Wirtschaft

Auf dem Abstieg? Steve Bannon verlässt die Air Force One. Bild: AP/AP

Bannon, der Barbar – und sein Krieg gegen China

Trumps ehemaliger Chefstratege Steve Bannon ist überzeugt, dass die Chinesen die grösste Bedrohung für den Westen darstellen und will dagegen mit allen Mitteln ankämpfen.

21.08.17, 14:07 22.08.17, 06:13

Der ehemalige US-Präsident Lyndon Johnson war Texaner und kein Mann der gepflegten Ausdrucksweise. «Mir ist es lieber, wenn der Kerl vom Inneren meines Zeltes nach draussen pisst, als wenn er von draussen nach innen pisst», knurrte er einst, als es darum ging, wie man mit einem schwierigen Mitarbeiter umgehen sollte.  

Arnold Schwarzenegger als Conan, der Barbar.

Donald Trump hat nun die andere Option gewählt und Steve Bannon vor das Weisse Haus gestellt. Das könnte ein Problem werden. Bei seinem Abgang bezeichnete sich der ehemalige Chefstratege als «Bannon, der Barbar», und er sei bereit, für den Präsidenten in den Krieg zu ziehen – aber nicht für seine Regierung.

«Bannon warnt davor, dass die Chinesen – sollten sie die USA überholen – eine neue Weltordnung diktieren werden.»

Michael Pillsbury

Bannon macht aus seinem Herzen keine Mördergrube. Es ist sattsam bekannt, dass er die «Globalisten» im Weissen Haus – Ivanka Trump und ihren Mann Jared Kushner, den Sicherheitsberater H.R. McMaster und den Wirtschaftsberater Gary Cohn – zutiefst verachtet, und dass er in seinem Krieg für Trump das gesamte Arsenal seines Onlineportals «Breitbart» gegen sie richten wird. «Ich habe jetzt meine Waffen wieder in der Hand», erklärte Bannon gegenüber der Zeitschrift «The Weekly Standard».  

Es geht jedoch um weit mehr als persönliche Animositäten. Die Globalisten setzen auf Freihandel und auf ein friedliches Verhältnis mit China. Sie hoffen deshalb, dass der Abgang Bannons es ihnen einfacher machen wird, ihre Ziele zu erreichen. Der neue Stabschef John Kelly soll denn auch alles daran setzen, die geplante Steuerreform energisch voranzutreiben und so das nach Charlottesville gestörte Verhältnis zur Wirtschaft und zu den Republikanern wieder zu normalisieren.  

Nationalisten gegen Globalisten

Bannon verfolgt ganz andere Absichten. Er bezeichnet sich als «wirtschaftlichen Nationalisten». Für ihn hat folgerichtig ein Handelskrieg mit China höchste Priorität. So zitiert die «Washington Post» Michael Pillsbury, der Bannon mehrmals ins Reich der Mitte begleitet hat, wie folgt: «Er ist überzeugt, dass dies eine zivilisatorische Herausforderung darstellt. Er warnt davor, dass die Chinesen – sollten sie die USA überholen – eine neue Weltordnung diktieren werden.»  

Feinbild Globalisten: Ivanka und Jared Kushner. Bild: EPA/ANSA

Die Globalisten hingegen sehen das fundamental anders. Ivanka Trump und Jared Kushner bemühen sich um gute Beziehungen zu Peking, genauso wie Gary Cohn und der Aussenminister Rex Tillerson. Sie lassen sich dabei von Henry Kissinger beraten. Dieser hat als Aussenminister in der Regierung von Richard Nixon die Normalisierung des Verhältnisses zu China eingeläutet.  

Kissinger plädiert für Kooperation mit China. Das Verhältnis sei viel zu komplex und viel zu bedeutend für die amerikanischen Interessen geworden, um es leichtfertig aufs Spiel zu setzen. Bannon hingegen macht China dafür verantwortlich, dass technisches Wissen und Jobs abgesogen werden und die USA so geschwächt werden. Diesen Trend will er stoppen, koste es, was es wolle.  

