Wirtschaft

Eine Szene aus der bombastischen Eröffnungsfeier der Olympischen Winterspiele in Sotschi.  Bild: KEYSTONE

Wie in Russland die Politik zu einer Reality-TV-Show wurde

Wladimir Putins «gelenkte Demokratie» rüstet sich zur nächsten Mega-Show. Am 18. September finden nationale Wahlen statt – doch entscheidend ist, was am Fernsehen gezeigt wird.

10.09.16, 18:59 12.09.16, 01:56

Wenn am 18. September die Russen aufgerufen sind, ihr Parlament – die Duma – neu zu bestellen und 450 Abgeordnete zu bestimmen, dann gibt es rein oberflächlich betrachtet nichts zu bemängeln. Es gibt eine Regierungspartei, «Vereinigtes Russland», die den Präsidenten, Wladimir Putin, stellt, und es gibt eine Opposition, und alle dürfen ihr Kreuz auf ihren Wahlzettel malen, so wie es sich für eine ordentliche Demokratie gehört.

Innenansicht der Duma, dem russischen Parlament. Bild: SERGEI ILNITSKY/EPA/KEYSTONE

Alles nur Schein. Wer sich ernsthaft gegen Putin auflehnt, lebt gefährlich. Boris Nemzow, der bedeutendste russische Oppositionelle, wurde am 27. Februar 2015 direkt vor dem Kreml erschossen. Er stammte aus der Stadt Jaroslawl, die als aufmüpfig gilt. Auch Jewgenij Urlaschow, Bürgermeister von Jaroslawl, politisierte nicht stramm auf dem Putin-Kurs. Er wurde wegen angeblicher Korruption von seinem Posten entfernt und zu zwölfeinhalb Jahren Arbeitslager verurteilt.  

Wie einst in der DDR

Was sich heute als Demokratie gebärdet, ist ein schlechter Witz. Drei Parteien, die Kommunisten unter dem greisen Gennadi Sjuganow; eine Art Sozialdemokraten, die sich «Gerechtes Russland» schimpfen; und eine faschistoide Partei, die sich perverserweise Liberaldemokraten nennt, bilden die vermeintliche Opposition. Wie einst in der DDR stimmt diese Opposition jedoch stets mit der Regierung.  

Daran wird sich auch nichts ändern. Andrej Kolesnikow, Analyst beim Carnegie Moscow Centre, erklärte kürzlich in der «Financial Times»:

«Die Wähler haben keinerlei Hoffnung mehr, dass sich durch die Wahlen etwas ändern wird. Das Problem des russischen Systems liegt heute darin, dass es sich nicht mehr durch Wahlen verändern lässt.»

Putin will keine Demokratie nach westlichem Vorbild. Er selbst spricht von einer «gelenkten Demokratie». Schon bei seinem Amtsantritt als russischer Präsident liess er daran keinen Zweifel aufkommen. Der russische Journalist Arkady Ostrowski beschreibt dies in seinem Buch «The Invention of Russia» wie folgt:

«Er (Putin, Anm. d. Red.) versicherte, dass Russland niemals eine Kopie von Grossbritannien oder Amerika werden würde, wo liberale Werte eine lange historische Tradition haben. Russland habe seine eigenen Werte. Dabei handelt es sich um Patriotismus, Kollektivismus und die Vorherrschaft des Staates.»

Ostrowski arbeitet heute für den «Economist».

Putin am russischen TV. Der Bildschirm regiert die Politik. Bild: SERGEI ILNITSKY/EPA/KEYSTONE

Russische Politik spielt sich nicht primär in der Duma, sondern in den Medien ab, vor allem am TV. Alle bedeutenden Medien werden heute vom Staat kontrolliert. Das war nicht immer so.   Schon in der Ära von Michail Gorbatschow wurde die einst straffe Zensur der russischen Medien gelockert.

Ein gemässigt liberaler Journalismus wurde in den Achtzigerjahren geduldet. In den wilden Neunzigerjahren gab es tatsächlich Pressefreiheit. Boris Jelzin war zwar ein Säufer, aber ein toleranter. Wenn ihm die Berichterstattung am Bildschirm nicht passte, dann schaltete er das Gerät aus.

Putin und die Fernbedienung

Ganz anders Wladimir Putin. Bei ihm ist die TV-Fernbedienung das wichtigste Arbeitsinstrument. Minutiös verfolgt er, wie die Medien über ihn berichten. Gefällt ihm etwas nicht, dann greift er entschlossen durch.

Der ehemalige Oligarch und NTV-Gründer Wladimir Gussinski. Er wurde von Putin verjagt.

Kurz nach Amtsantritt begann Putin, die Medien an die Leine zu nehmen. Sein erstes Opfer war der TV-Sender NTV. Dieser gehörte ursprünglich dem Oligarchen Wladimir Gussinski und setzte sich für Marktwirtschaft und Liberalismus ein. Vor allem kritisierte NTV den Krieg in Tschetschenien. Das war sein Untergang. Gussinski wurde gezwungen, NTV an Gazprom zu verkaufen und zu verschwinden. Heute lebt er in Israel.

