Wirtschaft

Trump bei einer Wahlkampfveranstaltung. Bild: Brennan Linsley/AP/KEYSTONE

Vergesst «Miss Piggy» – Trump ist ein Business-Loser

Nicht Miss Universum oder die Steuern werden Donald Trump zum Verhängnis, sondern seine Milliarden-Verluste als Unternehmer.

04.10.16, 16:09 04.10.16, 17:26

Über das Wochenende hat die «New York Times» (NYT) enthüllt, dass Donald Trump wahrscheinlich 18 Jahre lang keine Einkommenssteuern bezahlt hat. Das hat dem Immobilien-Mogul weniger geschadet, als zu erwarten war. Doch nun hat die NYT nachgelegt und trifft dort, wo es ihm wirklich weh tut: Bei seinen gewaltigen Verlusten als Geschäftsmann.

Zusammengezählt hat Donald Trump Mitte der Neunzigerjahre Verluste in der Höhe von rund einer Milliarde Dollar eingefahren:

«Dass ein einzelner Unternehmer solche Verluste ausweist, ist so aussergewöhnlich, dass verschiedene Buchhalter und Anwälte, die wir befragt haben, erbleichten.»

New York Times

Wie die Verluste entstanden sind, lässt sich nicht genau sagen, da Trump seine Bücher nicht offenlegt. Die Rekonstruktion der NYT ist deshalb spekulativ, aber plausibel. Das zeigt die Tatsache, dass weder Trump noch seine Anhänger die Verluste bisher dementiert haben.  

1990 hatte Trump Schulden in der Höhe von rund 3,4 Milliarden Dollar, meist in Form von Junk Bonds, risikoreiche Obligationen, für die ein hoher Zins bezahlt werden muss. Persönlich musste er damals für 832,5 Millionen geradestehen. Er hatte gerade eine Yacht für 29 Millionen, das Plaza Hotel in Manhattan für 407 Millionen und eine marode Airline für 365 Millionen Dollar erworben.  

Gleichzeitig schrieben seine vermeintlichen Einnahmequellen rote Zahlen: 1990/91 erlitt sein Kasino in Atlantic City einen Verlust von 93,2 Millionen Dollar. Das Trump Regency Hotel verlor 8,3 Millionen, das Trump Plaza Casino 29,2 Millionen Dollar. Die Situation war so prekär, dass die Casino-Behörde des Bundesstaates New Jersey vor der Möglichkeit eines «totalen finanziellen Kollapses der Trump-Organisation» warnte.

Wie auf der Titanic

Auch im Hause Trump war die Stimmung mies. Abraham Wallach, der damals eine vermeintliche Spitzenposition angetreten hatte, schildert sie wie folgt: «Alle waren bedrückt. Es war wie auf der ‹Titanic›, bevor Frauen und Kinder auf die Rettungsboote geladen wurden.»

Trumps Reserven schmolzen wie ein Schneeball in der Hölle. Er war wieder einmal auf die Hilfe seines Vaters angewiesen. Dieser schickte einmal gar seine Anwälte in das Kasino von Atlantic City und wies sie an, Spielchips in der Höhe von 3,3 Millionen Dollar zu erwerben und sie nicht einzulösen.  

Trump-Hotels in Atlantic City. Sie verloren in den 90er Jahren viel Geld. Bild: Mel Evans/AP/KEYSTONE

Erst Mitte der Neunzigerjahre gelang es Trump langsam, sich aus der finanziellen Falle zu befreien. Er brachte seine Kasinos an die Börse und erhielt so frisches Kapital. Gleichzeitig liess er verschiedene seiner Unternehmen pleite gehen. Das Nachsehen hatten die Kleinunternehmer und Arbeiter, die ihre Forderungen und Löhne teilweise abschreiben mussten.  

