Unvergessen

In St.Moritz wird Gillian Cookes unfreiwillig weltberühmt. bild: david942k

17.01.2010: Füdligate in St.Moritz – Bob-Weltmeisterin Gillian Cooke platzt am Start die Hose

17. Januar 2010: Der Wind, der Wind, das himmlische Kind! Beim Weltcup-Rennen in St.Moritz saust er der britischen Zweierbob-Weltmeisterin Gillian Cooke gnadenlos um den nackten Po. Ihr Testanzug für Olympia ist gerissen und die TV-Kamera hält voll drauf.

17.01.16, 00:01

«Wiege des Bobsports», die älteste Bobbahn der Welt – St.Moritz ist stolz auf seine grosse Kufen-Tradition. Wenn die wagemutigen Athleten im Weltcup mit bis zu 130 Stundenkilometern durch den Eiskanal brettern, dann halten auch die Schönen und Reichen im Nobelort gebannt den Atem an.

Zu bestaunen gibt es scharfe Manöver und den erbitterten Kampf um Hundertstelsekunden – nur im Olympiajahr gehen die Fahrer den Kurs etwas gemächlicher an. Denn mit dem traditionellen Januar-Termin findet das Weltcup-Rennen in St.Moritz jeweils wenige Wochen vor der olympischen Eröffnungsfeier statt.

In St.Moritz donnern die Bobs durch die letzte übriggebliebene Natureispiste der Welt. Bild: KEYSTONE

Anzugtest geht in die Hose

So auch 2010, die Spiele in Vancouver stehen vor der Tür. Die angehenden Bob-Olympioniken nutzen den Termin im Engadin, um ihre Ausrüstung und ihre Technik noch einmal unter Wettkampfbedingungen zu testen.

Bei Gillian Cooke, der britischen Zweier-Weltmeisterin von 2009, steht ein neuer Anzug auf dem Prüfstand. Doch der ist offenbar noch nicht ganz ausgereift. Als die 27-Jährige am Start einen Tick zu dynamisch in die Hocke geht, platzt eine Naht und präsentiert der TV-Kamera freien Ausblick auf den weltmeisterlichen Po.

Bei diesem Anblick interessieren sich sogar die Belgier plötzlich extrem für die hohe Kunst des Bobsports. Video: youtube/david942k

In Grund und Boden geschämt

Der kalte Wind flattert gnadenlos um die von einem Mini-Slip nur spärlich bedeckten Backen, doch Gillian Cooke bleibt cool. Zusammen mit ihrer Beifahrerin Nicola Minichiello schwingt sie sich trotz der Garderobenpanne in den Schlitten und landet am Ende auf Platz 7. 

Im Ziel erklärt die Britin, dass ihr keine andere Wahl geblieben ist: «Ich habe mich in Grund und Boden geschämt, doch die Uhr hat bereits die Zeit bis zum Start heruntergezählt – ich musste das einfach durchziehen.»

Später kann Cooke dem Missgeschick doch noch eine positive Seite abgewinnen: «Durch die ganze Aufmerksamkeit wurde das Profil des Bobsports so kurz vor den olympischen Spielen ziemlich angehoben. Wir haben jetzt jede Menge neue Fans – und das ist grossartig.»

Unvergessen

In der Serie «Unvergessen» blicken wir jeweils am Jahrestag auf ein grosses Ereignis der Sportgeschichte zurück: Ob hervorragende Leistung, bewegendes Drama oder witzige Anekdote – alles ist dabei.

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  • Dä Brändon 18.01.2016 09:26
    Highlight Unangenehm ja, aber schämen muss sie sich nicht nicht. Und sowieso, von so einem Arsch träumen die meisten Frauen.
    Am Strand haben viele Frauen auch nicht mehr an.

    ...ah ja, gut hat sie sie noch was drunter, dann wäre es wirklich peinlich gewesen.
    13 1 Melden
  • Gelöschter Benutzer 17.01.2016 16:15
    Highlight wahrhaft weltmeisterlich..
    18 0 Melden

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