Wirtschaft

Bauarbeiter fordern weniger Temporärarbeit

19.11.16, 13:28 19.11.16, 13:59

Die Gewerkschaft ist besorgt über die «fortschreitende Prekarisierung der Arbeitsbedingungen» in der Bau-Branche.  Bild: KEYSTONE (Archivbild)

Das Unia-Bauarbeiterparlament fordert eine Beschränkung der Temporärarbeit. War diese ursprünglich gedacht, um saisonale Spitzen abzudecken, werde sie heute immer mehr missbraucht, um sich billige Arbeitskräften zu verschaffen.

Gemäss Unia ist der Anteil der Temporärarbeitenden im Bauhauptgewerbe sechs Mal so hoch wie im Durchschnitt aller Branchen. Immer öfter würden ältere Festangestellte entlassen und am nächsten Tag zu schlechteren Bedingungen temporär wieder angestellt, teilte die Gewerkschaft am Samstag mit. Diese könnten dann innert zwei Tagen auf die Strasse gestellt werden.

So würden gute und sichere Arbeitsplätze durch unsichere, prekäre ersetzt. Gemäss Mitteilung zeigte sich das Unia-Bauarbeiterparlament «zutiefst besorgt über den Zustand der Bau-Branche», vor allem über die fortschreitende Prekarisierung der Arbeitsbedingungen.

Sie beklagen auch die rasant steigende Zahl von undurchsichtigen Subunternehmerketten. Gemäss Unia sind Lohndumping, Kettenkonkurse und die systematische Umgehung von gesetzlichen und gesamtarbeitsvertraglichen Bestimmungen zentrale Herausforderungen für die Branche.

Um diesen Entwicklungen entgegen zu treten, fordern die Bauarbeiter deshalb eine Beschränkung der Temporärarbeit, ein Recht auf Festanstellung nach einer gewissen Zeit sowie ein transparentes Branchenregister der Firmen, die den GAV einhalten. (sda)

Das könnte dich auch interessieren:

Was beim iPhone X wirklich neu ist

Roger Federer nach Rückenproblemen wieder auf dem Tennisplatz

Massenschlägerei unter Flüchtlingen in Calais

So lief der Dwamena-Deal wirklich ab. Wir haben exklusiv die Whatsapp-Protokolle

Totale Sonnenfinsternis in den USA – hier gibt's den Livestream der NASA

Sebastian Kurz greift Erdogan an

Taylor Swift kündigt neues Album «Reputation» an

Um den Dienstag zu überstehen, brauchst du diese 16 Fail-GIFs

Die Schule geht wieder los? So viel verdient dein Lehrer – der grosse Lohnreport

Die kreative Reaktion dieses Supermarkts auf Rassismus und Fremdenfeindlichkeit

Bürgerkrieg und Sklaverei: Die unverheilte Wunde der USA

Fanta gibt's dank den Nazis – und 12 weitere WTF-Fakten zu Cola, Limo und Co.

7 Gründe, warum die Badenfahrt das bessere Züri Fäscht ist

Macht, Mord und Monobrauen: Im Harem des persischen Schahs

«Wir sind die grössten Loser – wenn das BGE mit uns klappt, dann klappt es überall»

Alle Artikel anzeigen

Hol dir die App!

Brikne, 20.7.2017
Neutrale Infos, Gepfefferte Meinungen. Diese Mischung gefällt mir.
Abonniere unseren NewsletterNewsletter-Abo
4Alle Kommentare anzeigen
4
Um mit zudiskutieren oder Bilder und Youtube-Videos zu posten, musst du eingeloggt sein.
Youtube-Videos und Links einfach ins Textfeld kopieren.
600
  • Silent_Revolution 19.11.2016 15:37
    Highlight Die "Lohn"sklaven der Elite glauben tatsächlich sie hätten etwas zu melden. Süss!
    0 2 Melden
    600
  • Lowend 19.11.2016 14:40
    Highlight Da trifft die UNIA endlich den wunden Punkt und wenn sie sich jetzt noch darum kümmern würde, wie die Baufirmen die staatlichen RAV bei Auftragsengpässen quasi als Zwischenlager für ihre Arbeiter missbrauchen, ergäbe dass endlich mal ein Bild davon, was in der Baubranche so schief läuft und wie die Firmen sich auf Kosten der Arbeiter und des Staates aus der Verantwortung für ihr unternehmerisches Handeln stehlen.
    5 0 Melden
    • koks 19.11.2016 15:36
      Highlight die unia ist seit jahren hauptsächlich mit internen gender-kämpfen beschäftigt. wie übrigens die sp auch. da müssen halt die bauarbeiter hinten anstehen, sind ja eh nur weisse männer.
      1 2 Melden
    • Lowend 19.11.2016 16:27
      Highlight Lieber spät als nie, aber ihr weisser Mann und Gender Geschwafel und das SP Bashing zeigt nur eine tiefe Frustration, hat aber ansonsten rein gar nichts mit meinem Kommentar zu tun. Konstruktiv geht anders.
      2 1 Melden
    600

Liberale Genossen sehen im Arbeitsmarkt der Zukunft Chancen – Gewerkschafter winken ab

«Die Digitalisierung lässt sich nicht aufhalten», sagt Pascal Bruderer und fordert: «Wir sollten sie aktiv und im Sinne der Chancengerechtigkeit mitgestalten, statt auf Verhinderungstaktik zu setzen.»

Die SP vernachlässige das Thema Digitalisierung in sträflicher Weise. Die Kritik des rechten Parteiflügels um die Aargauer Ständerätin Pascale Bruderer und den Zürcher Ständerat Daniel Jositsch am SP-Wirtschaftspapier war hart. Davon liessen sich die SP-Delegierten allerdings nicht beirren und verabschiedeten das Papier mit grossem Mehr. Umgekehrt wurde aus ihren Kreisen der Vorwurf erhoben, ihre liberalen Parteikollegen übten billige Kritik, ohne eigene Ideen zu liefern.

Das holen nun Bruderer …

Artikel lesen