Wirtschaft

Atompilz nach einem Versuch in der Wüste von New Mexico. Bild: AP

K.-o.-Schlag gegen die Ökonomie? Ein Aufsatz sorgt für Aufruhr

Mit seiner vernichtenden Kritik hat Paul Romer der herrschenden Ökonomie und allen neoliberalen Rezepten den intellektuellen Boden unter den Füssen weggezogen.

06.01.17, 17:31 07.01.17, 11:46

werner vontobel

Das ist eine Sensation: Ausgerechnet der an allen prominenten Universitäten (MIT, Rochester, Berkeley, Stanford, New York) gewaschene Mathematiker und Ökonom, Nobelpreisanwärter und Chefökonom – ausgerechnet diese Koryphäe haut nun in einem Aufsatz für «The American Economist» die ganze Ökonomenclique in die Pfanne.

Eine Urknall für die Ökonomen-Szene

Und nicht nur sie. Um den Knall einordnen zu können, müssen wir etwa 150 Jahre zurückblenden. Seit jener Zeit versuchen die meisten Ökonomen die Wirtschaft als mathematisches Modell zu verstehen, das zwar von «externen Schocks» (steigende Ölpreise, Börsencrash etc.) durcheinander gebracht wird, aber nach einiger Zeit immer wieder «ins Gleichgewicht zurück fällt».

Stellt die traditionellen Methoden in Frage: Paul Romer.  Bild: Getty Images North America

Wenn dem so ist – woran echte Ökonomen nicht zweifeln dürfen – dann kann Wirtschaftspolitik nur darin bestehen, Hindernisse für das optimale Funktionieren des Marktes zu beseitigen und die Rückkehr ins Gleichgewicht durch geeignete Massnahmen (Zinssenkungen, Staatsausgaben etc.) zu beschleunigen.

Streit um das richtige Gleichgewichtsmodell

Die empirische Ökonomie hat dann die Aufgabe herauszufinden, wie gut diese Massnahmen wirken. Zu diesem Zweck sammelt sie Daten und speist diese in mathematische Gleichgewichtsmodelle ein. Moderne Ökonomie ist im Wesentlichen ein Streit um das richtige Gleichgewichtsmodell.  

So, und jetzt kommt Romer und plaudert aus der Schule. Wir erfahren etwa, dass die heute verwendeten Modelle so komplex sind, dass selbst Ökonomen, die – wie Romer – Mathematik studiert haben, auf die Hilfe von speziell geschulten Ökonometrikern angewiesen sind. Die Zusammenarbeit funktioniert in etwa so: Der Ökonom sammelt Daten und bittet die Ökonometriker, diese in das Modell einzufüttern.

Meist schaut dabei auf Anhieb kein vernünftiges Ergebnis heraus. Der Ökonometriker baut deshalb noch ein paar – scheinbar triviale – Annahmen in das Modell ein, er kalibriert es. Meist schaut der Ökonom gar nicht hin. Und wenn, versteht er bloss Bahnhof.

Romer schaute doch einmal genau hin – und verstand: Die Ökonometriker kalibrieren ihr Modell so lange, bis in etwa das erwartete Ergebnis eintritt. Für sie ist das reine Technik. Als Nicht-Ökonomen realisieren sie gar nicht, dass ihre Annahmen keineswegs trivial sind. Der Ökonom seinerseits kann nicht erkennen, dass der von ihm erbrachte Beweis nicht auf seinen Daten, sondern auf der Bastelkunst der Ökonometriker beruht.

Fakten mit unbekanntem Wahrheitsgehalt

Romer spricht zynisch von «Fakten mit unbekanntem Wahrheitsgehalt». «Nachdem ich das erkannt hatte», schreibt Romer, «habe ich angefangen, die Texte sorgfältig zu lesen, und ich habe realisiert, dass es fast immer solche Annahmen gab.» Es ist das perfekte, doppelblinde Doping: Der Athlet weiss nicht, dass er gedopt wird, der Arzt weiss nicht, dass sein Pülverchen eine leistungssteigernde Wirkung hat.  

Um dies zu illustrieren, führt uns Romer ein kleines Beispiel vor. Der Ökonom will beweisen, dass die Löhne umso tiefer fallen, je mehr Arbeitskräfte auf den Markt kommen. Er sammelt entsprechende Daten und trägt den Lohn auf der Senkrechten und die Menge der Arbeit auf der Waagrechten auf. Die Graphik lässt keinerlei Zusammenhang erkennen.

So funktioniert der Hokuspokus

Dann trifft Romer ein paar «triviale» Annahmen und schon spuckt das Programm eine Kurve aus, die – wie erwartet – von links oben nach rechts unten weist: Tiefes Arbeitsangebot, hoher Lohn – hohes Angebot, tiefer Lohn. Was zu beweisen war.

