Wirtschaft

Derzeit wenig Glanz bei Bitcoin.

Crash bei Ether und Bitcoin – Kryptowährungen sind in arger Schieflage

Die beiden Kryptowährungen befinden sich derzeit auf der Achterbahn.

27.06.17, 12:06 28.06.17, 06:23

Schwarzer Montag für die Kryptowährungen: Bitcoin büsste 7 Prozent ein, Ether 24 Prozent. Auch andere, Laien weitgehend unbekannte Kryptowährungen, verloren ebenfalls massiv an Wert.  

Wildes Auf und Ab: Der Bitcoin-Kurs.

Dabei war der Frühsommer für diese Währungen ein Segen: Der Kurs von Bitcoin hat sich seit dem April verdreifacht, von rund 1000 Dollar auf zeitweise über 3000 Dollar. Derzeit liegt er bei rund 2400 Dollar.  

Ether: 4500 Prozent Kursgewinn seit Beginn des Jahres 

Noch extremer war die Kursentwicklung bei Ether. Letzte Woche noch lag der Kurs um 4500 Prozent höher als zu Beginn des Jahres. Seit Beginn dieser Woche ist er nun um fast die Hälfte eingebrochen.  

Doch was ist überhaupt Ether? Vereinfacht ausgedrückt: eine bessere Version von Bitcoin. «Wie Bitcoin motiviert Etherum eine Gruppe von Gleichgesinnten, ein sicheres Netzwerk zu unterhalten, in dem ein Konsensus darüber hergestellt wird, was existiert und was sich ereignet hat. Anders als Bitcoin enthält es jedoch mächtige Instrumente, die es den Software-Ingenieuren ermöglichen, Dienstleistungen zu entwickeln. Das Spektrum reicht dabei von dezentralisierten Spielen bis hin zur Börse», schreiben Don und Alex Tapscott in ihrem Buch «Blockchain Revolution».  

Der Kopf von Ethereum: Vitalik Buterin.

Geistiger Vater von Ether ist der noch sehr junge Vitalik Buterin. Der 23-jährige Russe ist eine Art Universal-Genie. Nebst seiner Muttersprache beherrscht er Englisch, Französisch, Latein und Altgriechisch. Kantonesisch lernte er in drei Monaten. Die wichtigsten Software-Sprachen sind ihm selbstverständlich geläufig.

Ether wurde teilweise in Zug entwickelt

Buterin hat Ethereum – Ether ist der Name der damit verbundenen Währung – teilweise im Krypto-Valley Zug entwickelt. Er ist jedoch im wahrsten Sinn ein Weltenbummler. Seinen Wohnsitz bezeichnet er heute scherzhaft als Cathay Pacific Airlines.  

Vor Jahresfrist musste Ether bereits einen Rückschlag verkraften. Nachdem es im gelungen war, 150 Millionen Dollar für einen Fond namens Decentralized Autonomous Organization zu äufnen, gelang es einem Betrüger, diesen Fond wegen eines Software-Fehlers zu plündern. Ethereum war in seiner Existenz gefährdet.  

Grosse Namen interessierten sich für Etherum

Buterin gelang es jedoch in sehr kurzer Zeit, das Problem in den Griff zu bekommen. Damit gewann er nicht nur den Respekt der Ethereum-Gemeinde, sondern auch vieler renommierter Unternehmen. Mehr als 100 davon sind der Nonprofit-Organisation Enterprise Ethereum Alliance beigetreten, darunter Toyota, Merck und Samsung. Auch JP Morgan und Microsoft experimentieren mit der Blockchain von Ethereum.  

Ob der Crash der Kryptowährungen mehr als ein temporärer Rückschlag ist, lässt sich nur schwer beurteilen. Tatsache ist, dass sie sich zunehmend zu einer ernst zu nehmenden Grösse entwickeln. Vermehrt werden Börsen für diese Währungen gegründet, auch in Zug. Wie die «Sonntags Zeitung» gemeldet hat, will der Zürcher Informatikspezialist Cyrill Tröndle bereits in ein paar Monaten eine Schweizer Handelsplattform in Betrieb nehmen.

