Video

Die Fans des FC Aarau im Herbst 2014. Bild: Daniela Frutiger/freshfocus

Das beste Fussball-Musikvideo aller Zeiten erscheint auf YouTube – über den FC Aarau

25. November 2009: Der FC Aarau erlebt gerade eine gute Phase, beendet die Super League zwei Mal in Folge auf Rang 5. Mitten in diesem Hoch wird ein Gute-Laune-Song ins Internet eingespiesen, der in Schweizer Fankreisen längst Kult ist: «Brügglifäld olé! Brügglifäld ola!»

Publiziert: 25.11.16, 00:01 Aktualisiert: 25.11.16, 11:55

Verschneiter Rasen, rote Plastikstühle, zwei einsame Fans. Mit dieser Einstellung beginnt ein Musikvideo für die Ewigkeit. Die beiden, es wird sich noch herausstellen, sind betätigen sich als Sänger. Plötzlich erspähen sie einen gelben Ball auf dem Platz. Klar, dass sich das magische Zweieck diese Chance nicht nehmen lässt, ein gepflegtes Kurzpass-Spiel auf den Rasen des Brügglifelds zu zaubern!

«Sit ehr bereit für nes Fuessballfäscht?», brüllt plötzlich einer des Duos in die Kamera. Schnitt – und wir sind nicht mehr im kalten Stadion, sondern bei feurigen Damen in einer Tanzschule. Aaaaarrrrriba!

Parental advisory: Explicit content! Video: YouTube/imageundwerbefilme

Knapp 50'000 Views hat das Musikvideo auf YouTube mittlerweile. Die Zahl derer, denen sich der Sinn der Verbindung zwischen tanzenden Samba-Mäusen und dem FC Aarau erschliesst, dürfte wesentlich kleiner sein. Vielleicht sind sie eine Erinnerung an glorreiche Zeiten mit Ratinho. Oder an weniger glorreiche mit David Opango, dem Pelé aus Burundi.

Gesichert ist, dass die Schweizer Fussballgeschichte dank dem Song des ehemaligen FC-Aarau-Vizepräsidenten Daniel Probst aus dem Jahr 2000 um einige wichtige Zitate reicher ist. Voilà!

«Ole oléé! Ooooh … rrrahaha! Ay ay ay aaay! Oh, oh, oh! Ay, ay, ay! Oh, oh, o-ho! Arriba!»

Aargauer Poesie mit einem Touch Brasil

«The way you hold me tight makes me feel alright. Heart goes to the beat, bamboleo. Come on onto the floor, I wanna give you more. Shake your body to the bamb-ole-ola!»

Noch viel mehr Poesie

«Heeey! Aaaarrriba! Un, dos, tres, Cuba Libre! Jetzt mach doch mal dä Topf! Mit em Fuess oder mit em Chopf! Ole olé!»

Fertig Poesie

Nach dem Song der Abstieg

Der FC Aarau hat noch mehr musikalischen Support. In der Band Die Schwalbenkönige sind mit den Autoren Pedro Lenz und Wolfgang Bortlik zwei bekannte Schweizer Kreativköpfe an Bord, die dem Brügglifeld ebenfalls schon eine Ode widmeten: «Brügglifäld, s'schönschti Stadion vo dä ganze Wält!» (Hier als mp3-Datei).

Am Ende der Saison 2009/10, in welcher «Brügglifäld olé» veröffentlicht wird, steigt der einst als «unabsteigbar» geltende FC Aarau ab. Song und Video hätten indes die Champions und nicht die Challenge League verdient. Mindestens!

Wenn du jetzt die Augen schliesst, dann hörst du vielleicht: Nein, nicht «The Final Countdown», sondern nach dieser Gehirnwäsche garantiert «Brügglifäld olé! Brügglifäld ola!» Bild: KEYSTONE

Unvergessen

In der Serie «Unvergessen» blicken wir jeweils am Jahrestag auf ein grosses Ereignis der Sportgeschichte zurück: Ob hervorragende Leistung, bewegendes Drama oder witzige Anekdote – alles ist dabei.

