Wirtschaft

Bild: MIKE BLAKE/REUTERS

Wie das Kartenhaus der jüngsten Selfmade-Milliardärin Elizabeth Holmes zusammenbrach

Als 19-jährige Studiumsabbrecherin gründete Elizabeth Holmes die Blutdiagnostik-Firma Theranos. Sie wurde zur gefeierten Milliardärin, bis ihr Riesenbluff aufflog. Das Magazin «Vanity Fair» hat ihren spektakulären Auf- und Abstieg nachrecherchiert.

08.09.16, 05:53 08.09.16, 09:27
Stefan Trachsel
Stefan Trachsel

Elizabeth Holmes hat nur nach den Spielregeln gespielt, nach denen das Silicon Valley funktioniert. Ja, sie hat das Spiel, bei dem es um das Verkaufen einer Vision geht, viel besser gespielt als alle anderen. Zu diesem Schluss kommt der Reporter Nick Bilton, der den spektakulären Aufstieg und Fall der jungen Ex-Milliardärin für das Magazin Vanity Fair aufgerollt hat.

Holmes ist die Gründerin der Firma Theranos, deren Namen sich aus den Worten «therapy» und «diagnose» ableitet. Das revolutionäre Produkt von Theranos ist eine Technologie zur Blutdiagnose: Mit lediglich ein paar Tropfen aus der Fingerspitze sollen hunderte Krankheiten erkannt werden. Sollten: Denn vermutlich funktioniert die Technologie gar nicht. Mehrere US-Behörden ermitteln.

Mehr als eine Idee

Ins Rollen gebracht hatte den Skandal ein Reporter des «Wall Street Journals», der vor gut einem Jahr über Probleme bei den Tests des Start-ups berichtet hatte. Für die Blutdiagnosen verwende Theranos Geräte der Konkurrenz, schrieb John Carreyrou. 

Nachdem der Bericht das vorläufige Ende von Theranos einläutete, fragt sich Reporter Bilton, wie Holmes überhaupt so weit gekommen ist? Wie sie es schaffte, eine Firma im Wert von rund neun Milliarden Dollar aufzubauen, ohne dass jemand merkt, dass deren Produkt gar nicht funktioniert?

Holmes habe schon als 19-Jährige gewusst, wie der Hase im Silicon Valley läuft, schreibt Bilton in «Vanity Fair». Das begann beispielsweise so: Als Erstsemestrige an der Prestige-Uni Stanford nahm sie den Kleidungsstil von ihrem Idol Steve Jobs an – schwarzer Rollkragenpulli. Jedem, der es hören wollte, erzählte sie, wie strebsam sie sei und dass sie nie Ferien mache.

Für ein bisschen Exzentrik experimentierte sie mit dem Veganismus. Und als sie um 2003 in der Techszene erschien, staffierte sie ihre Idee mit einer Geschichte aus: Sie habe schon als Neunjährige in einem Brief an ihren Vater geschrieben, sie wolle in ihrem Leben etwas «Neues entdecken, etwas, das die Menschheit nicht für möglich gehalten hätte», erzählte sie. Die Idee für Theranos entstamme ihrer eigenen Angst vor Spritzen, wiederholte sie hundertfach vor Investoren und in den Medien. Ihre Vision war, die Welt zu verändern.

Skeptische Professoren

Die Wirklichkeit war aber komplizierter, wie Journalist Bilton in seinen Recherchen herausfand. Holmes war mit ihrer Idee an mehrere ihrer Professoren in Stanford herangetreten und die liessen sie mehrheitlich abblitzen. Medizinprofessorin Phyllis Gardner erinnerte sich, wie sie Holmes gesagt habe, ihre Idee werde kaum funktionieren. Aus ein paar Tropfen Blut liessen sich schlicht nicht so viele Informationen herauslesen.

