Wirtschaft

Die Schweiz fährt gut mit ihrem dualen Bildungssystem: Eine junge Frau versucht sich an der Berufsmesse in Zürich als Automatikerin.  Bild: KEYSTONE

Darum hat die Schweiz das beste Berufsbildungssystem der Welt

Publiziert: 03.11.16, 14:39 Aktualisiert: 03.11.16, 15:56

Die Schweiz hat ihren jungen Bewohnern einiges zu bieten – unter anderem die besten Voraussetzungen, wenn es um Ausbildung und Beruf geht. «Beste Voraussetzungen» darf wörtlich verstanden werden: Unser Land belegt beim sogenannten «Young Workers Index» den Spitzenplatz von 35 untersuchten OECD-Ländern, noch vor Deutschland und Österreich.

Rangliste des «Youth Workers Index» 2015. Diagramm: PWC/watson

Das vom Beratungs- und Wirtschaftsprüfungsunternehmen PWC erstellte Ranking vergleicht acht verschiedene Indikatoren, unter anderem die Arbeitslosenquote (der 15- bis 24-Jährigen), die Langzeitarbeitslosigkeit oder die Schulabbruchsrate.

Erfolgsfaktor duales Bildungssystem

Stark gewichtet der Index vor allem die sogenannte NEET-Quote (NEET bedeutet «Not in Education, Employment or Training»), also den Anteil junger Menschen (20 bis 24 Jahre), die nicht mehr in Ausbildung stehen, aber auch keine reguläre Beschäftigung haben und keine Förderung erhalten. 

Der Hauptgrund für das gute Abschneiden der Schweiz – und übrigens auch der Nachbarländer Deutschland und Österreich –liegt im dualen Bildungssystem, das praktische Lehre mit gleichzeitigem Besuch einer Berufsschule kombiniert. Alle drei Spitzenreiter konnten ihre niedrige Jugendarbeitslosigkeit denn auch trotz der Wirtschaftskrise beibehalten. 

«Young Workers Index» (x-Achse) kombiniert mit BIP pro Kopf in US$ (y-Achse). Grafik: Quartz.com

In der Schweiz absolvieren etwa zwei Drittel aller Jugendlichen eine Lehre; zur Auswahl stehen rund 230 Berufe. «Duale Bildung» bedeutet, dass sie sich dabei parallel im Betrieb und in der Berufsschule ausbilden. Nach Abschluss der Lehre beginnen viele eine höhere Berufsbildung. Auch hier gibt es ein breites Angebot: Rund 410 Berufs- und höhere Fachprüfungen sowie 52 Bildungsgänge an höheren Fachschulen stehen zur Wahl.

Lehre: So sah das früher aus

Insgesamt absolvieren laut Zahlen des Bundesamts für Statistik aus dem Jahr 2011 etwa drei Viertel der Männer eine Berufsbildung. Bei den Frauen sind es mit rund 63 Prozent deutlich weniger. 

Bei unseren nördlichen Nachbarn gibt es ein ähnliches System. Tatsächlich sind in Deutschland sogar noch weniger junge Leute von 20 bis 24 Jahren ohne Beschäftigung, Aus- oder Weiterbildung (NEET) als in der Schweiz – es sind 10,1 Prozent gegenüber 12,4 Prozent hierzulande. 

Schweizer Berufsmeisterschaft 2016

1,1 Billionen Dollar Potenzial

Würden alle OECD-Länder, die eine höhere NEET-Quote als Deutschland aufweisen, diese auf deutsches Niveau absenken können, ergäbe sich ein Zuwachs des gesamten OECD-Bruttoinlandsprodukts in der nahezu unvorstellbaren Höhe von 1,1 Billionen Dollar.