Im Sommer 2015 steigt der FC Aarau aus der Super League ab

Hol dir die catson-App!

Die flauschigste App der Welt! 10 von 10 Katzen empfehlen sie ihren Menschen weiter.
12 Kommentare anzeigen
12
Logge dich ein, um an der Diskussion teilzunehmen
Youtube-Videos und Links einfach ins Textfeld kopieren.
600
  • Hungerbühler 25.11.2016 20:58
    Highlight So ein vorgestriger Käse. Unglaublich. Und dann noch: FCA sei "unabsteigbar". Die Titanic war auch "unsinkbar".
    7 10 Melden
    600
  • peakposition 25.11.2016 16:03
    Highlight Aargau...mehr muss man doch dazu nicht sagen, oder?
    21 17 Melden
    • leclerc 25.11.2016 20:43
      Highlight Immer dieser Neid.. 😉
      13 7 Melden
    600
  • humpfli 25.11.2016 15:56
    Highlight Ich finde das Video an sich gar nicht so peinlich. Wenn ich die Musikvideos von den heutigen Promis anschaue, kommt mir dieses Video nun mehr normal vor.
    15 5 Melden
    600
  • Okabe Rintarou 25.11.2016 14:58
    Highlight wenn man schon Tänzerinnen engagiert sollte man sie auch mehr zeigen... Niemand will den Typ mit Harry Potter Brille sehen der Gitarre spielt.
    PS: ich hab nur das Video ohne Ton gehört weil ich beim ersten Versuch fast gestorben bin XD
    14 4 Melden
    600
  • Oberlehrer 25.11.2016 10:54
    Highlight Hat Watson eigentlich kein Verantwortungsgefühl? Diese Musiker haben vielleicht Kinder!

    Dieser Fall zeigt exemplarisch, warum das "Recht auf Vergessen" so wichtig ist.
    34 2 Melden
    600
  • Oirdnas 25.11.2016 10:09
    Highlight Die Vorfreude auf den 1. März 2017 steigt! Brüggifäld Olé!
    19 1 Melden
    • Alpendruide 26.11.2016 19:50
      Highlight Was isch denn ☺️☺️
      1 0 Melden
    600
  • Goldavenger 25.11.2016 08:24
    Highlight Eigentlich geht die Regel ja so: "Jede cha mache was er will, well jede stoht derzue was er macht." Hier sollte jedoch eine Ausnahme gemacht werden.
    58 0 Melden
    • cypcyphurra 25.11.2016 09:35
      Highlight you sir deserve my upvote
      25 3 Melden
    600
  • DerHans 25.11.2016 08:09
    Highlight Ich schäme mich ja gerne fremd, aber das ist eine Überdosis!😄
    41 2 Melden
    600
  • DonCamillo 25.11.2016 00:43
    Highlight Und die Fussballgötter: So etwas muss bestraft werden - lassen wir sie absteigen!

    Aber was die Macher dieses Videos intus hatten weiss ich nicht, ich weiss nur sie hätten's nicht tun sollen...
    44 3 Melden
    600

276 Strafminuten: Rappi und Lausanne prügeln sich zum Schweizer Rekord

28. November 1995: Der SC Rapperswil-Jona ist so gut wie noch nie. Er ist NLA-Leader, wird Ende Qualifikation Platz 3 belegen. Ins Geschichtsbuch schaffen es die St.Galler aber auch mit einer Massenschlägerei.

Erster gegen Letzter lautet die Affiche im Lido, welche trotz des Rapperswiler Höhenflugs nur 3050 Zuschauer sehen wollen. Die Abwesenden verpassen nicht nur einen Heimsieg des SCRJ gegen Lausanne, sondern auch eine historische Keilerei. Denn die 276 Strafminuten, die beim 3:1-Erfolg zusammen kommen, werden vorher und nachher in der Nationalliga A nie mehr erreicht.

Die Stimmung ist von Beginn an hitzig. Im Mitteldrittel eskaliert sie, als sich Lausannes Maxime Lapointe den Rapperswiler …

Artikel lesen