450'000 Dollar Spesen pro Monat

Trump selbst war – wie man heute sagt – «too big to fail». Hätte er seine Bilanzen deponieren müssen, dann hätte das zu unkontrollierbaren Folgen geführt. Daher wurde er mit Samthandschuhen angefasst. Die Banken gewährten ihm gar ein persönliches Spesenkonto in der Höhe von 450'000 Dollar – monatlich.  

Nach wie vor weigert sich Trump hartnäckig, seine Steuern offenzulegen, nicht weil er wahrscheinlich keine Einkommenssteuern bezahlt hat, sondern weil sein Versagen als Unternehmer zutage käme. «Es würde aufzeigen, dass die Regierung ihn aus seiner katastrophalen Lage gerettet hat», stellt die NYT in einem redaktionellen Kommentar fest.  

Geht auf Distanz zu Trump: Fox-Moderatorin Megyn Kelly. Bild: Chris Carlson/AP/KEYSTONE

Trump selbst hat bisher weder seine Verluste dementiert, noch die Tatsache, dass er fast 20 Jahre lang keine Einkommenssteuern bezahlt hat. «Das macht mich smart», hat er bekanntlich im Duell mit Hillary Clinton geantwortet. Es macht ihn jedoch vor allem scheinheilig. In den Vorwahlen hat er verschiedentlich Hedge Funds angeklagt, die Milliarden verdienen und keine Steuern bezahlen würden.  

Trump ist nur die Spitze des Eisbergs

Die Tweets dieser Zeit werden ihm nun genüsslich um die Ohren gehauen, nicht nur vom Clinton-Lager. Selbst Megyn Kelly, Moderatorin des sehr trumpfreundlichen TV-Senders FoxNews, fordert nun vehement, dass Trump endlich Klarheit in Sachen Steuern macht und bezichtigt ihn der Heuchelei.  

Die ganze Affäre könnte mehr sein als der letzte Sargnagel der Kandidatur von Donald Trump. Er ist keineswegs der Einzige, der das marode US-Steuersystem zu seinen Gunsten ausnutzt. Eine kürzlich veröffentlichte Studie hat ergeben, dass allein die 58 reichsten US-Unternehmen dem Staat insgesamt 212 Milliarden Dollar schulden. Würden alle 500 sogenannten Fortune 500 Unternehmen ihre regulären Steuern bezahlen – sprich auf die Steuerschlupflöcher verzichten –, dann würden dem Staat zusätzlich 717.8 Milliarden Dollar zufliessen.  

Trump kümmert dies kaum. In seiner bekannten Unverschämtheit erklärt er: Gerade weil er alle diese Tricks kenne, sei er am besten geeignet, das Steuersystem zu reformieren.

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  • Hirnwinde 05.10.2016 14:38
    Highlight Trump ist mein Held. Er kann sich soviel Schulden leisten wie manch ein Staat.
    0 0 Melden
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  • ströfzgi 04.10.2016 22:21
    Highlight ... und immer wieder Löpfe. Er kann es nicht sein lassen:

    http://www.infosperber.ch/Medien/Infosperber-Putin-Philipp-Lopfe-auf-Watson-Troll-Alarm