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  • (M)eine Meinung 28.06.2017 08:35
    Highlight Physisches Gold und Silber (keine Gold/Silberpapierversprechen) sind die einzigen Sachwerte die über 4000 Jahre bestand haben und die Kaufkraft einigermassen erhalten bleibt.
    Die offiziellen Landeswährungen sind auf Vertrauen aufgebaut und werden aufgrund der expansiven Geldpolitik der Zentralbänker abschmieren-CHF hat seit 1914 90% an Kaufkraft verloren. Die Krypto's sind irgendwelche digitalen Zahlen auf einer Festplatte und bieten im Krisenfall keine richtige Absicherung. In meinen Augen sind sie nur Spekulationsgut und treten in Konkurrenz zu den Währungen auf, bis sie verboten werden...
    4 10 Melden
    • Olaf44512 28.06.2017 18:42
      Highlight Wie willst du eine Kryptowärung verbieten? Wie kannst du einen Algorithmus verbieten?
      Kryptowärungen erhalten eben gerade den Wert weil diese Zahlen auf der Festplatte unabhängig überprüft werden können und kein Vertrauen brauchen. Genau wie Gold oder Silber.
      4 0 Melden
    • (M)eine Meinung 29.06.2017 15:29
      Highlight Ach im Wohle der internationalen Sicherheit und der Terrorismusbekämpfung wird ein Weg gefunden werden, da bin ich mir sicher.
      0 2 Melden
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  • ZH27 28.06.2017 08:19
    Highlight Ich finde vor allem lustig, wie man hier diesen Buterin als Universalgenie zeichnet und dabei die Anzahl Sprachen, die er mal gelernt hat, erwähnt. Auf welchem Niveau kann er dann die Sprachen? Und wieso soll das interessant sein (soll das Vertrauen erhöhen?). Kryptowährungen haben ihren Wert ja schlicht durch einen Zirkel von Gläubigen und der Wert entsteht vor allem durch das Misstrauen gegenüber Staaten. Schon deshalb wird Bitcoin und co. Nie verschwinden, aber das Wachstum ist schlussendlich begrenzt.
    3 4 Melden
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  • sowhatopinion 27.06.2017 19:38
    Highlight Der Erfolg von Kryptogeld ist die logische Folge der ultraexpansiven Geldpolitik von FED und EZB. Kryptowährungen dürften sich für Überweisungen und Settlement durchsetzen und den Banken das Leben schwer machen, nicht aber als Wertaufbewaheungs- und Anlagemedium. Die Notenbanken sind nicht mehr unabhängig und die Verantwortlichkeiten und Kompetenzen der Institutionen wurden verwischt und sind politisch motiviert. Die Bitcoin-Party könnte noch andauern, aber die Kryptowährung ist auf Sand gebaut. Vielleicht Zeit Gold, Aktien und Diamanten zu kaufen.
    11 2 Melden
    • Nyasa 28.06.2017 13:05
      Highlight hat da jemand Ripple gekauft????
      5 0 Melden
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  • Duscholux 27.06.2017 18:56
    Highlight Haha Bitcoin ist immer noch viel mehr Wert als noch vor 2 Monaten und hatte in den letzten Wochen immer mal wieder so einen "Rückschlag". Nichts ist in Schieflage.
    25 4 Melden
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  • -thomi- 27.06.2017 15:29
    Highlight Arge Schieflage ist eine etwas reiferische Überschrift, liebes Watson-Team. Es ist wahr, dass eine Korrektur bei beiden Kryptowährungen eingesetzt hat. Diejenige bei Bitcoin war überfällig, diejenige für Ether (so heisst die Währung) hat technische Gründe. Problem dabei: Ether war eigentlich nicht als Spekulationsobjekt gedacht... Buterin überlegt sich auch, die Währung in späteren Versionen von Ethereum ev. zu ersetzen. Wartet mal was dann passiert und wichtig: lest das Kleingedruckte.
    23 1 Melden
    • RobertQWEC 27.06.2017 18:21
      Highlight Das stimmt so nicht. Nahezu alle Top50 Kryptowährungen sind massiv eingebrochen. Das hat keine "technischen" Hintergründe.
      4 6 Melden
    • DonDude 27.06.2017 20:15
      Highlight Doch! Markttechnische. Man nennt es Korrektur oder Regressionsphase.
      8 2 Melden
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  • mal! 27.06.2017 15:12
    Highlight In arger Schieflage? Die Zukunft von Kryptowährungen war noch nie so rosig, wie die letzten 4 Monate. Dass der Kurs schwankt, ist nach dem massiven Anstieg der letzten 4 Monate kein Wunder, von Schieflage zu sprechen, ist jedoch etwas übertrieben.

