Ukraine
Acting Foreign Minister of Ukraine Andriy Deshchytisa speaks during an interview with The Associated Press, during a meeting on the 5th Anniversary of the Eastern Partnership at the Prague Castle in Prague, Czech Republic, Thursday, April 24, 2014. Deshchytisa described Russian military exercise close to the Ukrainian border as a provocation. The Eastern Partnership is a European initiative launched in 2009 aimed at strengthening relations between the EU and its eastern neighbours, in Armenia, Azerbaijan, Belarus, Georgia, Republic of Moldova and Ukraine.(AP Photo/Petr David Josek)

Ukrainischer Aussenminister Andrij Deschtschytsja: Truppen bekämpfen. Bild: AP/AP

Erklärung zu Langstreckenbomber-Manövern

Ukraine stellt Russland Ultimatum

Kiew gibt Moskau zwei Tage Zeit, um Testflüge von russischen Langstreckenbombern zu begründen. Der ukrainische Aussenminister betonte, man sei bereit, eindringende Truppen zu bekämpfen.

24.04.14, 23:01

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Kiew - Die Ukraine verlangt von Russland innerhalb von 48 Stunden eine Erklärung für seine Militärmanöver im Grenzgebiet. Die Anfrage entspreche den Vorgaben der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE), teilte das Außenministerium in Kiew mit.

Russland hatte am Donnerstag Details zu dem Manöver bekanntgegeben. Demnach trainierten die Besatzungen Flüge und die Luftbetankung. «Die Route des Fluges verlief über neutralen Gewässern der Nordsee, entlang der Kola-Halbinsel», sagte Luftwaffensprecher Igor Klimow. Westliche Militärexperten gehen davon aus, dass Russland mit den Manövern die Reaktionszeiten und Fähigkeiten der Nato-Luftverteidigung testen will.

Die Regierung in Moskau kündigte zudem ein neues Manöver an. Die Nato geht davon aus, dass Russland etwa 40.000 Soldaten an der Grenze zur Ukraine zusammengezogen hat.

Der ukrainische Aussenminister Andrij Deschtschytsja sagte, Russlands Entscheidung, die Militärübungen abzuhalten, würde die Situation verschärfen. Die Ukraine werde eindringende Truppen bekämpfen, die Armee des Landes sei bereit dafür.

«Nicht vorherzusehende Konsequenzen»

Uno-Generalsekretär Ban Ki Moon mahnte die Konfliktparteien zur Zurückhaltung. Ban sei «zutiefst besorgt», dass die Krise «ausser Kontrolle» geraten und zu «nicht vorherzusehenden Konsequenzen» führen könnte, erklärte sein Sprecher Stéphane Dujarric. «Militärische Aktionen müssen um jeden Preis verhindert werden.» Erneut rief der Uno-Generalsekretär dazu auf, den in der vergangenen Woche vereinbarten Genfer Fahrplan für eine Entspannung in dem Konflikt umzusetzen.

Die ukrainischen Streitkräfte waren am Vormittag in Slawjansk massiv gegen prorussische Kräfte vorgegangen. Bei den Gefechten gab es nach Angaben aus Kiew mehrere Tote in den Reihen der prorussischen Kämpfer. Im Osten der Ukraine befinden sich neben Slawjansk rund zehn weitere Städte in den Händen von prorussischen Gruppen. Die Übergangsregierung in Kiew wirft Moskau vor, dort – wie zuvor auf der Krim – Bestrebungen zur Abspaltung der Ostukraine zu unterstützen.

Russland forderte nach Angaben der Nachrichtenagentur Reuters die USA dazu auf, die ukrainische Regierung dazu zu drängen, die militärischen Operationen im Südosten der Ukraine zu beenden.

Der Internationale Währungsfonds (IWF) gab zudem am Donnerstag bekannt, nächste Woche über das angestrebte Hilfs- und Reformprogramm für die Ukraine zu entscheiden. Der endgültige Entschluss werde Mittwoch fallen, teilte IWF-Sprecher Gerry Rice in Washington mit. Angaben zur Höhe der Finanzhilfen machte er nicht. (kha/dpa/Reuters)

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Charly Otherman, 5.5.2017
Watson kann nicht nur lustig! Auch für Deutsche (wie mich) ein Muss, obwohl ich das schweizerische nicht immer verstehe.
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