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Zlatan Ibrahimovic fühlte sich und seinen PSG beim 2:3 in Bordeaux von den Schiedsrichtern benachteiligt. Bild: REGIS DUVIGNAU/REUTERS

Fehlentscheid in der hitzigen Schlussphase – wegen dieser Szene rastete Ibrahimovic aus

«Ich habe noch nie einen so beschissenen Schiedsrichter gesehen!» Zlatan Ibrahimovic teilt nach der PSG-Niederlage in Bordeaux mächtig aus. Er vergreift sich zwar in der Wortwahl – ganz unrecht hat er aber nicht.

16.03.15, 14:24 16.03.15, 14:38

Auf dem Weg in die Kabine verliert Zlatan Ibrahimovic komplett die Beherrschung. Paris St-Germain hatte gegen Bordeaux soeben trotz zwei Ibra-Treffern und dem spätem Ausgleich 2:3 verloren. Völlig entnervt gibt der Stürmerstar nach der Partie den Unparteiischen die Schuld.

«Einen so schlechten Schiedsrichter wie in diesem Scheiss-Land habe ich aber noch nie gesehen. Dieses Land verdient den PSG nicht!», flucht Ibrahimovic. Eine Kamera zeichnet den Ausraster auf, der Skandal ist perfekt. Ibrahimovic wird für sein flegelhaftes Auftreten von allen Seiten mit Kritik eingedeckt.

Ibrahimovics Ausraster im Kabinengang. video: youtube/alexis footballer

Der Ausraster des Schwedens ist aber durchaus nachvollziehbar, wenn man einen Blick auf die hitzige Schlussphase der Partie wirft. Per Elfmeter trifft der Starstürmer in der 85. Minute zum 2:2. Unmittelbar nach Wiederbeginn spielt Bordeaux-Captain Ludovic Sané den Ball zu seinem Keeper Cédric Carrasso zurück, der den Ball in die Hand nimmt.

Ibrahimovic beschwert sich zu Recht nach einem unerlaubten Rückpass. gif: Gfycat

Ein klarer Regelverstoss, es hätte – sieben Meter vor dem Bordeaux-Tor – einen indirekten Freistoss für den PSG geben müssen. Doch so sehr Ibrahimovic auch reklamiert, die Pfeife von Schiedsrichter Lionel Jaffredo bleibt stumm. Praktisch im Gegenzug fällt dann der 3:2-Siegtreffer für Bordeaux, der den Parisern im Meisterrennen mit Olympique Lyon und Olympique Marseille einen wichtigen Punkt kostet.

Ibrahimovic entschuldigt sich

Die Verbal-Attacke gegen das Land schlug in Frankreich hohe Wellen. Sportminister Patrick Kanner forderte Ibra via Twitter zu einer Entschuldigung auf: «Ibrahimovics Enttäuschung rechtfertigt seine Aussagen über den Schiedsrichter und das Land nicht. Er muss sich entschuldigen.»

Der Exzentriker reagierte prompt und entschuldigte sich. «Meine Aussagen nach dem Spiel waren nicht gegen Frankreich oder die Franzosen gerichtet», schrieb der Stürmer bei Facebook: «Ich habe über Fussball gesprochen. Ich kann nicht akzeptieren, wenn die Schiedsrichter sich nicht an die Regeln halten. Es war nicht das erste Mal und es nervt mich einfach. Ich entschuldige mich, wenn sich jemand angegriffen fühlt.»

Kanner freute sich über Ibras Worte und schrieb auf Twitter von «einer willkommenen Entschuldigung eines grossen Champions».

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Charly Otherman, 5.5.2017
Watson kann nicht nur lustig! Auch für Deutsche (wie mich) ein Muss, obwohl ich das schweizerische nicht immer verstehe.
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