Wirtschaft

Labour-Chef Jeremy Corbyn überreicht Michel Barnier, dem Leiter der EU-Verhandlungsdelegation, ein Fussball-Shirt. Bild: EPA/EPA POOL

Labours Brexit-Kehrtwende: Wird Grossbritannien ein kastriertes EU-Mitglied?

Am Sonntag hat Labour-Boss überraschend erklärt, seine Partei befürworte nun ein Verbleiben seines Landes im EU-Binnenmarkt.

28.08.17, 14:19 29.08.17, 06:23

Die «Financial Times» ist das Organ der Wirtschaft, Jeremy Corbyn gilt als ultralinker Spinner. Es ist daher eher unüblich, wenn der Vorsitzende der Labour Partei von der «Financial Times» gelobt wird. Genau das ist nun der Fall. Labour befinde sich jetzt «solide im Lager der Wirtschaft und fordere die Regierung heraus, sich weiter auf den Weg des Pragmatismus zu begeben», kommentiert das Blatt heute wohlwollend. Wie kommt das?  

Dribbelt sich immer mehr ins Brexit-Abseits: Premierministerin Theresa May. Bild: AP/AP

Am Sonntag hat die Labour-Partei eine überraschende Kehrtwende bekannt gegeben. Sie wolle sich nun dafür einsetzen, dass das Vereinigte Königreich (VK) während der Übergangsphase, ja vielleicht gar permanent, ein Mitglied des europäischen Binnenmarktes und der Zollunion bleibt, liess die Partei verlauten. Bisher haben sich die Linken, wenn überhaupt, nur lauwarm zur Brexit-Frage geäussert.  

Ein Drittel der Labour-Wähler hat für den Brexit gestimmt

Nun aber grenzt sich Labour klar von den Konservativen ab. Tory-Chefin und Premierministerin Theresa May hat sich bisher stets mit markigen Sprüchen – «lieber keinen Deal als einen schlechten Deal» – für einen harten Brexit, will heissen, für einen radikalen Austritt des VK aus der EU ausgesprochen.  

Die Kehrtwende der Labour-Partei ist nicht nur überraschend, sie birgt auch Gefahren. Rund ein Drittel ihrer Wähler haben für den Brexit gestimmt, vor allem die älteren Menschen in den heruntergekommenen Industriestädten. Auch Corbyn hat wenig Liebe für die EU übrig. Er betrachtet die europäische Einheit als neoliberales Konstrukt der Kapitalisten zur Ausbeutung der Arbeiterklasse.

Die Briten schulden der EU Milliarden

1m 31s

Die Briten schulden der EU Milliarden

Video: srf

Die Macht der englischen Gewerkschaften

Nun hat Corbyn offenbar seine Meinung geändert. Grund dafür sind die Gewerkschaften. Sie besitzen einen grossen Einfluss innerhalb der Labour-Partei und haben erkannt, dass der Brexit verheerende Folgen auf die Arbeitswelt hätte. In der Autoindustrie etwa besteht die Gefahr, dass ohne einen reibungsfreien Export zehntausende von Jobs verloren gingen. Toyota, Nissan, Skoda Co. würde ihre Werke auf der Insel schliessen und die Fabriken auf den Kontinent verlegen.  

Finanzminister Philip Hammond Bild: AP/AP

Die Kehrtwende bringt aber vor allem die Tories und Theresa May in Nöte. Sie sind sich in der Brexit-Frage ebenfalls uneinig. Schatzkanzler Philip Hammond plädiert ebenfalls für einen weichen Brexit und dafür, dass das VK in der Übergangsphase die Spielregeln der EU weiter akzeptiert. Er stellt sich damit gegen die harte Fraktion innerhalb der Tories, die einen klaren Bruch fordert, koste es, was es wolle.  

Nach dem Wahldebakel im Juni verfügen die Konservativen nur noch über eine hauchdünne Mehrheit im Parlament. Finden liberale Tories und Labour in der Brexit-Frage zusammen, dann wird ein weicher Brexit immer wahrscheinlicher. Will heissen: Das VK akzeptiert noch längere Zeit die Regeln der EU.  