Eine Bande von Aussenseitern – aber gebildet

In seinem Buch «Devil’s Bargain» beschreibt Joshua Green Bannon und Breitbart als eine «Bande von Aussenseitern, die das gesättigte und fette Establishment unter Beschuss nehmen». Trumps nun gefeuerter Chefstratege mag ein Barbar sein, aber ein sehr gebildeter. Bannon hatte in seiner Zeit als Marineoffizier sehr viel freie Zeit, und die hat er genutzt, um sich ein breites Wissen anzueignen. Zudem hat er sich danach an der Harvard Business School zum Banker ausbilden lassen.  

Im Gegensatz zu Trump besitzt Bannon ein kohärentes ideologisches Weltbild, das er mit Vordenkern der italienischen und russischen Faschisten wie Julius Evola und Alexander Dugin teilt. «Als er Trumps Wahlkampagne im August übernommen hat, setzte Bannon auf Nationalismus, Rasse, Immigration und kulturelle Identität», stellt Green fest. Diese Themen bestimmen nach wie vor die Trump-Basis. So gesehen kann es im Zelt des Weissen Hauses sehr ungemütlich werden, wenn Bannon von draussen hereinpisst.

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  • Gelöschter Benutzer 21.08.2017 21:56
    Highlight @Löpfe: bestimmt nie im Dienst aber gell Bannon hatte meega viel Zeit bei den Marines zum Lernen .. und schloss übrigens Harvard als Jahrgangsbester ab^^

    https://www.bostonglobe.com/news/politics/2016/11/26/look-steven-bannon-and-his-years-harvard-business-school/B2m0j85jh5jRKzKbMastzK/story.html
    12 5 Melden
    • Clayton 21.08.2017 22:24
      Highlight Die Besten haben meist viele andere Defizite!
      5 2 Melden
    • Angelo C. 22.08.2017 01:10
      Highlight Mir fiel beim Begriff "Barbar" auch nicht als Erstes sein exzellenter Harvard-Abschluss ein, sondern ich sah vor meinem inneren Auge bildlich einen Kannibalen auftauchen 😄!



      8 0 Melden
    • rodolofo 22.08.2017 07:34
      Highlight Dann bist Du also ein Fan von Steve Bannon (Mafia-Name: "die Giftkröte")?
      Und wie hast Du's mit der von ihm gelenkten "frechen Bauchredner-Puppe" Donald Trump (auch genannt "The Ballon Man"?
      Findest Du den auch so toll?
      Ich finde beide zum Kotzen.
      Meine Hoffnungen setze ich darum auf Ivanka Trump (auch genannt: "Die Schöne das Biest").
      5 3 Melden
    • Gelöschter Benutzer 22.08.2017 08:45
      Highlight @rodolofo: Bin ein Fan intelligenter Menschen generell und im Speziellen von solchen, die ausserhalb der Box denken.
      9 4 Melden
    • meglo 22.08.2017 21:14
      Highlight @renrenren Kommt darauf an, wie man intelligent definiert: Ein Faschist wie Bannon denkt nicht 'ausserhalb der Box', was immer das sein soll, sondern er denkt klischeehaft und menschenverachtend und er hat vor allem nichts aber auch gar nichts aus der Geschichte gelernt. Der Harvard Abschluss Bannons beweist höchstens, dass Hochschulbildung ganz offensichtlich noch keine Garant für vernünftiges und humanistisches Denken garantiert.
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  • Clayton 21.08.2017 20:59
    Highlight
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  • rodolofo 21.08.2017 20:59
    Highlight Die Neonazis haben ihren alten, körperlichen Rassismus mit einem neuen, geistigen Kultur-Rassismus ergänzt und modernisiert.
    Der Krieg der Kulturen ist eine Art Neues Testament für die gläubigen Faschisten, mit dem das Alte Testament von Hitlers Mein Kampf abgelöst wurde.
    Es wird behauptet, dass verschiedene Kulturen sich weder vertragen, noch mischen, oder gegenseitig inspirieren und befruchten können, und dass sie nur mit Angehörigen der gleichen Kultur Inzucht treiben sollen.
    Das alles ist nachweislich kreuzfalsch.
    In Hollywood und in Gucci-Läden habe ich viele begeisterte Chinesen gesehen.
    14 13 Melden
    • Gelöschter Benutzer 21.08.2017 21:53
      Highlight Wooooooooooot, rodolofo du musst die Schaukel etwas von der Wand weg stellen!!!

