Wirtschaft

Tesla-Gründer Ellon Musk will die E-Cars in China produzieren lassen.  Bild: Marcio Jose Sanchez/AP/KEYSTONE

F*** «America First»: Tesla plant ein Werk in China

20.06.17, 03:36 20.06.17, 05:21

Der US-Elektroautoproduzent Tesla könnte einem Medienbericht zufolge schon bald erstmals Fahrzeuge in China produzieren und damit einen besseren Zugang zum grössten Lastwagenmarkt der Welt erhalten.

Der Branchenpionier stehe kurz vor einer Vereinbarung mit der Stadtverwaltung von Shanghai für den Bau eines Werkes, meldete die Finanznachrichtenagentur Bloomberg unter Berufung auf mit dem Vorhaben vertraute Personen. Eine Einigung sei noch in dieser Woche möglich.

Nach den Regeln in China braucht Tesla dazu aber ein Gemeinschaftsunternehmen mit mindestens einem einheimischen Partner. Tesla wollte sich nicht dazu äussern.

Wie Elon Musk mit Tesla durchstartete

Umsatz in China verdreifacht

Das Unternehmen, das in den Massenmarkt strebt, hatte seinen Umsatz in China im vergangenen Jahr auf mehr als eine Milliarde Dollar verdreifacht. Mit einem Werk in der Volksrepublik könnte Tesla auch den deutschen Autobauern stärker Konkurrenz machen. Denn China will den Verkauf von E-Autos kräftiger fördern, um die Luftverschmutzung in Grossstädten zu bekämpfen. Dazu plant die Regierung in Peking die Einführung einer Quotenregelung für die Autobauer.

Unsicherheit über den Start der Vorgaben sorgt in der deutschen Branche für Besorgnis. In einem Gesetzentwurf ist dafür 2018 vorgesehen, obwohl Insidern zufolge China auf Drängen der deutschen Regierung beim Spitzentreffen in Berlin Anfang Juni eine Verschiebung um ein Jahr zugesagt hatte. (sda/reu)

Hol dir die catson-App!

Die flauschigste App der Welt! 10 von 10 Katzen empfehlen sie ihren Menschen weiter.
Abonniere unseren NewsletterNewsletter-Abo
Themen
16 Kommentare anzeigen
16
Um mit zudiskutieren oder Bilder und Youtube-Videos zu posten, musst du eingeloggt sein.
Youtube-Videos und Links einfach ins Textfeld kopieren.
600
  • Quacksalber 20.06.2017 10:57
    Highlight Und die deutsche Autoindustrie scheint keinerlei Stress zu haben. Man verlässt sich auf die Politik um noch lange Geschäfte mit Diesel zu machen.
    2 0 Melden
    600
  • Selbstdenker97 20.06.2017 10:41
    Highlight Und das soll gut sein weil es sich gegen Trump richtet? Ist das die einzige Positive Seite?
    1 0 Melden
    • ujay 20.06.2017 14:31
      Highlight Natuerlich nicht, aber dass sich die Industrie nicht durch einen Spruecheklopfenden POTUS beeindrucken laesst schon.
      0 1 Melden
    • Selbstdenker97 20.06.2017 15:03
      Highlight Nun ja meistens ist es ja umgekehrt und die Politik macht was die Industrie will. Nun macht die Industrie nicht was die Politik verlangt und alle Medien spritzen ab. Ich bin ünerhaupt nicht pro Trump aber ein bischen scheinheilig finde ich das Ganze schon.
      1 1 Melden
    600
  • Gelöschter Benutzer 20.06.2017 10:01
    Highlight In den USA wird jeder neue Automobilbauer mit innovativer Technik von den alteingesessenen Herstellern von altmodischer, rückständiger Technik (Sprich die ganze US Autoindustrie) behindert, gemobbt und schikaniert.

    Falls Musk den Angestellten seines geplanten Werks in China dieselben Anstellungsbedingungen bietet wie seinen US-Angestellten, spricht nichts dagegen.

    Wird er das wirklich?
    2 0 Melden
    • Asmodeus 20.06.2017 11:04
      Highlight Ich tippe eher auf Anstellungsbedingungen wie bei Apple. Als keine guten.
      0 1 Melden
    • ujay 20.06.2017 14:35
      Highlight Nein, US- Anstellungsbedingungen werden chinesische Arbeiter nicht haben. Sondern Landesuebliche. Uebrigens werden in China und ganz Asien in der Autoindustrie mit die besten Loehne bezahlt.
      0 0 Melden
    600
  • Sauäschnörrli 20.06.2017 07:55
    Highlight Und wer sagt dass diese Autos für den Amerikanischen Markt bestimmt sind?
    22 1 Melden
    • achtbit 20.06.2017 11:10
      Highlight Genau die dinger sind für China.

      Musk hatte schonmal in einem Interview erwähnt, dass er z.B. auch mehrere GigaFactorys bauen möchte mindestens auf jedem Kontinent eine.