Der konservative Albtraum

Das bedeutet, dass der Albtraum der Konservativen Wirklichkeit wird. Grossbritannien wird zu einem kastrierten EU-Mitglied. Es muss alle Pflichten einhalten, hat aber seine Mitsprache-Rechte verloren. Selbstverständlich muss das VK weiterhin in den Brüsseler Ausgleichsfonds einzahlen, den freien Personenverkehr akzeptieren und sich den Urteilen des Europäischen Gerichtshofes beugen.  

WOZ-Europakongress

Ist Europa noch zu retten? Gibt es Alternativen zum neoliberalen Kurs der Europäischen Union? Wie können neue Formen demokratischer Mitgestaltung entwickelt werden? Über solche Fragen wird an einem Europakongress der WOZ – Die Wochenzeitung am 8./9. September in Zürich diskutiert. An der Tagung im Zürcher Volkshaus und in der Bäckeranlage finden acht Podien und sechs Workshops statt. watson-Autor Philipp Löpfe wird ein Podium zur Ökonomie moderieren. Vollständiges Programm und Anmeldung unter www.europakongress.ch

Heute hat eine neue Runde der Verhandlungen zwischen dem VK und der EU begonnen. Es geht dabei um die Höhe der Scheidungsabfindung, den Betrag, den die Briten bei einem Austritt zu zahlen haben, und wie die Grenze auf der irischen Insel geregelt werden soll. Michel Barnier, Chef der EU-Delegation, hat klar gemacht, dass diese Fragen geklärt sein müssen, bevor ernsthaft über neue Spielregeln verhandelt werden kann.

So reagiert die britische Presse auf den Brexit

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Charly Otherman, 5.5.2017
Watson kann nicht nur lustig! Auch für Deutsche (wie mich) ein Muss, obwohl ich das schweizerische nicht immer verstehe.
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  • blaubar 29.08.2017 08:58
    Highlight Brexit light. Sie bleiben in der EU, dürfen aber jeden Freitag von 18:30-19:00 auf dem Dorfplatz ein Protestlied singen.
    7 0 Melden
    600
  • InfinityLoop 28.08.2017 21:07
    Highlight Ins eigene Knie geschossen sagt man😏
    15 7 Melden
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  • rodolofo 28.08.2017 21:01
    Highlight Die EU kann Linke heute nicht wirklich begeistern, da sie von Bürgerlichen, Rechtsnationalen und dem Big Business dominiert wird.
    Von den Landwirtschafts-Subventionen profitieren vor allem Grossbetriebe. Auch dort: Das Big Business hat die einflussreichsten Lobbies.
    Aber in Nationalen Regierungen ist es das Selbe, mit dem Unterschied, dass Nationale Regierungen von den Reichen und Super-Reichen noch besser gegeneinander ausgespielt werden können!
    Die EU aber hat eine Grösse, mit der sie gewisse Standards durchsetzen kann!
    Wenn die EU dann noch nach links rückt, dann umso besser!
    20 10 Melden
    • RenRenRen 28.08.2017 21:56
      Highlight @rodolofo: die arme Linke - also dein Rezept ist, nach links rücken?!

      Tja rodolofo, das Konzept Grösse der EU, wovon ihr linken so träumt (UdSSR, China, Südamerika) ist gerade das Problem ...