Doch Romer geht es in seinem Text weniger um die Irrtümer der modernen Ökonomie. Was ihn umtreibt ist die Frage, warum die ehrenwerte Gesellschaft der Ökonomen aufgehört hat, Wissenschaft betreiben zu wollen. Die kurze Antwort lautet: Weil man in diesem Metier nur Karriere macht, wenn man im Chor mitsingt.

Wütende Reaktion der Kollegen

Die Reaktion der Kollegen bestätigt Romers Analyse. Der Kollege, Konkurrent und Nobelpreisträger Paul Krugman lässt ausrichten, dass zumindest seine Modelle «alles» richtig vorausgesagt hätten. (Was stimmen mag, wenn man «alles» sehr eng definiert.) Der Eco-Blogger Austin Middleton stellt fest, dass Romers Text bloss in einem zweitrangigen Magazin erschienen sei und deshalb kein Gewicht habe.

Setzt sich zur Wehr: Nobelpreisträger Paul Krugman. Bild: EPA/ANA-MPA

Wolfgang Münchau von der «Financial Times» zieht Romer ins aktuelle Kampfgetöse. Sein Text zeige, dass man die Geldpolitik nicht den Ökonomen überlassen dürfe. Münchau hat Recht, aber das wäre natürlich nur ein Anfang. Romers Blattschuss gegen die Gleichgewichtsmodelle egal welcher Strickart bedeutet, dass die Ökonomie völlig neu ansetzen muss, und dass das neoliberale Instrumentarium (Zinspolitik, Deregulierung des Arbeitsmarktes etc.) keine intellektuelle Grundlage mehr hat. Das gilt auch für Krugmans keynesianische These, wonach höhere Staatsausgaben die Wirtschaft zurück ins Gleichgewicht bringen könne.

Doch besteht wirklich die Chance auf einen Neuanfang? Wie Romer in seinem Aufsatz bemerkt, haben sich seit Ende der 1970er Jahre immer wieder prominente Stimme gegen die Gleichgewichtslogik der modernen Ökonomie erhoben – und alles ging weiter wie bisher. Inzwischen ist noch deutlicher geworden, dass die Ökonomen keinen Dunst haben und mit Romer meldet sich jetzt ein besonderes Schwergewicht zu Wort.

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  • Soulrider 08.01.2017 22:32
    Highlight Solange das System wie ein Schneeballsystem funktioniert, funktioniert es nicht. Da können die Nationalbanken noch lange "neues" Geld erschaffen und das immer mehr und immer schneller, das Problem löst das nicht.
    4 0 Melden
    600
  • Mehmed 07.01.2017 16:47
    Highlight "Inzwischen ist noch deutlicher geworden, dass die Ökonomen keinen Dunst haben"
    Danke. Ich warte schon auf die Rechtfertigung vom Löpfe im Elfenbeinturm.
    8 26 Melden
    • Philipp Löpfe 07.01.2017 18:38
      Highlight ??? Vielleicht ist dir entgangen, dass ich darüber ebenfalls geschrieben habe.
      27 6 Melden
    600
  • chr_bopp 07.01.2017 15:31
    Highlight Das Gleichgewichtsaxiom der Neoklassik und die wunderbare Entdeckungskraft des Marktes der Neolibs liegen halt fatal auf einer Linie. Wenn man den Dingen seinen Lauf lässt, läuft alles gut. Man kann dann Krisen erklären, dass jemand dreingepfuscht hat (meist der Staat oder etwas "Externes" - meist als "Schock" beschrieben) und Massnahmen, die der eigenen Klientel nicht passen, abwehren mit dem Argument: Das regelt sich besser von selbst. Das Unheimliche bei den gängigen Öko-Modellen ist ja, dass sie politische Initiativen befördern oder abwehren helfen. Wissenschaftlich? - Eher nicht.
    21 3 Melden
    600
  • rodolofo 07.01.2017 09:37
    Highlight An einem Grundkurs über Volkswirtschaft war ich besonders fasziniert vom "Snob-Effekt":
    Während also nach der gängigen Theorie die Nachfrager am Markt nach dem Preisgünstigsten Produkt Ausschau hielten (einer "Geiz ist geil!"-Mentalität folgend, wie unsere Alltags-Beobachtungen bestätigen), gibt es Nachfrager, die damit prahlen, für ein Luxus-Gut (z.B. ein Bild) besonders VIEL Geld angegeben zu haben!
    Der Snob stellte also die Ökonomische Theorie auf den Kopf, worauf die Ökonomen versuchten, dieses irrationale Verhalten notdürftig in die Wirtschaftstheorie zu integrieren, mit dem Snob-Effekt.
    37 1 Melden
    • http://bit.ly/2mQDTjX 08.01.2017 13:39
      Highlight In der Spieltheorie nennt sich das Minderheiten-Spiel:

      https://de.wikipedia.org/wiki/Minderheiten-Spiel

      Es ist in der Ökonomie nicht unüblich, dass diejenigen gewinnen, die zur Gruppe der Wenigsten gehören. Zum Beispiel sind die Transportkosten niedriger, wenn man nicht zu den Hauptverkehrszeiten transportiert.

