Wirtschaft
ARCHIV --- ZUR VORGESEHENEN FORMULARPFLICHT BEI EINEM MIETERWECHSEL STELLEN WIR IHNEN FOLGENDES BILD ZUR VERFUEGUNG --- Ein wohnungssuchendes Paar besichtiget eine neu erstellte Wohnung im Pflegi-Areal in Zuerich, August 2002 . Die Lage am Wohnungsmarkt hat sich verschaerft, da die Nachfrage nach Wohnungen hoch bleibt, die Zahl neu erstellter Wohnungen aber abgenommen hat. Fuer diese grosse fuenfeinhalb Zimmer Wohnung wird ein Mietzins von fast CHF 5000 verlangt.  (KEYSTONE/Gaetan Bally)   FILM] *** NO SALES, NO ARCHIVES ***

Schweizer Mieter werden selten: 49 Prozent besitzen Wohneigentum. Bild: KEYSTONE

Preise stiegen 2013 um 1,1 Prozent

Lage auf dem Schweizer Wohnungsmarkt entspannt sich – aber nur für Luxusmieter

10.07.14, 15:21 10.07.14, 15:44

Die Preise auf dem Schweizer Wohnungsmarkt sind 2013 schwächer angestiegen als zuvor. Das Wachstum betrug im Schnitt 1,1 Prozent, wie eine Studie im Auftrag des Bundesamts für Wohnungswesen (BWO) zeigt. 2012 waren die Preise noch um 3,7 Prozent angewachsen.

Am Genfersee sanken die Preise sogar erstmals nach Jahren des Wachstums, wie das BWO am Donnerstag mitteilte. Durchschnittsmieter können dort dennoch nicht aufatmen, denn der Grund für den Preisrückgang liegt im Luxussegment, wo Wohnungen und Einfamilienhäuser günstiger wurden. Im mittleren und unteren Segment bestand 2013 weiterhin eine hohe Nachfrage.

Auch in Zürich stehen Luxuswohnungen leer

Auch im teuren Zürich zeigte sich ein ähnliches Bild. Im obersten Segment gab es an zentralen Lagen Anzeichen für eine Entspannung, heisst es in der Studie, welche die Zürcher Hochschule für angewandte Wissenschaften zusammen mit dem Beratungsunternehmen Meta-Sys verfasste. Nach einer regen Bautätigkeit stünden nun erstmals Luxuswohnungen leer.

Zudem seien auch günstigere Wohnungen an dezentralen Lagen frei. Damit komme die Preisspirale – insbesondere beim Wohneigentum – zum Stillstand. Insgesamt stiegen die Mietpreise in dieser Region nur noch im schweizerischen Durchschnitt.

Bern gegen den Trend

Im Espace Mittelland hingegen verschärfte sich die Lage. In der Kernagglomeration Bern seien Wohnungen knapp. Potenzielle Wohnungskäufer ziehe es hier verstärkt in den ländlichen Raum.

Als Grund für den Anstieg nennen die Autoren die überdurchschnittlich hohe Zunahme der ausländischen Bevölkerung. Viele der Neuzuzügler zogen dabei aus der Genferseeregion sowie aus den Freiburger Grenzregionen zu. Gleichzeitig bewegte sich die Neubautätigkeit im Espace Mittelland am unteren Rand aller Regionen.

In der Nordwestschweiz und in der Zentralschweiz verknappte sich das Angebot ebenfalls. Ausgeglichen waren die Wohnungsmärkte hingegen in der Ostschweiz und im Tessin.

Schweizer kaufen statt mieten

Die tiefen Hypothekarzinsen machen in der ganzen Schweiz Wohneigentum attraktiv. Insbesondere bei Schweizern stieg die Eigentumsquote weiter an. So besassen im letzten Jahr 49 Prozent der Schweizer Wohneigentum. Im Vorjahr waren es noch rund 48 Prozent gewesen.

Bei den Ausländern war die Eigentumsquote hingegen deutlich tiefer. Sie stieg im Vergleich zum Vorjahr um 0,5 Prozentpunkte auf 17,6 Prozent.

In der Ostschweiz, wo die Quote 2013 am höchsten war, besassen sogar fast 60 Prozent aller Schweizer Wohneigentum. Bei den Ausländern lag die Quote hier bei rund 20 Prozent. (jas/sda)

Abonniere unseren NewsletterNewsletter-Abo
1Kommentar anzeigen
1
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 72 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
  • MediaEye 10.07.2014 16:31
    Highlight wieder eine Statistik, die so überhaupt gar nichts aussagt und sogar das Gegenteil nachweist!


    Absoluter Unfug OHNE Angabe von zugrunde liegenden Daten und deshalb unbrauchbar !!!!!
    2 0 Melden

Dieser Schaffhauser könnte schon bald die drittgrösste Stadt im Kosovo regieren

Faton Topalli wohnt im beschaulichen Dörflingen im Kanton Schaffhausen. Gleichzeitig sitzt er seit vier Jahren im Parlament des Kosovo – wo er auch schon mal eine Tränengas-Petarde zündete. Am Sonntag könnte Topalli Bürgermeister von Ferizaj werden, einer Stadt mit über 100'000 Einwohnern.  

Mehrere Hundert Menschen versammelten sich am Dienstagabend im Stadtzentrum von Ferizaj im Süden des Kosovo. Die Oppositionspartei «Lëvizja Vetëvendosje» (Bewegung für Selbstbestimmung) hatte zur Abschlusskundgebung des Lokalwahlkampfs gerufen. Angereist waren die Granden der Bewegung: Visar Ymeri, der Parteivorsitzende, und Albin Kurti, ihr Kandidat für den Posten des Ministerpräsidenten.

Doch der eigentliche Star des Abends war ein 53-jähriger, im Kanton Schaffhausen wohnhafter, …

Artikel lesen