Die liberalen Journalisten wurden zu zynischen Demagogen

NTV wurde am 14. April 2001 in einer Art Militäraktion gestürmt. Die liberalen Journalisten und ihre Chefs wurden entlassen. Doch Journalisten sind nicht selten zynische Opportunisten. «Viele von denen, die 2001 aus den NTV-Studios gestürmt waren, kehrten bald zurück und boten ihre Dienste den neuen Machthabern an», schreibt Ostrowski. «Sie verwandelten NTV schliesslich in einen überaus bösartigen TV-Kanal, selbst nach den Standards des Staatsfernsehens.»

Die kurze Phase der Liberalität unter Jelzin hat nicht zu liberalen Medien geführt. Die russische TV-Landschaft verwandelte sich zunehmend in eine riesige Reality-Show, in der Zynismus regierte und Manipulation selbstverständlich war. Die TV-Macher handelten nach der Maxime, wonach alles machbar war und sich die Realität beliebig verbiegen liess. Ausführlich beschrieben wird diese groteske Welt von Peter Pomerantsev in seinem Buch «Nichts ist wahr und alles ist möglich».

Putin reagiert auf Demonstrationen

Die Big-Brother-Mentalität setzte sich auch in den Nachrichtensendungen durch, vor allem nach 2012. Der dank hohen Ölpreisen verwöhnte russische Mittelstand war zunächst wenig begeistert von der Charade, die Putin mit seiner Wiederwahl als Präsident aufführen liess. Es kam zu heftigen Protesten, an denen trotz bitterer Kälte Zehntausende teilnahmen.  

«Russland riskiert eine Überdosis von Hass und Aggression.»

Arkadi Ostrowski

Putin reagierte sofort. Nationalismus begann die Medienwelt zu beherrschen. Die Eröffnungsfeier zu den Olympischen Winterspielen in Sotschi wurde zu einer bombastischen Show der russischen Werte und war an Pathos nicht zu übertreffen. Kaum war die Show vorbei, wurde sie von der Realität eingeholt. Putin annektierte die Krim. «Es war eine TV-Show, deren Kosten nicht in Milliarden von Dollar gezählt wurden, sondern in tausenden von Menschenleben», stellt Ostrowski fest.

Sie mögen sich nicht wirklich: Putin und Obama. Bild: SPUTNIK/REUTERS

Die Annexion der Krim hat die russischen Medien endgültig wieder in eine Staatspropaganda-Maschine verwandelt. Unablässig wird den Zuschauern eingetrichtert, Russland sei von Feinden und Verrätern umzingelt und der Dritte Weltkrieg sei bloss noch eine Frage der Zeit. Selbst der gebildete Mittelstand beginnt, diese Botschaft zu glauben, denn TV-Bilder wirken wie eine Droge.

Trump bewundert Putin

«Russland riskiert eine Überdosis von Hass und Aggression», warnt Ostrowski. «Die Euphorie und der Rausch des Nationalismus können nicht einfach wie ein TV-Gerät wieder abgeschaltet werden: All diese aufgeputschten Gefühle werden nicht einfach verschwinden.»  

Das gilt auch für den Westen. Der grösste Fan von Wladimir Putin ist bekanntlich Donald Trump, und die Tendenz, die Politik in eine Reality-Show zu verwandeln, ist auch im Westen unübersehbar geworden.

So tickt Putin – privat wie politisch

Alles rund um Putin

Wie Putin den Nationalismus entdeckte – und was das für den Westen bedeutet

7 Gründe, weshalb er der gefährlichste Mann der Welt ist

Cold War reloaded: Wenn Blicke töten könnten

Putin und Trump haben je einen Neuen – und mit denen wird's jetzt richtig gefährlich

Weshalb die Russen die Sanktionen super finden

Wirtschaftskrieg mit Russland: Wie stark ist Putins neue Rote Armee?

Können wir uns die Amerika-Hasser noch leisten?

Warum gibt es immer noch Linke, die Putin feiern?

Alle Artikel anzeigen

Hol dir die App!

Brikne, 20.7.2017
Neutrale Infos, Gepfefferte Meinungen. Diese Mischung gefällt mir.
Abonniere unseren NewsletterNewsletter-Abo
70Alle Kommentare anzeigen
70
Um mit zudiskutieren oder Bilder und Youtube-Videos zu posten, musst du eingeloggt sein.
Youtube-Videos und Links einfach ins Textfeld kopieren.
600
  • Beobachter24 17.09.2016 23:27
    Highlight Das mit der gelenkten Demokratie stimmt sogar.

    Allerdings:
    80% der Russen stimmen dem zu.
    10% wünschen sich dem Kommunismus zurück.
    und 10% sind Nationalisten à la Zhirinovsky.

    Na und? Wenn das dem Russischen Volk das passt, ist doch alles okay? Was hat uns das zu kümmern?