      Insofern verhält sich der Snob ökonimisch eben doch genau gleich wie ein Geizhals. Er maximiert seinen Nutzen. ;)
      2 0 Melden
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  • Posersalami 07.01.2017 00:27
    Highlight "Das gilt auch für Krugmans keynesianische These, wonach höhere Staatsausgaben die Wirtschaft zurück ins Gleichgewicht bringen könne."
    Es ist eine Weile her, dass ich Keynes gelesen habe darum sry falls das jetzt total daneben ist.. Aber ich habe das so verstanden beim Keynes, dass nicht zwingend der Staat Schulden machen muss. Es muss sich halt jemand verschulden, wenn andere sparen wollen. Ganz sinple Logik. Habe ich das falsch im Gedächtnis?
    6 1 Melden
    • Big ol'joe 07.01.2017 08:37
      Highlight Hmm jein... Logisch könnti sich irgendjemand verschulden. Aber in Krisen leiht ja niemand Geld ;) deshalb ist keynesianische Ökonomie eigentlich immer durch staatliche Regulierungsmassnahmen "wirksam".
      6 1 Melden
    600
  • ElendesPack 07.01.2017 00:20
    Highlight Das Bild kann man bestens auch auf die Ökonomie anwenden.
    29 16 Melden
    • Froggr 08.01.2017 08:30
      Highlight Dieses Bild passt auch zur heutigen politischen Situation hervorragend.
      7 1 Melden
    • amei 08.01.2017 16:12
      Highlight Auch zur Klimareligion!
      0 3 Melden
    • ElendesPack 08.01.2017 17:43
      Highlight Der Cartoon passt ganz allgemein einfach zu der heutigen Art zu denken.
      3 0 Melden
    • Froggr 08.01.2017 20:49
      Highlight Eben im Sinne von "Social sience". Sozialisten/Linke haben diese Denkensart neben dem Wegschauen von der Realität perfektioniert.
      2 2 Melden
    600
  • Herbert Anneler 06.01.2017 23:00
    Highlight Weshalb ein K.o.-Schlag gegen die Ökonomen? Kritiker der utilitaristischen Wirtschaftslehre gab es schon immer - es ging nur an den Medien und der breiten Öffentlichkeit vorbei, weil sie nur Augen für die Masters of the Universe hatten. Jetzt stürzen diese Zauberlehrlinge und ihre universitären Vordenker vom
    Himmel wie Ikarus. Wenn es bloss um Theorie ginge! Sie haben Millionen von Menschen auf dem Gewissen, eine kaputte Natur und kaputte Demokratien. Ironie der Geschichte: Nun zeigt sich der Preis, aber niemand will ihn bezahlen - und man wählt Trump, um die neoliberale Illusion zu wahren...
    55 4 Melden
    600
  • Firefly 06.01.2017 21:42
    Highlight Die Ökonomie ist ein Pfau, ein Teilgebiet der geisteswissenschaftlichen Soziologie die sich mit den Federn der Mathematik schmückt um als exakte Wissenschaft zu gelten.
    110 10 Melden
    • GhettoLeif 07.01.2017 16:18
      Highlight Danke für die schöne Bildsprache 😀
      15 0 Melden
    600
  • Raro Wetzel 06.01.2017 21:37
    Highlight Orthography, Herr Vontobel: K.-o.-Schlag nicht K.O.-Schlag.
    16 43 Melden
    • CASSIO 07.01.2017 05:43
      Highlight Orthography oder Orthographie? ;-)
      33 1 Melden
    • Raro Wetzel 07.01.2017 08:49
      Highlight Orthographie selbstverständlich (da ist mir mein englisches Korrekturprogramm zum Verhängnis geworden). Aber im Gegensatz zu Watson, kann ich meinen peinlichen Fehler nicht mehr korrigieren 😡
      19 7 Melden
    • CASSIO 07.01.2017 09:16
      Highlight Raro, lass die Finger von Korrekturprogrammen ;-))