Wütende Jugend: Junge Spanier protestieren unter dem Slogan «Pan, techo, trabajo y dignidad» («Brot, Obdach, Arbeit und Würde») gegen die Austeritätspolitik der konservativen Regierung.  Bild: JON NAZCA/REUTERS

Allein schon Italien, das eine verheerende NEET-Quote von 35 Prozent aufweist, würde bei einer Reduktion auf deutsches Niveau sein BIP – 2013 betrug es rund 2,15 Billionen Dollar – um 156 Milliarden Dollar steigern. Und Italien ist nicht das einzige Land im Süden Europas, das sich schwer damit tut, seine Jugend in Arbeit zu bringen. Auch Spanien (NEET-Quote 29 %), Portugal (23,9 %), Griechenland (31,3 %) und die Türkei (36,3 %) kämpfen in dieser Hinsicht mit grossen Schwierigkeiten. 

Ohnehin tritt hier das europäische Nord-Süd-Gefälle exemplarisch zu Tage: Neben dem deutschsprachigen Spitzentrio stehen besonders die skandinavischen Staaten Island, Norwegen und Dänemark sowie die Niederlande gut da. Island und Norwegen weisen sogar eine bessere NEET-Quote auf als Deutschland. 

(dhr)

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56 Kommentare anzeigen
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  • Rostic 04.11.2016 15:11
    Highlight Leider steht in der Studie nicht, das die Lehrlinge in Scharen davon laufen weil der Druck am Arbeitsplatz und in den verknöckerten Berufsschulen unerträglich geworden ist. Wenn 2 von 3 Absolventen nach der Lehre den Beruf wechseln, kann man sich fragen, was die ganze Übung soll. Unsere Arbeitswelt ist total kaputt und die jungen Leute haben überhaupt keine Motivation hier mitzumachen. Recht haben sie. Es braucht dringend neue Lösungen und Ansätze hin zu verkürzten Arbeitszeiten und Ausbildungszeiten und weg von der Spezialisierung. Niemand weiss mit 14 Jahren was für ein Beruf er will.
    3 1 Melden
    600
  • philosophund 03.11.2016 22:06
    Highlight Ich stelle bei den tertiären Ausbildungen eine inflationäre Handhabe fest.. eine HF ist derweil für Lehrabgänger ohne BM wie ein Musskriterium für die berufliche Weiterentwicklung.. kosten für 3 jahre bei 30k wovon der Kt. zh 20k subventioniert und so das Rösslispiel sich von alleine dreht.. ob das langfristig Erfolg hat? Für die privaten HF Schulen bestimmt..
    14 4 Melden
    600
  • Berner in Zürich 03.11.2016 22:03
    Highlight weil wir alles so gut sind ist es auch völlig einfach mit 47ig einen neuen Job zu finden auch mit Verzicht auf 25 % Lohn.
    Wir sind die Besten!!!
    9 8 Melden
    600
  • Fahrenheit 03.11.2016 19:05
    Highlight ist das Kristina vom Bätscheler im Story-Bild?
    2 3 Melden
    600
  • Courage 03.11.2016 18:59
    Highlight Man kann umständlich schon mit qualitativ gleichsetzen. Aber praktisch ist unser Bildungssystem nicht.

    Reifenpraktiker
    Lernt 2 Jahre lang wie man Öl und Reifen wechselt.

    Restaurationsfachmann (Kellner)
    Lernt in der Schule alles von Weingläsern bis zur Anatomie einer Gabel, nur um dann für 3'500.- im Monat Schnitzel zu servieren.

    MetalbauerIn (Schweisser)
    4 Jahre und die hälfte fällt durch die Abschlussprüfung und die die es schaffen arbeiten sich unter einem deutschen Chef mit ein paar Polen den Rücken krum.