      A) jeder Vielvölkerstaat geht hops
      B) Grossstaaten sind agressiver als viele kleine Nationalstaaten ... -> Abhängigkeit, kapisch?
      7 33 Melden
    • rodolofo 28.08.2017 22:28
      Highlight @ RenRenRen
      Die Europäische Union wird -anders als die damalige UdSSR, oder China- nicht durch Zwang zusammengehalten!
      Alle Mitgliedsländer sind FREIWILLIG beigetreten und können auch wieder freiwillig austreten.
      Aber der Austritt scheint sich für die Briten nicht so toll zu entwickeln, wie sie sich in der ersten Euphorie vorgestellt haben...
      Aber frisch geduscht, herausgeputzt und umjubelt von der Bevölkerung in einen Krieg ziehen ist auch schöner, als später an der Front in einem Schützengraben im Schlamm und Dreck unter Ausschluss der Öffentlichkeit zu krepieren...
      15 4 Melden
    • Troxi 28.08.2017 22:36
      Highlight Ren, da muss ich dir jetzt aber Widersprechen. Ich bin sehr links und extrem Konservativ gerichtet. Ein Gebilde a la EU könnte viel mehr positives bewirken, als sie es bis jetzt tut, denn die EU ist ein Gegengewicht zu Russland, China, USA. Ich habe noch keinen grösseren erfolgreichen Vielvölkerstaat gesehen als die Schweiz. Und ging die Schweiz hops? Nö. Denn 4 Landessprachen sprechen für sich. Kleine Nationalstaaten sind genauso Aggresiv wie Grosse Gebilde. Oder möchtet ihr mir etwa weiss machen, dass Italien oder Deutschland Grossstaaten waren/sind?
      11 2 Melden
    • Tepesch 28.08.2017 22:57
      Highlight @RenRenRen
      Darum war das alte Europa der vielen Nationalstaaten auch so friedlich 😉
      17 1 Melden
    • RenRenRen 29.08.2017 07:35
      Highlight @rodolofo: die EU wird wie die UdSSR durch "Kohäsionsmilliarden" zusammengehalten und nicht durch politische Einigkeit (wirtschaftliche Druck) - China wurde schlichtweg gebrochen ...
      @Troxi: das Gebilde EU könnte, wenn es nach den Ideen ihrer Vorväter aufgrund politischer Einigkeit gebildet worden wäre und nicht wirtschaftlicher Interesse, die aber naheliegend gewesen sind nach dem WWII - der Grossstaat ist jedoch weniger auf andere angewiesen ... wieso sind die Grossstaaten A-Waffenträger?! Richtig. Chef auf dem Schulhof. Deutschland, Italien waren Kolonialmächte ...gross.
      1 6 Melden
    • RenRenRen 29.08.2017 07:42
      Highlight @Troxi: CH? Keine Regel ohne Ausnahme ^^

      @Tepesch: das neue Europa besteht weiter aus Nationalstaaten - es dürfte dir entgangen sein, dass die Entwicklung Europas aus dem hl. römischen Reich Deutscher Nation nur dank der Nationalstaatlichkeit entstand rsp. die Grossstaaten des alten Europas wegen ihrer schieren industriellen und militärischen Macht kolonialisierten rsp. eroberten.
      1 5 Melden
    600
  • Lukas Messmer 28.08.2017 17:20
    Highlight Jeremy Corbyn ist meines erachtens ein sehr bewundertswerter Politiker. Von ihm hört man mehr als nur das ständige "die andern sind schuld" Gelaber der meistens anderen Politikern.
    Auch schafft er es, die Leute für das gemeinsame finden von Lösungen zu beigeistern.

    Da kann sich jeder seine eigene Meinung bilden, ich würde dennoch einige seiner Reden & Bücher empfehlen.
    50 7 Melden
    600
  • Fulehung1950 28.08.2017 17:02
    Highlight Ich lach mich schlapp! Wie bei uns: zuerst handeln, dann denken!