    Zum Rest sag ich mal nix, ausser dass es Loepfe-Behauptungen sind.
    1 1 Melden
    • rodolofo 18.09.2016 12:45
      Highlight Ich glaube, Du hast nicht begriffen, wie die geschundene "Russische Seele" tickt!
      Ich selber vermutlich auch nicht, aber aus meinen "Schnupperbesuchen" im ehemaligen Ostblock glaube ich, gewisse Grundzüge zu erahnen:
      In einer Diktatur passt sich die Zivilgesellschaft an die Unmöglichkeit einer offenen Meinungsäusserung an, indem sie "indirekt" zu sprechen beginnt.
      Menschen reden über alltägliche Dinge und meinen damit die Politischen Verhältnisse.
      Einige verwenden die doppelte Verneinung, andere verehren Jesus Christus, als einen Oppositionellen, der vom Imperium und dem Mob gekreuzigt wurde.
      2 0 Melden
    • Beobachter24 18.09.2016 15:47
      Highlight @rodolofo

      An der Ergründung der Russischen Seele habe ich mich nur im Einzelfall versucht :-)
      2004 war meine erste (aber nicht letzte) Reise nach RU. Damals hielt ich Putin für ein A…h (dank NZZ) und Patriotismus für etwas Negatives. Seit 2004 verfolge ich Putins Wirken rel. akribisch.
      Meine Einschätzungen beruhen auf persönlichen Kontakten, dem Lesen russ. Zeitungen, Blogs u. Literatur.
      Eine negative Haltung gegenüber Putin kenne ich v.a. von Leuten, die nicht mehr in RU leben.
      Was Gorbi und Jelzin anbelangt, sind sich alle, die ich kenne, einig.
      Mit mehr als 600 z. könnte ich das ausführen.
      2 0 Melden
    • Beobachter24 18.09.2016 16:08
      Highlight @rodolofo - II

      Meine engsten Kontakte waren zur Zeit des System-Wechsels ungefähr im Pionier-Alter (vgl. https://goo.gl/9JbK9a).

      Meine Ex-Schwiegermutter war während der Jelzin-Zeit nahe am Verhungern, war Putin sehr dankbar dafür, dass er ein +/- gescheites Renten-System eingeführt hat, wird ihm das nie vergessen und gibt einen Scheiss auf Pressefreiheit. Sie ist aus einer ländlichen, rel. armen Gegend (Nord Kaukasus, KBR).
      Intellektuelle Städter mögen das anders sehen.

      Alter, persönliche Erfahrungen und Bildung sind wohl wichtig was die „Haltung“ anbelangt.
      2 0 Melden
    • Beobachter24 18.09.2016 16:17
      Highlight @rodolofo - III

      Ich schätze, ich hatte das Glück, Leute kennenzulernen, die keine "geschundenen Seelen" sind.
      Ausnahmen: Veteranen der Kriege in Afghanistan und Tschetschenien (ein Handvoll solcher habe ich kennengelernt) … wobei deren „Schaden“ eine direkte Folge des Kriegs und nicht der Diktatur ist (imho).

      Was Du in deinem Post beschreibst, das kenne ich vor allem aus der Literatur ehemaliger Satellitenstaaten oder von Flüchtlingen, welche z.B. nach dem Prager Frühling in die Schweiz gekommen sind.

      Ich will hier aber nix schön reden. Ich glaube Dir, was Du geschrieben hast.
      2 0 Melden
    • rodolofo 18.09.2016 23:36
      Highlight Danke für Deine ausführliche Reaktion!
      Dass es heute so ist, wie es ist, hat tausende von Gründen. Es musste halt so kommen...
      Die Wahlbeteiligung ist in Russland bei diesen Wahlen auf ca. 30% gesunken.
      Wenn Putin und Co. diesen indirekten Protest der Bevölkerung (direkte Meinungsäusserungen werden ja unterdrückt...) nicht ernst nehmen und endlich umkehren auf ihrem unbelehrbaren "Marsch in Richtung Autoritäres China", dann wird es zur Katastrophe kommen!
      Russland sollte sich Europa zuwenden und für sich eine Europäische Perspektive suchen, so wie das die Osteuropäischen Länder bereits tun!

      2 0 Melden
    600
  • Echo der Zeit 11.09.2016 20:42
    Highlight Gute Reportage über Russische Grossstädte - Propaganda Frei - Nadvoizy und Kachkanar – Russlands Monostädte im Niedergang - http://www.srf.ch/sendungen/international/nadvoizy-und-kachkanar-russlands-monostaedte-im-niedergang
    2 1 Melden
    600
  • rodolofo 11.09.2016 13:40
    Highlight Die Sowietunion ist zurückgekehrt und hat sich an die neue Zeit angepasst.
    Der "Russische Frühling" unter Gorbatschow mit Glasnost und Perestroika dauerte nur kurz.
    Übermütig treibende Kräuter und Blümchen wurden gemäht, oder sind im eisigen Frost, der seit Putin's Machtübernahme herrscht, erfroren.
    Eine Lügen-Babuschka ist kaputt gegangen:
    Diejenige vom Sozialismus.
    Darunter ist die (etwas kleinere) Faschistische Lügen-Babuschka zum Vorschein gekommen.
    Wir müssen diesen Lauf der Dinge akzeptieren und versuchen, das "Reich der Verlogenheit" wenigstens auf den Fernen Osten zu begrenzen.
    11 10 Melden
    • pique dame 11.09.2016 15:54
      Highlight Sie meinen matrjoschka. Babuschka ist die Grossmutter ;)
      18 0 Melden
    • rodolofo 11.09.2016 16:06
      Highlight Ich meine diese Figürchen, in denen immer eine weiteres, kleineres Figürchen drinsteckt, wenn man sie öffnet.
      Ich hatte beim schreiben noch das Gefühl, dass Babuschka nicht das richtige Wort ist für diese Figürchen.
      Also Matrjoschka.
      Wieder etwas gelernt!
      7 2 Melden
    • Beobachter24 17.09.2016 23:43
      Highlight rodolofo und sein Halbwissen :-)

      Ich weiss, dass Du relativ "beratungsresistent" bist, trotzdem:

      Matrjoschka ≠ Babushka
      Russische Föderation ≠ Sowjetunion
      Patriotismus ≠ Faschismus

      P.S. Auch wenn wir „Wessis" Gorbi geliebt haben; in Russland hält man sehr wenig bis gar nix von ihm.

