USA

«Raising the Flag on Iwo Jima» ist der Titel dieses Fotos vom amerikanischen Kriegsfotografen Joe Rosenthal, der es am 23. Februar 1945 schoss, als sechs Soldaten während der Schlacht um Iwojima eine US-Flagge hissen. Bild: tumblr/somethingverycool

Weltfrieden

Ohne den «Globocop» USA ginge es viel wilder zu und her auf der Welt – Danke Amerika!

Künstliche Intelligenz könnte Kriege dereinst unnötig machen. Bis es soweit ist, sollten wir der Supermacht USA – anlässlich des Weltfriedenstags am Montag – wieder einmal leise danken.

31.08.14, 09:36 01.09.14, 10:17

Vor ein paar Jahren sorgte der Harvard-Psychologe Steven Pinker für Verblüffung mit der These: Noch nie war die Menschheit so friedlich wie im 21. Jahrhundert. Die Menschen friedlich?, tönte es empört zurück. Will uns da jemand für blöd verkaufen? Wie kann das sein, angesichts von Bürgerkriegen, gescheiterten Staaten, islamistischen Fanatikern und Nordkorea?

Ca. 1939: Amerikanische A-20 Havoc Bomber, die für das Abschiessen von deutschen Schiffen verwendet wurden. Bild: Roger Viollet

Steven Pinkers «The Better Angels of our Nature» auf Deutsch. Bild: amazon

Doch Pinker lieferte in seinem Bestseller «The Better Angels of our Nature» nicht nur die unwiderlegbaren empirischen Zahlen, er zeigte auch auf, dass nicht nur der Krieg, sondern auch die Kriminalität massiv zurückgegangen ist; und dass heute die Wahrscheinlichkeit, dass ein Mensch eines gewaltsamen Todes stirbt, so klein ist wie noch nie.

Der Holocaust bestimmte lange unsere Vorstellung von Gewalt

Warum ist diese Tatsache weitgehend ignoriert worden und weshalb sind heute noch viele Menschen davon überzeugt, dass sie in einer äusserst gewaltsamen Zeit leben und dass diese Gewalt im Begriff ist zu eskalieren? Die Antwort auf diese Frage liegt im Zweiten Weltkrieg und dem Holocaust.

Hinter dem Gitter vom Konzentrationslager Dachau.  Bild: Gamma-Rapho

Der Holocaust war derart unvorstellbar grausam, dass viele Menschen – und es sind nicht die dümmsten – die Meinung vertreten, dass er letztlich unerklärbar sei. Trotzdem begannen Sozialwissenschaftler aller Richtungen zu forschen, wie es dazu kommen konnte. Nebst ökonomischen Erklärungen wie Massenarbeitslosigkeit und Verelendung spielten soziologische und psychologische Theorien eine tragende Rolle.

Margaret Mead und das Sexleben der Samoaner

Der autoritäre Charakter war eine dieser Theorien. Sie besagt, dass die unterdrückte Sexualität puritanische Kleinbürger in brutale Monster verwandeln kann. Der Psychoanalytiker Wilhelm Reich folgerte daraus, dass eine befreite Sexualität und eine antiautoritäre Erziehung Gewalt wirksam verhindern können. Sie wurde zu einem zentralen Dogma der kulturellen Revolution der Achtundsechziger Generation. 

Genug von Kriegen: Freie Liebe und Frieden war das geforderte Motto. gif: tumblr/tesaran

«Krieg ist bloss eine Erfindung.»

Die Ethnologin Margaret Mead.

Eine bedeutende Rolle in dieser Diskussion spielte die amerikanische Ethnologin Margaret Mead. Sie erforschte das Sexualleben der Samoaner in der Südsee und stellte fest, dass es für westliche Begriffe sehr freizügig war. Mead berichtete ausführlich über Liebes- und Sexschulen für Teenager. Dabei kam sie zum Schluss: «Krieg ist bloss eine Erfindung» – wahrscheinlich eine männliche, bleibt hinzuzufügen.

Dr. Margaret Mead untersucht einen dekorierten Totenkopf aus Taras, Kasachstan. Bild: The LIFE Picture Collection

Was ist der Mensch? Schimpanse oder Bonobo?

