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Wenn nicht Shaqiri, wer dann? Ohne den Zauberzwerg läuft die Schweizer Tormaschinerie nicht. Bild: Yves Herman/REUTERS

Vor dem Start in die WM-Qualifikation bleibt eine Frage: Wer schiesst Shaqiris Tore?

Xherdan Shaqiris Ausfall für den Start in die WM-Qualifikation ist gravierend. Der Stürmer von Stoke City war an der EM an zwei von drei Schweizer Toren beteiligt. In den relevanten Spielen der Qualifikation lag sein Anteil sogar bei 70 Prozent.

03.09.16, 08:20 03.09.16, 09:01

Die Schweiz ohne Xherdan Shaqiri, Portugal ohne Cristiano Ronaldo. Wenn am Dienstag in Basel der Start in die WM-Qualifikation erfolgt, fehlt auf beiden Seiten die beste Offensivkraft. Die Frage vor dem Spiel lautet deshalb: Wer hat den grösseren Verlust zu verkraften? Ein Blick auf die Statistik der vergangenen zwei Länderspiel-Jahre verrät: Es ist die Schweiz. Denn für den offensiven Output ist Shaqiris Beitrag im Nationalteam grösser als derjenige von Ronaldo.

Shaqiri schiesst neben der Schweiz für Stoke City die Tore. Bild: Carl Recine/REUTERS

An der EM-Endrunde in Frankreich wiesen beide die gleiche Statistik aus. Shaqiri schoss eines von drei Schweizer Toren und war an einem weiteren mit der Vorlage beteiligt. Auch Ronaldo erzielte einen Drittel der Treffer seines Teams (3 von 9) und war an zwei Dritteln aller Tore beteiligt (6 von 9).

Während der Qualifikationsphase aber war Shaqiri für das Schweizer Team wichtiger als Ronaldo für das portugiesische. Berücksichtigt man die wenig aussagekräftigen Partien gegen San Marino (4:0, 7:0) nicht, hatte Shaqiri bei 70 Prozent aller Schweizer Tore seine Füsse im Spiel. Ronaldo dagegen kam für Portugal bloss auf eine Quote von 45 Prozent. Der Schweizer Nationalcoach Vladimir Petkovic wollte die beiden Ausfälle nicht gegeneinander abwägen. Zu Ronaldo sagte er nur so viel: «Im EM-Final ist Portugal gegen Frankreich nach dem Ausscheiden von Ronaldo stärker geworden.»

Petkovic: «Im EM-Final ist Portugal gegen Frankreich nach dem Ausscheiden von Ronaldo stärker geworden.» Bild: Thibault Camus/AP/KEYSTONE

Shaqiris Ausfall schmerzt

Während die Portugiesen ohne ihren Leithammel zum EM-Titel kamen, tun sich die Schweizer gewöhnlich schwer, wenn Shaqiri fehlt. Nimmt man das Spiel gegen San Marino vom letzten Oktober erneut aus der Statistik heraus, ruft die Bilanz Besorgnis hervor. In den letzten sechs Spielen ohne Shaqiri erzielte die Schweiz ganze zwei Tore. Zuletzt war dies im März in den Tests gegen Irland und Bosnien-Herzegowina der Fall. Die Spiele gingen 0:1 beziehungsweise 0:2 verloren.

In diesen beiden Partien kamen Breel Embolo und Renato Steffen auf Shaqiris Position auf dem rechten Flügel zum Einsatz. Einer der beiden dürfte auch am Dienstag von Beginn weg spielen. Im internen Trainingsspiel setzte Petkovic Steffen mit dem violetten Joker-Überzieher ein. Der Flügel des FC Basel agierte jeweils im Team mit Ballbesitz. Das könnte ein Hinweis sein, dass Steffen den Vorzug gegenüber Embolo erhält.