      P.P.S. Seien wir mal froh, dass ein besonnener Patriot und nicht ein Faschist das Zepter in der Hand hält.
      Zhirinovsky wird ein Treppenwitz bleiben. Aber wenn die wiederauferstandene Parnas von Kasyanov und neuerdings Maltsev weiterhin mit US$ hochgegpäppelt werden, dann kann das so richtig hässlich werden.
      1 1 Melden
    • rodolofo 18.09.2016 09:47
      Highlight @ Beobachter 24
      Putin ungleich besonnener Patriot.
      Putin = "der Pate aller Paten"
      Aussenansicht ungleich Innenansicht
      Aussenarchitektur ungleich Innenarchitektur
      Beobachter 24 ungleich Roger Schawinski
      1 0 Melden
    600
  • Gelöschter Benutzer 11.09.2016 07:46
    Highlight "Das gilt auch für den Westen. Der grösste Fan von Wladimir Putin ist bekanntlich Donald Trump, und die Tendenz, die Politik in eine Reality-Show zu verwandeln, ist auch im Westen unübersehbar geworden." So what? Mal gab es offenbar den Amerikanischen Traum. Und wer mal was vom chinesischen Xi Jinping mitbekommen hat, der weiss, es gibt offenbar auch einen Chinesischen Traum. Nun gut, dann muss man halt ev. in CH was dazwischenschalten zwischen Westen und Osten. :)
    4 2 Melden
    600
  • Gelöschter Benutzer 11.09.2016 05:24
    Highlight Das lustigste Video zu Russland stammt für mich von Boney M. aus Paris. :)
    4 5 Melden
    600
  • Emperor 11.09.2016 02:01
    Highlight Der arme Putin ist ein lupenreiner Demokrat! Er wird nur von der bösen Westpropaganda so böse dargestellt! Richtig Böse!
    27 17 Melden
    600
  • stan1993 11.09.2016 00:36
    Highlight der Kommentar trieft ja vor lauter Propaganda.
    21 20 Melden
    • phreko 11.09.2016 01:56
      Highlight Ja dann erzähl mal, wie siehst du es?
      15 8 Melden
    600
  • Soli Dar 10.09.2016 23:19
    Highlight Na ja Hauptsache 'wir sind die Guten' und Hauptsache wir haben unsere Feindbilder.
    36 16 Melden
    • Gelöschter Benutzer 11.09.2016 00:46
      Highlight HAHAHAHA, Löpfe fabuliert von Zensur...
      15 13 Melden
    600
  • Luca Brasi 10.09.2016 22:34
    Highlight Rußland will seine eigenen Werte hochhalten und nicht eine Kopie des liberalen Westens sein? Wieso bedienen sich dann die patriotischen Russen dann ständig bei Ideen vom Westen? Zar Peter lernte Technik in Holland und konnte so St. Petersburg aus einem Sumpfgebiet erschaffen. Kirchen, etc. wurden mit künstlerischer Hilfe von Italienern erschaffen und man wollte mit dem Newski Prospekt eine eigene Champs d'Elysée errichten. Dann läßt man mit der deutschen Zarin Katharina auch noch aufklärerische Ideen ins Land und bedient sich noch bei Marx. So patriotisch können Russen also gar nicht sein. ;)
    33 9 Melden
    600
  • oel 10.09.2016 22:12
    Highlight Viele Putin freundliche Kommentare hier. Haben Putins Kommentarschreiber Watson entdeckt?
    42 43 Melden
    • Ivan der Schreckliche 10.09.2016 23:41
      Highlight Nein, stell dir vor es gibt verschiedene Meinungen!
      38 18 Melden
    • phreko 11.09.2016 02:00
      Highlight Haha, ich lach mich schlapp: ivan der schreckliche behauptet anderes...
      16 13 Melden
    600
  • Radiochopf 10.09.2016 21:26
    Highlight Ich bitte mal alle die diesen Artikel gelesen haben jetzt auf den russischen TV-Kanal den euer Kabelanbieter/Swisscom usw. anbieter einzuschalten..der Artikel suggeriert, dass da nun Non-Stopp zensurierte Putin-Propaganda kommt.. Die Realität wird aber sein, dass ihr gerade eine Verkuppelungsshow, ein Krimi, eine Comedy-Show, Talk-Show oder ein alter Kriegsfilm sehen werdet.. Natürlich auch News, die zum Teil genauso zensuriert und einseitig sind wie bei uns.. Habe noch keine unpatriotische Olympia-Show gesehen, ihr? Russland-Artikel sind mittlerweile sichere Clickbait-Artikel...
    48 30 Melden
    • Maett 10.09.2016 21:49
      Highlight @Radiochopf: stimmt schon, es wird gerne suggeriert dass in dem-Westen-nicht-genehmen Ländern alles ganz schlimm ist, obwohl es dort eigentlich in etwa so läuft wie hier (betr. Medien).