      7 18 Melden
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  • Clayton 21.08.2017 20:40
    Highlight Herrgott nochmal! Warum meldet die westliche Presse nicht, dass USA und Südkorea militärische Manöver Nähe Nordkorea begonnen haben! Und das nach diesen verbalen Kriegshetzen!
    8 23 Melden
    • Pedro Salami 21.08.2017 21:45
      Highlight Heute keine Tagesschau auf SRF geschaut? Es wurde gemeldet, wie jedes Jahr und zur gleichen Zeit.
      20 1 Melden
    • Clayton 21.08.2017 21:53
      Highlight 😂 noch nicht
      1 5 Melden
    • Gelöschter Benutzer 21.08.2017 21:53
      Highlight äh Tagesschau heute? Übung wie jedes Jahr?

      ps: Schaukel nooch weiter weg von der Wand aufstellen
      9 10 Melden
    • SemperFi 21.08.2017 22:30
      Highlight Sie meinen so wie "Die Zeit", "Der Spiegel", "Die Welt", "Der Kurier", usw., usw., usw. ?
      Zum Glück haben Sie für uns die westliche Lügenpresse enttarnt!

      Vielleicht lesen Sie einfach mal mehr als nur Blick und 20Min!
      7 2 Melden
    • Basswow 22.08.2017 00:37
      Highlight @RenRenRen
      sprichst du aus Erfahrung mit der Schaukel? 😝
      8 0 Melden
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  • winglet55 21.08.2017 18:32
    Highlight Es ist ja offensichtlich allenthalben so, das für die Probleme in die man sich selbst geritten hat, Andern die Schuld zu geben.
    14 1 Melden
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  • Richu 21.08.2017 17:15
    Highlight Die Aussage von Ph. Löpfe, D. Trump habe Steve Bannon vor das Weisse Haus gestellt entspricht nicht der Wahrheit. Gemäss einem Bericht der sda (Schweizerische Depeschenagentur) vom 19. August legt Bannon Wert auf die Feststellung, dass er selbst zurückgetreten sei und dies bereits am 7. August bei D. Trump und Stabschef Kelly eingereicht habe!
    17 13 Melden
    • Philipp Burri 21.08.2017 17:47
      Highlight Das mit dem zwischen den Zeilen lesen, müssen wir aber noch ein wenig üben ;-)
      20 9 Melden
    • meine senf 21.08.2017 17:54
      Highlight "Er wurde zurückgetreten" wäre vielleicht die richtige Formulierung ...
      20 13 Melden
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  • G. Schlecht 21.08.2017 17:05
    Highlight Naja das Rennen, wen man nicht so mag oder mögen muss, sieht man an folgender Rangliste:

    http://ticdata.treasury.gov/Publish/mfh.txt

    Wahnsinnige Zahlen...