    Einmal Blickniveau, immer Blickniveau...
    16 23 Melden
    • Echo der Zeit 05.10.2016 13:08
      Highlight Ja was hat das jetzt mit den Artikel über Trump zu tun - Ach ja geht ja nicht um inhalte - Sie Troll.
      1 2 Melden
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  • Gelöschter Benutzer 04.10.2016 22:13
    Highlight Das hab ich heute bei einem Freund aus den USA gesehen:
    33 3 Melden
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  • Echo der Zeit 04.10.2016 21:01
    Highlight Gerade weil er alle diese Tricks kenne, sei er am besten geeignet, das Steuersystem zu reformieren - Das die Reichen in Zukunft noch mehr Abzocken können.
    29 2 Melden
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  • Malu 81 04.10.2016 20:05
    Highlight Ohne seinen reichen Papi hätte und wäre Trump überhaupt nichts. Ein grosser Teil der
    Immobilien gehört den Banken. Ich und die
    Bank haben auch viel Geld!
    37 5 Melden
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  • Johnny Guinness 04.10.2016 19:48
    Highlight Das schadet Trump in keinster weise, man kann den typen einfach nicht beschämen. Würde man Trump z.B vorwerfen, dass er ein schlechter Vater wäre, würde er damit prahlen der schlechteste Vater überhaupt zu sein und seine Anhänger würden ihn dafür feiern. Oder in seinen eigenen Worten
    14 5 Melden
    • Gelöschter Benutzer 04.10.2016 20:06
      Highlight "...und seine Anhänger würden ihn dafür feiern." Ja, das mag sein. Aber er müsste über seine Jünger und Jüngerinnen hinaus wohl noch ein paar Stimmen holen. Vielen ist sein egomanisches Getue dann doch zu viel.
      10 10 Melden
    • sambeat 04.10.2016 21:59
      Highlight Liebe Frau Schüpbach: Sie mögen sich vielleicht erinnern: Das amerikanische Volk hat G. W. Bush zweimal gewählt... Leider traue ich ihm somit auch Trumps Wahl zu.
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    • Gelöschter Benutzer 04.10.2016 22:33
      Highlight @sambeat: Ja, ich weiss. Und ich denke, dass es gerade deshalb auch z.B. in Europa und woanders eine Unsicherheit gibt bis zum endgültigen Resultat im November. Ich bemerke das auch bei mir. Auf der einen Seite muss ich mitunter eher lachen über diese ganze Trump-Show und nehme das gar nicht so ernst. Auf der anderen Seite wurde mir es schon fast etwas unheimlich, wenn ich daran dachte, dass er eben gewinnen könnte. Wie Sie schrieben, G.W. Bush hat es ja auch geschafft. Und all diese Wähler/innen sind ja wohl seither kaum gestorben oder wurden vom Erdboden verschluckt.
      4 2 Melden
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  • Roaming212 04.10.2016 19:23
    Highlight Soviel zu den beiden Kandidaten:
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  • pamayer 04.10.2016 18:55
    Highlight War ja - ganz ehrlich - nichts anderes zu erwarten.
    Zum Glück ist das nicht erst nach den Wahlen aufgeflogen, wenn z.b. trimp à la bush etwas nachgeholfen und damit gewonnen hätte.
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  • Gelöschter Benutzer 04.10.2016 18:23
    Highlight Was für eine journalistische Leistung Herr Loepfe mit Sätzen "dass Donald Trump WAHRSCHEINLICH 18 Jahre lang keine Einkommenssteuern bezahlt hat." und "Wie die Verluste entstanden sind, lässt sich NICHT genau sagen, da Trump seine Bücher NICHT offenlegt. Die Rekonstruktion der NYT ist deshalb SPEKULATIV, aber plausibel" ist haben Sie den Olymp des Boulevardjournalismus bei weitem überTRUMPft.
    39 66 Melden
    • Gelöschter Benutzer 04.10.2016 19:47
      Highlight Dass es plausibel sei, hat damit zu tun, dass das amerikanische Steuerexperten so fanden. Und dass aus dem Trump-Lager dazu kaum mehr Widerspruch kommt. Plausibilität ist neben handfesten Fakten (wie den Steuerpapieren, die der NYT zugespielt wurden) eine wichtiges Standbein jeder Wissenschaft. Nun aber bleibt natürlich alles im Bereich der Thesen stecken, solange Trump mit entsprechenden Papieren nicht endgültig zeigt, was Sache ist. Lieber zieht er es offenbar vor, ein paar saloppe Sprüche zu machen und die Vermutungen und Thesen weiterköcheln zu lassen. Sein Problem.