Embolo (rechts) oder Steffen (Mitte): Wer wird Shaqiri am Dienstag ersetzen? Bild: Steffen Schmidt/freshfocus

Für den Aargauer spricht zumindest die Spielpraxis. Er hat in dieser Saison schon 413 Pflichtspielminuten in den Beinen. Embolo, der beim Bundesliga-Start von Schalke vor einer Woche zunächst auf der Ersatzbank sass, kommt auf 135 Minuten, 90 davon im Cup gegen Amateure aus der 6. Liga. Dafür war Embolo an der EM dabei gewesen und in jedem Spiel zum Einsatz gekommen. Grundsätzlich ist er im Nationalteam der Stammformation näher als Steffen.

Doch wer auch immer Shaqiri gegen den Europameister ersetzt: Er muss die Lücke nicht alleine füllen. Leider aber tun sich die Schweizer Offensivkräfte auch im Verbund schwer, Shaqiris Output zu erreichen. Haris Seferovic, Eren Derdiyok, Admir Mehmedi, Breel Embolo, Renato Steffen und Shani Tarashaj kommen zusammen in 156 Länderspiel-Einsätzen auf 22 Tore. Shaqiris Bilanz: 19 Tore in 57 Spielen. (sda/qae)

Wie sehen die EM-Stars aus, wenn sie alt, dick oder verkleidet sind?

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  • äti 03.09.2016 17:30
    Highlight Wer schiesst Shaqiris Tore?
    Sein Nachfolger oder dessen Nachfolger. Weil es immer Nachfolger gibt.
    3 0 Melden
    600
  • Bluetooth 03.09.2016 15:27
    Highlight Endlich mal ein ganz objektives Aufzählen von Fakten? Shaqiri mag ja ne unsympathische, im Club oft auf der Bank sitzende und nicht konstant gleich gut spielende Diva sein, aber er ist schlicht und einfach unverzichtbar für die Schweizer Offensive. Die Nati ist schon mit ihn keine Offensivkraft. Ohne ihn ist die Torgefahr quasi nicht vorhanden. Shaqiri-Hater, die das Gefühl haben, die Nati bräuche ihn nicht, sollen einfach seine Nati-Statistiken anschauen. Er gehört heute bereits zu den offensiv stärksten Schweizer Spieler der Geschichte. Fakten lügen nicht.
    5 6 Melden
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  • Tiny Rick 03.09.2016 11:56
    Highlight Welche Tore? Vielleicht muss seferovic halt einfach auch mal auf gut Glück rück-/ seitenfallzieher probieren. Wenn er reingeht, ist man automatisch ein Nationalheld.
    9 9 Melden
    • Aufblasbare Antonio Banderas Liebespuppe 03.09.2016 14:38
      Highlight mimimi
      13 3 Melden
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  • Luca Brasi 03.09.2016 11:27
    Highlight Man sieht, dass das Offensivspiel der Schweizer allgemein krankt. Cristiano Ronaldo ist nicht so wichtig bei der Torproduktion, weil Nani, Renato Sanches, Moutinho, etc. alleine mehr offensive Gefahr heraufbeschwören als die Schweizer Mannschaft.
    9 2 Melden
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  • thunderbolt 03.09.2016 09:39
    Highlight Schneuwly würde ja gerne. Der darf ja aber nicht...
    6 15 Melden
    • Hoppla! 03.09.2016 10:44
      Highlight Marco? Der ist, neben seinen Toren, fussballerisch zu schwach.
      7 6 Melden
    • maxi 03.09.2016 11:02
      Highlight Fragestellung... Wer schiesst Shaqiris Tore?

      Wäre die frage, wer macht den tollsten zirkus mit dem ball, wäre dein einwand berechtigt...
      15 3 Melden
    • Amboss 03.09.2016 13:01
      Highlight @hoppla:d Ziit r
      1 2 Melden
    • Amboss 03.09.2016 13:04
      Highlight @hoppla: na und? Ist doch wurscht, wenn er nicht Fussball spielen kann. Gibt ja zehn andere, die es können.
      Er muss ja nur Tore schiessen.
      Ich weiss, eigentlich ging Fussball so vor dreissig Jahren.
      Aber in der jetzigen Situation sind unkonventionelle Lösungen genau das richtige
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