    6 2 Melden
    • BRO 21.08.2017 17:38
      Highlight Was sind das genau für Zahlen? Besitz von Wertpapiere im Ausland? Die Schweiz scheint doch recht weit oben zu sein...
      5 0 Melden
    • meine senf 21.08.2017 17:46
      Highlight "Billions" auf US-englisch sind "nur" Milliarden ...
      11 0 Melden
    • G. Schlecht 21.08.2017 18:04
      Highlight Das sind die US Staatsanleihen und wer sie hält. Also wer der USA vertraut oder bei wem die USA in der Kreide steht, halt jenachdem aus welchem Blickwinkel man das betrachtet. Kann sich jeder selbst einen Reim draufmachen.
      15 0 Melden
    • G. Schlecht 21.08.2017 18:19
      Highlight @meine senf Das ist richtig. Allerdings bleibt es trotz Übersetzung auf Deutsch alleine eine Billion also 1000 Milliarden in China und über 6 Billionen weltweit. Und das sind nur die Staatsanleihen. Gesamthaft ist die Welt mit gut 250 Billionen (auf Deutsch) verschuldet während ungefähr 40 Billionen als Bargeld in Umlauf gebraucht wurden. Fällt Ihnen was auf?
      8 2 Melden
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  • IMaki 21.08.2017 16:44
    Highlight Wer erinnert sich? Shareholder Value? 80er. Die industrielle Seele Europas wurde - Marke für Marke - auf dem Altar des chinesischen Staatskapitalismus' geopfert. In westlicher Arroganz wollte man das Billiglohnland China auf Generationen hinaus für die eigene Gewinnoptimierung nutzen. Nach nur einer Generation ist der Westen auf dem Weg zum Billiglohngebiet der Chinesen. Afrika ist zu deren Rohstofflager geworden, die USA zu deren Hauptschuldner. Europa übernimmt die durch Plünderung der Ressourcen erzeugten sogenannten Armutsflüchtlinge. Ist es nicht Zeit fürs Erwachen? Auch ohne die USA?
    38 6 Melden
    • Troxi 21.08.2017 18:03
      Highlight Will nicht eine Gruppe aus Deutschland, Frankreich und Italien eine Art Übernahmeblockade gegenüber China errichten, denn ich meinte ein solcher Antrag zur Erschwerung von Firmenübernahmen sei in Brüssel eingereicht worden. Wäre m.M.n. höchste Eisenbahn, denn China möchte Fiat aufkaufen. Die Schweiz wird es vermutlich wieder einmal verpennen zu handeln.
      9 4 Melden
    • Clayton 21.08.2017 18:39
      Highlight Sag ich schon lange. So ne Lex Koller braucht es einfach
      10 0 Melden
    • G. Schlecht 21.08.2017 18:52
      Highlight IMaki sehr gute analysiert. Aber halten Sie bitte die (Wirtschafts)flüchtlingsfrage da raus. Europa so hört man, ist aus Gründen der Demographie und nicht zuletzt gemäss Herrn Schäuble aufgrund drohenden Inzests, auf Immigranten angewiesen. Sonst könnte man ja auch die unermesslichen Gewinne nicht verteilen. Vergessen Sie nicht: Europa ging es noch nie so gut wie heute. Und zum Verteilen ist wirklich mehr als genug da!

      So äh... eigentlich wollte ich nur schreiben, dass Sie das gut analysiert haben. Der Rest meiner Schreibe ist (leider) gängige Meinung.
      7 10 Melden
    • Richu 21.08.2017 19:41
      Highlight @G.Schlecht: Sie übertreiben schon etwas mit Ihrer Aussage, es ginge Europa noch nie so gut wie heute. Z.B. die Jugendarbeitslosigkeit im Juni 2017 betrug: Griechenland 45%, Spanien 39%, Italien 35%, Frankreich + Belgien 21% etc. etc. Zudem kauft die EZB (Europäische Zentralbank) jeweils monatlich für mindestene 60 Milliarden Euro (früher waren es noch wesentlich grösser Beträge) europäische Staats-und Unternehmensanleihen, um die Konjunktur anzukurbeln.
      8 0 Melden
    • G. Schlecht 21.08.2017 20:00
      Highlight @Richu Da haben Sie absolut recht. Und trotzdem... Wir, die Schweiz, sind mit den Aktienkäufen der SNB mittlweile sogar Grossaktionär an der Wallstreet. Dass dies der EZB nicht eingefallen ist. *schmunzel* Aber nun was meinen Sie, wer für die 60Milliarden monatlich aufkommt? Oder waren die 60 Milliarden vielleicht gar nie da? BTW: 60 Milliarden sind ja nur 120 Euro je Kopf der EU. Oder 4 Euro je Tag. So rechnen die da oben. Peanuts oder eben doch nicht? Sie merken, ich mache mir Sorgen und glaube nicht, dass dies noch lange so weitergehen kann.
      3 1 Melden
    • Clayton 21.08.2017 20:28
      Highlight Der Euro hat schon fast 70% seines Wertes seit der Einführung verloren. Das ist Rekord für eine Währung in der Zeit. Er wird kollabieren. Wir müssen uns auf härteste Frankeneinkäufe einstellen.
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    • G. Schlecht 21.08.2017 20:45
      Highlight @Clayton Alle Währungen haben verloren. Die Bilanz der SNB siehe hier: http://www.handelszeitung.ch/sites/handelszeitung.ch/files/imce/snb-sichtguthaben.png

      Nicht wirklich ein Aufsteller. Die ganze Welt reitet zurzeit auf einer noch nie dagewesenen Bombe.

      Was denken Sie warum Kryptowährungen zur Zeit in aller Munde sind, während über Edelmetalle niemand spricht?

