USA

Spendenkampagne für Fidencio Sanchez: Schon über 300'000 Dollar sind zusammengekommen. screenshot: gofundme

Dieser 89-Jährige verkauft Glaces wegen seiner Frau  – jetzt ist er plötzlich steinreich

Publiziert: 14.09.16, 05:46 Aktualisiert: 14.09.16, 06:06

Eine äusserst erfolgreiche Spendenaktion für einen 89-jährigen gebrechlichen Glace-Verkäufer aus Chicago rührt die USA. Nach einem Aufruf eines Restaurantbesitzers sind per Crowdfunding über 277'000 Dollar zusammengekommen, damit sich der Mann zur Ruhe setzen kann.

Restaurantbesitzer Joel Cervantes startete die Kampagne über die Internet-Spendenseite GoFundMe am 9. September, nachdem er tief bewegt war vom Anblick des alten Mannes, der nur noch mit Mühe seinen Wagen durch die Strassen schieben konnte. «Es brach mir das Herz, diesen Mann arbeiten zu sehen, obwohl er längst seinen Ruhestand geniessen sollte», sagte Cervantes.

3000 Dollar in 54 Minuten

Er gab ein bescheidenes Ziel von 3000 Dollar aus. «Das haben wir in genau 54 Minuten erreicht», sagte er nun der «Chicago Tribune». Die Spendenzusagen rissen nicht ab, mehr als 13'000 Menschen gaben Geld.

Eisverkäufer Fidencio Sanchez, der seit Jahren täglich mexikanisches Eis am Stiel verkauft, zeigte sich zutiefst gerührt. «Ich bin sehr dankbar und glücklich», sagte er dem Sender CNN. «Ich werde bald aufhören zu arbeiten.»

Den Ruhestand habe er sich bislang nicht leisten können, weil er Geld zum Leben für sich und seine kranke Frau benötigte. Auch dessen Frau habe Glace verkauft, bis sie erkrankte. Das Ehepaar leide sehr unter dem kürzlichen Verlust der einzigen Tochter.

In Chicago wurde der 89-Jährige durch die Kampagne fast schon zu einer Berühmtheit. Noch schiebt Sanchez seinen Glacewagen durch das Latino-Viertel Little Village – oft folgen ihm inzwischen Fernsehkameras dabei. (cma/sda/afp/dpa)

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600
  • Fumo 14.09.2016 08:47
    Highlight Oh was? Es gibt in der westlichen Welt, wo alle Länder ein Beispiel an Menschlichkeit und Nächstenliebe sind, einen Land in der Menschen mit 89 Jahren nicht in Rente gehen können, weil es keine Vorsorge gibt?
    Das ist Lügenpresse! Sowas gibt es nur in China, Nord Korea und Russland!
    14 26 Melden
    • roger.schmid 14.09.2016 09:16
      Highlight gähn..
      21 10 Melden
    • Anded 14.09.2016 10:47
      Highlight Stell dir vor, sogar in der Schweiz gibt es Personen, welche sich es nicht leisten können in Rente zu gehen. Oder dachtest du man könne von der AHV leben?
      19 1 Melden
    • Fumo 14.09.2016 11:22
      Highlight Die wenigen "arbeitenden" Rentner die mir bekannt sind machen es eher aus Willen was zu machen (und keine Lust haben mit andere Rentnergruppen wandern zu gehen).
      Wer mit der min. AHV auskommen muss bekommt hier Ergänzungsleistungen, muss dann zwar auf die Kreuzfahrt verzichten, aber leben kann man wohl.

      Davon abgesehen dass meine Aussage ja die ganze westliche Welt kritisiert und nicht nur die USA, war für einzelne wohl nicht eindeutig genug ;)
      4 10 Melden
    600
  • SemperFi 14.09.2016 08:10
    Highlight Steinreich mit 277''000 Dollar? Ihr habt lustige Definitionen von Reichtum. Das reicht für eine Hüftoperation und ein Jahr Pflegeheim (für eine Person!).
    29 8 Melden
    • zsalizäme 14.09.2016 09:13
      Highlight 277'000 USD sind ganz schön viel für einen 89 jährigen. Er und seine Frau sollten damit gut durchkommen.
      25 4 Melden
    600
  • Pana 14.09.2016 07:40
    Highlight In den USA leider normaler Alltag, nicht nur für Immigranten. Schön gibt's für ihn ein happy end.
    66 1 Melden
    600
  • mitch01 14.09.2016 06:35
    Highlight Bitte mehr solcher Storys, es wird schon genug über schlechtes berichtet
    53 5 Melden
    • Columbo 14.09.2016 07:12
      Highlight Dann gibt es wieder Leute, die sich darüber aufregen, dass watson zu wenig politisch und gesellschaftlich Relevantes bringt.
      Die Mischung machts. :)
      44 0 Melden
    • Pokus 14.09.2016 07:55
      Highlight Mitch, so toll ist das eigentlich nicht. Es wird kaum für jeden dieser Fälle eine solche Aktion geben können 😛
      6 0 Melden
    • Joël 14.09.2016 08:32
      Highlight Beim öffentlichen Sender in Dänemark haben sie den Anspruch des sogenannten "konstruktiven Journalismus". Dieser hat zur Grundlage, dass Journalismus Teil von Lösungen sein kann, also Recherche betreibt, wie mögliche Lösungen aussehen, wenn über Probleme berichtet wird. Dies ist sicherlich einen hohen Anspruch und geht über emotionale Geschichten hinaus.
      Also: Berichtet ein US-Newsportal über diese Geschichte wäre konstruktiver Journalismus aufzuzeigen, wie andere Staaten die Rentenversorgung sicherstellen.
      24 1 Melden
    • stef2014 14.09.2016 13:01
      Highlight Joël, grundsätzlich schon richtig. Aber man könnte auch einfach mal eine schöne Geschichte wie diese hier so stehen lassen. Die Hintergründe eines Rentensystems deines Interesses hast du anderswo schnell gegoogelt. Man muss ja nicht aus jedem Bericht eine wissenschaftliche Studie konstruieren, oder?
      2 0 Melden
    600

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