      Scherz beiseite: wo gehobelt wird, da fallen Spähne (dieser Verschreiber musste jetzt einfach sein), und wenn ich mir andere Newsseiten anschaue (lesen kann man da kaum noch), dann fallen mir bei diesen Onlineportalen weit mehr und dümmere Fehler auf.
      13 1 Melden
    • Triumvir 08.01.2017 11:19
      Highlight @Wetzel: Tüpflischisser sind ganz besonders beliebt in einem Forum, besonders wenn sie selber peinliche Fehler produzieren...😂
      8 0 Melden
    600
  • Redly 06.01.2017 21:21
    Highlight 1. sind wir mit liberaler Ökonomie nicht sooo schlecht gefahren. Zumindest gab es noch nie soviel Wohlstand für so viel Menschen wie heute (in Liberalen Ländern).
    2. Ja, Modelle sind Modelle und daher meist nicht die exakte Resalität. Solange er aber kein besseres Modell vorschlägt, macht er es sich zu einfach und ist seine Kritik ziemlich warme Luft.
    PS: nur weil er die Modelle nicht versteht, ist es von ihm recht gewagt zu behaupten, andere würden sie nicht verstehen.
    27 102 Melden
    • Plöder 06.01.2017 21:47
      Highlight Du hast es auch nicht verstanden oder?
      Es geht um Gleichgewichtsmodelle...


      Und unsere liberale Wirtschaft bauen wir auf dem Rücken von denen denen es nicht so gut geht...

      Der Wohlstand betrifft so überschlagen gerechnet gerade 1/8 oder 1/7 der Weltbevölkerung also könnte dieses System in den Kübel

      Nur so eine Meinung
      86 21 Melden
    • Redly 06.01.2017 22:17
      Highlight &Plöder
      Danke für die emotionale Reaktion.
      Nochmals für Dich:
      Der Wohlstand mag nicht so hoch sein, wie gewünscht. Aber er ist für mehr Menschen höher als je zuvor (Fakt, auch in postfaktischer emotionaler Welt).
      Keine bessere Alternative zu präsentieren (die nicht schon an div. Orten nachweislich schlechter war), hilft nicht so richtig (bloss meine Meinung).
      35 46 Melden
    • _kokolorix 06.01.2017 22:45
      Highlight Dass der freie Markt zum Gleichgewicht führt ist absoluter Blödsinn!
      Die Modelle gehen von optimalen Entscheidungen aller Beteiligten aus, wann ist eine Entscheidung schon optimal? Genau dann, wenn man das Modell wieder und wieder mit optimierten Annahmen rechnet, mit der Realität hat das nichts zu tun.
      Eine Volkswirtschaft verändert sich ständig und benötigt daher ständig angepasste Regulierungen, seit das immer weniger gemacht wird, seit den 80er Jahren, torkeln wir von Blase zu Krise und wieder zurück. Nur eines ist stabil geblieben: Die reichsten 10% werden reicher, alle anderen ärmer
      37 9 Melden
    • senfmayo 06.01.2017 23:08
      Highlight @Redly. Zu sagen, alles sei gut so wie es ist, hat noch niemanden weitergebracht. Was die Menschen weiterbringt sind kritische Menschen wie Romer, die auch mal etwas hinterfragen das schon lange etabliert ist. Wenn hier also etwas heisse Luft ist, dann dein Kommentar.
      32 5 Melden
    • Cross 06.01.2017 23:11
      Highlight Du willst die neoklassischen Modelle ernsthaft dafür verantwortlich machen, dass Wohlstand generiert wurde? Das hat mit vielen Entwicklungen und Erfindungen zu tun, aber sicher nicht damit, wie die Ökonomie die Welt zu beschreiben versucht. Wachstum gibts länger als diese Theorien. Was passiert, wenn neoklassische Modelle über ein Land gestülpt werden, sah man, als die Weltbank einigen afrikanischen Ländern ihre “Reformpläne“ aufzwang.
      25 7 Melden
    • Intellektueller 07.01.2017 00:55
      Highlight Es geht gar nicht um den Wohlstand. Es geht auch nicht um die Modelle und ob sie stimmen oder nicht. Es geht darum, dass die Ökonomen nicht nachweisen können, ob und weshalb irgendeines ihrer Modelle tatsächlich zutreffend die Wirklichkeit abbildet.
      Kurz gesagt: Es sind Schnorrer, die zu allem Übel auch noch glauben, was sie schnorren.
      28 6 Melden
    • phreko 07.01.2017 01:06
      Highlight @redly, sagen dir die wachstumszahlen aus den hochregulierten 50ies etwas?
      5 8 Melden
    • Plöder 07.01.2017 02:21
      Highlight Also nochmals für dich einfach: Gleichgewichtsmodelle wollen mikroökonomische Gegebenheiten abbilden am liebsten würde man damit ganze Systeme analysieren können. Es basiert im Grundsatz auf dem Prinzip du gibst mir was so geb ich dir was -> =gewicht

      Daher hat es gar nix mit irgendwie liberal zu tun oder nicht..
      Eine liberale Wirtschaft ist eine die möglichst viele Freiheiten möchte.