    Politik oder wie tanzen Dummies im Kreis....
    64 18 Melden
    • Normi 28.08.2017 17:38
      Highlight 😂😂
      15 7 Melden
    600
  • Denk nach 28.08.2017 16:44
    Highlight Das Verhalten und die Kommunikation dieser Partei ist einen Bärendienst für die Verhandlungen.... Ich glaube nicht, dass der Entscheid rückgängig gemacht wird/werden kann. Daher wird es den Briten in den Verhandlungen wohl schaden.
    30 29 Melden
    • Jason84 28.08.2017 18:25
      Highlight Ist es der Opposition ihrer Meinung nach verboten eigene Standpunkte zu entwickeln? Welch eigenartiges Verständnis von Politik ist das denn?
      31 11 Melden
    • TheCloud 28.08.2017 18:44
      Highlight Der Entscheid kann jederzeit rückgängig gemacht werden. In dem Falle wäre alles wieder wie vordem Antrag. Zudem ist der Ausgang des Referendums lediglich konsultativ. Das Parlament muss sich überhaupt nicht daran halten, wenn es nicht will. Insofern wäre es sogar angebracht, den Rücktritt zurück zu ziehen.
      16 2 Melden
    • Fabio74 28.08.2017 20:29
      Highlight nun es darf ein jeder seine Meinung vertreten. Nennt sich Politik
      16 2 Melden
    • rodolofo 28.08.2017 21:04
      Highlight Vielleicht wollen sie ja diese Art von Verhandlungsposition schwächen!
      Vielleicht wollen sie ja sogar, dass die Verhandlungen einvernehmlich geführt werden!
      Vielleicht wollen sie ja sogar ein ganz anderes Verhandlungsresultat!
      13 2 Melden
    600
  • SapereAude 28.08.2017 16:19
    Highlight Kehrtwende ist also schon ein starkes Wort dafür, dass sich Labour bisher "nur lauwarm zur Brexit-Frage geäussert" hat und jetzt ihre Vorstellungen präzisiert. Seit beginn reden die doch von einer möglichst soften Umsetzung...
    36 4 Melden
    600
  • just sayin' 28.08.2017 16:19
    Highlight "kastriertes eu-mitglied"? really?

    bei mir heisst das einfach "vertragsbedingungen aushandeln" anstatt das ganze (mit allen nachteilen) zu akzeptieren

    das ist schlau und die schweiz sollte das auch tun
    21 57 Melden
    • Normi 28.08.2017 17:01
      Highlight 5er und wegli gibt es bei der EU nicht
      56 16 Melden
    • opwulf 28.08.2017 17:46
      Highlight Normi: Ausser bei D oder FR oder wie?
      25 24 Melden
    • R. Peter 28.08.2017 17:53
      Highlight Normi, "5er und wegli gibt es bei der EU nicht". Das ist ein Sprichwort, kein Argument. Wenn es in so komplizierten Verhandlungen, die min. 2 Jahre dauern sollen, einzig 2 Zielzustände möglich sein sollen (drinnen oder draussen/ Fünfer ider Weggli), dann gute Nacht EU...
      20 9 Melden
    • phreko 28.08.2017 18:27
      Highlight Wunschdenken...
      8 4 Melden
    • Normi 28.08.2017 18:43
      Highlight @opwulf

      Die sind auch Vollmitglied...
      12 4 Melden
    • Normi 28.08.2017 18:49
      Highlight @R. Peter

      wo habe ich von nur 2 Möglichkeiten geschrieben ?
      8 3 Melden
    • Fabio74 28.08.2017 20:32
      Highlight VErträge beinhalten prinizipiell Vor- und Nachteile. Weil das eine gibt es nicht ohne das andere.
      16 5 Melden
    • RenRenRen 28.08.2017 21:57
      Highlight Erdogan kriegt auch beides? Ah richtig, ein Despot ... schon ok.
      5 7 Melden
    • R. Peter 28.08.2017 22:03
      Highlight Normi, was willst denn mit Fünfer und Weggli sagen?

      Fabio, wer bestreitet das denn? Normalerweise überwiegen bei Verträgen aber die Vorteile für beide Seiten, darum werden sie überhaupt geschlossen. Warum die Nachteile in Verhandlungen mit der EU für Nichtmitglieder (min. ggü. Mitgliedern) unbedingt überwiegen müssen wissen wohl nur Gott und Junker.
      4 8 Melden
    • ujay 29.08.2017 05:25
      Highlight @Peter....GB will was von der EU, nicht umgekehrt. Das Volk hat fuer den Brexit gestimmt auf Anraten von dummen Politikern und hat nun die Konsequenzen zu tragen. Diese Politiker haben sich laengst in die Privatwirtschaft verkruemelt. Das ist die Realitaet.
      10 4 Melden
    • R. Peter 29.08.2017 10:34
      Highlight ajay, da spricht nur Frust über den Brexit aus dir. Nein, beide Seiten wollen etwas voneinander, beide Seiten wollen weiterhin Handel treiben und in diversen Beteichen zusammenarbeiten, aber halt nicht unter den Unionsverträgen.