Bei Investoren, denen der medizinische Hintergrund abging, hatte Holmes dagegen mehr Erfolg. Es gelang der jungen Frau – dass sie eine Frau in der von weissen Männern dominierten Welt des Silicon Valley war, half ihr laut Bilton –, die ersten von bis heute 700 Millionen Dollar an Finanzierung zu sichern. Holmes überzeugte die Investoren damals von einer eher unüblichen Bedingung: Sie sicherte sich Stillschweigen ihrerseits zu. Die Anleger würden nicht über die Technologie informiert werden.

Es gab aber auch Skeptiker, Google beispielsweise. Über das Konzern-Vehikel Google Ventures interessierte sich der Technologiekonzern für Theranos und wollte mehr herausfinden. Als Theranos nicht auf Anfragen einging, schickte Google jemanden zum Selbsttest. Der Testperson sei klar geworden, dass wohl etwas nicht stimme, als ihr statt ein paar Tropfen Blut mehrere Ampullen Blut am Arm abgenommen wurden. Auch das Verteidigungsministerium, dem Holmes ihre Technologie für den Krieg in Afghanistan anbot, wurde skeptisch, als sich die Testresultate als unpräzis erwiesen.

Verwaltungsräte ohne Fachwissen

Um die Maskerade aufrecht zu erhalten, installierte Holmes bei Theranos eine Kultur der Geheimniskrämerei: Die Abteilungen des Unternehmens arbeiten laut «Vanity Fair» isoliert, Angestellten ist es verboten, miteinander über ihre Jobs zu reden. Als Gründerin, Konzernchefin und Verwaltungsrats-Präsidentin hält Holmes alle Zügel fest in der Hand. Kritiker oder auch nur ehemalige Angestellte, die in ihrem LinkedIn-Profil zu viel verraten über ihre Tätigkeit bei Theranos, erhalten Post von einer Anwaltskanzlei. Im Verwaltungsrat sicherte sich Holmes die Dienste namhafter Ex-Politiker wie des ehemaligen US-Aussenminister Henry Kissinger, der wie die meisten seiner Kollegen keine Ahnung von Medizin hat. 

Schon bevor das «Wall Street Journal» über Unregelmässigkeiten bei Theranos berichtete, waren mehrere US-Behörden auf das angebliche Wunderunternehmen aufmerksam geworden und untersuchten dessen Gebaren. Probleme mit dem Labor wurden aufgedeckt: Ein noch nicht rechtskräftiges Urteil verbietet Holmes mittlerweile, ein Labor zu betreiben. Selbst die Bundespolizei FBI soll ermitteln.

Keine Rollkragenpullis mehr

Doch laut Reporter Bilton weist vorerst nichts darauf hin, dass Holmes ans Aufgeben denkt. Die Rollkragenpullis soll sie zwar abgelegt haben, aber sie spricht schon von einer neuen Technologie, mit der sie Blutdiagnosen erstellen will.

Die packende Gründerstory der Elizabeth Holmes wurde an Podiumsdiskussionen gern gehört. Sie war womöglich zu gut, um wahr zu sein. Bild: Getty Images North America

Für Bilton ist Holmes' Geschichte symptomatisch für die Gründerszene im Silicon Valley, in dem so vieles davon abhängt, eine packende Geschichte zu erzählen. Auch wer Joghurt mit einer neuen App an den Mann bringen will, muss glaubhaft aufzeigen, wie er damit die Welt zum Guten verändert.

Genauer hinschauen, nützt oft niemanden. Jeder Gründer strebt nach Bestärkung auf der Suche nach Geldgebern, die meinen, in das nächste Facebook oder Google zu investieren. Oder um es in Biltons Worten zu sagen: «In the end, it isn’t in anyone’s interest to call bullshit.» (Frei übersetzt: Niemand hat ein Interesse daran, Bullshit aufzudecken.) In diesem System blüht eine Visionärin wie Holmes. 

Hier geht's zum ganzen Artikel.