      1 0 Melden
    600
  • Asmodeus 20.06.2017 07:05
    Highlight Das ist der einzig logische Schritt um mit Tesla wirklich Geld zu verdienen.

    Von einem Hype alleine verkaufen sich nicht viele Autos.
    41 8 Melden
    • Bruno S. 88 20.06.2017 09:43
      Highlight Es ist legitim dass Tesla noch nicht den grossen Gewinn macht. Sie sind stets am investieren. Mit der bestehenden Infrastruktur ist das Tesla Model 3 bereits ausverkauft, dank Vorbestellungen.
      Warum wird der ausbleibende Gewinn überhaupt ständig erwähnt es sei es etwas schlechtes, dass Tesla keinen Konsequenten Shareholder-Value-Ansatz verfolgt? Momentan sieht Elon Musk zum Glück den Ausbau der Infrastruktur als eines der höheren Ziele an. Gewinn wird er bald genug einfahren.
      Man beachte das Tesla-Ladenetz in Nordamerikaund und Zentral Europa. Hier wird in Zukunft genügend Geld fliessen.
      3 1 Melden
    • Bruno S. 88 20.06.2017 10:03
      Highlight "Von einem Hype alleine verkaufen sich nicht viele Autos."

      In Zürich schon ;-)
      Sowas kennt man normalerweise nur von Apple.

      http://www.20min.ch/schweiz/zuerich/story/Zuercher-stehen-Schlange-fuer-den-neuen-Tesla-23005984
      3 1 Melden
    • paper 20.06.2017 10:12
      Highlight Ja und? Geld ist nicht das Ziel von Tesla, sondern höchstens Mittel zum Zweck.
      Das ist das, was viele Tesla-Fans so begeistert und Aussenstehende nicht verstehen. Der Grund, weshalb eine halbe Million Menschen ein Auto reservieren, das sie noch nie gesehen haben:
      Als Käufer wirft man das Geld nicht einfach einer gigantischen, profitsüchtigen Firma in den Rachen. Das investierte Geld wird wiederum von Tesla investiert, um nachhaltige Lösungen für die Menschheit zu finden. Damit ist das eine Investition in die Zukunft.
      5 2 Melden
    • Loe 20.06.2017 10:22
      Highlight Verkaufen vielleicht schon, aber ohne grossen Gewinn. (Bzw vielleicht sogar mit Gewinn, aber noch lange nicht mit maximaler Marge)
      1 0 Melden
    • Asmodeus 20.06.2017 11:03
      Highlight @paper und @Bruno S.88

      Die Schweiz ist eine Ausnahme in der viele Leute zuviel Geld haben. Aber im Rest von Europa oder in den USA kaufen sich nicht viele Leute ein Auto bloss weil es gehyped wird. Das iPhone ist ne komplett andere Geschichte, da es gerade mal 1-2% der Kosten eines Tesla ausmacht.

      Ich sehe in Musk keinen Wohltäter der die Welt retten will, auch wenn er so verkauft wird.
      Aber selbst wenn er es wäre, schafft er dieses Ziel nur, wenn die Wagen viel billiger werden, damit sich mehr Leute ein Elektrofahrzeug leisten können.
      3 0 Melden
    • Bruno S. 88 20.06.2017 11:27
      Highlight @Asmodeus
      Wer hat gesagt das Elon Musk ein Wohltäter ist?
      Er ist Unternehmer! Aber man kann nachhaltig wachsen mit einer klaren Strategie. Oder schnell und auf einen hohen Gewinn ausgerichtet, bis die Seifenblase platzt.
      Ich gehe davon aus, dass du noch nicht viel über das Model 3 weisst. Sonst würdest du nicht schreiben dass:

      A) Die Nachfrage nur in der Schweiz hoch ist (Model 3 Weltweit ausverkauft!)

      B) Dass die Wagen billiger werden müssen
      (Model 3 - 40'000.- Neupreis)

      Grundsätzlich kommen sie mit der Produktion kaum nach. Die Nachfrage ist höher als das Angebot.
      2 1 Melden
    600

Rudolf Elmers wahres Krimi-Leben: Der Film über den Totengräber des Bankgeheimnisses ist da

Ein Banker auf einem persönlichen Vergeltungstrip, ein ganz normaler Verräter oder ein heroischer Whistleblower? Egal, was man von Rudolf Elmer hält, sein Kampf gegen die Bank Julius Bär kostete die Schweiz letztlich ihr lukrativstes Geheimnis. 

Auf Rudolf Elmers Kopf sind die Haare rar geworden. Er verlor sie im elfjährigen Krieg gegen die Bank Julius Bär. Und neben Elmers Haaren liegt auch das Schweizer Bankgeheimnis auf dem Schlachtfeld. 

Die einen halten diesen Mann für einen heldenhaften Whistleblower, der das einst so lukrative Tabu unseres Landes brach. Die anderen sehen in ihm ein kleines Banker-Würstchen auf einem persönlichen Rachefeldzug. Die Wahrheit liegt wohl irgendwo dazwischen. Und die Bauteile dafür findet man …

Artikel lesen