Wirtschaft

Die Deutschen geben verdächtige Schweizer Kontodaten weiter – an 19 europäische Staaten

05.08.16, 12:14 05.08.16, 13:08

Die Steuerfahndung von Nordrhein-Westfalen hat 19 europäischen Ländern Pakete mit insgesamt mehr als 100'000 verdächtigen Kontodaten zur Verfügung gestellt. Es handelt sich um Konten dieser Bürger bei Banken in Luxemburg und der Schweiz.

Darunter seien viele Bürger aus Frankreich und Belgien, sagte der Finanzminister des deutschen Bundeslandes, Norbert Walter-Borjans, am Freitag in Düsseldorf. Wie hoch die Gesamtsumme sei und bei wie vielen es sich tatsächlich um Steuerhinterziehung handle, könne noch nicht gesagt werden. Er habe aber eine Botschaft für Steuerhinterzieher: «Immer mehr Verstecke für ihr Schwarzgeld fliegen auf.»

Bereits im April hatte die Finanzverwaltung Nordrhein-Westfalens bekannt gegeben, verdächtige Kontodaten mit Guthaben von rund 100 Milliarden Schweizer Franken an 27 Staaten weitergeleitet zu haben.

Das Bundesland hatte mehrmals CDs mit Datensätzen mutmasslicher Steuerbetrüger gekauft. Davon profitierten auch die Landeskassen: Walter-Borjans hatte Ende September 2015 erklärt, die Bankenermittlungen hätten Nordrhein-Westfalen rund 600 Millionen Euro eingebracht.

Allein von der Credit Suisse habe das Bundesland 150 Millionen Euro bekommen. Die Bank Julius Bär habe 50 Millionen Euro bezahlt, die UBS 300 Millionen Euro.

(sda/reu)

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Zeno Hirt, 25.6.2017
Immer wieder mal schmunzeln und sich freuen an dem, was da weltweit alles passiert! Genial!
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  • Schneider Alex 07.08.2016 05:59
    Highlight Wie sollen denn die Steuerbehörden an die Informationen über die Steuerbetrüger oder –hinterzieher herankommen wenn nicht durch Datendiebe und Whistleblower? Wer meint, zuviel Steuern zahlen zu müssen, soll doch die Steuergesetze auf demokratischem Wege zu ändern versuchen. Wer Steuern hinterzieht oder dazu anstiftet ist ein „mieser Staatsbürger“ resp. eine „miese Bank“, in welchem Land auch immer und verdient keinen Schutz.
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  • naitsabeS 05.08.2016 13:02
    Highlight Im ersten Satz fehlt ein Wort
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    • Anna Rothenfluh 05.08.2016 13:59
      Highlight @naitsabeS: Ich seh's nicht. Aber vielleicht wurde es schon von jemandem eingefügt. Danke trotzdem.
      1 0 Melden
    • naitsabeS 05.08.2016 20:54
      Highlight Ja wurde es, das "hat" fehlte
      0 1 Melden
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  • Ein Wanderer 05.08.2016 12:47
    Highlight Gegen die Schweizer Steuertricks vorzugehen ist schön und gut. Nur: Wer geht gegen die deutschen oder amerikanischen Steuertricks vor ? Richtig: Niemand ! Wieso ? Weil diese Privilegien nur den einzigen echten Imperialisten zustehen. DE ist ja sowieso nur ein Schosshündchen der Amis, also in dieser Angelegenheit wohl auch eher ein "Mitarbeiter", der die Befehle (ganz uneigennützig) ausführt um die marode US-Wirtschaft noch ein paar Jährchen länger am Leben zu halten. VW-Abgasskandal ? Was für ein Witz ! Die Amis konnten damit 15 Mia deutsche (Steuer-)Gelder in die US-Wirtschaft pumpen. Bravo
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