      Alternativen zu unserem Wirtschaftsystem? Ernsthaft?
      Nur so Gedanken von mir:
      - Weg vom Monetären
      - Bolo'Bolo von P.M
      - Wirtschaft nach partizipativen Prinzipen (Machtpositionen verhindern)
      Etc.
      14 4 Melden
    • CASSIO 07.01.2017 09:40
      Highlight Ich gebe hierzu auch noch mein Bestes: ich war immer ein starker Befürworter eines komplett liberalisierten Marktes, zumindest nach der Schule. Dann kam die richtige Arbeitswelt. Theorien u d Wörter werden einem um die Ohren geschlagen, wir müssen "diversifizieren", zeitgleich müssen wir uns auf unsere "Kernkompetenzen konzentrieren", "outsourcen", "Processmanagement", "Activity Based Costing" führt zur "Kostenwahrheit" blablabla... Genau wie in der BWL wird in der Makroökomie mit Schlagwörtern herumhantiert, nur um sich wichtig zu machen. Meistens steckt wenig bis gar nichts dahinter.
      25 1 Melden
    • Intellektueller 07.01.2017 10:03
      Highlight @phreko: Die 50er hatten ein grosses Weltwirtschaftswachstum, weil ein paar wenige Jahre zuvor die ganze Welt kaputt gebombt worden war. Der Wiederaufbau war eine superbe Voraussetzungen für die Wirtschaft.
      22 2 Melden
    • chr_bopp 07.01.2017 15:35
      Highlight Das utilitaristische Argument ist wenig hilfreich. Man sagt dann dem Globalisierungsverlierer oder was er auch immer ist: Sorry, du gehörst jetzt halöt stochastisch zu denen, die nicht so reich sind. Viel können wir da nicht machen. - Oder wie muss man sich Leute vorstellen, die einen Milliardär wählen und sich Hilfe von ihm versprechen? Was nicht heisst, dass ihr Argument: Nein, nicht more of the same, nicht richtig wäre.
      5 2 Melden
    • phreko 07.01.2017 16:09
      Highlight @Intelektueller, das ist bloss die eine Seite der Medaille. Heute gäbe es auch genug Kriege und Krisen.

      Es fehlt bloss am regulatorischen...
      1 1 Melden
    600
  • Shin Kami 06.01.2017 21:21
    Highlight Traue keiner Statistik die du nicht selbst gefälscht hast
    21 47 Melden
    • Blutgrätscher 06.01.2017 21:31
      Highlight Was für ein wertvoller Beitrag, danke!
      54 11 Melden
    • Walter Sahli 06.01.2017 23:31
      Highlight Wertvoll wäre dieser Beitrag tatsächlich, wenn ich jedes Mal einen Franken kriegen würde, wenn ihn ein Extraschlauer schreibt.
      16 1 Melden
    • Der Zahnarzt 07.01.2017 08:38
      Highlight @Ein Spruch, den man immer wieder hört und eine Beleidigung für alle Statistiker, die sich redlich anstrengen und sorgfältig arbeiten!
      10 3 Melden
    600
  • Ökonometriker 06.01.2017 20:17
    Highlight Ich habe sowohl Ökonometrie wie auch Ökonomie (VWL) studiert. Leider muss ich sagen, dass Romer vollkommen recht hat. Es gibt wenige Modelle, die wirklich halten. Die meisten wurden so parametrisiert, dass sie den Daten entsprechen.

    Dazu gehören sämtliche modernen Zyklusmodelle. Lustigerweise wissen alle Nicht-Ökonomen, dass Staatsausgaben und Geldpolitik keine strukturellen Probleme lösen. Wir Ökonomen haben das aber leider vergessen.

    Der Langzeitarbeitslose, dessen Job automatisiert oder nach China verlagert wurde, wird nicht wieder arbeiten, wenn wir die Zinsen senken oder ihm Geld geben.
    119 11 Melden
    • Crecas 06.01.2017 22:18
      Highlight Welche ökonomische Lehre sagt bitteschön, dass Geldpolitik strukturelle Probleme löst?
      23 6 Melden
    • sEribaZ 06.01.2017 22:48
      Highlight Herr Ökonometriker, da haben Sie aber zünftig was falsch verstanden in ihrem Studium. Da müssen Sie mir mal einen Ökonomen zeigen, der behauptet, dass Geldpolitik strukturelle Probleme löst!

      Aber natürlich wollen wir mit Daten unsere Hypothesen bestätigen und nicht unbedingt widerlegen. Aber das ist ein grundlegendes Phänomen in allen Wissenschaften.
      Ebenfalls sind die Modelle alle sehr vereinfacht und natürlich oftmals falsch, wenn man sie empirisch testet. Meistens gibt es halt keine besseren, oder eine Erweiterung ist nicht zielführend. Ich verstehe die ganze Aufregung nicht.
      11 6 Melden
    • Ökonometriker 07.01.2017 10:07
      Highlight Das Problem ist, dass die heutige ökonomische Lehre die Möglichkeit struktureller Probleme zu wenig beachtet. Die Zyklusmodelle suggerieren, dass das wirtschaftliche Problem ein temporärer Abschwung und nicht ein struktureller Wandel der Weltwirtschaft ist.

