Wirtschaft

Die UBS profitiert von einer Steuergutschrift von 1,3 Milliarden Franken. 
Bild: KEYSTONE

UBS erzielt einen Quartalsgewinn von 2,07 Mrd Franken – dank Sondereffekt

Die UBS hat das dritte Quartal dank einer Steuergutschrift mit einem Gewinn von über 2 Milliarden Franken abschliessen können. Geschäftlich lief es der Bank rund, wenn auch Sonderkosten auf das Ergebnis gedrückt haben.

03.11.15, 06:52 03.11.15, 09:22

Insgesamt hat die UBS in den Monaten Juli bis September einen Reingewinn von 2,07 Milliarden Franken erzielt, wie die Grossbank am Dienstag mitteilte. Damit hat die UBS das Resultat vom Vorquartal (1,21 Milliarden Franken) und vom Vorjahresquartal (0,76 Milliarden Franken) deutlich übertroffen. Für einmal sind diese Vergleiche jedoch nur bedingt aussagekräftig

So kam der Gewinnsprung nur dank einer Steuergutschrift im Umfang von 1,3 Milliarden Franken zustande. Auf der anderen Seite haben Restrukturierungskosten in der Höhe von 298 Millionen Franken und Rückstellungen von 592 Millionen Franken für Rechtsfälle auf das Ergebnis gedrückt.

Ohne diese Sondereffekte fällt das Ergebnis solide aus. So hat sich das US-Vermögensverwaltungsgeschäft mit einem Vorsteuergewinn von 259 Millionen Franken auch gegenüber dem üblicherweise stärkeren zweiten Quartal steigern können. Sogar überrascht hat die Investmentbank. Trotz schwierigen Verhältnissen hat sie einen Vorsteuergewinn von 496 Millionen Franken erreicht nach einem Milliardenverlust im Vorjahr.

Schwieriges Quartal für Vermögensverwaltung

Nicht an das dritte Quartal 2014 anschliessen konnte jedoch die internationale Vermögensverwaltung. Mit einem Vorsteuergewinn von 639 Millionen Franken blieb sie deutlich hinter dem Vorjahr zurück (707 Millionen Franken). Zur Begründung verweist die UBS vor allem auf ihre asiatischen und europäischen Kunden, die sich von Juli bis September «äusserst verhalten» gezeigt hätten. Dank Preiserhöhungen in diesem Geschäft und zusätzlichen Vermögensverwaltungsmandaten habe jedoch noch ein «robuster» Vorsteuergewinn erzielt werden können.

Der schwache Euro bereitet der UBS nach wie vor Kopfzerbrechen. 
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Beim Ausblick zeigt sich die Grossbank wenig optimistisch. Zu den schon bestehenden wirtschaftlichen Problemen kommen laut Mitteilung neue Herausforderungen hinzu. So würden die vor kurzem angekündigte Erhöhung der Kapitalanforderungen an Grossbanken in der Schweiz zu erheblichen Mehrkosten führen. Hinzu komme die entgegen den Erwartungen ausgebliebene Zinserhöhung in den USA, eine negative Entwicklung bei gewissen Anlageklassen und der nach wie vor schwache Euro gegenüber dem Franken.

Weitere Steuergutschriften

Um diese negativen Effekte abzufedern, sei die UBS daran, Massnahmen umzusetzen, wie es in der Mitteilung heisst. Die Grossbank hat entsprechend diesem Ausblick auch die Unternehmensziele angepasst. Am Kostensenkungsziel von 2,1 Milliarden Franken halte die UBS jedoch fest. Für das vierte Quartal kündet die Grossbank zudem an, eine weitere Steuergutschrift vorzunehmen. Sie rechne damit, weiter latente Steueransprüche von ungefähr 500 Millionen Franken zu aktivieren, schreibt die Bank. (sda/cma)

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Markus Wüthrich, 5.5.2017
Tolle Artikel jenseits des Mainstreams. Meine Hauptinformations- und Unterhaltungsquelle.
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  • Kza 03.11.2015 09:12
    Highlight Schön eher fragwürdig, wenn wir einem am Laufmeter Stellen streichenden Grosskonzern über Jahre hinweg Milliardengeschenke machen müssen, weil ihn seine eigene Gier gegen die Wand fahren liess.
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  • Tepesch 03.11.2015 08:24
    Highlight Und warum kriegt die UBS eine Steuergutschrift? Etwas mehr Informationen wären manchmal sehr Hilfreich/Interessant.

    Gemäss dem Tagesanzeiger hat dies noch mit den Verlusten aus der letzten Finanzkriese zu tun (30 Milliarden von 2007 bis 2009). Demnach darf die UBS die Verluste über sieben Jahre vom Gewinn abziehen! Manchmal muss man sich über unsere Gesetzte schon wundern.
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  • Stefan von Siegenthal 03.11.2015 07:55
    Highlight Milliarden Quartalsgewinne und dennoch verschieben sie 3000 Stellen nach Polen um 80 Millionen pro Quartal zu sparen. Wann hört das?
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