Auch die engsten Verwandten der Menschen wurden in die Diskussion miteinbezogen, die Schimpansen und die Bonobos. Die beiden Affenarten leben im Kongo auf den beiden verschiedenen Seiten des Stromes. Obwohl sie äusserlich schwer zu unterscheiden sind, ist ihr Charakter völlig verschieden. Kurz ausgedrückt: Die Schimpansen sind brutal und erledigen ihre Konflikte mit Gewalt. Die Bonobos hingegen sind friedlich und erledigen ihre Konflikte mit Sex. Was ist der Mensch, Schimpanse oder Bonobo? 

Was ist der Mensch? Kriegerisch oder friedfertig? gif: giphy

In der Nachkriegszeit dominierte die Ansicht, dass er mehr Bonobo sei und Gewalt und Grausamkeit daher von falschen kulturellen Anreizen verursacht werden. Heute neigt die Forschung eher zur Schimpansen-Sicht. Darwins Evolutions- und die Spieltheorie dominieren die Sozialwissenschaften. Der homo sapiens hat sich dank seiner Brutalität durchgesetzt. Friedlich wird er nur, wenn es gelingt, diese Brutalität mit zivilisatorischen Mitteln in den Griff zu kriegen. 

Ein Globocop entsteht

Je grösser der Staat, desto friedlicher die Gesellschaft.

Der homo sapiens ist nicht nur brutal, er ist auch intelligent. Irgendwann begriff er, dass es für ihn vorteilhafter ist, einen besiegten Gegner nicht abzuschlachten, sondern zu unterwerfen. Die Kriege wurden «produktiv», wie dies der Historiker Ian Morris nennt. Es entstanden Staaten und diese hatten innerhalb ihrer Grenzen grosses Interesse daran, dass Frieden herrscht. Wieder verkürzt ausgedrückt heisst dies: Je grösser der Staat, desto friedlicher die Gesellschaft. Das alte Rom und China sind Beispiele für diese These. 

Das Historiengemälde von Lionel Royer (1899) zeigt, wie Vercingetorix, der Führer der aufständischen Gallier, nach verlorener Schlacht sein Schwert vor Caesars Füsse legt. Bild: wikipedia

Rom hat vor 2000 Jahren den Westen, Beijing den Osten beherrscht. Einen globalen Weltpolizisten, einen Globocop gab es erstmals im 19. Jahrhundert mit dem britischen Imperium. Solange die Briten die Weltmeere beherrschten, herrschte auch auf dem Land Frieden. Nach der Niederlage Napoleons gab es im 19. Jahrhundert relativ gesehen wenig Krieg.

Die Vereinigten Staaten als unverzichtbare Nation

Die Pax Britannica ging mit dem Ersten Weltkrieg zu Ende. Die Folgen waren verheerend. Wirtschaftlicher Protektionismus und überbordender Nationalismus zerstörten Demokratie und Rechtsstaat. Totalitäre Regimes wie Faschismus und Kommunismus entstanden, die zum Gemetzel des Zweiten Weltkriegs führten. Aus den Trümmern dieses Krieges stiegen die USA zum neuen Globocop auf.

 Ob es gilt, die Schlächter der IS zu bekämpfen oder Putin in die Schranken zu weisen – ohne die Amerikaner läuft gar nichts. 

Amerikanisches Propagandaplakat im Zweiten Weltkrieg.  Bild: tumblr/fuckyeahwwiipropaganda

Schon Abraham Lincoln hat die USA einst als «die letzte Hoffnung auf Erden» bezeichnet («the last best hope of earth»), die ehemalige US-Aussenministerin Madeleine Albrigth hat von den Vereinigten Staaten als «unverzichtbare Nation» («indispensable nation») gesprochen. Das stimmt heute mehr denn je. Ob es gilt, die Schlächter der IS zu bekämpfen oder Putin in die Schranken zu weisen – ohne die Amerikaner läuft gar nichts. 

Auch die Tage des amerikanischen Globocop werden einst gezählt sein

Auch die Amerikaner werden jedoch die Rolle des Weltpolizisten nicht bis in alle Ewigkeit spielen können. Bücher und Studien, die den kommenden Niedergang der Supermacht USA voraussagen, füllen inzwischen ganze Bibliotheken. Innere Widersprüche und äussere Bündnisse werden den amerikanischen ähnlich wie den britischen Globocop dereinst zu Fall bringen.