Das könnte dich auch interessieren:

«In diesem Sinne Allahu Akbar!» – Polizei ist obskurem Postkarten-Verteiler auf der Spur

Was du dir am Wochenende so alles vornimmst – und was du tatsächlich tust

Norditalien stimmt heute über Autonomie ab

Kinder? Nöö! Warum sich  junge Frauen unterbinden lassen wollen

Der jüngste Goalie der CL-Geschichte weint nach Patzer – doch dann wird es herzerwärmend

Swisscom und UPC sperren hunderte Webseiten: Jetzt kannst du sehen welche

Die «Streit-Frage», die unsere Meisterschaft entscheiden kann

Sterbender Schimpanse umarmt zum letzten Mal seinen Freund und sorgt für Hühnerhaut-Moment

Zwei Drittel sind genervt von ihren Nachbarn – rate mal, was am meisten stört

Zweistöckige Autobahn, Flüster-Asphalt und Tempo 85 – wilde Ideen in der Verkehrs-«Arena»

Schiesserei nahe Drehort von «House of Cards» fordert drei Tote ++ Täter verhaftet

Callcenter-Mitarbeiter erleidet Hörschaden – pfiff Aargauer Senior zu laut ins Telefon?

Bevor geboxt wird, küsst die Herausforderin die verdutzte Weltmeisterin

Warum mein Freund R. erst glücklich wird, wenn er Tinder endlich gelöscht hat

Schwangere Soldaten-Witwe bricht nach Trump-Anruf zusammen – das Drama in vier Akten

«Steckt euch eure Schokolade sonst wo hin» – so schreiben die Nordiren über Gegner Schweiz

Alle Artikel anzeigen

Apple, Google und Facebook bauen monumentale Hauptquartiere

Hol dir die App!

Yanik Freudiger, 23.2.2017
Die App ist vom Auftreten und vom Inhalt her die innovativste auf dem Markt. Sehr erfrischend und absolut top.
Abonniere unseren NewsletterNewsletter-Abo
45Alle Kommentare anzeigen
45
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 72 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
  • Herbert Anneler 09.09.2016 12:28
    Highlight Die Spitze des Eisberges jener Wirtschaftswelt, die nur noch eines kennt: blinde Gier!
    23 0 Melden
  • wololowarlord 08.09.2016 11:47
    Highlight Was bedeutet Selfmade-Milliardärin in diesem Zusammenhang? Besitzt sie effektiv eine Milliarde oder bezieht sich das nur darauf, dass sie ein Unternehmen gründete, welches über eine Milliarde "wert" ist?
    53 2 Melden
    • Blutgrätscher 08.09.2016 14:59
      Highlight Wenn du ein Unternehmen besitzt, dass mehr als eine Milliarde wert ist, bist du schon ein Milliardär.
      Eine Milliarde Cash hat kaum jemand.
      Das gleiche würde ja auch z.b. dafür gelten, wenn du Microsoft Aktien im gleichen Wert hätttest.

      Jedoch ist ihr Unternehmen (sie mit eingeschlossen) jetzt wohl keine Milliarde mehr wert.
      24 1 Melden
    • Gelöschter Benutzer 09.09.2016 08:50
      Highlight sicher wird sie sich ihr sümmchen schon viel früher auf die seite gelegt (bezogen/entzogen/angeeignet) haben damit sie sich keine "sorgen mehr machen muss"...

      wäre dann ja ein hocheffizientes betteln 4.0.