    Ausserdem, ohne Franz keine Berufsmatura.
    Willkommen in der Unterschicht!
    33 37 Melden
    • Mentorius 03.11.2016 22:22
      Highlight Zumindest der letze Punkt stimmt nicht. Im Kanton Zürich darf man bei der Berufsmatur in einem Fach eine 2 oder in 2 Fächer eine 3 haben, wen der Schnitt noch 4.0 ist.
      9 2 Melden
    • who cares? 04.11.2016 01:18
      Highlight Dafür hat der Kellner noch drei Jahre lang Schulbildung (neben dem berufsspezifischem auch Allgemeinwissen) genossen.
      Ausserdem ist ein Diplom wichtig um auch einem zukünftigen Arbeitgeber zu zeigen, dass man fähig ist.
      4 1 Melden
    600
  • dääd 03.11.2016 17:40
    Highlight Unsere Altvorderen (nicht wir) dürfen stolz auf das Erreichte sein. Um unsere Berufsbildung wird die Schweiz rundum benieden.
    14 13 Melden
    600
  • Nik.Mania 03.11.2016 16:04
    Highlight Ich studiere im Moment Primarlehrer und bin in meinem dritten und letzten Jahr. Die Studie mag ja sehr wohl stimmen, wir haben ein sehr gutes Bildungssystem, aber die Schweiz sollte sich jetzt nicht auf ihren Lorbeeren ausruhen. Im Bereich Informatik sind wir beispielsweise sehr weit hinten und hinter Südkorea und Japan. Ausserdem fehlt vielen Schweizer Schulen bzw. vielen Schweizer Lehrpersonen die Fähigkeit, Kinder fürs Lernen zu motivieren.
    78 3 Melden
    • Rendel 03.11.2016 16:27
      Highlight Kinder muss man nicht besonders motivieren. Sie für etwas zu begeistern ist alles. Dazu muss man selber begeistert sein.
      39 8 Melden
    • sheep 03.11.2016 16:37
      Highlight Inwiefern sind wir im Bereich Informatik weit hinten?
      14 29 Melden
    • Mach_ke_Stei 03.11.2016 16:49
      Highlight Wäre ja mega gäbig, wenn dieses motivieren/begeisten die Eltern übernehmen würden.
      Oder ist das schon zu viel verlangt? Sind die Lehrpersonen für das Verantwortlich? Ich finde nicht.

      18 12 Melden
    • herschweizer 03.11.2016 17:37
      Highlight Als Eltern von mehreren Kindern mit insgesamt 30 Beschulungsjahren im öffentlichen Bildungssystem nimmt man diese Lehrkräfte klar zu 70% als frustrierte Lohnbezüger auf die total fehlplaziert ihre Zeit zu überbrücken versuchen. Dies zu weit überrissenen Kosten. Dies zu Lasten von einem motiviert fähigen Rest
      11 14 Melden
    • norsk 03.11.2016 17:51
      Highlight @sheep zum Beispiel dadurch, dass Informatik kein Schulfach ist.
      22 0 Melden
    • Confused Dingo #teamhansi 03.11.2016 17:55
      Highlight @Mach_ke_Stei
      Ich bin auch der Meinung dass Eltern mehr in die Pflicht genommen werden sollen. ABER: dass der Schulstoff spannend vermittelt wird und Kinder dadurch fürs lernen begeistert und motiviert werden, dafür sind schon auch die Lehrer zuständig. Ansonsten könnte man auch einen Bildschirm vor die Klasse stellen.
      16 0 Melden
    • Rendel 03.11.2016 18:24
      Highlight @herschweizer