Und dann? Wird die Menschheit erneut im Chaos versinken, ja, sich möglicherweise in einem Krieg aller Kriege selbst ausrotten?

Wird sich die Menschheit irgendwann selbst vernichten? Bild: Tumblr/deathtouchxoxo

Der Historiker Ian Morris glaubt, dass der technische Fortschritt uns aus der Patsche helfen wird, dass wir dank künstlicher Intelligenz den Schimpansen in uns überwinden und dem Bonobo zum Durchbruch verhelfen werden. Er schreibt in seinem Buch «Krieg»: 

«Das Spiel des Todes verwandelt sich in ein Endspiel des Todes, was die Möglichkeit schafft, dass Gewalt irrelevant werden könnte.»

Der Historiker Ian Morris

«Der Siegeszug der Computer verändert nicht nur den Krieg; er verändert alles, selbst das Tier in uns. Die biologische Evolution hat uns ein Gehirn geschenkt, das so leistungsfähig ist, dass es uns ermöglicht hat, eine Kulturrevolution zu erfinden, und diese kulturelle Revolution hat nun einen Punkt erreicht, an dem die Maschinen, die wir bauen, beginnen, unsere biologische Evolution zu beeinflussen – mit dem Resultat, dass sich das ‹Spiel des Todes› in ein ‹Endspiel des Todes› verwandelt, das wiederum die Möglichkeit schafft, dass Gewalt völlig irrelevant werden könnte.»

Mit unserem Gehirn haben wir eine Kulturrevolution erfunden, werden unsere Maschinen eine globale Ordnung schaffen, in der es keine Kriege mehr braucht? gif: giphy

Hilft uns künstliche Intelligenz aus der Patsche?

Mit anderen Worten: Morris geht davon aus, dass menschlicher Erfindungsgeist es möglich gemacht hat, dass wir unsere begrenzte biologische Intelligenz mit einer unbegrenzten künstlichen Intelligenz verschmelzen können und so in der Lage sein werden, eine globale Ordnung zu schaffen, die keine Kriege mehr braucht.

Das tönt nach Science Fiction, aber wer hat eine bessere Idee? Und ja, bis es so weit ist: Seien wir dem amerikanischen Globocop hin und wieder ein bisschen dankbar – auch wenn er es uns weiss Gott nicht einfach macht. 

