Wirtschaft

Ständeratskommission will Stromnetz unter die Erde verlegen

28.10.16, 17:35

Stromkabel des Verteilnetzes sollen grundsätzlich in der Erde verlegt werden, sofern sich die Kosten im Rahmen halten lassen. Die Kommission für Umwelt, Raumplanung und Energie (UREK) des Ständerats stimmt diesem Vorschlag des Bundesrats zu.

Das teilten die Parlamentsdienste am Freitag mit. Erdkabel sind ein Schwerpunkt der Strategie Stromnetze, die der Bundesrat im letzten Frühling vorgelegt hat.

Darin ist vorgesehen, dass Stromleitungen im Verteilnetz mit einer Spannung unter 220 Kilovolt grundsätzlich unter der Erde verlegt werden müssen. Dies gilt nur, sofern die Erdleitung höchstens drei Mal mehr als eine Freileitung kostet.

Fakten rund um den Energieverbrauch in der Schweiz

Überschreitungen dieses Mehrkostenfaktors sollen unter Umständen zulässig sein. Die Kosten dürfen nach dem Willen der Kommission aber nicht auf die Endkunden übertragen werden. Die Kosten für die vollständige Verkabelung des Verteilnetzes sollen sich bis 2050 auf 7,2 Milliarden Franken belaufen.

So viel Stromkosten pro Jahr verursachen Handy, PC, TV, Kühlschrank und andere Geräte wirklich

Insgesamt rechnet der Bundesrat für die Umsetzung der Strategie Stromnetze mit Mehrkosten von insgesamt rund 18 Milliarden Franken.

Die Kommission hat die Detailberatung der Vorlage noch nicht abgeschlossen. Diese dient als Grundlage für Aus- und Umbau der Stromnetze, nicht zuletzt, um die Herausforderungen der dezentralen Produktion erneuerbarer Energien zu bewältigen.

(sda)

Hol dir die catson-App!

Die flauschigste App der Welt! 10 von 10 Katzen empfehlen sie ihren Menschen weiter.
Abonniere unseren NewsletterNewsletter-Abo
0 Kommentare anzeigen
0
Logge dich ein, um an der Diskussion teilzunehmen
Youtube-Videos und Links einfach ins Textfeld kopieren.
600

Trump im wilden Aktionismus: Sein eigentliches Problem sind aber die Jobs

Donald Trumps erste Woche im Weissen Haus war von wildem Aktionismus geprägt, zuletzt mit einem kurzfristig ausgesprochenen Einreisestopp für Muslime. Der Erfolg seiner Präsidentschaft aber hängt davon ab, ob er dem Mittelstand Arbeit verschaffen kann. Was leichter gesagt ist als getan.

Gewisse Leute sollen ernsthaft geglaubt haben, Donald Trump werde sich mässigen, sobald er sein Amt als US-Präsident angetreten hat. Nach nur einer Woche müsste die grosse Ernüchterung ausgebrochen sein. Kaum war er vereidigt, entfachte Trump einen bizarren Streit um die Zuschauerzahl bei seiner Amtseinführung. Er feuerte eine Salve an Dekreten ab, von denen die meisten nur symbolischen Charakter haben. Und beschloss kurzum eine Einreisesperre für Bürger aus sieben muslimischen Ländern.

Weder …

Artikel lesen