      Die dadurch implizierte Lösung ist also ein bekämpfen des temporären Abschwungs (z.B. durch Konjunkturpakete oder tiefere Zinsen), nicht aber eine Anpassung an die neuen Realitäten.

      Dies ist ja auch gerade der springende Punkt von Romers Kritik: man fittet ein Modell so lange, bis es zu den Daten passt. Die Realität ist aber ganz anders.
      23 2 Melden
    • sEribaZ 07.01.2017 12:29
      Highlight Sind es denn jetzt wirklich neue Realitäten? Oder ist es nicht vielmehr so, dass man bei jedem Schock wieder davon ausgeht, dass es diesmal ganz anders war, obwohl sich grob strukturell nicht viel geändert hat und man die aktuelle Information einfach immer überbewertet?!
      2 2 Melden
    • Crecas 07.01.2017 12:46
      Highlight @Ökonometriker
      Das ist genau so pauschal und falsch wie der Titel und erste Abschnitt des Artikels. Es gibt genug wirrtschaftliche Modelle, welche sich mit strukturellen Veränderungen befassen.
      4 5 Melden
    • Ökonometriker 07.01.2017 13:06
      Highlight @sEribaZ: Das ist natürlich die Krux an der Sache. Quantitativ ist es schwierig die Natur eines Schocks zu bestimmen. Zentralisierte Eingriffe sind daher schwierig - deswegen unterstützt man die Wirtschaft einfach Fiskal- und Geldpolitisch in der Hoffnung, dass die Unternehmen sich selbst aus dem Sumpf ziehen.

      Wir können jedoch beispielsweise gut die strukturelle Arbeitslosigkeit von der konjunkturellen Arbeitslosigkeit unterscheiden.

      Die strukturelle Arbeitslosigkeit ließe sich also gut messen, analysieren und schließlich auch bekämpfen. Hier wäre ein Punkt, wo die Ökonomie helfen könnte.
      9 1 Melden
    • Froggr 08.01.2017 08:37
      Highlight So viel Theorie, aber null Ahnung von der Praxis. Heutige Definition von "Studieren.
      2 9 Melden
    600
  • Der Belehrende 06.01.2017 20:07
    Highlight Wie heisst den der Titel dieses Aufsatzes bzw. ist er irgendwo frei verfügbar? Würde mich gerne mal in ihn "hineinlesen". Danke!😃
    27 1 Melden
    600
  • fiodra 06.01.2017 19:56
    Highlight Ich denke, in der Statistik sind solche Manipulationen bis das Ergebnis "stimmt" gang und gäbe. Viele Wissenschaften benutzen statistische Methoden, wie z.B. die Medizin, die Pharmazie und die Sozialwissenschaften. Die Ökonomie ist diesbezüglich kein Sonderfall. Die gesammte Wissenschaft gehört auf den Prüfstand!
    38 17 Melden
    • Knut Atteslander 06.01.2017 22:41
      Highlight Mit der Stochastik ist alles in Ordnung. Die Fehler passieren bei der Auswahl des Inputs und der Interpretation des Outputs.
      10 1 Melden
    600
  • fiodra 06.01.2017 19:52
    Highlight Ich denke, diese Manipulationen sind in der Statistik gang und gäbe. Statistik wird auch in vielen anderen Wissenschaften angewandt, z.B in der Medizin, der Pharmazie und in den Sozialwissenschaften.
    14 10 Melden
    600
  • Big ol'joe 06.01.2017 19:49
    Highlight Übrigens Herr Vontobel, schreiben sie mehr auf Watson und lassen sie den Blick...
    Mit Ihnen und Herrn Löpfe kann hier spannendes entstehen
    76 7 Melden
    600
  • Big ol'joe 06.01.2017 19:47
    Highlight Der akademische Determinismus. Ein Problem, welches nicht nur die Ökonomen haben...