      wenn sie glücklich wird dabei.🤔
      11 0 Melden
  • Money is everything 08.09.2016 11:23
    Highlight Die hat also bis jetzt im Leben genau noch gar nichts erreicht ausser einem einzigen grossen Betrug und sämtliches Vertrauen der Investoren zerstört
    69 5 Melden
  • Firefly 08.09.2016 10:34
    Highlight Die Geschichte wird sich hoffentlich lehrreich auf das Ivestoren Milieus im Silikon Vally auswirken
    39 1 Melden
  • Gelöschter Benutzer 08.09.2016 09:57
    Highlight Ich würde im letzten Abschnitt "Visionärin" durch "Betrügerin" ersetzen.
    94 2 Melden
    • karl_e 09.09.2016 00:24
      Highlight So what? Bei solchen Investoren hält sich mein Mitleid in engsten Grenzen. Habgierig und dumm!
      27 0 Melden
    • redeye70 30.09.2016 19:02
      Highlight Dennoch ist sie eine Betrügerin und Hochstaplerin. Das ändert doch auch nichts daran, dass immer dieselben geldgierigen Menschen denen auf den Leim kriechen. Warum fällt es den Medien so schwer das Kind beim Namen zu nennen? Weil sie eine Frau ist?
      1 0 Melden
  • Jay_Jay 08.09.2016 09:40
    Highlight In diesem System blüht eine Visionärin wie Holmes. Wie bitte? Das hat doch mit verglühen nichts zu tun. Die hat gelogen und ist aufgeflogen...
    57 6 Melden
  • kliby 08.09.2016 09:36
    Highlight Jetzt wärs ja noch interessant zu sehen, wo Frauenförderung (etwa in Form von politisch 'korrekter' Konditionierung auf dem Unicampus, in der öffentlichen Debatte etc) zu Fehlanreizen geführt hat. Ohne ihr weibliches Geschlecht wär dieses Lügenmärchen, der Artikel erwähnt es, kaum so gigantisch rausgekommen.
    26 79 Melden
    • Iron 08.09.2016 10:25
      Highlight Bernard Madoff, Jeff Skilling, John Corzine oder Bernard Ebbers sind nur einige Männer bei denen Betrügereien auch ziemlich gigantisch rausgekommen sind. Das Geschlecht würde ich jetzt nicht als Hauptgrund nennen.
      73 4 Melden
    • kliby 08.09.2016 15:46
      Highlight Iron "dass sie eine Frau in der von weissen Männern dominierten Welt des Silicon Valley war, half ihr laut Bilton".
      Es ist die Aussage dieses Reporters Bilton, nicht von mir, und seien wir realistisch: sie hat Hand und Fuss. Und du bist der einzige der von Hauptgrund spricht. Lesen und differenzieren tut Wunder.
      5 18 Melden
    • Crecas 08.09.2016 18:57
      Highlight Dann würde ich eher das Frauenbild des Autors hinterfragen, als die Geschlechterdiskussion weiterzuverfolgen.
      18 2 Melden
  • Tilman Fliegel 08.09.2016 08:50
    Highlight Meiner Meinung nach zeigt dies und andere Investitionsblasen vor allem eins: Es ist zuviel Geld in den falschen Händen die getrieben sind von der Gier nach noch mehr Geld. Traurig aber wahr.
    128 2 Melden
    • Hierundjetzt 08.09.2016 10:03
      Highlight Korrekt auf den Punkt gebracht. Bei uns wird hier und da auch von der "bösen" Investorenklemme gejammert. Komischerweise hört man von diesen Firmen dann zwei Jahre später nichts mehr.

      Eine gute Idee findet immer Geld. So einfach ist das.
      19 2 Melden
    • demokrit 08.09.2016 11:14
      Highlight Nur gute Ideen, die sich monetarisieren und patentieren lassen.
      12 0 Melden
    • Hierundjetzt 08.09.2016 11:28
      Highlight Vielleicht nicht mal patentieren. Aber eine Marktlücke füllen oder eine bestehende Idee besser umsetzten. Der Kreis 4 ist voll von solchen "Laboren", zum Glück stellt der Kanton bzw. die Stadt extra Fördermittel dafür bereit. Nicht viel aber immerhin.
      8 2 Melden
    • demokrit 08.09.2016 11:55
      Highlight Am liebsten hätten das die Geldbringer schon, was aber gerade für IT-Sachen praktisch unmöglich ist. Darum gibt es das Sprichtwort: "Der erste Indianer ist der, der alle Pfeile im Rücken hat."