      Wenn man mit Eltern wir Ihnen zu tun hat über die Jahre, kann man schon frustriert werden als Lehrer ^^ .
      12 4 Melden
    • jhuesser 03.11.2016 20:00
      Highlight Und Informatik =! Word und Excel bedienen! Ein bisschen Hintergrundwissen schadet nie! Ich musste im 2. LJ ein paar Informatik Lernenden(!) zeigen wie sie ein Netzwerdrucker in Windows hinzufügen, wenn der Wizard ihn nicht gleich findet.
      8 0 Melden
    • Hierundjetzt 03.11.2016 20:20
      Highlight Schweizer: 70% klar. Haben sie eine Marktforschung durchgeführt? Vielleicht mal sich selber an der Nase nehmen und die Erziehung nicht drr Schule überantworten...
      12 0 Melden
    • demokrit 03.11.2016 21:39
      Highlight Im Bereich Informatik kann eigentlich nur das MIT mit der ETH mithalten. Doch IT ist nur das Werkzeug.
      3 2 Melden
    • Nik.Mania 03.11.2016 22:46
      Highlight @herschweizer Sie haben völlig Recht und ich hoffe sehr, dass ich es besser machen werde. Mit Begeistern meine ich die Fähigkeit einer Lehrperson, die Schule zu einem Ort machen zu können, wo die Schülerinnen und Schüler sehr gerne hingehen und Zeit verbringen.
      Wir sind in Informatik sehr weit hinten, das ist kein Geheimnis, es genügt, sich ein wenig über das südkoreanische Bildungssystem zu erkundigen. Wir sind nicht immer die Besten, aber manchmal schon. Kaltblütig gesehen sind unsere entwickelten Systeme bei sehr vielen ein Vorbild, ob in der Bildung, Wirtschaft, Politik oder Kultur.
      3 0 Melden
    • Nik.Mania 03.11.2016 22:52
      Highlight Rendel, da haben Sie leider Recht und es ist nunmal ein Faktum, dass Eltern ohne Migrationshintergrund viel anstrengender sind als Eltern mit. Das sagen auch viele meiner Kommilitonen so. Wer schon in den Genuss kommen konnte, sowohl am Zürichberg als auch in Dietikon zu unterrichten, weiss, wovon ich rede. Natürlich gibt es dann Unterschiede bei den Schülern, wo diejenigen mit Migrationshintergrund eben schon mehr Förderung brauchen. Aber lieber erziehe ich Kinder als Erwachsene. :-)
      2 0 Melden
    • herschweizer 04.11.2016 06:55
      Highlight Das hat nichts mit Züriberg zu tun! Obwohl Gejammer...Positiv ist das die Schüler auch von deplatzierten Lehrkräften etwas lernen können wenn sie sich nicht unterkriegen lassen.
      Aber es ist schon so dass LehrerInneneinen schweren Stand haben. Aber auf Eltern Schuld abschieben...naja
      Ist aber schon so dass viele Jugendliche finden Easy keine Lehrstelle suchen 12 Wochen frei ich hab den guten Notenschnitt also mach ich das Seminar... Phh
      2 0 Melden
    • Nik.Mania 04.11.2016 08:29
      Highlight Ich schiebe gar nicht die Schuld auf die Eltern. Ich habe nur geschrieben, wie es ist. :-)
      1 0 Melden
    600
  • Dinolino 03.11.2016 15:57
    Highlight kann mal bitte jemand Italien helfen?!
    48 3 Melden
    600
  • Scaros_2 03.11.2016 15:14
    Highlight Dumm ist aber nir das wir viele jobs die man nach der ausbildung machen könnte heute aus kostengründen nach indien oder so auslagern. Haste ne ausbildung als zeichner, konstrukteur, elektroniker oder informatiker bist aber verdammt dazu dich direkt weiter zu bilden weil die angebotenen stellen so rare sind
    56 6 Melden
    • livloan 03.11.2016 16:12
      Highlight als zeichner kann nur für mich sprechen. aber nach der ausbildung haben alle aus der klasse sofort was gefunden oder hatten sogar die auswahl
      das problem ist aber hier der schlechte einstiegslohn von 3600-4000 nach der lehre
      und die aussicht auf kaum lohneröhung ohne weiterbildung
      22 0 Melden
    • JayPi 03.11.2016 20:32
      Highlight Ich weiss jetzt nicht welche Informatikjobs genau nach Indien ausgelagert werden aber die Stellenangebote für Lehrabgänger sind da und man hat auch gute Weiterbildungsmöglichkeiten
      5 0 Melden
    • Globidobi 03.11.2016 21:47
      Highlight Als Informatiker musst du dich nach der Lehre weiterbilden, da du in der Lehre vielleicht ein Gebiet kennen gelernt hast und du dich jetzt darauf spezialisiert. Es wird meistens auch ein Hochschulabschluss benötigt, da die Informatik viel Hintergrundwissen benötigt.
      2 0 Melden
    • gnp286 04.11.2016 01:52
      Highlight Vor allem in der Informatik hat man die Möglichkeit, sich mit Herstellerzertifikaten (MCSA/MCSE/CCNA/CCNP/VCP/ und unzählige mehr) weiterzubilden. Da verdient man teils sogar besser als mit FH-Diplom und die Firmen reissen sich um Dich. Hab ich selbst so erlebt.
      0 0 Melden
    600
  • Malin.B 03.11.2016 15:08
    Highlight Die Jugendarbeitslosenquote sagt nichts über die Qualität des Bildungssystems aus, solange man sie nicht mit der gesamten ALQ des Landes relativiert. Macht man dies, liegt die CH nur noch im Mittelfeld. Ist doch klar, dass in einem Land mit tiefer ALQ auch die Jugend-ALQ tief ist.
    27 28 Melden
    • Hierundjetzt 03.11.2016 15:14
      Highlight Hä?
      32 5 Melden
    • Fumo 03.11.2016 15:19
      Highlight @Hierundjetzt: Nur weil es weniger arbeitslose jungen Menschen gibt, bedeutet es nicht dass sie besser ausgebildet werden.
      26 3 Melden
    • Hierundjetzt 03.11.2016 15:23
      Highlight Malin, das Bildungssystem ab Berufslehre (EFZ) - Msc (Masterabschluss) ist in der Schweiz harmonisiert.