      Die Negativzinsen tun ihr Übriges. Ich sage nur die Kacke ist am Dampfen. Aber die meisten sagen halt, ich übertreibe, was mir recht sein soll.
      3 0 Melden
    • rodolofo 21.08.2017 21:36
      Highlight @ Clayton
      Ich hoffe, dass Du nicht recht behalten wirst.
      Denn ich setze auf einen schwächer werdenden Franken.
      Denn Schwäche kann gleichzeitig Stärke sein!
      Tönt wie Wahnsinn, oder wie Magie, was?
      Ist eine Batterie widersprüchlich und unglaubwürdig, wenn sie einen Plus-Pol UND einen Minus-Pol hat, oder ist sie leistungsfähig, weil die Spannung zwischen den gegensätzlichen Polen das Fliessen von Strom ermöglicht?
      2 3 Melden
    600
  • dmax 21.08.2017 16:14
    Highlight am besten lassen wir dies von einem chinesen erklähren!
    ist übrigens seeeehr einleuchtend, egal auf welche seite man sitzt!

    29 2 Melden
    • Troxi 21.08.2017 18:13
      Highlight Er scheint ein sehr guter Redner zu sein, zudem scheint er sehr Intelligent zu sein. Könnten nur 30% oder ein bisschen mehr Politiker und Finanzstarke so sprechen, wäre auch heute noch die Wirtschaft an jener Stelle, bei der sie mit nur einer Aussage eine Abstimmung entscheiden kann. Inzwischen ging dieses Vertrauen irgendwie verloren, habe ich zumindest das Gefühl.
      10 0 Melden
    • Mafi 21.08.2017 23:28
      Highlight Sehr eindrücklich wie er sich in einer Fremdsprache ausdrücken kann.
      2 0 Melden
    600
  • dondor 21.08.2017 15:23
    Highlight Im Vergleich zum Sinokonfuzianischen Kulturraum ist selbst der Grecorömische (nicht christlichabendländisch wie viele sagen) eine Eintagsfliege. China hat sich vor vierhundert Jahren freiwillig zurückgezogen. Das war falsch und sie haben es geändert. Nun wird alles wieder wie es schon immer war. China bestimmt.
    Und die Plattitüden von wegen nicht kreativ/inovativ, hihi.
    18 21 Melden
    • Philipp Burri 21.08.2017 17:50
      Highlight Mal einer, der's gecheckt hat. Auch wenn die Eintagsfliege ein bisschen übers Ziel hinausgeschossen war. Der American Way of Life hingegen darf getrost als solche bezeichnet werden.
      6 4 Melden
    600
  • Holla die Waldfee 21.08.2017 15:22
    Highlight China ist auch nicht perfekt. Niemand ist das.
    Aber China hat das Zeugs, das Ruder für die Welt rumzureissen. Der Westen schafft es offensichtlich nicht.

    China könnte die letzte Chance sein, den Planeten zu retten. Ja, sie haben in ihrer wahnwitzigen Aufholjagd viel Dreck geschleudert. Aber genauso schnell schalten sie jetzt auf Nachhaltig und Umweltbewusst.

    Meinetwegen können sie weltweit klauen was sie wollen. Alles was einem gesünderen Planeten dient, ist von mir aus ok.

    Denn was nützt ein westlich-liberaler Raubkapitalismus auf einem toten Planeten, auf dem man nicht mehr leben kann?
    47 26 Melden
    • SemperFi 21.08.2017 15:40
      Highlight Das ist jetzt eine erfrischend andere Weltsicht. So habe ich das noch nie betrachtet.
      36 4 Melden
    • URSS 21.08.2017 16:20
      Highlight Das mit dem Raub und Ausrott Kapitalismus da hast du recht.
      Aber zu denken die Chinesen werden das Ruder herumzureissen zu mehr Nachhaltigkeit, da irrst du dich monströs.
      Überall in der 3. Welt wildern die Chinesen wenn es um Rohstoffe geht. Den Chinesen ist es Wurst ob sie die Natur zerstören, die Artenvielfalt dezimieren oder ob indigene Völker abhauen müssen. Das wichtigste ist, sich die Rohstoffe zu krallen.
      Ach ja, und ob ein Monster Präsident ist, ist auch egal...
      45 6 Melden
    • RevOcelot 21.08.2017 17:45
      Highlight Es gibt auch wachsende Probleme in China, zum beispiel Rassismus:

      10 3 Melden
    • meine senf 21.08.2017 18:32
      Highlight Ohne die genannten Beispiele verharmlosen zu wollen, muss man das auch mit unserer (ich meine Europa) Geschichte vergleichen.