      Es konnte mir aber noch keiner einen rationalen Grund nennen, warum freier Handel und gemeinsame Zulassungsprozesse nicht ohne PFZ (gegenseitige Zuwanderungsbeschränkungen) möglich sein sein soll. Ausser natürlich "ist aber so!!", "Fünfer und Weggli!!", etc.
      5 2 Melden
    • just sayin' 29.08.2017 14:38
      Highlight @watson: wie kann ich mehrere likes geben?

      @r.peter: geeeenau! ich dachte schon ich sei alleine mit dieser haltung
      5 2 Melden
    600
  • Mutzli 28.08.2017 16:13
    Highlight " Jeremy Corbyn gilt als ultralinker Spinner", also aus Sicht der Financial Times oder aus Sicht des Autors? Man mag halten von ihm was man will, aber zumindest aus schweizer Perspektive ist er kaum ultra-links, würde jetzt auch nicht in der SP aus der Reihe tanzen. Er ist sicherlich etwas anderes als die "third-way" wirtschaftsliberale Blairesque Labourvertreter von anno dunnemal, aber witrschaftspolitisch ist er ja kein Kommunist.

    Wird den Umfragewerten von Labour wohl gut tun, wenn sie sich je mehr je länger als tatsächliche Wertbasierte Alternative zu den Tories aufbauen.
    36 4 Melden
    • Philipp Löpfe 28.08.2017 16:46
      Highlight Aus der Sicht der FT.
      35 5 Melden
    • R. Peter 28.08.2017 17:54
      Highlight Die SP ist voll von ultralinken Spinnern ...
      15 55 Melden
    • Fabio74 28.08.2017 20:32
      Highlight @Peter: Quatsch.
      22 4 Melden
    • R. Peter 28.08.2017 21:51
      Highlight Fabio, aber sicher ☝️
      3 20 Melden
    • JoeyOnewood 29.08.2017 00:39
      Highlight Bullshit, ultralinke wählen noch nicht mal SP, geschweige denn sind sie Mitglied. Traurig, wie Sie versuchen andere Meinungen automatisch in extremistische Ecken zu drängen.
      9 2 Melden
    • R. Peter 29.08.2017 10:54
      Highlight Joey, "Ultra" ist immer eine Frage der Perspektive. Das gilt für die ultralinken Spinner in der SP genauso wie für die ultrarechten Spinner in der SVP oder andere Dimensionen. Traurig, wie wenig du deinen eigenen Blickwinkel verlassen kannst. Der ultralinke Spinner Corby wäre in der Schweizer SP jedenfalls alles andere als alleine. Aber ja, ich bin mit dir einig, dass diese Zuschreibungen nicht zu einem gemeinschaftlichen Dialog führen.
      1 2 Melden
    • ujay 29.08.2017 11:43
      Highlight 😂😂😂😂😂😂😂😂😂
      0 2 Melden
    600
  • Wilhelm Dingo 28.08.2017 15:54
    Highlight Japan z.B. ist nicht EU Mitglied, trotzdem werden Autos in die EU exportiert. Ich verstehe nicht, warum das nicht bei den Briten funktionieren soll.
    17 63 Melden
    • Philipp Löpfe 28.08.2017 16:47
      Highlight Viele dieser japanischen Autos werden auf der Insel produziert....
      70 13 Melden
    • ujay 28.08.2017 17:38
      Highlight @Dingo. Keiner der renommierten japanischen Autohersteller exportiert mehr in die EU. Deren Fahrzeuge werden in Spanien, Belgien, GB etc. hergestellt seit den 1980er Jahren.
      41 3 Melden
    600
  • pachnota 28.08.2017 15:30
    Highlight Es ist doch eher die Schweiz, die aufpassen muss, das sie zukünftig nicht (noch mehr) zum kastrierten EU Mitglied gemacht wird.
    38 102 Melden
    • Jan. 28.08.2017 16:02
      Highlight Und dein Lösungsvorschlag dazu? Beitreten? Sich vom europäischen Markt verabschieden?
      39 8 Melden
    • saco97 28.08.2017 16:20
      Highlight Noch kastrierter als jetzt geht kaum. Kein Mitspracherecht aber (fast) alle Pflichten der Mitgliedsstaaten. Automatische übernahme der Normen/Gesetze usw.
      43 9 Melden
    • heinzelman 28.08.2017 16:25
      Highlight Dazu wird sie nicht gemacht, das macht sie schon selber...
      45 4 Melden
    • frodo67 28.08.2017 18:23
      Highlight @saco97: "Automatische Übernahme der Normen/Gesetze usw...." Von welchen automatisch übernommenen Gesetzen redest du? Und was ist falsch an einer länderübergreifenden Vereinheitlichung von Normen (z.B. in der Technik, Medizin etc.) ?
      27 8 Melden
    • Oberon 28.08.2017 19:05
      Highlight @saco97
      Weisst du eigentlich von was du redest?
      Warum willst du in die EU? ;)