      27 10 Melden
    • Gelöschter Benutzer 04.10.2016 20:25
      Highlight "Die Rekonstruktion der NYT ist deshalb SPEKULATIV, aber plausibel" ist haben Sie den Olymp des Boulevardjournalismus bei weitem überTRUMPft." Nein. Ich sehe das anders. Ich weiss nicht mehr wo, aber weiss, dass ich auch solche Aussagen in Medien gelesen haben, wo eben gerade nicht geschrieben stand, dass das vorerst quasi eine These sei, sondern es als endgültige Fakten hinstellte.
      5 5 Melden
    • Gelöschter Benutzer 04.10.2016 21:27
      Highlight Die NYT hat Steuerpapiere (Fakten) ? Dann wird es ja ein leichtes sein das Sie mir ne Quelle dafür liefern?
      6 3 Melden
    • Gelöschter Benutzer 04.10.2016 23:23
      Highlight Sehen Sie Frau Schüpbach das ist genau das Problem mit Boulevardjournalismus (Böse Zungen würden es Propaganda nennen). Das Wort Spekulativ erklärt es ja von selbst, der Artikel basiert auf Annahmen nicht Beweisen. Richtig ist das die NYT gerne Beweise kaufen würde. Richtig ist auch das die NYT Papiere eines Geschäftes von Trump besitzt, darauf basiert diese Boulevardstory. Bloss von einem Geschäft auf die kompletten privaten Steuern zu spekulieren ist ziemlich unseriös das weiss auch Löpfe.
      4 10 Melden
    • Crecas 05.10.2016 06:30
      Highlight Du solltest doch besser informieren, bevor du hier so einen Aufschrei machst. Die NYT hat Trumps persöhnliche Steuererklärung. Nicht irgendwelche anderen Papiere.
      3 0 Melden
    • Gelöschter Benutzer 05.10.2016 15:07
      Highlight Crecas danke warum hilfst Du (Zeigefinger zurück an dich) mir nicht dabei und postest den link oder eine Quelle die deine Aussage bestätigt? Sollte ja ein leichtes sein , denn würde die NYT die Steuerpapiere haben würden wir alle eine volle Woche in den Genuss von Löpfes Schreibkünsten kommen, in denen er ausgiebig darüber philosophiert, was Trump alles falsch gemacht hat. Weil dies nicht der Fall ist bin ich mir zu 99.99% sicher das die PRIVATEN Steuerpapiere immer noch unter Verschluss sind.
      0 0 Melden
    • Gelöschter Benutzer 05.10.2016 15:14
      Highlight Ok Crecas ich möchte mich entschuldigen bei dir tatsächlich hat die NYT ein Steuerpapier von 1995 allerdings belegt das nicht die These das Trump keine Steuern mehr zahlt die NYT sagt dazu " Trump claimed a $916 million loss that could have allowed him to legally avoid paying federal income taxes for up to 18 years" der Artikel basiert also weiterhin auf Annahmen und nicht Beweisen
      0 0 Melden
    • Crecas 05.10.2016 17:30
      Highlight Der Loss zeigt aber, dass er jedes Jahr für 18 Jahre keine Steuern bezahlen müsste. Rechnerisch. Da dies von Trump nicht bestritten wird, gilt es im Moment halt als wahrscheinlichstes Szenario.
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  • ThePower 04.10.2016 17:44
    Highlight Wie zur Hölle schafft man es, mit einem Spielcasino Verlust zu machen? Der Hausvorteil ist doch riesig. Beim Blackjack zum Beispiel hat ein Spieler ja schon gut 9% Nachteil, wenn er die Grundstrategie perfekt beherrscht, im Schnitt verliert ein Spieler aber gar gegen 20% seiner Einsätze. Da muss es Trump ja richtig doll vermasselt haben😄
    58 9 Melden
    • phreko 04.10.2016 18:18
      Highlight Fixkosten, sauhohe Fixkosten und wenig Kundschaft.
      51 0 Melden
    • Malu 81 04.10.2016 19:16
      Highlight Und natürlich selber hohe Spesen!
      21 1 Melden
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  • kaderschaufel 04.10.2016 17:44
    Highlight Wie kann eine einzelne Person too big to fail sein?
    34 4 Melden
    • Gelöschter Benutzer 04.10.2016 18:21
      Highlight Nicht die Person, nur sein Gemächt!