    Übrigens, das Bild ist nicht gerade besonders toll. Sehe nur Pixel. Die Bildagentur Ihres Vertrauens hat sicher bessere...
    23 4 Melden
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  • kleiner_Schurke 27.06.2017 15:02
    Highlight Wenn Vitalik Buterin tatsächlich in nur 3 Monaten Kantonesisch gelernt hat, dann fress ich einen Besen. Um Kantonesisch zu sprechen wie ein Kind, muss man ca 900 Zeichen lernen. Ein Erwachsener muss ca. 3500 Zeichen kennen und ein gebildeter Kantonese beherrscht 6500 Zeichen. Und wohl gemerkt, wer in Kantonesisch ein Zeichen nicht kennt, der kann es auch nicht lesen oder verstehen. Das funktioniert ganz anders als bei unseren Sprachen. Dazu kommt, dass ein Schriftzeichen bis zu 96 Bedeutungen haben kann, je nach Aussprache und Kontext. Das schafft selbst ein Ultraobergenie nicht .
    23 5 Melden
    • mr-marple 27.06.2017 17:24
      Highlight Um Kantonesisch sprechen zu können muss ich doch keine Zeichen kennen. Wahrscheinlich hat er mittels Pinyin die Sprache gelernt.
      9 0 Melden
    • kleiner_Schurke 27.06.2017 18:38
      Highlight Dann kann er Pinyin und kein Kantonesisch
      5 9 Melden
    600
  • ujay 27.06.2017 14:48
    Highlight Diese Waehrungen sind was fuer dieselben Traeumer, die schon irgend einem Kingsclub oder Behring auf den Leim gingen. Laecherliche Zocker= Opfer. Schuerft doch in eurem Garten nach Gold.
    9 58 Melden
    • äti 27.06.2017 15:48
      Highlight Du weisst, über was du redest?
      22 7 Melden
    • FabriFibra 27.06.2017 22:50
      Highlight Selten was dümmerer gelesen hier
      9 2 Melden
    • ujay 28.06.2017 05:02
      Highlight Ja, ich weiss dass es viele Traeumer gibt, deren Wunsch groesser ist als was die Realitaet hergibt. Diese Kryptowaehrungen sind nur ein anderer Name fuer Gluecksspiel. Das ganze ist eine manipulierte Blase und spielt einigen Wenigen in die Haende. Gier macht blind und ich warte nur auf die Headline: Kryptowaehrungen im Sturzflug.
      2 10 Melden
    • ujay 28.06.2017 12:32
      Highlight @FabriFibra. Apropos dummer Kommentar. Wer gerademal einen Satz ohne Argumente postet, das noch nicht mal fehlerfrei, kann sich schon mal in der Reihe um die Darwinnomination des Jahres anstellen.
      1 7 Melden
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  • kaiser 27.06.2017 13:35
    Highlight Der Wert von einem Ether ist von unter 10 Fr. im Januar auf aktuell ca. 240 Fr. angewachsen und Bitcoin hat sich von unter 1000 Fr. auf ca. 2300 Fr. gesteigert. Das soll eine "arge Schieflage" - wie einem im Titel suggeriert wird - sein? Eine Korrektur war überfällig bei diesem Boom der Kryptowährungen. Da lassen sich wohl einige ihre Gewinne auszahlen!
    79 8 Melden
    • ujay 28.06.2017 05:05
      Highlight ...Gewinne auszahlen= Kryptowaehrung in traditionelle Waehrungen wechseln= wenns viele machen= Absturz der Kryptowaehrungen.....ich wette darauf.
      2 2 Melden
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  • Nyasa 27.06.2017 13:28
    Highlight Eine leichte Korrektur war nötig.

    Die Marktkapitalisierung ging von 115mia auf 95mia .. das passiert jeweils innerhalb weniger Tage.