      Für was gibt's in ZH Fördermittel?
      7 0 Melden
    • Hierundjetzt 08.09.2016 15:36
      Highlight Der Kanonsrat hat die ZKB angewiesen bei Firmenneugründungen die Kreditvergabeschwelle sehr tief anzusetzen. Es gibt daher einen staatlichen Fond von paar Milionen für Neugründer. Find ich wunderbar ☺️
      5 1 Melden
    • demokrit 08.09.2016 15:58
      Highlight Naja, Kredite muss man dennoch zurück zahlen. Weisst du zu wie viel % Zins?
      5 1 Melden
  • Chili5000 08.09.2016 08:00
    Highlight Sie macht ja nix anderes als Manager hier bei grossen Unternehmen auch tun. Sich gut verkaufen absahnen und danach einen anderen Job suchen weil sie keine Ahnung haben. Sehe es bei uns im Betrieb. Jedes Jahr ein neuer Häuptling mit dazugehörendem Uni Abschluss und 0% Ahnung von der Branche. Ich muss aber zugeben das ihre Powerpoint-Skills unschlagbar sind....
    171 13 Melden
    • leu84 08.09.2016 08:10
      Highlight Bestimmt ein Regenbogen-PowerPointer. Jemand der die PowerPoints mit vielen Farben verschönert
      43 4 Melden
    • Crecas 08.09.2016 08:52
      Highlight Ich habe auch viele CEOs kennengelernt, die ihr Geld nicht Wert sind, schlecht arbeiten und viel zu viel verdienen.

      Es gibt aber natürlich auch unglaublich gute Manager... Darum würde ich nicht generalisieren.
      81 1 Melden
    • Firefly 08.09.2016 10:44
      Highlight Fragt sich wie sich die einen von den anderen unterscheiden lassen oder wie man einen guten Manager erkennt. Wahrscheinlich reden, versprechen dir die guten nicht das Blaue vom Himmel auch wenn wir das Blaue gerne hätten
      13 0 Melden
  • Lord_ICO 08.09.2016 07:41
    Highlight Investoren pumpen Geld in eine Blackbox, nur weil die hübsche ach so intelligente Firmenchefin ihnen das blaue vom Himmel verspricht. Aber Einsicht ins Unternehmen dürfen diese Investoren nicht haben, alles geheim. Langsam merkt man was diese Investoren für Idioten sind, mit etwas Recherche hätte man hier innert kürzester Zeit mitgekriegt, dass dieses Unternehmen zum Himmel stinkt. Aber hey scheissen wir sie zu mit Geld, wer mit 19 Jahren das Gefühl hat mehr zu wissen als ihre Professoren muss ein Genie sein!
    106 12 Melden
    • ottonormalverbraucher 08.09.2016 07:58
      Highlight "mit etwas Recherche hätte man hier innert kürzester Zeit mitgekriegt, dass dieses Unternehmen zum Himmel stinkt" Ja, heute schon...
      42 7 Melden
    • leu84 08.09.2016 08:12
      Highlight So ist die USA. Da kann man die grössten Märchen erzählen und man glaubt dir
      28 26 Melden
    • Crecas 08.09.2016 08:54
      Highlight Es ist wirklich erstaunlich. Zum grossen Teil hat da wohl der Herdentrieb gespielt. Aber alle waren nicht dumm wie Schaafe (siehe Google, die nicht eingestiegen sind).
      24 1 Melden
    • Commander 08.09.2016 09:42
      Highlight Gibt leider auch in der Schweiz. Man erinnere sich an den Fall Redcube / Cyberoffice im 2001. Hype vom feinsten und nichts dahinter.
      18 1 Melden
    • demokrit 08.09.2016 11:18
      Highlight Die Staaten sind ein äusserst technologiegläubiges (in einem religiösen Sinne) Land, wobei ganz viele Leute einfach keine Ahnung haben, wie Wissenschaften funktionieren.
      7 1 Melden
  • DerTaran 08.09.2016 07:40
    Highlight Witzigerweise hätte sie mit ihren Fähigkeiten auch so Erfolg gehabt, sie hätte nur jemanden mit ins Boot nehmen müssen, der/die weiss was er/sie tut. Jobs hatte ja auch einen Wozniak.
    106 2 Melden
  • pamayer 08.09.2016 07:25
    Highlight Schon köstlich, wie weit eine/einer kommt, wenn sie alles richtig macht und sich perfekt verkauft. Ein milliardenbusiness um ein goldiges nütelinüt.