      😜
      16 3 Melden
    • Aegnor 04.10.2016 18:46
      Highlight Oder seine Hände ;)
      13 4 Melden
    • lilie 04.10.2016 20:07
      Highlight Oder seine Klappe? 😅

      Nein, im Ernst, ich glaube, es geht nicht um seine Person im engeren Sinn, sondern um das ganze Firmenimperium.
      15 2 Melden
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  • banda69 04.10.2016 17:23
    Highlight Trotzallem... der intelektuelle SVP-Meinungsmacher Roger Köppel hegt Bewunderung für Trump.
    74 11 Melden
    • supermario1 04.10.2016 17:38
      Highlight Es würde auch nicht verwundern wenn R.K. für Rodrigo Duterte Sympathien hegen würde. Zum Glück schaffts die SVP nicht über 30%...
      66 9 Melden
    • dracului 04.10.2016 18:01
      Highlight Sie reden vom dem Köppel, der kürzlich auch Bewunderung für Hermann Göring ausgesprochen hat? Bei all den möglichen Menschen, die man bewundern könnte, finde ich Köppels Wahl doch sehr speziell.
      74 4 Melden
    • kurt3 04.10.2016 18:06
      Highlight supermario1 , 30% ist aber ein Rekord für eine Rechtsextreme Partei in Europa .
      36 12 Melden
    • supermario1 04.10.2016 18:50
      Highlight Das gefährliche an Köppel sind nicht nur seine wirren Ansichten von Gewaltenteilung und der Demokratie, nein es ist seine brilliante Rhetorik, womit er seine mit Hass getränkte Ideologie als die einzig gültige auf dem Silbertablett präsentiert und dies ist auch noch demokratisch legitimiert.Auch nach der DSI, sagte er dass die “linken Medien“ den Stimmbürger zu sehr beeinflusst hat. Bei der knappen MEI sagte er jedoch in seinem Propagandablatt dass der Stimmbürger sogar mehr differenzieren kann als ein Politiker.Na,was Roger, sind WIR nun Elite oder nur deine Schäfchen?;)Populismus in Reinform
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    • Gelöschter Benutzer 04.10.2016 19:57
      Highlight @supermario1: Gut beobachtet, fiel mir gar nicht auf: Bei der Zustimmung zur MEI waren es also die gescheiten Wähler/innen, bei der DSI die dummen Wähler/innen, die sich von den Mainstreammedien verführen liessen, wogegen seine Weltwoche einzigartig sein soll. Ja, vielleicht, aber einzigartig hohl und intrigenhaft. Mir reichen jeweils schon die reisserisch-aggressiven Titelseiten und Schlagzeilen, wenn ich die Weltwoche an einem Kiosk sehe, um zu wissen, was da Sache ist.
      17 7 Melden
    • supermario1 04.10.2016 22:10
      Highlight Kleine Korrektur, Blocher <-> Köppel: das mit den “linken“ Medien hat Blocher gesagt. Jedoch hat Köppel zum DSI Entscheid gesagt dass es ein Entscheid der Elite war. Wer weiss, vielleicht betrachtet er uns wirklich als Elite* -:). *#giacobbo. 3 Monate später: “SVP-Urgestein Christoph Blocher vergleicht die Berichterstattung zur Durchsetzungsinitiative mit der nationalsozialistischen Judenverfolgung. Die Reaktion lässt nicht lange auf sich warten“ ** #nzz (headline 18.4.16). Ich glaube Giacobbo braucht eigentlich gar keinen Ersatz;)
      2 1 Melden
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  • sheep 04.10.2016 17:20
    Highlight "Würden alle 5000 sogenannten Fortune 500 Unternehmen ihre regulären Steuern bezahlen..."
    Sind auf de Fortune 500 nicht eben 500 - statt der im Text erwähnten 5000 - Unternehmen? Daher stammt doch der Name, oder verstehe ich da was falsch?
    26 0 Melden
    • Philipp Löpfe 04.10.2016 17:28
      Highlight Da ist tatsächlich eine 0 zu viel hineingerutscht. Danke sheep.
      34 4 Melden
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  • lilie 04.10.2016 17:11
    Highlight Trump will die Steuergesetze reformieren? Wers glaubt, wird selig! 😩
    46 2 Melden
    • Nevermind 04.10.2016 17:36
      Highlight Sicher will er das. Schliesslich bezahlt er immer noch Zuviel. Da bleib nicht genügend übrig um nach unten zu tröpfeln.
      43 0 Melden
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  • Pana 04.10.2016 16:40
    Highlight John Oliver hat vor 6 Monaten ein Video über Trump (Drumpf) gemacht, indem all dies erwähnt wurde. Dass dies nun langsam "mainstream" wird, ist keine Überraschung.