      Wenn in russischen Medien regierungskritische Artikel veröffentlicht werden, wird das hier als System abgetan (*damit Russland sagen kann, die Medienlandschaft berichtet nicht einseitig*) und hier nennt man dasselbe Freiheit.

      Nichtsdestotrotz: in Russland wird Russland mehr zelebriert als zuvor. Eigentlich ist das aber erst seit den Sanktionen so, weil die Russen seither andere Perspektiven aufgegeben haben.
      18 23 Melden
    • rodolofo 11.09.2016 13:51
      Highlight Das ist die neue Taktik:
      "Das ist doch völlig normal, dass mächtige Politiker lügen, betrügen und ihren vom Volk geraubten Reichtum ausser Landes bringen, Medien kaufen, auf Oppositionelle Killer ansetzen und andere Länder angreifen, oder zu destabilisieren versuchen.
      Alle machen das so. Warum nicht auch wir?"
      Gute Nacht Zivilisation...
      7 1 Melden
    600
  • smoking gun 10.09.2016 20:38
    Highlight Ihre Einschätzung finde ich ok. Was sie zu erwähnen vergessen haben, ist die Tatsache, dass fast überall auf der Welt so regiert wird.
    28 29 Melden
    • roger.schmid 10.09.2016 20:55
      Highlight nein. wird es nicht.
      40 32 Melden
    • smoking gun 10.09.2016 21:14
      Highlight @roger.schmid: Trump oder Clinton? Chaos oder Krieg?
      25 27 Melden
    • roger.schmid 10.09.2016 21:38
      Highlight @ smoking gun: werden in westeuropäischen und nordamerikanischen ländern Oppositionelle und Journalisten regelmässig erschossen und verhaftet? werden staatliche tv-stationen von einer Partei kontrolliert?
      38 17 Melden
    • smoking gun 10.09.2016 21:45
      Highlight @roger.schmid: Ein Präsidialsystem führt überall zu einer Konzentration der Macht. Und ja, westliche Medien werden sehr wohl gesteuert. Das nennt sich in Bezug auf Russland "Feindbildgenese".
      25 27 Melden
    • Maett 10.09.2016 21:53
      Highlight @roger.schmid: jetzt verwechseln Sie die Türkei mit Russland.

      Wann wurde in Russland zuletzt ein Journalist wegen nicht-genehmen Berichten verhaftet? Wann erschossen? Das ist länger her, das Land hat sich in dieser Beziehung (zum Glück gewandelt).

      Was ist mit der Ermordung von Parker und Ward letztes Jahr, eine Regierungsverschwörung, oder wie bei Nemzow (vermutlich) Täter mit Eigeninteressen (ansonsten bitte Beweise vorlegen, dass dem nicht so ist), was unsere Medien natürlich ins Gegenteil verkehren?

      Und Medien werden vom russ. Staat kontrolliert, nicht von einer Partei.
      23 21 Melden
    • roger.schmid 10.09.2016 22:07
      Highlight @smokin gun: beim Punkt, dass westliche Medien auch gesteuert werden geb ich Ihnen zu 100% recht. aber bezüglich feindbildgenese sind die Kreml Medien imho doch einiges schlimmer.
      der grösste Unterschied ist aber, dass im Westen andere Meinungen zugelassen werden ohne befürchten zu müssen, gewaltsam zum verstummen gebracht zu werden.
      24 10 Melden
    • smoking gun 10.09.2016 22:17
      Highlight @roger.schmid: Russen, die Deutsch können, dürfen hier mitlesen und mitschreiben. Das Internet hat zum grossen Glück das Medienmonopol gebrochen. Russland gehört übrigens kulturell gesehen zum grössten Teil zu Europa. Na? Schon mal darüber nachgedacht?
      13 15 Melden
    • roger.schmid 10.09.2016 23:06
      Highlight @ gun: keine Ahnung was genau Sie mir damit mitteilen wollen. Aber ich würde es begrüssen, wenn sich Russen zu einem weltoffenen, liberalen, sekulären Europa zugehörig fühlen würden. Leider geht's anscheinend momentan in die andere Richtung.. religös, nationalistisch, xenophob, autoritär.. Putin.
      18 11 Melden
    • Maett 13.09.2016 15:31
      Highlight @roger.schnmid: was beklagen Sie sich? Russland hat verlangt, dass ihre Interessen berücksichtigt werden, was ja nicht für nötig erachtet wurde. Diese Missachtung derer Interessen hat nicht nur auf die Politik, sondern auch auf die Bevölkerung Einfluss.

      Wobei ich weder religiös noch xenophob, noch autoritär unterschreiben würde (anscheinend kenne Sie Russland nur aus diversen Sagen) - und nationalistisch war's eh schon immer, in etwa so wie die USA. Aber letzteres verstärkt sich schon... wundern muss man sich nicht, die Russen sehen ja was weltoffenen und liberalen Staaten geschieht.
      1 0 Melden
    600
  • Maett 10.09.2016 20:34
    Highlight Berechtigte Kritik an der russischen "Demokratie" mit dem Fall Nemzow zu vermischen, macht den Artikel leider wieder mal ziemlich kaputt. Selbst wenn Russland inzwischen ein brutales Regime wäre, wäre Nemzow nicht ansatzweise eine Gefahr dafür gewesen, wie auch alle anderen Oppositionspolitiker.