Gestaltung: Anna Rothenfluh

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  • Babalu 01.09.2014 10:47
    Highlight Der Erfolg der ISIS ist direkte Folge der amerikanischen Grossmachtspolitik und des christlich geführten Krieges gegen den Islam seit 2001. Tausende unschuldiger Araber wurden über die Jahre von Amerikanern getötet und die Welt schaut zu (oder hilft mit). Jetzt haben wir die Situation der self fulfilling prophecy (Radikalisierung gewisser muslimischer Gruppen) und wenn man nun, wie der Autor, argumentiert, dass nichts ohne USA im Kampf gegen ISIS geht, ist das zu kurz gedacht.
    9 4 Melden
    • Awesome-O 01.09.2014 12:47
      Highlight Meine Rede. Super zusammengefasst!
      3 1 Melden
  • Zeit_Genosse 01.09.2014 09:35
    Highlight Die Geschichte hat gezeigt, was die Interventionen der USA bewirkt haben. Da gibt es tatsächlich Leute, die sich hinterher so aufspielen, als hätten sie es vorausgesagt. Interessant wäre es zu wissen, was passiert wäre wenn die USA anders oder gar nich interveniert hätten. Da gibt es sicher auch schlaue, die das wissen (glauben). Interessant ist auch der Anti-USA-Reflex in der Schweiz, der worauf begründet? Moralfingerzeige der Schweiz aus warmen Stuben, die womöglich ihre Wärme auch davon haben, dass jemand mal in der Geschichte irgendwo interveniert hatte und man indirekt davon profitiert hat. Oder die "Erpressung" von Schweizer Banken wegen gehortetem Judengold und aktiver Steuerhinterziehung. Ist es das was noch schmerzt? Beim Bashing gegen eine ganze Nation sollte man evtl. seinen eigenen Stand- und Startpunkt für die Denkweise überprüfen. Wer ungünstig steht, hat eine verzerrte Perspektive, steht so, dass Dinge verdeckt sind und füllt die Lücken mit eigenen Annahmen aus dem eigenen emotionalen Raum. Die USA haben aus unserer Sicht bestimmt nicht alles richtig gemacht, doch auch vieles Gutes ohne Frage bewirkt. Wer eine Bilanz wagt, sollte auch eine Bilanz der Schweiz zulassen. Eine ehrliche von aussen. Von Leuten die die Schweiz kennen, so wie wir die USA kennen.
    4 3 Melden
    • Gelöschter Benutzer 01.09.2014 10:30
      Highlight Interessant dass du soviel Schreiben darfst. Wenigstens hast du dein Privileg diesmal gut genützt.
      1 2 Melden
  • Alnothur 01.09.2014 00:00
    Highlight Wo bekomme ich hier meine 5 Minuten wieder?
    3 1 Melden
  • Gelöschter Benutzer 31.08.2014 17:25
    0 0 Melden
  • keplan 31.08.2014 17:14
    Highlight Nur mal so ein Gedanke:
    In Diktaturen sinkt Gewalt und Kriminalität auch meistens gegen 0. Ist das deswegen gut?
    7 3 Melden
  • sewi 31.08.2014 16:09
    Highlight Je grösser der Staat (das Reich) umso weniger Krieg gäbe es. Darum haben wir Schweizer zwei Weltkriege angezettelt, 6 Mio Juden ermordet und tragen Tod und Verderben in den letzten Weiler Afganistans......Beavo Loepfe!
    5 6 Melden
  • Taeb Neged 31.08.2014 15:56
    Highlight Bitte nur gaaanz leise, vielleicht sogar unhörbar, danke sagen. Eines steht fest, die USA mischen sich fast immer ein.
    Hier die Liste der Militäroperationen der USA: http://de.wikipedia.org/wiki/Liste_der_Militäroperationen_der_Vereinigten_Staaten