      Oder ist Dein Bsc aus Fryburg weniger wert als meiner von der UZH

      Du meinst Primarstufe.
      4 17 Melden
    • Charlie Brown 03.11.2016 16:08
      Highlight @Hierundjetzt: Ich zitiere mal dich: "Hä?"
      13 1 Melden
    • Hierundjetzt 03.11.2016 20:17
      Highlight Charlie: alles was Tertiär B ist (FA, HF, HFP) ist schweizweit genormt.

      Alles was Tertiär A ist (Bsc, Msc, PhD) ist weltweit genormmt.

      Tertiär B "Duales System" entspricht exakt den anforderungen des Arbeitsmarktes, da die Berufsverbände dies gemeinsam mit dem SBFI (Eidgenossenschaft definieren)

      Habt Ihr zwei überhaupt einen Schimmer über die Bildungslandschaft oder redet Ihr nur so daher...?

      Meine Herren: 😒🙄
      9 2 Melden
    • Charlie Brown 03.11.2016 21:37
      Highlight @Hierundjetzt: Malins Kommentar hat primär mal gar nichts mit harmonisierten Ausbildungen zu tun sondern beruft sich darauf, dass es einigermassen logisch ist, dass ein Land mit z.B. 20% Arbeitslosen over all auch eine höhere Quote bei den Jugendlichen hat als eines mit z.B. 5% over all.

      Deine Ausführungen mögen richtig sein, sie sind halt einfach total am Thema vorbei.
      4 1 Melden
    • herschweizer 04.11.2016 07:27
      Highlight Nein
      0 0 Melden
    600
  • Pasch 03.11.2016 15:02
    Highlight Was nutzt das beste Berufsbildungssysten wenn nachher Leute aus dem Ausland mit geringeren Qualifikationen in höhere Positionen gestellt werden?
    Und nein ich bin kein Befürworter irgendwelcher Sünneli-Initiativen. Ist nur eine Feststellung.
    78 14 Melden
    • Ruedi89 03.11.2016 15:50
      Highlight Zum Glück hast du noch den Anti-SVP-Disclaimer angehängt sonst wäre dein Herz/Blitz-Verhältnis umgekehrt! So hingegen implizierst du deine Verbundenheit mit den "flankierenden Massnahmen" - Eine Erfolgsgeschichte, insbesondere die Tessiner können ein Lied davon singen. IRONIE OFF Antwort auf deine Frage: Weil diese Leute ganz einfach für weniger Lohn arbeiten...
      31 6 Melden
    • Charlie Brown 03.11.2016 16:46
      Highlight Wenn ich lese, dass jemand das Gefühl hat, in höheren Positionen arbeiten Leute mit geringeren Qualifikationen (ob nun Ausländer oder nicht), stelle ich mir mehr die Frage nach der Selbsteinschätzung.
      20 21 Melden
    • Pasch 04.11.2016 00:24
      Highlight @ Charlie, wir haben uns da nicht ganz verstanden. Wir haben fordernde Schulen und herausfordernde berufliche Ausbildungen, von den Unis Reden wir mal nicht die haben schon einen sehr guten Ruf in der Welt.