    Der Kursverlust von ETH fand statt nachdem ein noob- Wal seine 25Mio Order bei Coinbase deponiert hat und damit eine Flut von etwa 800 StopLoss Trades auslöste.

    Hier kann man die aktuellen Preise, Coins, Kapitalisierung verfolgen:

    https://coinmarketcap.com/

    Krypto fliegt gerade aus dem Dach und nimmt den Mond ins Visier.

    btw. Bitcoin kann man an jedem SBB Billetautomaten kaufen..

    34 1 Melden
    • Alf 27.06.2017 13:53
      Highlight Das war allerdings "nur" der Flash-crash auf gdax. Momentan dürften einfach nur viele Leute Kasse machen. Und andere können aufstocken win-win.
      6 1 Melden
    • Maragia 27.06.2017 15:30
      Highlight Kann ich damit mein Mittagessen kaufen? Nein, also völlig uninteressant.
      Vorallem was bringt mir das, wenn da täglich neue Kryptowährungen aus dem Boden spriesen. Ich möchte dann nicht an jedem Standort nur mit diesen 4 von 1'000 zur Auswahl stehenden Währungen zahlen können.
      Und hier wieder mit 5 anderen, hier gehen nur diese 3. Super toll :)
      7 30 Melden
    • chicadeltren 27.06.2017 22:49
      Highlight Beim elektronischen Bezahlen spielt die Währung kaum eine Rolle, mit Blockchain sowieso nicht. Die traditionellen Währungen entwerten sich aber ständig um Grossbanken reicher und Staaten weniger verschuldet zu machen. Wer bezahlts? Der einfache Bürger. Daher werden Kryptowährungen immer attraktiver...
      7 0 Melden
    • Nyasa 28.06.2017 18:09
      Highlight keine 24h nach der argen Schieflage...
      1 1 Melden
    600
  • atomschlaf 27.06.2017 13:25
    Highlight Sieht nach Kaufgelegenheit aus.
    34 2 Melden
    • Me, my shelf and I 27.06.2017 15:12
      Highlight Nee, das war meines erachtens noch nicht der Crash, der die Blase platzen lässt.
      10 3 Melden
    • ujay 28.06.2017 05:08
      Highlight 😏...Waehrungen kaufen, wenn sie auf Hoechststand sind, geht auch bei Edelmetallen.....very clever😂
      2 2 Melden
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  • DaPimp 27.06.2017 13:24
    Highlight HODL ;-)
    22 1 Melden
    • RobertQWEC 27.06.2017 18:24
      Highlight HODL THAT WHITE GODL!
      3 0 Melden
    600
  • Maragia 27.06.2017 13:23
    Highlight Meine eigene Währung, Maracoins, hat seit Jahresbeginn rund 10'000% an Wert gewonnen. Will jemand investieren? 1 Coin kostet aktuell 1'000 CHF :)
    28 30 Melden
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  • N. Y. P. 27.06.2017 13:09
    Highlight Es gelang einem Betrüger, diesen Fond wegen eines Software-Fehlers zu plündern.

    Buterin gelang es jedoch in sehr kurzer Zeit, das Problem in den Griff zu bekommen.

    Selbstverständlich ist jetzt alles sicher. Und jetzt der Riesenhype mit vielen bekannten Marken. Yeahh ! Alle rennen wie von Sinnen dieser Kryptowährung nach..

    Dotcom..
    18 39 Melden
    • chicadeltren 27.06.2017 14:48
      Highlight Wie unsicher die Währung unserer lieben Nationalbank ist bemerkt ja keiner...
      18 5 Melden
    • xFreedi EDM 27.06.2017 14:59
      Highlight Liegt vielleicht daran das viele Menschen kein Bock mehr auf zentralisierte Währungssysteme haben und lieber Peer-to-Peer überweisen.
      20 5 Melden
    • RobertQWEC 27.06.2017 18:26
      Highlight @Fredi: Logo, bei den Gewinnen die man hier macht. :P
      5 1 Melden
    • ujay 28.06.2017 05:10
      Highlight @chicadeltren.....Witzig. Viel Glueck mit Kryptowaehrungen. Einige checken es einfach nicht.
      2 6 Melden
    600

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