Wirtschaft

Schon 84 Vorbestellungen – der erste Business-Jet aus der Schweiz ist voll auf Kurs

28.10.16, 09:38 28.10.16, 13:13

Präsentation der PC-24 im August 2014 in Stans. Bild: EPA/KEYSTONE

Der Flugzeughersteller Pilatus ist zufrieden, wie die beiden Prototypen seines neuen Businessjets PC-24 in die Luft gehen. Die Düsenmaschinen absolvierten bisher 600 Flüge und über 1000 Flugstunden. Die Leistung der Jets übertrifft laut Pilatus die bisherigen Annahmen.

Das Entwicklungsprogramm des vor zwei Jahren vorgestellten Fliegers verlaufe nach Plan, teilte das Stanser Unternehmen am Freitag mit. Mehrere wichtige Flugversuche hätten erfolgreich abgeschlossen werden können. Die Zertifizierung durch die europäische Luftfahrtbehörde ist für das 3. Quartal 2017 vorgesehen.

Am 11. Mai 2015 hebt der Schweizer Jet in Buochs erstmals ab. Bild: KEYSTONE

Der PC-24 ist das erste Düsenflugzeug des Unternehmens Pilatus, das sich zuvor auf Propellermaschinen spezialisiert hatte. Zum Testprogramm der vergangenen Monate zählten etwa Hitze- und Kältetests in den USA sowie Überprüfungen des Autopiloten und der Elektronik. In Europa kamen aerodynamische Tests hinzu.

Die Flugzeugbauer erwarten, dass der neue Businessjet die bisher veröffentlichten Leistungsdaten übertreffen werde. Details will Pilatus im Mai 2017 an der Flugzeugmesse EBACE in Genf bekannt geben.

Ein Video vom Jungfernflug. Video: YouTube/Pilatus Aircraft Ltd

Das könnte dich auch interessieren:

Bisher existieren zwei Prototypen. Anfang 2017 stösst ein dritter und letzter Prototyp zum Testprogramm hinzu. Bei dieser Maschine soll es sich gleichzeitig um das erste Serienflugzeug handeln.

Die ersten Auslieferungen an die Kunden soll nach der Zertifizierung im Herbst 2017 erfolgen. Zu den Erstkunden des PC-24 zählen das amerikanische Flugzeug-Sharing-Unternehmen Planesense sowie der Royal Flying Doctor Service of Australia. Im Spätsommer 2018 soll auch der Schweizer Bundesrat eine Maschine für einen Listenpreis von 8,9 Millionen Dollar erhalten.

Bisher wurden 84 Stück des Businessjets «Made in Switzerland» verkauft. Die Maschine ist damit laut Pilatus bis Ende 2019 ausverkauft. Die Entwicklungskosten für das neue Flugzeug liegen laut früheren Angaben von Pilatus bei 500 Millionen Franken.

Der PC-24 bietet je nach Ausbau bis zu zehn Personen Platz und hat eine Reichweite von rund 3600 Kilometern. Das 17 Meter lange Geschäftsflugzeug mit grossem Frachttor soll auch auf kurzen Sand- und Schotterpisten starten und landen können. Die Maschinen werden gemäss Pilatus vorerst komplett in Stans fabriziert.

(sda)

Die Bundesratsjets

Hol dir die App!

User-Review:
DendoRex, 19.12.2016
Watson ist für mich das Nr. 1 Newsportal und wird es auch bleiben. So weitermachen!
Abonniere unseren NewsletterNewsletter-Abo
2 Kommentare anzeigen
2
Um mit zudiskutieren oder Bilder und Youtube-Videos zu posten, musst du eingeloggt sein.
Youtube-Videos und Links einfach ins Textfeld kopieren.
600
  • MyAnusIsBleeding 28.10.2016 10:46
    Highlight Bezüglich erstem Bild mit Beschreibung bringt Ihr da was durcheinander ;-)
    - In Genf war die erste Präsentation des (blauen) Prototypes, Mai 2013.
    - Die Vorstellung des Prototypes mit "Pauken und Trompeten", das Rollout, fand am 01. August 2014 am Flughafen in Buochs statt, was auch das Foto zeigt.

    Das Foto war viel zu grün für Genf und im Hintergrund sah man den Bach mit dem Skulpturenweg. Darum wurde ich stutzig :-P

    1 0 Melden
    • Philipp Dahm 28.10.2016 13:27
      Highlight Richtig und nun korrigiert, Danke für den Hinweis!
      1 0 Melden
    600

7 Grafiken, die jede Schweizer Frau bei der nächsten Lohnverhandlung dabei haben sollte  

Die Gleichstellung von Mann und Frau ist ein wichtiges Thema. Manche Politiker sind der Meinung, dass diese in der Schweiz bereits erreicht sei. Die aktuellen Zahlen des Bundesamtes für Statistik sprechen eine andere Sprache. Ein Überblick in Charts.

«Die Gleichstellung ist längst erreicht», sagte SVP-Nationalrätin Natalie Rickli anlässlich des internationalen Frauentags am 8. März zu zueriost.ch. Ihre Parlamentskollegin und SP-Nationalrätin Mattea Meyer hingegen ist überzeugt: «Nach wie vor haben Frauen im Durchschnitt am Ende des Monats 1000 Franken weniger im Portemonnaie als Männer.»

Dies zeigt: Gleichberechtigung von Mann und Frau ist nach wie vor ein strittiges Thema. Haben Frauen heute in der Schweiz die gleichen Rechte wie …

Artikel lesen