Wirtschaft

Bundesverwaltungsgericht pfeift SRG wegen umstrittener Werbeallianz zurück

06.10.16, 12:00 06.10.16, 12:21

Der Verband Schweizer Medien (VSM) und verschiedene Medienunternehmen sind berechtigt, gegen die Beteiligung der SRG am Werbe-Joint Venture «Admeira» mit Ringier und Swisscom gerichtlich vorzugehen. Dies hat das Bundesverwaltungsgericht entschieden.

Damit geht die Sache zurück an das Eidgenössische Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation (UVEK). Dieses hatte einen entsprechenden Antrag des Verbands und von Medienunternehmen Ende Februar 2016 abgewiesen.

Es begründete diesen Entscheid damit, dass die Medienunternehmen zwar in einem Wettbewerb mit der Schweizerischen Radio- und Fernsehgesellschaft (SRG) stünden und mit dem Joint Venture im Werbebereich eine verstärkte Konkurrenz befürchteten. Dies allein begründe jedoch keine besondere Betroffenheit, die eine Parteistellung im Verfahren zur Folge hätte.

Grösster Werbevermarkter

Der VSM und die Medienunternehmen sind der Ansicht, dass sie durch die Werbeallianz massiv in ihrem Entwicklungs- und Entfaltungsspielraum beeinträchtigt würden.

Mit dem Joint Venture entstehe der mit Abstand grösste Werbevermarkter, was komplexe Auswirkungen habe. Verband und Unternehmen verlangen deshalb ein Verbot für die Teilnahme der SRG am Joint Venture.

Die Gesellschaft Admeira hat ihren operativen Betrieb im April dieses Jahres aufgenommen. Das Bundesverwaltungsgericht hatte diesbezügliche vorsorgliche Massnahmen – beziehungsweise eine aufschiebende Wirkung der Beschwerde – am 31. März in einer Zwischenverfügung abgewiesen.

Weiter ans Bundesgericht?

Gemäss dem Bundesgesetz über Radio und Fernsehen (RTVG) muss die SRG jene Tätigkeiten vorgängig dem Bundesamt für Kommunikation (BAKOM) melden, die nicht in der Konzession festgelegt sind. Hat eine solche Aktivität erhebliche Auswirkungen auf den Entfaltungsspielraum anderer Medienunternehmen, kann das UVEK Auflagen machen oder die Tätigkeit ganz verbieten.

Das Urteil kann an das Bundesgericht weitergezogen werden.

Diese Fernseher stehen bald in unseren Wohnzimmern

Das könnte dich auch interessieren:

«Terroranschläge stellen die Medien vor einen Balanceakt»

Mehr White Chick geht nimmer: Avolatte, Leute! Avo. F***ing. Latte. 😒

Manchester-Leaks: Trump ordnet Untersuchung an

14 Gründe, warum sogar FCB-Fans heute im Cupfinal für Sion sein müssen

Warum es schiefgehen kann, wenn YouTuber auf Kriegsreporter machen

Bevor du in die Ferien abhaust: Hier die 11 wichtigsten Ferien-Starterkits

Manchester in Alarmbereitschaft: Entwarnung nach Grosseinsatz

Die 21 witzigsten Job-Inserate aus aller Welt

Schleichender Jodmangel in der Schweiz: Werden wir wieder zu «Idioten der Alpen»?

Grünen-Chefin Rytz: «Wir haben punkto Energiewende viel bessere Karten als Deutschland»

17 Dinge, die du (wahrscheinlich) nur verstehst, wenn du in der IT arbeitest

Von A wie Assistkönig bis Z wie Zuschauer: Das ABC der Bundesliga-Saison

Eine Million Gründe, warum ich nie wieder an ein Konzert gehen werde

«Arena»-Fight ums Fleisch: Veganerin fetzt Verbotsgegner – und alle lieben Bauer Capaul 

7 klassische Handy-Chats vom Wochenende, die jeder kennt – und was dahinter steckt

10 mysteriöse Entdeckungen, die uns heute noch verblüffen

Alle Artikel anzeigen

Hol dir die App!

User-Review:
Galghamon, 3.12.2016
Ein guter Mix von News und Unterhaltung, sowie der Mut zur kritischen Analyse.
Abonniere unseren NewsletterNewsletter-Abo
3 Kommentare anzeigen
3
Um mit zudiskutieren oder Bilder und Youtube-Videos zu posten, musst du eingeloggt sein.
Youtube-Videos und Links einfach ins Textfeld kopieren.
600
  • Amboss 06.10.2016 15:08
    Highlight Mein Gott. Muss es gerade ein Gericht sein, welches die SRG zurückpfeift.
    Ich finde, gerade die SRG sollte einen gewissen Respekt / eine gewisse Zurückhaltung an den Tag legen.
    Als Milliarden-Gebührenempfängerin hat sie einen gewichtigen Vorsprung gegenüber den Verlagen, mit dem sie respektvoll umgehen soll. Gerade auch infolge des letzten ultraknappen Abstimmungsergebnisses.

    Diese Trampeltierhaltung, welche die SRG zusammen mit dem Staatsbetrieb Swisscom aufführt ist echt unmöglich. So richtig zum k...


    Und nicht wie ein Trampelt
    10 1 Melden
    • Homes8 06.10.2016 15:36
      Highlight Swisscom ist zur Hälfte in privaten Händen und die andere Hälfte hat eine Lobby in Bern.
      3 2 Melden
    • Amboss 06.10.2016 16:24
      Highlight Eben, Staatsbetrieb. Sag ich doch
      6 1 Melden
    600

666 Pistenkilometer für 666 Franken: Skigebiete im Berner Oberland spannen zusammen

Im kommenden Winter dürfen sich Winterfreaks im Berner Oberland freuen. Die Jungfrau Ski Region, Adelboden, Hasliberg und Gstaad bieten ein neues Abo an, schreibt die «Jungfrauzeitung». Für 666 Franken kann man die ganze Saison die 666 Pistenkilometer aller vier Gebiete befahren. Damit übertrumpfen die vier grossen Berner Bergbahnen sogar das bisher grösste Skigebiet Les Portes du Soleil im Wallis.

Die Idee für den Zusammenschluss ging von den Jungfrau Bahnen aus. Das Konzept überzeugte auch …

Artikel lesen