    Das Land leidet unter der Tatsache eine Demokratie haben zu wollen, obwohl man (russ. Regierung) weiss, dass das Land so mittelfristig nicht überlebensfähig (siehe 90er) wäre, deshalb wird im Hintergrund das offensichtlich erfolgreichere chinesische System eingeführt.

    Schön? Nein. Aber verständlich.
    30 21 Melden
    • rodolofo 11.09.2016 13:54
      Highlight Nemzow war eine Gefahr für das Putin-Régime.
      Darum ist er jetzt auch tot.
      7 6 Melden
    • Maett 13.09.2016 15:36
      Highlight @rodolofo: Nemzow war nicht mal annährend eine Gefahr für die russische Regierung. Warum auch? Nemzow hatte ja keine Macht und keinen Einfluss, auch Wähler hatte er kaum welche.

      Zumal Russland sich über diese Diskussion nicht im mindesten freut, das schadet Putin höchstens. Der einzige der profitiert, ist Kadyrow. War vielleicht auch ein Warnschuss in Richtung Regierung, ohne sich gleich mit Putin direkt anzulegen, in dem man eine ihm nahestehende Person um die Ecke bringt.

      Kadyrow wäre es darüber hinaus auch ohne weiteres zuzutrauen.

      Nur leider kann man Kadyrow nicht loswerden...
      1 1 Melden
    • rodolofo 13.09.2016 21:36
      Highlight Ich kann das nicht wissen, aber wenn ich beobachte, wie das "System Putin" bisher funktioniert hat, dann wäre Kadyrow in Tschetschenien das, was Assad in Syrien ist:
      Ein Brutalo-Herrscher, der für Friedhofsruhe sorgt in einer Russischen Kolonie.
      Der Brutalo-Herrscher wäre ohne die Unterstützung durch die Russische Armee nicht lebensfähig, übernimmt dafür als Gegenleistung Auftragsmorde. Kadyrow's Killer können Oppositionelle, welche sich Putin's Alleinherrschaft entgegenstellen, eliminieren, ohne dass der Verdacht auf Putin selber fällt.
      Ein lokaler Mafiaboss erweist so dem Ober-Paten die Ehre
      0 2 Melden
    • Maett 13.09.2016 23:10
      Highlight @rodolofo: was hat Putin bitte von der Beseitigung einzelner Oppositionellen kleiner Parteien, ausser schlechter internationaler Publicity? Er kommt in der Duma mit seiner Partei ja nur auf eine 53%-Mehrheit, Ihrer Theorie müssten da doch Politiker anderer Parteien sterben wie die Fliegen?

      Man muss sich fragen wer von so was profitiert - die russische Regierung ist es nicht, deshalb schliesse ich aus, dass das eine Verschwörung war.

      Und wie hätten Sie's gerne in Tschetschenien und Syrien? Ich finde zweifelhafte Herrscher besser als Bürgerkriege mit vielen Toten. Realpolitik eben.
      1 0 Melden
    • rodolofo 14.09.2016 08:28
      Highlight Putin macht nicht den Eindruck, als ob ihm die "Internationale Reputation" etwas bedeutet, vielmehr scheint er von einem abgrundtiefen Hass auf das tonangebende "Internationale Establishment" getrieben zu sein, ähnlich dem sogenannten "Wutbürger" im Kleinen.
      Mit Putin's Régime haben sich diese "Wutbürger" selber in den Rang eines "Establishments" erhoben und wüten jetzt umso wirkungsvoller weiter, mit mehr Macht und mehr Waffen.
      Ich habe den Eindruck, Du versuchst das alles zu verstehen. Aber da gibt es nur die Logik der Gewalt, welche immer mehr Gegengewalt erzeugt,
      in einem "Teufelskreis".
      0 0 Melden
    600
  • NikolaiZH 10.09.2016 20:20
    Highlight Nemzow ist bei the way aus sochi, das weiss glaube jeder, wer schon ein bisschen russland kritisch denkt...
    12 10 Melden
    600
  • Herbert Anneler 10.09.2016 20:18
    Highlight Eindrücklicher Beitrag! Wenn man sich vor Augen hält, dass vor Kurzem einer der Vizepräsidenten der SVP - derjenige aus dem Wallis - im russischen TV Putins Russlan als Vorbild für die Schweiz bezeichnet hat, muss einem schlecht werden!
    49 22 Melden
    600
  • NikolaiZH 10.09.2016 20:18
    Highlight Sieht man löpfe drauf, weiss man was drin ist...
    36 33 Melden
    • Herbert Anneler 10.09.2016 22:24
      Highlight Klar! Wo Löpfe drauf steht, lohnt es sich, zu lesen, und oft ist man klüger als zuvor. Er ist ja für seine Leser da, nicht für Wladimir. Und im Notfall: Im unserem Land ist nicht nur die Meinung frei (bei watson gibt es dafür Blitzli UND Herzli), sondern wir haben zwischen den Ohren auch noch einen Apparat zum Denken. Wir nennen es Hirn...
      22 25 Melden
    • Datsyuk * 10.09.2016 23:54
      Highlight Herbert Anneler, auch Russinnen und Russen haben Gehirne. Ein Herz haben sie auch.
      22 5 Melden
    • Gelöschter Benutzer 11.09.2016 00:13
      Highlight Könnt ihr bitte euren Autor Kian R. etwas über Russland schreiben lassen. Von ihm habe ich bisher nur fantastisch recherchierte Artikel gelesen. Löpfe wird bestimmt das Russland-Dossier mal aus der Hand geben können.
      16 13 Melden
    • Datsyuk * 11.09.2016 01:22
      Highlight Guter Vorschlag.
      11 4 Melden
    • rodolofo 11.09.2016 13:57
      Highlight Das hättet Ihr wohl gern, was?
      Aber hier in der Schweiz könnt Ihr einen unbequemen Journalisten halt nicht so leicht zum Schweigen bringen, wie in Russland...
      Gewöhnt Euch dran!
      4 3 Melden
    • Kian 11.09.2016 14:05
      Highlight Lieber Dem Teufel ein Ohr weggelogen, lieber Datsyuk: Ich danke euch für die Vorschusslorbeeren. Russland ist nicht mein Kerngebiet, aber ich habe vor nicht allzu langer Zeit ein Interview mit einem exil-russischen Historiker geführt: http://www.watson.ch/International/Wirtschaft/852272639-Frage-an-russischen-Historiker--Steuert-Putin-in-Syrien-auf-das-gleiche-Debakel-zu-wie-die-Sowjetunion-damals-in-Afghanistan-
      9 0 Melden
    • Datsyuk * 11.09.2016 14:53
      Highlight Danke.
      1 0 Melden
    600
  • Hussain Bolt 10.09.2016 20:15
    Highlight Im Osten nichts neues. Könnte man über jedes Land in dieser Region sagen.

