Wirtschaft

Verdacht auf Manipulation

UBS suspendiert weitere Devisenhändler

Die UBS greift im Zuge der Ermittlungen wegen manipulierter Devisenkurse durch. Die Schweizer Grossbank hat sechs weitere Händler von ihren Aufgaben entbunden oder beurlaubt.

28.03.14, 09:23 28.03.14, 09:45

Ein Artikel von

Im Zuge der Untersuchungen um mögliche Devisenkursmanipulationen hat die Schweizer Grossbank UBS offenbar sechs weitere Händler suspendiert. Wie die «Financial Times» (FT) am Freitag unter Berufung auf Insider berichtet, hätte das Institut drei Mitarbeiter in New York, zwei in Zürich und erstmals einen in Singapur von ihren Aufgaben entbunden. Allerdings seien manche der Devisenhändler nur in einen bezahlten Urlaub geschickt worden, um die Untersuchungen der Manipulationsvorwürfe abzuwarten. Die Bank wollte das nicht kommentieren.

Nach früheren Angaben hat die UBS eine interne Prüfung zu den Unregelmässigkeiten im Devisenmarkt veranlasst, die sich auch auf das Edelmetallgeschäft bezieht. 

2013 war bekannt geworden, dass verschiedene Aufsichtsbehörden Untersuchungen bei Finanzinstituten über Manipulationen im Devisenhandel durchführen. Dieser ist mit einem täglichen Volumen von bis zu 5,3 Billionen Dollar der grösste Finanzmarkt der Welt. Im Oktober hatte auch die Finanzmarktaufsicht Finma entsprechende Untersuchungen bei «mehreren Schweizer Finanzinstituten» bekannt gegeben. Laut"«FT» sind im Zusammenhang mit den Untersuchungen insgesamt bereits 30 Händler bei knapp einem Dutzend Banken suspendiert oder entlassen worden. (yes/dpa-AFX)

Hol dir die App!

Yanik Freudiger, 23.2.2017
Die App ist vom Auftreten und vom Inhalt her die innovativste auf dem Markt. Sehr erfrischend und absolut top.
Abonniere unseren NewsletterNewsletter-Abo
0Alle Kommentare anzeigen
0
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 72 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!

Schwarzgeld, Priester und Pornostars – die verrückte Welt von UBS-Verräter Birkenfeld

Er brachte das Schweizer Bankgeheimnis ins Bröckeln: Bradley Birkenfeld. Dafür erhielt er von den US-Behörden eine Millionenbelohnung. Wie er heute lebt, erzählt er gerne. 

Bradley Birkenfeld war im Streit zwischen der US-Justiz und der UBS eine zwiespältige Schlüsselfigur: Zwar brauchte das US-Justizministerium seine Informationen, um aufzuzeigen, wie die Bank amerikanischen Kunden half, Gelder verstecken. 

Gleichzeitig wiesen die US-Ermittler Birkenfeld aber auch nach, dass er vor seinem Gang zu den US-Behörden versucht hatte, sich und seine Schäfchen in Liechtenstein ins Trockene zu bringen. Dafür wurde er 2009 relativ hart bestraft: 40 Monate Haft sprach …

Artikel lesen