      Die Europäer haben all das Genannte während Jahrhunderten massiv brutaler gemacht. Mit den Zeiten des Kolonialismus verglichen ist das heutige Verhalten von China in der 3. Welt sonntagsschülerhaft.
      9 5 Melden
    • Taebneged 21.08.2017 18:45
      Highlight Aber das Panda Aussterben haben sie abgewendet.
      6 0 Melden
    • Holla die Waldfee 21.08.2017 19:02
      Highlight Ich sagte doch, dass auch China nicht perfekt ist. Trotzdem sind sie unsere letzte Chance.
      meine senf (was für ein Nick *g*) hat es auf den Punkt gebracht.

      Ich werde Chinas Fehler nicht verharmlosen. Aber das ändert nichts daran, dass es der Westen war, der den Planeten an den Rand des Ruins gebracht hat.
      11 4 Melden
    600
  • zombie woof 21.08.2017 14:53
    Highlight China hat Amerika schon längstens abgehängt. Die Zeiten sind vorbei wo die Chinesen nur billigen Schrott produziert haben. Seit längerer Zeit wird in Bildung und Technologie investiert und das sehr erfolgreich. Ein gutes Beispiel ist die Transportlogistik. Während die Chinesen hochmoderne Hafenanlagen innert kürzester Zeit bauen, schlagen sich die Amis mit veralteter Technolgie herum und kommen immer mehr ins Hintertreffen. Im wahrsten Sinne des Wortes, sie haben den Zug verpasst.
    60 9 Melden
    • Clayton 21.08.2017 15:16
      Highlight Wo sollen die Chinesen denn führen? Nenn uns irgendeine Innovation oder Idee
      15 34 Melden
    • farbarch1 21.08.2017 15:20
      Highlight Hat sich zuvor jemand Gedanken gemacht über hochmoderne Hafenanlagen? Warum sollte dies jetzt plötzlich wichtig sein? Wegen China? Da ist doch kein Argument, nur Angstmache. China versucht, den Westen mit materiellen Gütern zu überschwemmen, die billiger sind als die im Westen produzierten. Das gelingt, weil die Arbeiter in China keine Chance haben auf ein (im westlichen Sinne) menschliches Leben. Ist das nun das Problem des Ostens oder des Westens? Wir werden sehen.
      21 17 Melden
    • zombie woof 21.08.2017 17:16
      Highlight Clayton,Farbarch1, vielleicht solltet ihr euch mal besser informieren, google doch mal COSCO oder die neue Seidenstrasse, oder das hier https://www.porttechnology.org/news/china_port_plans_hit_20_billion_mark
      9 1 Melden
    • Clayton 21.08.2017 17:58
      Highlight Ja die expandieren.. die USA werden das nicht zulassen.
      1 7 Melden
    • farbarch1 21.08.2017 23:22
      Highlight Ja gross sind die Projekte schon, wie alles, das China anpackt. Aber ist die Idee dahinter wirklich auch so gross? Infarstruktuprojekte in den Ländern entlang der Seidenstrasse initiieren um sodann die westllichen Märkte fluten zu können. Wo ist da das Neue, das uns weiter bringt?
      3 0 Melden
    600
  • kleiner_Schurke 21.08.2017 14:28
    Highlight Die USA haben den "Kampf" gegen China längstens verloren. Während man in den USA einen Vollpfosten zur Bildungsministerin macht, bilden sich in China dutzende Millionen(!) die vorwärts streben. Die USA haben eine starke Antiintellektuelle Strömung (evangelikale Vollpfosten). China hingegen strebt mit aller Wucht nach Vorne, entsendet 10'000 Doktoranden ins Ausland, die ihr Wissen nach China tragen usw. Die USA - das war mal.
    113 15 Melden
    • FrancoL 21.08.2017 14:41
      Highlight Man muss allerdings einen Unterschied zwischen gebildet und ausgebildet machen. Meine Erfahrung mit chinesischen Doktoranden ist einfach dargelegt, dass sie sehr viel für Fachwissen investieren, aber recht wenig in allgemein Bildung. Allerdings teilen sie damit den Bildungsweg mit vielen Amis; Viel Fachwissen, aber wenige allgemein Bildung.