      Die Sache ist doch die, dass es von den Lehrlingen alles abverlangt und so manchem hellen Kopf reicht es wegen einem belanglosen Fach nicht weiter in die Maturität, z.B. Französisch, passt sehr gut in aktuelle Diskussionen, kenn ich aus eigener Erfahrung. Danach bleibt nur der Weg über Weiterbildungen und egal wie gut die sind, ein Absolvent muss immer einen eingekauften "Studi" fürchten..
      4 1 Melden
    600
  • DerTaran 03.11.2016 14:48
    Highlight Ich weiss nicht, ob hier nicht Ursache und Wirkung vertauscht sind? Sicher, die duale Bildung ist ein Erfolgsmodell, aber ist sie wirklich für die tiefe Jugendarbeitslosigkeit verantwortlich?
    27 8 Melden
    • Charlie Brown 03.11.2016 16:48
      Highlight Sie hat ganz sicher ihren Anteil. Lehrabgänger verfügen bereits über erste Berufserfahrung, das ist garantiert ein Vorteil.

      Wie soll das denn gehen, wenn Ursache und Wirkung umgekehrt sind? Wir haben tiefe Jugendarbeitslosigkeit, ergo schaffen wir ein duales Bildungssystem? Verstehe ich grad nicht ganz.
      8 1 Melden
    • RoJo 03.11.2016 21:07
      Highlight Und ob das duale Bildungssystem dafür verantwortlich ist! Aber die Schweiz ist mit ihrer Akademisierung auf dem besten Weg, das System, um das wir auf der ganzen Welt bewundert werden, an die Wand zu fahren! Wieso der direkte Vergleich?! Glauben sie wirklich, dass in Ländern wie Spanien und Portugal Studierende von Theaterwissenschaft, Kunsthistorik und Geisteswissenschaft, um nur einige zu nennen, wirklich alle nach dem Studium einen Job finden?! Nicht, oder?!
      9 1 Melden
    • DerTaran 04.11.2016 00:31
      Highlight @Rojo: In Ländern ohne duales Ausbildungssystem "studiert" man nicht nur Geisteswissenschaften, sondern auch vieles, was bei uns eben in einer Ausbildung gelehrt wird wie z.B. Krankenschwester, KV , Laborant oder Installateur und nicht alles an einer Uni sondern vieles eben an speziellen Schulen.
      Die arbeitslosen Jugendlichen in Spanien haben nicht alle weltfremd vor sich hin studiert, diese Annahme ist einfach falsch. Die sind nicht arbeitslos, weil sie schlecht ausgebildet sind, sondern weil es in Spanien keine Jobs gibt, davor würde sie auch keine Lehre nach Schweizer Vorbild bewahren.
      0 1 Melden
    • DerTaran 04.11.2016 00:48
      Highlight @Charly Brown: Umgekehrt meint, dass wir in der Schweiz einen hohen Bedarf an Arbeitskräften haben (weil dank unternehmensfreundlicher Politik die Wirtschaft floriert), also haben wir ein effizientes Ausbildungssystem (eben das duale) um den Unternehmen die benötigten, qualifizierten Arbeitnehmer zu liefern.
      Südeuropa krankt nicht am Ausbildungssystem sonder strukturell an Misswirtschaft, Korruption, Überregulierung usw.
      Und es gibt auch durchaus funktionierende Volkswirtschaften mit rein schulischer Ausbildung (bzw. ohne Ausbildung) wie z.B. die USA.
      0 0 Melden
    600
  • jellyshoot 03.11.2016 14:47
    Highlight ein berufsbildungssystem - so genial es auch ist - leider nicht mehr das wert ist, was es werts sein sollte, da ja nur noch akademische titel zählen ... und nachher kriegt man nur noch arbeitsunfähige studis auf dem arbeitsmarkt ...
    49 31 Melden
    • Fumo 03.11.2016 15:21
      Highlight Was dazu führt dass viele Lehrabgänger sich weiterbilden und Firmen verzweifelt nach ausgebildete Arbeiter suchen die 20-30 Jahre alt sind.
      22 4 Melden
    • whatthepuck 03.11.2016 15:33
      Highlight Studenten erlernen ja auch nicht primär einen Beruf, sondern sie eignen sich vA Fachwissen an - das sie dann später in einen Beruf einbringen können. Wann kapieren das Plapperer wie du endlich?