    Aber auch bei uns im Westen ist es gleich. Die Parteien unterscheiden sich in vielen Punkten gar nicht und bilden einen einzigen Block gegen eine Opposition wie in vielen Ländern. Die Volksparteien arbeiten da alle Zusammen gegen eine Opposition die andere Werte vertritt als die des Neoliberalismus, Globalismus, Schuldenwirtschaft, Interventionismus. Wo stehen wir da besser da? Gar nicht denn gerade unsere Demokratie wurde von den Lobbys vergewaltigt.
    25 31 Melden
    • The Destiny 10.09.2016 20:26
      Highlight Man könnte lobbys auch mit Delphinen vergleichen und unsere Demokratie mit einem toten Fisch.
      Die lobbys würden es mit allem machen was sie in Reichweite bekommen.

      16 13 Melden
    • roger.schmid 10.09.2016 20:29
      Highlight wo "wir" im Westen besser da stehen? da kommen mir spontan schon einige Sachen in den Sinn:

      - Freiheit
      - Freie Presse
      - Meinungsäusserungsfreiheit
      - Xenophobie und Homophobie sind noch nicht Salonfähig
      - Nationalismus ist noch im Rahmen
      usw. usf...
      33 18 Melden
    • Nikolai 10.09.2016 22:03
      Highlight roger.schmid, tut mir leid, nein stehen wir nicht. Im Westen gibt es auch Rassismus und Homophobie. Nationalismus ist noch im Rahmen? Hast du dir mal den Blocher oder Mörgeli angehört? Trump villeicht? Le pen? Gerade ist UK aus der EU ausgetreten, obwohl es wirtschaftlich keinen Sinn macht. Über "Freiheit" kann man sich streiten. Es ist eine Frage der Anschauung. Die mehrheit der russen sind der meinung sie hätten mehr Freiheit wie wir. Nur ein naiver Mensch würde denken, dass wir im Westen freie Presse haben. Da ich in der Schweiz lebe, englisch und russisch beherrsche kann ich das beurteilen
      16 16 Melden
    • roger.schmid 10.09.2016 22:28
      Highlight @ Nikolai: hab ich irgendwo geschrieben, dass es dies im Westen nicht gibt? Immerhin sind diese Sachen hier noch weitgehend verpönt und nicht Staatsräson. Darum gehts mir.
      btw: le pen und ukip sind gute Beispiele. gerade solche rechtsaussen Parteien werden vom Kreml gefördert
      15 10 Melden
    600
  • Ivan der Schreckliche 10.09.2016 20:03
    Highlight 1. Beweise für den Zusammenhang zwischen Nemzov und Putin?
    2. Kein einziger Schuss wurde auf der Krim abgegeben, tausende Menschenleben reine Polemik.
    3. Demokratie ist ein langjähriger Prozess, dieses Land gibt es seit 27 Jahren, wie lange war die schweizer Demokratie eine "Einparteienherrschaft", wie lange ging es bis zum Stimmrecht der Frauen?
    4. Dass es sich um eine gelenkte Demokratie handelt, daran kann nicht gezweifelt werden, nur stelle ich mir das äusserst schwer, ein Land mit sovielen Minderheiten, einer dermassen grossen Fläche demokratisch zu leiten, siehe China, USA, Indien usw.
    28 34 Melden
    • roger.schmid 10.09.2016 20:13
      Highlight jaja, whatabout.. überaschend.. 😆
      22 22 Melden
    • The Destiny 10.09.2016 20:24
      Highlight @roger.schmid, haben sie auch etwas zum Argumentieren zu sagen oder trollen sie einfach gerne ?

      Punkt 3. und 4. kann man nicht als whataboutism bezeichnen, da sie nicht das Sachverhalt von zbsp. "Russland ist schlecht, aber schaut euch mal die USA an..."
      23 13 Melden
    • roger.schmid 10.09.2016 21:12
      Highlight @ destiny: denke schon, dass ich meistens argumentiere.

