Wirtschaft

Die Deutsche Bank muss bis zu 14 Milliarden Dollar Strafe bezahlen. Bild: LUKE MACGREGOR/REUTERS

Höchste Strafsumme aller Zeiten: USA bitten Deutsche Bank kräftig zur Kasse

Publiziert: 16.09.16, 01:02 Aktualisiert: 16.09.16, 06:49

Der lange erwartete Hypothekenvergleich könnte für die Deutsche Bank sehr teuer werden. Das US-Justizministerium habe in den Verhandlungen eine Summe von 14 Milliarden Dollar aufgerufen, teilte Deutschlands grösstes Geldhaus in der Nacht zum Freitag mit. Es wäre die höchste Strafsumme, die in den USA jemals gegen eine ausländische Bank verhängt wurde.

Die Bank bestätigte damit einen Bericht des Senders CNBC. Sie hofft, dass die Rechnung am Ende deutlich niedriger ausfällt. «Die Verhandlungen stehen erst am Anfang», erklärte das Institut. «Die Deutsche Bank erwartet ein Verhandlungsergebnis, das im Bereich ihrer Wettbewerber liegt, die sich mit dem US-Justizministerium bereits auf deutlich niedrigere Beträge geeinigt haben.»

Die Behörden werfen der Deutschen Bank Tricksereien auf dem amerikanischen Immobilienmarkt vor. Wie viele andere Institute auch hatte das Institut faule Hypotheken in komplexe Wertpapiere gebündelt und diese weltweit weiterverkauft. In der Finanzkrise erwiesen sich die Bonds dann als wertlos.

5.5 Milliarden Dollar Rückstellungen

Die Bank hat sich in der Affäre bereits auf eine hohe Strafe eingestellt. 14 Milliarden Dollar überträfen aber die schlimmsten Erwartungen, auch auf Investorenseite. Die gesamten Rückstellungen für Rechtsstreitigkeiten beliefen sich im Konzern zuletzt auf 5.5 Milliarden Euro. (sda/reu)

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600
  • SeKu 16.09.2016 08:49
    Highlight Das kann es ja nicht sein, dass so eine ausländische Bank unseren Schweizer Bankunternehmen den Bussenrekord
    einfach so wegschnappt!

    Sollte die Strafe dann wirklich so hoch ausfallen, habe ich keine Zweifel, dass unsere Schweizer Bankunternehmen diesen Rekord schnell zurück in unsere Schweiz holen werden!

    Schweizer Banken, ich weiss warum.

    Schweizer Banken, ich weiss warum!
    1 2 Melden
    • pamayer 17.09.2016 08:42
      Highlight Grossartig.

      Odr besser: grössenwahnsinnig!

      ☺☺☺
      1 0 Melden
    600
  • pamayer 16.09.2016 07:35
    Highlight Gut so. Hier in Europa können die Banken tun und lassen, was sie wollen.

    Nun kommen die blitzer und Einwände, was die us amerikaner alles verbrochen haben. Weiss ich auch.
    Trotzdem finde ich's gut, dass die kriminellen Banken zur Rechenschaft gezogen werden.
    8 17 Melden
    • zutre 16.09.2016 09:12
      Highlight Seit der Finanzkrise sind die Bankenaufsichten sehr aktiv (hier die Finma), weiter sind die Banken in der EU auch immer stark im Visier der Steuer- (Stichwort automatischer Informationsausgleich), Antikorruptions- und Wettbewerbsbehörden. Was vielleicht den Anschein erweckt dass in den USA stärker eingegriffen wird, ist dass z.B. Investment-Banking in den USA viel grösser ist und daher auch entsprechend den grösserem Profit grössere Bussgelder gesprochen werden, während in der EU meist die nationalen Bankenaufsicht aktiv sind mit entsprechend kleineren Bussgeldern.
      0 0 Melden
    600
  • Angribull2000 16.09.2016 06:46
    Highlight Nachdem Apple lüngst überfällige nachzahlungen Tätigen musste, sucht die US und A und findest das nächste Opfer, die EU aollte sich mal wehren und sich nicht immer auf 3 2 1 Bücken....
    17 6 Melden
    • zorrofarblos 16.09.2016 07:45
      Highlight Du meinst also, dass das Verfahren gegen die Deutsche Bank eine Reaktion auf jenes gegen Apple sei?
      7 0 Melden
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