Wirtschaft

Warum bleiben junge Paare trotz Krise zusammen? Wegen des Geldes!

Publiziert: 28.11.16, 10:52 Aktualisiert: 28.11.16, 15:14

Doch Fritz! Gesteht es dir ein. Du bist nur wegen des Geldes noch mit Frieda zusammen! Bild: Shutterstock

Rund ein Viertel der jungen Eltern in der Schweiz halten aufgrund ihrer schlechten finanziellen Lage Beziehungen aufrecht, die sie sonst beenden würden. Zu diesem Schluss kommt die Inkassofirma Intrum Justitia in ihrem neusten «European Consumer Payment Report 2015».

Dass Trennungen mit Kindern ins Geld gehen können, scheint allgemein bekannt zu sein. 25 Prozent der rund 1000 in der Schweiz im September befragten Personen trennen sich daher weniger häufig, sobald sie Geldsorgen haben, obwohl sie nicht mehr verliebt sind. Eine Tatsache, die sich auch bei kinderlosen Studienteilnehmenden zeigt - jedoch europaweit nur in Frankreich noch stärker zu beobachten ist als in der Schweiz.

Nichts geändert hat sich daran, dass bei Geldmangel Steuern, Arztrechnungen und Bussgelder am längsten liegen bleiben. Ein Drittel der Schweizer begleicht ihre Steuerrechnung lieber spät als innerhalb der Zahlungsfrist. Das Gleiche gilt für Verkehrsbussen und Arztrechnungen. Auch Schulden zahlen fast 30 Prozent oft nicht rechtzeitig zurück.

Schulden wegen Scheidung oder Steuern

In eine Schuldenspirale geraten Befragte eher aufgrund langfristiger Kosten. Genannt werden etwa eine Scheidung, hohe Steuerrechnungen und lange liegengelassene Gesundheitskosten, zum Beispiel bei Spitalaufenthalten.

Mieten werden fast immer pünktlich und auch das Internet-Abo wird möglichst rasch bezahlt. Das lässt den Schluss zu: kurzfristig spürbare Folgen unbezahlter Miet- und Internetkosten bewegen zu rascherem Handeln. Generell erachten rund 84 Prozent der Studienteilnehmenden pünktliches Bezahlen von Rechnungen als wichtig.

Fast die Hälfte aller Befragten war schon einmal in der Situation, dass sie Schulden nicht begleichen konnten. Das ist laut der Studie leicht besser als der europäische Durchschnitt. Gleichzeitig hat aber auch heute jeder vierte Schweizer Mühe, Schulden rechtzeitig zu bezahlen.

Laut der Studie shoppen Schweizer Konsumgütern lieber mit eigenem als mit fremdem Geld als ihre europäischen Nachbarn. Nur rund ein Drittel aller Befragten findet es in Ordnung, etwa einen Fernseher oder Computer mit geliehenem Geld zu bezahlen. Noch klarer ist die Meinung zur Finanzierung von Ferien: Fast 80 Prozent aller Befragten macht nur mit eigenem Geld Ferien und würde sich dafür nie etwas ausleihen. (sda)

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User-Review:
schlitteln - 18.4.2016
Guter Mix zwischen Seriösem und lustigem Geblödel. Schön gibt es Watson.
5 Kommentare anzeigen
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  • Matthias Studer 28.11.2016 14:12
    Highlight In einem Bericht von letzter Woche zeigt auf, die Durchschnittsfamilie macht jeden Monat minus.
    Was will uns dieser Artikel sagen?
    5 1 Melden
    • #bringhansiback 28.11.2016 20:39
      Highlight Das er aus versteckter Werbung für Irrtum äääh Intrum Justizia besteht
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  • lilie 28.11.2016 12:49
    Highlight Ich habe das leider oft gesehen: Steuerschulden sind die schlimmsten Schulden, denn sie müssen bezahlt werden und man kriegt saftige Bussen, wenn man nicht zahlt.

    Bei Schulden ist es wichtig, bei möglichst vielen Gläubigern einen Mahnstopp zu erbeten und dann einen Plan auszuarbeiten, wie man alles abbezahlen kann.

    Am besten natürlich, wenn man dabei Hilfe bekommt. Aber auf keinen Fall einfach "weiterwursteln".
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  • Madison Pierce 28.11.2016 11:35
    Highlight Früher hat man sich wegen der Kinder nicht getrennt, heute wegen dem Geld. Die Prioritäten scheinen sich geändert zu haben.
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    • trio 30.11.2016 13:56
      Highlight Ja leider! Gibt es heute eigentlich überhaupt noch etwas, dass nicht wegen dem Geld gemacht, bezw. nicht gemacht wird?
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