    Es geht um Macht und nicht um Frieden!
    7 2 Melden
  • Tobias K. 31.08.2014 13:32
    Highlight Die USA ist primär eine Grossmacht, die mit allen Mitteln versucht die Macht zu festigen und auszubauen. Philipp Löpfe: die USA würden Ihr Leben ohne zu überlegen opfern, wenn es von Vorteil für die USA wäre. Die USA putschen sich die Welt zurecht wie es ihnen von Nutzen ist. Das neuste Trauerspiel ist das Amerika-Hörige Europa. Im Namen der USA putschte die EU die prorussische Ukraineregierung weg. Und schau was passiert. Mit Saddam wars das gleiche Thema (Ja Bush Senior und Saddam waren einst BFF). Einmal wurde er von den Amis ausgerüstet und dann ein paar Jahre später eliminiert. Weil er schlicht keinen Nutzen mehr hatte für die USA. Also hören wir auf mit der Huldigung einer Grossmacht. Denn Sie tut nichts aus Menschenfreundlichkeit. Schon gar nicht für Frieden und Stabilität.
    7 3 Melden
    • Zeit_Genosse 01.09.2014 09:39
      Highlight Und welche Nation tut nichts aus Eigennutz? Bitte nennen Sie jetzt nicht die Schweiz, oder gönnen Sie sich vorher zumindest ein Blick in die Geschichtsbücher und Berichte zur Geschichtsaufarbeitung. Oder lassen es und werfen weiter mit Steinen.
      2 2 Melden
    • Tobias K. 01.09.2014 11:36
      Highlight Lieber Zeitgenosse. Habe ich denn behauptet die Schweiz würde das nicht tun? Bitte erst lesen dann schreiben. Nur würde kein Journalist eine derartige Ode an die Schweiz verfassen. Ich kenne mich in Geschichte sehr gut aus. Keine Sorge. Ich bin mir sehr wohl über die dunkeln Kapitel der Schweiz bewusst. Habe auch keine Probleme diese zu diskutieren. Aber hier im Artikel geht es um den Big Brother
      5 1 Melden
  • Vladtepes 31.08.2014 13:15
    Highlight Ein teilweise bedenkenswerter Artikel, doch Angesichts der elegant ausgeblendeten Fakten recht problematisch! Wo finden die sinnlosen, meist auch total kontraproduktiven Kriegsabenteuer dieses römischen Reiches des 20. und 21. Jahrhunderts in unrühmlichen Platz? Vietnam, Irak, Libyen, Serbien (im Verbund mit dem "Friedensbündnis" NATO. Auch in Afghanistan wird man sieglos abmarschieren, wie früher schon die Sowjets. Lernresistent auch bei der Bewaffnung von früheren Rebellen, die sich dann meist gegen die USA wenden. Seit dem WK 2 haben die USA nichts mehr sinnvolles auf den Weg gekriegt. Und sie begehen und begingen Kriegsgräuel und Menschenrechtsverletzungen à gogo, dies (leider) ohne Ahndung durch den Gerichtshof in Den Haag. Unterstützen auch permanent Israel...
    11 2 Melden
  • poesie_vivante 31.08.2014 10:53
    Highlight Bei der Suche nach den Guten und Bösen spielen vor allem eigene Werte- und Urteilssysteme eine wichtige Rolle. Ist es nicht komisch, dass der geopolitische Feind der USA immer dort ist, wo all die Rohstoffe sind? Irak, Iran, Syrien (Öl), Russland (Gas und Öl) etc. Da wird dann gerne in den Medien eine etwas einseitige Berichterstattung gefahren, um das westliche Vorgehen zu legitimieren. Dazu gibt es zwei wunderbare Sketche aus der Anstalt im ZDF:
    sowie
    13 2 Melden
    • Mauri 31.08.2014 17:25
      Highlight Wohl war. Den Weltpolizisten brauchts meist nur dann wenn es gilt den eigenen Scherbenhaufen aufzuräumen. Von Hussein zu Taliban, russische Invasion der Ukraine und Aufstieg des IS. Der Boden dafür wurde durch die Macht- und Wirtschaftspolitik des Westens gelegt. Das rechtfertigt nicht das russische Vorgehen oder die gräueltaten des IS, lässt sie aber als (leider) logische Konsequenz erscheinen. Frieden u. Freiheit im Westen erhält man langfristig nicht mit militärischer und wirtschaftlicher Dominanz, sondern mit wirksamer, globaler Armutsbekämpfung, fairem Handel, Transparen u. Partnerschaft
      4 0 Melden
  • poesie_vivante 31.08.2014 10:48
    Highlight Die USA torpediert den Frieden mehr als sie ihn erhält. Ohne die Einmischung der USA (und der EU) im Ukrainekonflikt (Unterstützung und Finanzierung des Maidan-Protestes, Gezerre an der Ukraine (entweder Westen oder Russland), Einmischung in staatspolitische Geschäfte (vgl. http://www.spiegel.de/politik/ausland/diplomatischer-fauxpas-von-obama-beraterin-nuland-fuck-the-eu-a-952005.html)) wäre der ganze Konflikt nie in dem Masse deeaskiert, wie er nun leider ist.
    5 5 Melden
  • Willy D. 31.08.2014 10:47
    Highlight Jetzt bin ich aber echt gespannt, wieviele Beiträge hier "Globocop"-Bashing betreiben werden!
    7 5 Melden
  • poesie_vivante 31.08.2014 10:45
    Highlight Toll geschriebener und schön illustrierter Artikel. Nur würde ich die Josef Joffe (Herausgeber der ZEIT)-mässige These, dass wir den USA den Weltfrieden verdanken nicht teilen. Durch den mit gefälschten Beweisen begonnenen Irak-Krieg 2003 wurde der Saat für die IS gelegt. Sadam Hussein war ein Übel für die Region, die IS ist ein Übel für die ganze Menschheit. Das verdanken wir den USA. Hier ein schöner ironischer (aber vielleicht gar nicht so abwegiger) Beitrag im Nebelspalter: http://www.nebelspalter.ch/Friedensnobelpreis+geht+an+Wladimir+Putin/636521/detail.htm
    7 2 Melden
  • Gelöschter Benutzer 31.08.2014 10:13
    Highlight Was für eine schräge These! Die natürliche Intelligenz sollte eigentlich ausreichen um zu erkennen, dass Kriege ausser Tod und Zerstörung nichts bringen. Was noch anzumerken wäre; auch künstliche Intelligenz ist manipulierbar!
    3 4 Melden

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