ein schauderhaftes für Löw, ein grossartiges für alle anderen. Darum: Weg mit dem Maulkorb!

Video: Youtube/11FREUNDE

Fazit: Dieser Mann, Herr Löw, will Ihnen noch was sagen: 

Video: Youtube/screamandshoutrec

Abonniere unseren NewsletterNewsletter-Abo
0Alle Kommentare anzeigen
0
Um mit zudiskutieren oder Bilder und Youtube-Videos zu posten, musst du eingeloggt sein.
Youtube-Videos und Links einfach ins Textfeld kopieren.
600

Ist es nur noch eine Frage der Zeit, bis die virtuelle Super League startet?

Immer mehr Schweizer Klubs nehmen eSportler unter Vertrag. Die Super League diskutiert eine virtuelle Meisterschaft, der Hauptsponsor zeigt starkes Interesse.

Die Menge tobt, die Spieler sitzen hoch konzentriert an ihren Controllern und der Kommentator beklagt schreiend den Fehlschuss. Was nach Fussballstadion tönt, spielt sich in einer kargen Halle in Madrid ab. Lichter schwenken durch den Raum, Musik wummert in die Ohren der Zuschauer, Augen kleben auf Bildschirmen, Dutzenden von Bildschirmen. Es geht um viel heute: London is calling, London ruft. Dort findet Ende August der Grand Final im Fussballsimulationsspiel FIFA 17 statt, der grosse Final …

Artikel lesen