    (Übrigens ich bin Akademiker, schiesse hier also nicht gegen eine vermeintliche "Elite" oder so... Aber es braucht ein anderes Denken vor allem bei Universitäten)
    54 3 Melden
    • daenu 07.01.2017 13:24
      Highlight Anders Denken ist wohl seit Einzug von Bologna im Hochschulsystem gestorben ;-(
      9 0 Melden
    600
  • Cerberus 06.01.2017 19:44
    Highlight Ach und für diese Erkenntnis muss man eine Koryphäe sein??
    23 20 Melden
    • Denk nach 06.01.2017 20:22
      Highlight Wahrscheinlich nicht, aber nur die Koryphäe wird erhöht ;-)
      33 1 Melden
    • Olaf! 06.01.2017 21:08
      Highlight Um Gehör zu bekommen und das ganze auch sauber zu belegen wohl schon.
      29 2 Melden
    • Jazzdaughter 06.01.2017 22:02
      Highlight Ein Gefühl zu haben ist eins, gewichtige, detaillierte Beweise zu erbringen was anderes...
      23 1 Melden
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  • wiisi 06.01.2017 18:59
    Highlight Sehr guter Artikel, Danke!
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  • saukaibli 06.01.2017 18:29
    Highlight Ökonomie nach mathematischen Modellen könnte nur funktionieren, wenn man sie komplett einem gefühllosen Computer anvertrauen würde. Sobald man menschliche Schwächen wie Gier oder Egoismus "hinzufügt", kann man jedes dieser Modelle in die Tonne treten.
    62 16 Melden
    • oliversum 06.01.2017 19:48
      Highlight Stimmt nicht. Die (mikro-)ökonomischen Modelle beruhen ja auf der Annahme des Egoismus. Nur verhält sich der Mensch nicht immer egoistisch...
      aber eben, das ist Mikroökonomie - im Artikel gehts um Makroökonomie.
      28 7 Melden
    • FrancoL 06.01.2017 20:02
      Highlight So etwa hätte ich es auch geschrieben. Modelle können unmöglich die menschlichen Schwächen gebührend berücksichtigen und bleiben darum mehr als nur künstlich, also mehrheitlich unbrauchbar.
      18 10 Melden
    • Firefly 06.01.2017 21:40
      Highlight Dann wäre die Ökonomie ein Teilgebiet der Soziologie. Oder ist sie das eh schon und tut nur so als sei sie eine exakte Wissenschaft.
      17 2 Melden
    • _kokolorix 06.01.2017 22:54
      Highlight Modelle könnten sehr wohl einen wichtigen Beitrag zur Ökonomie leisten. Allerdings darf man sie nicht dazu missbrauchen den eingeschlagenen Weg zu rechtfertigen. Wenn man an Modellen Tendenzen erkennt und Massnahmen testet, sind sie sehr hilfreich, siehe z.B. Baustatik. Dazu müssen sie allerdings ergebnisoffen interpretiert werden, was bei Ökonomen und Pharmaindustrie definitiv nicht der Fall ist
      9 2 Melden
    • Cross 06.01.2017 23:14
      Highlight Falsch, Ökonomie ist ein Teilgebiet der Theologie.
      12 5 Melden
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  • walsi 06.01.2017 18:27
    Highlight Alle Experten sagen, dass X nicht funktioniert. Dann kommt der Laie, der nicht weiss, dass X nicht funktioniert, macht X und es funktioniert. Dieses Spruch kommt mir immer wieder in den Sinn wen ich Ökonomen und Politikern zuhöre.
    23 26 Melden
    • smoenybfan 06.01.2017 20:33
      Highlight Weil du besser Bescheid weisst als ein anerkannter Experte, natürlich.
      Netter Spruch, aber in 999/1000 Fällen ist es wohl eher so: Die Experten sagen, X funktioniert nicht. Dann kommt ein Laie, macht X und es funktioniert nicht.
      35 4 Melden
    • remeto 06.01.2017 21:07
      Highlight Und... viele Startups werden gehründet weil jemand sagt - es geht nicht! Und am Schluss geht's dann schon.
      3 22 Melden
    • smoenybfan 06.01.2017 21:55
      Highlight Weil es so gut geht scheitern dann wohl auch (nach Statistiken) nur 9/10 Start-ups...
      25 1 Melden
    • _kokolorix 06.01.2017 23:05
      Highlight Die Praxis sieht doch eher so aus: Der (reiche) Experte sagt: 'wir müssen die Steuern senken', der Laie (reicher bürgerlicher Politiker) meint, 'habe ich doch schon immer gesagt, so machen wirs'. Wenn offensichtlich wird, dass es nicht funktioniert sagt der Experte: 'wir haben die Steuern nicht stark genug gesenkt', worauf der Laie meint: 'die Linken sind schuld, wegen denen konnten wir die Steuern nicht genug senken' und alles beginnt wieder von vorne. Und das seit bald 40 Jahren und es funktioniert immer noch nicht. Zu den negativen Zinsen kommen nächstens wohl noch negative Steuern...
      18 3 Melden
    • FrancoL 06.01.2017 23:17
      Highlight Es wird aber nun auch wirklich jeder Schrott als Start-Up gefeiert und in den Himmel gelobt.
      12 2 Melden