    Bei ihren Fähigkeiten habe ich keine angst um sie. Sie könnte ja apple übernehmen, in die Politik einsteigen, ins consultig business einsteigen oder autos verkaufen.
    Immer dasselbe: grosser guru um nix.
    99 8 Melden
  • Big ol'joe 08.09.2016 07:19
    Highlight Tja, der Grossteil der Unternehmen im Silicon Valley ist Bullshit!

    Die Investoren geben Unternehmen Geld, welche mit ihren Konzepten nie im schwarzen Bereich landen. Z.B. Uber, Airbnb etc. die machen keinen Gewinn. Die Investoren geben nur Geld, weil es momentan billig ist und sie die Hoffnung haben dass es einmal fette Kühe wie facebook/google wird.
    Das sind riesige Blasen, die sich da auftun, und die grösste von allen ist das Geld an sich. Passt auf! Das wird sehr, sehr böse enden!
    62 25 Melden
    • Hoppla! 08.09.2016 07:50
      Highlight Wenn man das Geschäftsmodell nicht versteht, kann man das so sagen.

      Ganz abgesehen, dass Firmen im Silicon Valley total unterschiedlich sind. Google, HP, Intel, Oracle, Tesla, Cisco, Apple, AMD, Adobe, Citrix, eBay, EA, Facebook, Whatsapp, Deutsche Telekom, Daimler, Fujitsu, IBM, Microsoft, Netflix, Nokia, SanDisk, Sharp, Simens, Sony,... Mehrheitlich Bullshit? 50% Bullshit? 80% Bullshit?

      Aber natürlich darf man auch am gestrigen festhalten und die Entwicklung boykottieren.
      51 18 Melden
    • ottonormalverbraucher 08.09.2016 08:01
      Highlight @big joe Wie sollen wir aufpassen? Was sind deine Vorschläge für den Otto Normalverbraucher?
      17 4 Melden
    • Big ol'joe 08.09.2016 08:42
      Highlight Facebook und co sind ferte Kühe, da kommt die Kohle. Tesla hat Entwicklungspotenzial.
      Amazon, Uber, airbnb, whatsapp (gut, gehört fb), all die "sharing-economy"-Unternehmen machen kein Gewinn, seit Jahren nur Verluste.
      Mit Investoren-Gelder. Unterwandern sie den Markt, zerstören ihn, bis sie ein Monopol errichten können. Dann kommen sie eventuell in schwarze Zahlen. Bis dann ist der Arbeitnehmerschutz zerstört und eine kleine Elite sahnt ab.
      Ihr schreit ja immer, diese bösen Eliten und so ausländer raus... Dort ist das Problem, das silicon valley bestimmt das Globale Recht. Ohne Kontrolle
      32 8 Melden
    • Tilman Fliegel 08.09.2016 08:52
      Highlight Airbnb soll nicht im schwarzen Bereich sein? Das kann ich kaum glauben.
      9 16 Melden
    • Crecas 08.09.2016 08:56
      Highlight Also die Faustregel ist ja, man sieht sich 1000 Unternehmen an, 100 genauer, in 10 investiert man, 3 überleben, 1 wird sehr erfolgreich. That's the name of the game.
      26 0 Melden
    • Flexon 08.09.2016 09:16
      Highlight Amazon = Sharing Economy?? Da sind Sie aber gründlich unpräzis.
      21 1 Melden
    • Money is everything 08.09.2016 10:53
      Highlight amazon macht verlust??? Die machen Gewinn und das nicht zu knapp
      15 2 Melden
    • Big ol'joe 08.09.2016 11:04
      Highlight Ich habe amazon UND "sharing-economy"-unternehmen gesagt, dies impliziert nicht das Amazon teil davon ist.
      Ja, airbnb wird frühestens 2019 Gewinn machen. Bis dann ist halb Berlin Mitte und ZH Chreis 1-6 auf der Plattform, klassische Hotels leer, Arbeitsplätze verschwunden, Steuereinnahmen weg, Wohnung teurer, weil weniger Angebot.
      Gleiches gilt bei z.B. zalando. bahnhofstrassen sterben aus, niemand kann sich das mehr leisten. In DE spricht man vom Prekariat. Die haben keine Chance, der Interntmarkt zerstört praktisch alles was der Sozialstaat aufgebaut hat.
      17 6 Melden
    • Big ol'joe 08.09.2016 11:07
      Highlight Hier noch links:
      http://www.golem.de/news/wohnungsvermittlungsboerse-airbnb-holt-sich-1-5-milliarden-dollar-von-investoren-1506-114927.html

