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Andy Schmid jubelt: Die Nati konnte sich auf ihren Star verlassen. Bild: KEYSTONE

Beinahe ein Handball-Wunder: Schweiz unterliegt Deutschland um ein Tor

Die Schweizer Handball-Nati hat einen grossen Coup denkbar knapp verpasst. Es verliert im fast ausverkauften Zürcher Hallenstadion gegen den amtierenden Europameister Deutschland 22:23.

Publiziert: 05.11.16, 19:16 Aktualisiert: 06.11.16, 15:23

Schon bei der 27:32-Niederlage gegen Slowenien hinterliess die Schweiz einen erstklassigen Eindruck. Im zweiten Ernstkampf unter Nationaltrainer Michael Suter schnupperte die Nati nun bis zur Schlusssirene an einem nie erwarteten Exploit: Sie unterlag Deutschland nur mit einem Tor Differenz 22:23.

So viele Zuschauer wie noch nie bei einem Handball-Spiel waren live mit dabei. 10'040 Fans waren ins Zürcher Hallenstadion geströmt, welches damit nahezu ausverkauft war. Aus dem starken Kollektiv stachen zwei Spieler heraus: Andy Schmid, der leicht angeschlagen war, aber nicht nur fünf Tore erzielte, sondern das gesamte Angriffsspiel prächtig orchestrierte sowie Torhüter Nikola Portner mit zahlreichen überragenden Paraden.

Starke Reaktion nach frühem Rückstand

Die Schweizer lagen zur Pause nur mit 11:12 zurück, nachdem sie zwischenzeitlich einen Vier-Tore-Rückstand aufgeholt hatten. Danach schnupperten sie in der zweiten Halbzeit gegen den haushohen Favoriten sogar am Sieg. In der Schlussviertelstunde führten sie immer wieder und lagen auch vier Minuten vor dem Ende noch mit 22:21 vorne.

Das entscheidende Gegentor kassierten sie erst 66 Sekunden vor dem Ende. Für die Schweizer kam erschwerend hinzu, dass sie von den letzten drei Minuten zwei wegen einer umstrittenen Strafe gegen Pascal Vernier in Unterzahl bestreiten mussten. (ram/sda)

Schmid ist der MVP der deutschen Bundesliga – und deshalb natürlich beim Gegner bestens bekannt. Bild: KEYSTONE

Das Telegramm

Schweiz - Deutschland 22:23 (11:12)
Hallenstadion, Zürich. 10'040 Zuschauer (Rekordkulisse für ein Handballspiel in der Schweiz). SR Dinu/Din (Rumänien).

Torfolge: 0:1, 1:2, 2:3, 3:4, 4:4, 4:8 (13.), 5:8, 5:9, 7:9, 7:10, 9:10, 9:11, 11:11 (29.), 11:12; 12:12, 13:13, 13:15, 14:15, 14:16, 15:16, 15:17 16:17, 16:18, 18:18 (45.), 18:19, 20:19 (47.), 20:20, 21:20, 21:21, 22:21, 22:22, 22:23 (59.). 

Schweiz: Portner; Schmid (5), Meister (1), Liniger (2), Tynowski (2), Vernier (2), Svajlen, Lier, Sidorowicz (1), Delhees (1), Von Deschwanden (2), Röthlisberger (1), Küttel (1), Maros (4).

Deutschland: Wolff/Heinevetter (ab 47.); Gensheimer (3), Lemke, Wiencek (2), Reichmann (2), Weinhold (4), Fäth, Häfner (1), Ernst (3), Kohlbacher (3), Drux (3), Pieczkowski (2), Weiss.

Bemerkungen: Strafen: je 4x 2 Minuten. Schweiz ohne Rubin, Raemy (beide verletzt), Deutschland ohne Dahmke, Pekeler, Wiede (alle verletzt). Gensheimer schiesst Penalty gegen den Pfosten (14./5.8). Wolff hält Penalty von Liniger (15./5:8). Portner hält Penalty von Reichmann (33./12:12). (sda)

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