WM 2014

Bild: EPA/EFE

Das tut weh

So knapp, so bitter – über diese Szene von Blerim Dzemaili werden Schweizer Fussballfans noch in 20 Jahren reden

Genickschlag in der 118. Minute Egal! Die Schweizer Nati kämpft in Sao Paulo wie einst Winkelried bis zur letzten Sekunde. Dann kommt Blerim Dzemaili noch einmal an den Ball ...

01.07.14, 21:22 02.07.14, 08:42

In der Arena de Sao Paulo läuft die 121. Minute: Elf Schweizer werfen jedes Gramm nach vorne – der späte Treffer von Angel di Maria kann es nach dieser Weltklasse-Leistung einfach noch nicht gewesen sein.

Die Sekunden verrinnen. Xherdan Shaqiri hat auf rechts plötzlich viel Platz. Der Kraftwürfel mobilisiert seine letzten Reserven, flankt: Der Ball wird lang und länger – sogar Diego Benaglio wartet im Strafraum der Argentinier.

GIF: SRF

Noch besser postiert ist aber Blerim Dzemaili. Er wittert die Chance, sich unsterblich zu machen. Der Joker steht seit neun Minuten auf dem Platz, kam für den völlig ausgepumpten Admir Mehmedi. 

Dzemaili hängt seine Bewacher clever ab. Steigt hoch – er köpft – und setzt den Ball krachend an den Pfosten. Aber auch das war es noch nicht!

Vom Aluminium prallt das Leder zurück ans linke Schienbein des Schweizer Jokers – und von da endgültig ins Aus. Wie bitter!

GIF: SRF

Dzemaili kann sein Pech kaum fassen, vergräbt das Gesicht in den Händen. Auch Ottmar Hitzfeld ist in den letzten Sekunden seiner Karriere völlig konsterniert. Das war die grosse Chance – der Ausgleich, er wäre hochverdient gewesen.

GIF: SRF

Ähnlich sieht es Sascha Ruefer im SRF. Sein Kommentar der letzten grossen Schweizer Chance in Brasilien ist, wie diese Szene, einer für die Ewigkeit:

«Möglichkeit, Tor – Nein! Nein! Nein! Bitte nicht! Das gibt's doch gar nicht. Mein ... Gott. An den Pfosten prallt der Ball. Das ist doch nicht möglich. Ich halt's im Kopf nicht aus.»

Sascha Ruefer

Hol dir die App!

Markus Wüthrich, 5.5.2017
Tolle Artikel jenseits des Mainstreams. Meine Hauptinformations- und Unterhaltungsquelle.
Abonniere unseren NewsletterNewsletter-Abo
6Alle Kommentare anzeigen
6
Um mit zudiskutieren oder Bilder und Youtube-Videos zu posten, musst du eingeloggt sein.
Youtube-Videos und Links einfach ins Textfeld kopieren.
600
  • klugundweise 02.07.2014 10:06
    Highlight Wer keine Tore schiesst kann nicht gewinnen.
    So einfach ist das, nicht nur im Fussball.
    1 3 Melden
    600
  • Oki 01.07.2014 23:01
    Highlight War noch nie so stolz Schweizer zu sein.
    4 2 Melden
    600
  • Coffee2Go 01.07.2014 22:35
    Highlight Aaaahhh hört auf mit diesen blöden Gifs! Man erkennt schlichtweg nichts. Diese Szene gibts doch bestimmt schon auf youtube..
    5 5 Melden
    600
  • Gelöschter Benutzer 01.07.2014 21:47
    Highlight Ich könnte jetzt noch weinen. Eine super Leistung unserer Nati, das waren 120 Minuten Kampf. Schade, viel mehr Pech kann man nicht haben. Aber trotz allem können wir stolz sein. Und die meisten Spieler sind ja noch jung...In zwei Monaten kommen die gestärkt zurück!
    5 0 Melden
    600
  • Gelöschter Benutzer 01.07.2014 21:35
    Highlight hach bin einfach traurig. Aber auch stolz :) Sie habens gut gemacht.. einfach das Goal hat gefehlt.
    4 0 Melden
    600
  • Welder 01.07.2014 21:30
    Highlight Großartige Leistung der Schweizer und ein würdiges Karriereende eines der größten Trainer aller Zeiten #DankeOttmar
    9 0 Melden
    600

Nati-Goalie Zuberbühler schiebt die Schuld für ein Riesen-Ei dem «Blick» zu

7. September 2005: Schweizer Fussballfans verwerfen kollektiv die Hände. Auf Zypern leistet sich Nati-Goalie Pascal Zuberbühler in der WM-Qualifikation schon wieder einen unglaublichen Flop – nur vier Tage nach einem Schnitzer gegen Israel.

Zeit seiner Karriere in der Schweizer Nationalmannschaft ist Pascal Zuberbühler höchst umstritten. Das hat einerseits damit zu tun, dass der Thurgauer bei GC und beim FC Basel spielt, den beiden erfolgreichsten, aber auch meist verhassten Klubs des Landes. Andererseits mag man «Zubi» nicht, weil er kein Mann der leisen Töne ist, oft wirkt er arrogant. Und nicht zuletzt ist er umstritten, weil er bei Gegentoren immer wieder eine unglückliche Figur abgibt.

Dabei ist es weniger eine …

Artikel lesen