      Dass Studenten nie gute Arbeiter sein werden ist etwa die gleich dämliche Aussage wie wenn ich behaupten würde, dass Lehrabgänger für den Rest des Lebens auf dem Wissensstand vom Lehrabschluss sitzen bleiben.

      Trolle sollte man zwar gar nicht erst füttern, aber die vielen Herzli irritieren mich ja schon.
      42 8 Melden
    • Hoppla! 03.11.2016 15:59
      Highlight Die Lehre ist eine gute Basis. Ohne regelmässige Weiterbildungen ("akademischer Titel") wird das aber heute gar nichts mehr. Und gerade die Fachhochschulen fabrizieren keine "arbeitsunfähige Studis".
      23 7 Melden
    • Fumo 03.11.2016 16:19
      Highlight "Studenten erlernen ja auch nicht primär einen Beruf, sondern sie eignen sich vA Fachwissen an - das sie dann später in einen Beruf einbringen können. Wann kapieren das Plapperer wie du endlich?"

      Dann wenn Studenten tatsächlich bessere Arbeiter abgeben werden als die Lehrabgänger. Also nie. Wann kapieren dass Studenten wie du endlich?
      12 35 Melden
    • Charlie Brown 03.11.2016 16:51
      Highlight Lehrabgänger vs. Studis.

      Eine der Diskussionen, die auch hier selten konstruktiv geführt wird. Schade. Beide Welten haben viel gutes, ergänzen sich und haben ihre Existenzberechtigung.
      36 0 Melden
    • Tartaruga 03.11.2016 17:56
      Highlight Ich hab die eine Lehre mit Berufsmatur hinter mir und befinde mich Teilzeit in einem Studium. Wo gehöre ich denn jetzt hin? #verallgemeinereischscheisse
      24 1 Melden
    • exeswiss 03.11.2016 19:01
      Highlight @tartaruga du bist absofort student und kannst nichtmehr arbeiten #soeinfachistdas :P
      15 0 Melden
    • Tartaruga 03.11.2016 19:46
      Highlight Shit. Dachte 4 Tage in der Woche reicht um mit den "5-Täglern" mitzuhalten.
      3 1 Melden
    • DerTaran 04.11.2016 07:26
      Highlight Was habt ihr nur für ein komische Bild über Studierte. Geht ihr noch zum Arzt oder zum Heilpraktiker? Lasst ihr eure Häuser von Architekten oder Maurern konstruieren? Rechnet ihr mit Papier und Bleistift oder mit eurem Handi bzw. Computer? Benutzt ihr das Internet? Nehmt ihr moderne Medizien, lest Ihr Zeitung? Fahrt ihr Zug? Auto? Schaut ihr HD? Moderne Waschmittel? Deo, Kondome, die Pille, Strom, Versicherungen, usw.
      Das braucht alles Akademiker, alles! Und die Arbeiten auch hart, jeden Tag und viele auch länger als 42.5 Stunden die Woche.
      3 1 Melden
    600

Bundesrat gibt zu: Das Bedingungslose Grundeinkommen kostet 25, nicht 153 Milliarden Franken

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Bisher wurde das BGE von der offiziellen Schweizer Politik als Treppenwitz abgetan. Ein Traum von romantischen Träumern sei das, und ohnehin sei es viel zu teuer, hiess es allgemein. Der Bundesrat empfiehlt denn auch, die Initiative abzulehnen. Er hat bisher in seiner Begründung aufgeführt, die Bundeskasse müsste für ein BGE 153 Milliarden Franken zusätzlich aufwenden. Dabei wird davon ausgegangen, dass jeder Erwachsene 2500 Franken im Monat erhält und jedes Kind 625 Franken.

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