      Ich bin auch heute noch davon überzeugt das unser Weg mit der EU nur über die Bilateralen geht. Wie weit da die Schweiz gehen will liegt einzig und alleine an uns. Falls wir Verträge mit der EU haben die uns ausbeuten dann Bezeichne sie bitte damit auch eine Diskussion über die Inhalte möglich ist.
      5 7 Melden
    • pachnota 28.08.2017 19:23
      Highlight Jan.
      Spätesten mit dem Rahmenabkommen gehen dann endgültig die Lichter aus.
      2 12 Melden
    • saco97 28.08.2017 19:56
      Highlight Ich sage nicht, dass das schlecht ist. Mich stört mehr, dass die Schweiz vom Gestaltungsprozess ausgeschlossen ist.
      9 3 Melden
    • Fabio74 28.08.2017 20:33
      Highlight Die Schweiz entscheidet immer noch selbstständig wie weit sie sich der EU annähert. Durchs Volk und/oder Parlament.
      6 6 Melden
    • saco97 28.08.2017 21:57
      Highlight Nicht wirklich, die Konsequenzen, wenn die Schweiz die Gesetze nicht anpassen würde, wären massiv. Das ist mit oder ohne Bilateralen, da die EU gewisse Voraussetzungen stellt, wenn ausländische Unternehmen in ihr geschäften wollen. Zum Beispiel beim Datenschutz, definiert die EU verschiedene Levels, die Staaten erfüllen können. Die Schweiz müsste gemäss Bilateralen nur die zweithöchste erfüllen, aber damit schweizer IT-Unternehmen ungehindert im EU-Raum geschäften dürfen, erfüllt die Schweiz den höchsten Level. Wie dieser Level definiert ist, kann die Schweiz aber nicht mitbestimmen.
      10 1 Melden
    600
  • Raphael Stein 28.08.2017 15:20
    Highlight Hat nichts viel mit dem Brexit zu tun... aber

    ...als neoliberales Konstrukt der Kapitalisten zur Ausbeutung der Arbeiterklasse.

    Hoppla. Und wo bitte haben die Neoliberalen das abgekupfert, wie man das so macht?
    Bei den Marxisten. Mit dynamischer Fehlerkorrektur. Erfahrungen hatte man ja schon genug.
    9 79 Melden
    • Clayton 28.08.2017 15:40
      Highlight Mit Verlaub, so ein Schwachsinn. Der Neoliberalismus fusst auf dem Kapitalismus!
      82 2 Melden
    • Raphael Stein 28.08.2017 15:49
      Highlight Ne mein lieber. Tut er nicht.
      4 47 Melden
    • Clayton 28.08.2017 18:39
      Highlight Dann hast du mir sicher mehrere Quellen für Deinen Annahme. Ich lasse mich immer gerne belehren und überraschen.
      13 0 Melden
    • aglio e olio 28.08.2017 19:06
      Highlight Kannst du diese Aussage bitte präzisieren?
      Interessiert mich brennend.
      8 0 Melden
    • Raphael Stein 28.08.2017 21:14
      Highlight Grob schaut das so aus.
      Eine Elite und eine Arbeiterschaft stehen sich gegenüber.