      http://www.watson.ch/Wirtschaft/Best%20of%20watson/468927684-Willst-du-ein-Zalando-Mensch-sein--Entscheide--wenn-du-das-gelesen-hast

      Sharing economy bedeutet nicht wir teilen alles. Sondern wir nehmen Schlechtergestellte durch nicht vorhandenes Recht der internationalen Anarchie aus! Es wird noch viele treffen...

      12 3 Melden
    • ottonormalverbraucher 08.09.2016 12:28
      Highlight Da hat der Big Joe recht. Die Entwicklung ist so schnell, dass der Bürger nicht mitkommt und realisiert, dass durch die Digitalisierung und Automatisierung tausende von Jobs ersatzlos verloren gehen. Der vermeintlich informierte Bürger glaubt, dass, wie in der Vergangenheit, genügend neue Stellen entstehen, aber das ist bei dieser Industriellen Revolution gar nicht möglich, weil es sämtliche Branchen betrifft und nicht nur die Produktion. Ja, sämtliche Branchen, inklusive Dienstleistungs- und Beratungsbrachen.
      13 1 Melden
    • stef2014 08.09.2016 13:07
      Highlight Die Wirtschaft hat schon viele Ups and Downs erlebt. Aber wann genau ist sie durch Trends, wie z.B. airbnb oder uber etc. eingebrochen? Der Kreislauf des Geldes verändert sich laufend, es geht nur darum diese Dynamik nicht zu verschlafen. Die Schattenseiten soll man nicht vernachlässigen und die Digitalisierung ist eine grosse Herausforderung, keine Frage. Aber nicht der ewige Sündenbock für den viele sie halten.

      Das, so behaupte ich das als Eco-Dummy einfach mal, belebt den Markt. Was ihm schadet sind gierige Investment-Banker, Spekulanten, Steuerflüchtlinge, Korruption etc..
      9 0 Melden

Diese kalifornische Stadt war pleite – jetzt testet sie ein Grundeinkommen

Auf dem Höhepunkt der Finanzkrise galt Stockton als «elendeste» Stadt der USA. Obwohl sie im erweiterten Einzugsgebiet von Bay Area und Silicon Valley liegt, sind die Lebensbedingungen schwierig. Das Einkommen in der mehrheitlich von Nichtweissen bewohnten Stadt ist deutlich tiefer und die Armutsquote höher als in San Francisco und selbst in Oakland.

Den Tiefpunkt erreichte Stockton mit seinen 300'000 Einwohnern vor fünf Jahren. Es musste Konkurs anmelden, als bislang grösste Stadt in der …

Artikel lesen