      Leider scheint dies allerdings auch der Trend bei der Ausbildung zu sein, was für die Zukunft nicht Gutes bringen wird.
      67 3 Melden
    • farbarch1 21.08.2017 14:47
      Highlight Verloren ist, wer denkt er ist verloren. Auf dieser Basis arbeiten die Chinesen ihre Strategien aus. Welches nachhaltige Konzept kommt aus China, das unsere Zeit bestimmen könnte? Ich sehe bei allem Goodwill einfach nichts, ausser einer Kopie des amerikanischen ways of life.
      29 13 Melden
    • kleiner_Schurke 21.08.2017 15:04
      Highlight Kopiert haben die Chinesen wohl den Einsatz von Velos in ihren Städten. Nirgendwo sieht man soviel Fahrräder wie in den USA. Kopiert haben die Chinesen auch das gnadenlos dichte ÖV System. Nirgendwo sieht man so viele Leute in Busen, U-Bahnen usw. wie in den USA. Kopiert ist sicher auch die 5000 Jahre zurückreichend Kultur der Chinesen, welche die Bronze lange vor den Europäern fanden. Es ist fast ultralogisch dass ein mehrtausend Jahre alte Kultur von einer 400 Jahre alten alles abkupfert, Momol, wo du Recht hast, hast du Recht.
      28 15 Melden
    • farbarch1 21.08.2017 15:32
      Highlight Erfunden haben Sie diese Systeme wohl nicht alleinig. Es gibt intelligente Köpfe hier und dort. Natürlich braucht China neue Ideen für die Bewältigung der eigenen aktuellen Probleme (z.B. Bevölkerungszahl ca. 1/7 der Weltbevölkerung). Ob dabei eine 5000 Jahre alte Tradition hilft, sei dahingestellt.
      15 6 Melden
    • farbarch1 21.08.2017 15:38
      Highlight Was der Westen wirklich von China und dessen 5000 Jahre alten Kultur lernen kann ist deren Philosophie und Kriegsführung, zudem die Strategien der politischen Führung: die Chinesen haben politische Horizonte von denen wir hier nur träumen können.
      12 7 Melden
    • Radiochopf 21.08.2017 16:03
      Highlight @farbach1

      Ich glaube du unterschätzt die Chinesen gewaltig! Sie nur als dumme Copycat-Nation darzustellen ist gar einfach.. klar produzieren sie viel billige Produkte, aber praktisch alle IT-Komponenten der grossen PC-Hersteller werden heute in China hergestellt.. und du sagst es selber, jeder 7 Mensch ist ein Chinese, also gibt es auch viele intelligente und kreative chinesische Menschen.. mit dem wachsenden Reichtum der Menschen und auch der Möglichkeit zu reisen, wird sich da noch mehr ändern.. die Chinesen werden def. die USA in allen Berreichen überholen, ausser bei den militärischen..
      10 4 Melden
    • kleiner_Schurke 21.08.2017 16:25
      Highlight Die USA könnten noch so viel von den Chinesen lernen. Da weiss ich fast gar nicht wo ich anfangen soll. Es ist mir bisher in China noch nie passiert, dass ich mich unsicher gefühlt hätte. In Chinesischen Städten ist man sicher auch um Mitternacht. Es gibt keine No-go Areas wie South Central in L.A. oder Haarlem in New York. Das sagt recht viel über den Zustand der Bevölkerung im jeweiligen Land. Den Lifestyle eines Chinesen kann man sicher nicht vergleichen mit demjenigen eines Amerikaners. Da sehe ich so ziemlich nichts gemeinsames. Schon allein die Ernährung ist in China sehr viel besser.
      13 10 Melden
    • kleiner_Schurke 21.08.2017 16:31
      Highlight Klar gibt es einen Pizzahut in Shanghai. aber dort gibt es auch einen Paulaner Keller. Chinesen sind gesellige Menschen, iewürden sich nie einem McDonalds oder Dunking Dougnat Fastfood Ernährungsstiel anpassen. Chinesen richten kleine Parks ein in den Städten in denen alte Menschen gratis trainieren oder Paare tanzen oder Menschen mit Wasser auf den Boden schreiben. Schon mal etwas ähnliches In den UA gesehen? Sicher nicht.
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    • Firefly 21.08.2017 17:15
      Highlight @kleiner_Schurke Nur wenn du als Chinese nicht konform bist oder ein wenig aus dem Rahmen fällst, bist du weg vom Fester. Das wollen die jetzt auch von ganz Oben mittels neuen Technologien so haben. Der Mensch als parametrisierter Bürger - zu viele Minuspunkte? sorry, du kannst da nicht einsteigen, du kannst deine Stadt nicht verlassen.