      Die Elite bringt eine Arbeiterschaft dazu dauernd gegen deren eigene Interessen zu wählen.
      Ob man das Hirnwäsche oder was auch immer nennt, ist nicht Sache hier. Schaut euch doch mal genau an, was uns die Politik genau verklickert um uns dazuzubringen, uns eigentlich gegen unsere Interessen zu verhalten. Angstmache ist bloss eine der üblichen Formen.
      Die Neoliberalen haben beim "Kommunismusmarketing" genau hingeschaut. Links oder rechts, für die Mittelschicht und Unterschicht, immer das gleiche Resultat.
      4 8 Melden
    • saco97 28.08.2017 22:01
      Highlight Was du mit Elite und Arbeiterschaft beschreibst passt ziemlich gut zum Kapitalismus.
      Auch die Angstmacherei und die "freiwillige" Schlechterstellung ist nichts neues, das ist das, was Gramsci als Hegemonie bezeichnet. Die Neoliberalen haben das ganze perfektioniert und mit brutaler Gewalt weltweit durchgesetzt.
      10 0 Melden
    • aglio e olio 28.08.2017 22:10
      Highlight Danke für die Antwort.
      Bitte setze dich doch mal mit den von dir in den Raum geworfenen Begriffen Neoliberalismus und Marxismus auseinander.

      6 0 Melden
    • Clayton 28.08.2017 22:46
      Highlight Raphael: ja auch die Kommunisten haben ihr eigenes Volk geplündert. Aber Liberalismus setzt auf freie Marktwirschaft. Der eigentlich wirtschaftspolitische Begriff ist eine Mogelpackung gehts doch nur um das Kapital und die Geldschöpfung. Der Begriff wurde eindeutig von Kapitalisten gebildet und hat mit dem Kommunismus überhaupt nichts zu tun. Über Begriffe streiten ist jedoch obsolet, zumal bei dir erkannt wird, dass der Raub am Volk dir auch stinkt.
      3 0 Melden
    • Clayton 28.08.2017 22:48
      Highlight Dazu von dem begnadeten Prof Mausfeld:

      1 1 Melden
    • Clayton 28.08.2017 23:33
      Highlight
      0 1 Melden
    • Raphael Stein 29.08.2017 07:54
      Highlight Über Begriffe streiten ist jedoch obsolet...
      da hast du völlig Recht. Ich hab mir den Mausfeld angehört. Der bringt das auf den Punk was ich hier sehe.
      Noch zum Brexit, ich stelle mir vor, wären die Engländer draussen, gäbe das endlos neue Möglichkeiten für ein neues "Raubfinanzgeschäft". Sind wir doch mal ehrlich, GB hat lange von Piraterie gelebt.
      Die ganze britische Seeübermacht wurde so finanziert. Zuerst haben die Spanier Gold und Silber geklaut, dann über den Teich geschippert wo es englische Piraten wieder geklaut haben.
      1 1 Melden
    • Clayton 29.08.2017 09:42
      Highlight Genau so war es. Nach dem zweiten Weltkrieg wurden die Briten jedoch mit Bretton Woods gelinkt und die Weltmacht ging an die USA.
      0 0 Melden
    • ujay 29.08.2017 11:51
      Highlight Oh Stein, GB zurueck ins Mittelalter😂😂😂resp. ein neues Steuerparadies meinst du wohl. Dieser Staatenbund besteht aus Industriestaaten und du denkst, die bekaemen geschaeftlich noch einen Fuss in die Tuere bei den Staaten, deren Buergern dieses Steuerparadies hilft, Steuern zu hinterziehen......Illusionist. Die Zeiten sind vorbei.......
      1 0 Melden
    • Clayton 29.08.2017 12:29
      Highlight Mit Steuerparadies hat das nichts zu tun. Im Prinzip wollen alle den Abbau der Handelshemmnisse für den europäischen Raum aber nicht den Euro. Und den EU Staaten MIT dem Euro stinkt es.
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    • Raphael Stein 29.08.2017 14:41
      Highlight ...Dieser Staatenbund besteht aus Industriestaaten

      das ist doch der Finanzindustrie völlig egal.
      Mit Industrie verdienst du kaum noch was. Mit Zinseszins geht die Kohle ab. Nicht aus dem Boden hoch kratzen.