      ..und manchmal troll ich auch einfach die Trolle.. geb ich zu. kann ich nicht lassen. 😎
      20 11 Melden
    • Babalu 10.09.2016 23:47
      Highlight Ich glaube Ivan weist auf die schlechte Qualität des Artikels hin. Das kennt man von Löpfe auch aus anderen Beiträgen, Schlussfolgerungen basierend auf unzähligen nicht belegten Annahmen, wirre Pseudozusammenhänge, die das Niveau der Schweizer Illustrierten unterbieten. Was Roger macht ist klassisch Troll.
      15 11 Melden
    • Echo der Zeit 11.09.2016 01:02
      Highlight @Babalu - Was Roger macht ist klassisch Troll Füttern.
      6 6 Melden
    • xlt 11.09.2016 07:40
      Highlight Punkt 2 lag an der Zurückhaltung der Ukraine. Auch ohne Schüsse wurde ein Stück Land annektiert, das kann wohl niemand bestreiten.
      4 4 Melden
    • Babalu 11.09.2016 09:19
      Highlight Echo: sehe den Unterschied nicht ganz. Bei beiden geht es nicht um Argumente, sondern ums Negieren von Gegenargumenten. Es bringt der Diskussion rein gar nichts. Das Konzept vom "Troll" soll schon per se dazu dienen, nicht auf Argumente von jemandem eingehen zu müssen. Das scheint mir hier der Fall zu sein. Ivanhat Argumente vorgebracht (ob die stimmen oder nicht, weiss ich nicht). Roger hat ihn einfach diffamiert, ohne gute Gegenargumente, ob das jetzt "trollen" ist oder den "Troll füttern" spielt irgendwie keine Rolle.
      6 2 Melden
    600
  • roger.schmid 10.09.2016 19:56
    Highlight Starker Artikel, der die Dinge beim Namen nennt. Dies wird unseren fleissigen Freunden des Kremls hier natürlich gar nicht gefallen und ein Sperrfeuer von b.s auslösen.. Doch kein einziger abstruser Kommentar von denen wird die Wahrheit vernebeln können - im Gegenteil. Es ist nur Beweis für die bösartige Propaganda des Kremls. Jeder der 1+1 zusammen zählen kann weiss was läuft..
    36 29 Melden
    600
  • Kookaburra 10.09.2016 19:53
    Highlight Na ja. Um unsere Politik steht es auch nicht viel besser. Der Liberalismus äussert sich vor allem im Neoliberalismus und der Herrschaft der Wirtschaft. Der Antinationalismus im Kontinentalismus, Gleichschaltung, der Herrschaft der Globalisierung und der multinationalen Konzerne, während der Schein nach verschiedenen Parteien zwar gewahrt wird, aber alle Parteien dem Geldlobbyismus verfallen sind und auch wenn niemand gemordet wird, so sind die Kreuze unserer Abstimmungen auch nichts mehr Wert, wenn die Mehrheitsmeinung der Wirtschaft nicht gefällt.
    Das Resultat ist unter dem Strich dasselbe.
    27 16 Melden
    • Herbert Anneler 10.09.2016 22:16
      Highlight Wer unsere Demokratie schlechtjammert, wird diese auch bekommen. Wir müssen für eine funktionirende Demokratie kämpfen, sonst übernehmen die Putins und Blochers etc. die Macht. Dann geht es uns wirklich elend.
      15 9 Melden
    600
  • The Destiny 10.09.2016 19:46
    Highlight TL;DR

    Russland is eine gelenkte Demokratie und mit der Pressefreiheit hat es sich in etwa gleich.
    Nichts neues aus dem Osten.
    20 3 Melden
    600
  • Lowend 10.09.2016 19:23
    Highlight Ein sehr guter Artikel über den Zustand und die Geschichte der gelenkten russischen Demokratie und ich kann jetzt schon förmlich die Mail- und SMS-Alarme der Putin-Fans hören, die sich gegenseitig über diesen unerhörten Artikel austauschen und überlegen, wie man diesen unverfrorenen Autor am effektivsten angreift.

    Pop-Corn ist bereit und ich wünsche Herr Löpfe jetzt schon gute Nerven, aber auch viel Spass, beim nun folgenden "Hau den Philipp"! Wer heute die Wahrheit über Putin's Russland schreibt, lebt leider gefährlich.
    ;-)
    34 26 Melden
    600

«Je länger keine Renten-Reform mehr durchkommt, desto radikaler muss die nächste sein»

Höheres Frauenrentenalter, weniger Geld aus der Pensionskasse, dafür ein Zückerchen für Neurentner: Im September stimmen wir über die Rentenreform ab. Politik-Professorin Silja Häusermann sagt im Interview, wer welche «Kröten schlucken» muss – und warum es keinen logischen Plan B gibt.

Frau Häusermann, Sie sind 40 Jahre alt. Glauben Sie, dass Sie im Alter eine Rente bekommen werden, die zum Leben reicht?Silja Häusermann: Ja, das glaube ich. Wahrscheinlich wird meine Rente weniger grosszügig ausfallen als jene der heute pensionierten Professoren und Professorinnen. Und vielleicht werde ich noch nicht mit 65 pensioniert. Aber die Lebenserwartung meiner Generation ist auch höher als jene meiner Eltern und Grosseltern. Renten, «die zum Leben reichen», sind in erster Linie …

Artikel lesen