      Nun, irgend etwas dazwischen würde mir gefallen, die progressivität von China und der Freisinn der Amis. Vielleicht sollten die beiden mal...

      Naja, oder Europa kriegt den Rank noch...
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    • rodolofo 21.08.2017 21:51
      Highlight Ich kann nicht in die Loblieder über China und seine neue Führungsrolle in der Welt mit einstimmen.
      Sie setzen zu sehr auf Kontrolle.
      Paradoxerweise geraten die Dinge aber immer dann ausser Rand und Band, wenn man sie zu stark unter Kontrolle halten kann!
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    • rodolofo 21.08.2017 21:55
      Highlight ...
      Wollte eigentlich schreiben:
      Paradoxerweise geraten die Dinge aber immer dann ausser Rand und Band, wenn man sie zu stark unter Kontrolle zu halten versucht!
      (hatte mich nicht ganz unter Kontrolle;)
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    • farbarch1 21.08.2017 23:08
      Highlight Die Chinesen sind sicherlich nicht dumm. Die Frage ist auch nicht, was sie wollen und machen, sondern letztlich, worin besteht ihr Beitrag zu einer entwickelten Gesellschaft. Man kann die Einparteienpolitik mit ihren Folgen gut finden, nur muss man deswegen nicht auf Amerika herumhacken. Was leistet eigentlich Europa?
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    • farbarch1 21.08.2017 23:30
      Highlight @Radiochopf

      Keinesfalls unterschätze ich die Chinesen, aber man sollte ihren Einfluss auch nicht überschätzen. Vieles im laufenden "Handleskrieg" hat mit Psychologie zu tun. Es lohnt sich, sich mit den 36 Strategemen der Chiensen auseinanderzusetzen, bevor man vor lauter Angst endgültig die Segel streicht (kapituliert):

      https://de.wikipedia.org/wiki/36_Strategeme
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    • Firefly 22.08.2017 07:24
      Highlight @farbarach, "Was leistet eigentlich Europa?" Frieden, Menschenrechte, produziert keine Flüchtlinge sondern nimmt sie auf, wos geht. Prahlt nicht dumm in der Welt herum.
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    • rodolofo 22.08.2017 07:28
      Highlight @ farbarch1
      Europa scheint eine Art Mittelweg zu versuchen, während die USA einen ultra-liberalen Kapitalismus pflegen, kombiniert mit der teuersten Profi-Armee der Welt und mit Geheimdiensten, die im Krieg gegen den Terror Vollmachten und Mittel bekommen haben, die sie zum "Staat im Staate" machen.
      Wenn ich das alles beschreibe, dann fällt mir auf, dass die Differenzen zwischen den USA, China und Russland kleiner werden, dass sich diese Supermächte also einander annähern, auch wenn sie historisch aus völlig verschiedenen Ecken kommen und die Rhetorik immer noch an den Kalten Krieg erinnert...
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  • The Origin Gra 21.08.2017 14:17
    Highlight Ich hatte schon befürchtet das Bannon nun noch Gefährlicher wird.

    Schade das ich mich nicht getäuscht habe und andere, besser Informierte, das ebenfalls so sehen.
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Neuer Vorstoss für ein Impeachment gegen Trump – diesmal ist es ernst

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Benjamin Wittes ist Jurist am renommierten Thinktank Brookings Institution in Washington. Er ist auch Autor des Blogs Lawfare, der als Pflichtlektüre in der US-Politszene gilt. Wittes ist in den vergangenen Monaten dadurch aufgefallen, dass er in Tweets jeweils vorzeitig und akkurat auf neue Enthüllungen aus dem Weissen Haus aufmerksam gemacht hat.  

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