      So Leute, keine Zeit mehr. Muss mal mit meinen Vormund sprechen gehen.
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  • Clayton 28.08.2017 15:05
    Highlight Wie recht der Corbyn hat. Die EU akzeptiert Brexit light nicht mehr. Was nun?
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  • Quacksalber 28.08.2017 15:04
    Highlight Kastriert ist für ein Schweizer Blatt wie watson es ist eine etwas harte ausdrucksweise. Wir nennen das schlichter "bilateraler Weg". Die Briten haben auch Vorteile
    -"Formelle" Unabhängikeit dank autonomem Nachvollzug der EU Regeln (Gefühl von Freiheit und Unabhängigkeit)
    - Einsparen der EU Angestellten die die Regelwerke ausarbeiten
    - die Presse wütet weiter wie bisher über krumme Bananen und anderes Ungemach aus der bösen EU
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  • Tubel500 28.08.2017 14:51
    Highlight Es ist gleichzeitig befriedigend und beängstigend wie weltweit die populistischen Wut-Parteien (und Präsidenten) schonungslos offenlegen, dass sie nichts weiter sind als Schaumschläger und dass sie, sobald in der Verantwortung, kein Bein mehr vor das andere bringen.

    Wut und "anti sein" ist eben kein politisches Programm. Irgendwann merken das vielleicht auch einmal die Wähler..
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    • R. Peter 28.08.2017 17:57
      Highlight ... und die JUSO😂
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    • Fabio74 28.08.2017 20:36
      Highlight @Peter: Thema verfehlt
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    • R. Peter 28.08.2017 21:49
      Highlight Fabio, eigentlich nicht 👌🏻
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    • JoeyOnewood 29.08.2017 00:43
      Highlight Herr Peter, ihr Geschwafel nervt, wo bitte regiert die Juso? sie machen sich lächerlich in ihrem blinden Hass
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    • ujay 29.08.2017 04:25
      Highlight Peter, doch, ganz klar......
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    • R. Peter 29.08.2017 10:45
      Highlight Joey, "Geschwafel nervt",und dann mir blinden Hass vorwerfen. bravo👏

      Aber zu deiner Beruhigung: Wut und Anti zu sein ist kein politisches Programm, trifft auch auf die JUSO zu. Dazu muss man nicht regieren, im Gegensatz ist es für die Opposition (Anti) eher schon eine Voraussetzung, nicht zu regieren.

      Die Juso ist dauernd wütend und gegen die aktuelle Politik. Sie zeigt dauernd aus ihrer Sicht bestehende Missstände auf und ist wütend darüber (Wutpartei trifft also auch auf sie zu).

      Ansonsten wünsche ich dir noch viel Spass beim liebevollen über mich lachen - mit deiner erleuchteten Liebe.
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Cédric Wermuth: «Flüchtlings-Kinder sollen bei der Geburt den Schweizer Pass bekommen»

Vor einem Jahr forderte SP-Nationalrat Cédric Wermuth in einem emotionalen Appell Ausländer dazu auf, den Schweizer Pass zu beantragen. Und versprach: Er werde sie auf dem Weg zum Schweizer beraten. Nun will Wermuth noch viel mehr Menschen zur Schweizer Staatsbürgerschaft verhelfen. Seine neueste Forderung: Jeder, der in der Schweiz den Lebensmittelpunkt hat oder hier geboren wird, soll automatisch den Schweizer Pass erhalten. Der SP-Nationalrat im Interview mit watson.

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