    Das einzige in diesem Artikel, was mich überrascht, ist die Aussage von Megyn Kelly. Ich hätte wirklich nicht gedacht, dass sich Fox News zu solch einem Zeitpunkt gegen Trump stellen würde. Das kann für Trump desaströs werden. Muss es aber nicht, wie die gesamte Kampagne von ihm gezeigt hat.
    46 5 Melden
    • yoh 04.10.2016 16:55
      Highlight "Muss es aber nicht, wie die gesamte Kampagne von ihm gezeigt hat."

      Einverstanden.

      Trump schlecht aussehen zu lassen hat bis anhieb keienen Erfolg gebracht.

      Egal wie die Wahlen ausgehen, die Anzahl der Sektenartigen Trumpwähler muss Amerika (und auch uns) ernsthaft zu denken geben...
      39 6 Melden
    • Sen. Bernie Sanders #feelthebern 04.10.2016 17:10
      Highlight Megyn Kelly hat vorallem persönliche Gründe, weshalb sie gegen Trump ist. Sie musste sich einiges anhören von ihm. Inwiefern sich Fox News von Trump abwendet, kann man nicht von ihr abhängig machen.
      23 3 Melden
    • Denk nach 04.10.2016 17:17
      Highlight Hier noch der Link.
      22 2 Melden
    • Pana 04.10.2016 17:52
      Highlight @Schlumpfinchen: Jein. Kelly ist das "Gesicht" von FoxNews. Sie hatte Streit mit Trump weil er sie beleidigte. Sie musste sich danach jedoch mit ihm versöhnen, da der Sender den republikanischen Kandidaten unterstützt. Bezweifle also, dass sie ihn "ohne Erlaubnis" wieder attackieren kann. Ist aber natürlich nur meine persönliche Einschätzung, habe sonst noch nicht viel dazu gelesen. Stelle heute abend evt Kelly Files ein (würg), dann kann ich mehr dazu sagen ;)
      15 1 Melden
    • chicadeltren 04.10.2016 18:51
      Highlight Kelly bezeichnet sich als libertär, ist also schon von daher skeptisch gegenüber authoritarians wie Trump.
      9 1 Melden
    • Crecas 05.10.2016 06:38
      Highlight Es sind mehrer Fox Moderatoren kritisch, was Trump betrifft. Waren sie schon immer und werden es immer mehr. Die Grundausrichtung ist immer noch in Richtung Support für Trump, da gehofft wird, mit ihm danach gut arbeiten zu können. Aber Kelly ist nicht die einzige, die immer mal wieder kritisch ist.
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