    • Alle haben bessere Namen als ich. 07.01.2017 01:19
      Highlight Aber ist es nicht oft der eine aus weiss nicht wie vielen der uns dann wirklich weiterbringt?
      2 1 Melden
    • Statler 07.01.2017 14:46
      Highlight @kokolorix: Ist ein wenig wie mit den Geheimdiensten und der Überwachung. «Wir können die Nadel im Heuhaufen nicht finden. Wir brauchen mehr Heu».
      Man hält an einer Idee fest, weil man davon überzeugt ist und ignoriert die Zeichen, die überdeutlich sagen, dass man auf dem Holzweg ist.
      Das ist aber nur menschlich...
      7 1 Melden
    • _kokolorix 07.01.2017 16:52
      Highlight @Statler
      Natürlich ist das menschlich, wir alle tappen ab und zu in diese Falle. Aber doch nicht 30 Jahre lang!
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  • Majoras Maske 06.01.2017 18:25
    Highlight Kann er nicht einfach eine eigene Ökonomie gründen? Wenn sich die Kirche nicht reformieren lässt, kommt's eben zur Spaltung.
    34 6 Melden
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  • Denk nach 06.01.2017 18:23
    Highlight Man hat ja ursprünglich auch mal gedacht die Welt ist eine Scheibe... irren ist menschlich, blöd aber wenn man fanatisch an seinen falschen Thesen festhalten will!
    65 6 Melden
    • FrancoL 06.01.2017 20:03
      Highlight Das genau tun wir, fanatisch Festhalten und nicht hinschauen was wir fest halten.
      21 5 Melden
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  • kleiner_Schurke 06.01.2017 18:21
    Highlight Habe als Naturwissenschaftler auch Wirtschaftsvorlesungen besucht und arbeite heute oft mit kleineren und grösseren Firmen. Mir verschlägt es oft die Sprache, wenn ich sehe, was da für Vollpfosten in den Chefetagen sitzen. Leute die nicht mal 1+1 zusammenzählen können. Es sind Menschen die sich hoch gemobbt haben, die im Chor gesungen haben oder bei denn die Zunge noch bräuner ist, als der Solarium gebräunte Teint. Diesen Leuten könnte man jedes Model vorlegen, spielt gar keine Rolle, die begreifen das sowieso nicht.
    137 13 Melden
    • Gelöschter Benutzer 06.01.2017 18:34
      Highlight Peterprinzip nennt man das doch?
      Ist bei Grossfirmen und Behörden wahrscheinlich nur noch schlimmer.. :/
      36 3 Melden
    • Aged 06.01.2017 19:35
      Highlight Hochschaukeln
      13 1 Melden
    • FrancoL 06.01.2017 20:05
      Highlight Gut zu wissen dass diejenigen die nicht am Drücker sind immer alles besser machen würden. Allerdings gibt es bis heute wenige Beispiele dass dies so ist.
      11 16 Melden
    • mr-marple 06.01.2017 20:13
      Highlight Nur streiten hier VWLer und nicht BWLer. 2 verschiedene paar Schuhe, auch wenn beide sich Wirtschaftler schimpfen.
      29 3 Melden
    • Scenario 06.01.2017 22:52
      Highlight @Mr-maple: ich als "bwler" würde mal meinein, dass man nicht gerade ein helles bwl köpfchen ist, wenn min nicht wenigstens etwas VWL versteht, zumal man während des studiums sicher mikro und makroökonomie kurse besucht.
      4 1 Melden
    • _kokolorix 06.01.2017 23:16
      Highlight Ich pflichte marple vollkommen bei. Volkswirtschaft und Betriebswirtschaft sind zwei völlig unterschiedliche Sachen. Eine Tatsache die Donald Trump nächstens auf die harte Tour erfahren wird. Es ist ein weit verbreiteter Irrglaube in Politik und Wirtschaft, dass der Staat sparen und ein ausgeglichenes Budget haben muss. Der Staat muss in zukünftige Infrastrukturen und Bildung investieren, dafür wurde er geschaffen, dafür darf er sich verschulden, darauf baut der ganze Kapitalismus auf. Mit der heute üblichen, bürgerlichen Politik sägen wir am Ast auf dem wir sitzen
      8 2 Melden
    • Intellektueller 07.01.2017 01:04
      Highlight @Franco: Firmen machen Gewinne nicht wegen ihren Managern, sondern trotz ihren Managern.
      10 1 Melden
    • FrancoL 07.01.2017 09:49
      Highlight @Intellektueller; das ist selbst für meine kritische Sicht der Unternehmensführungen eine zu einfache Sicht. Ich habe in den letzten 30 Jahren beides beobachtet. Firmen mit guten ja sehr guten Managern die die Firma optimal geleitet haben und die Ressourcen der Firmen gut eingesetzt haben und solche die die vorhandenen Ressourcen mehr als nur verschwendet haben und die Firmen an die Wand gefahren haben. Habe aber auch Firmen gesehen die weitgehend durch ihre Belegschaft an die Wand gefahren wurden und Firmen die nach dem Verkauf an die leitenden Mitarbeiter kaum 1 Jahr Bestand hatten.
      6 0 Melden
    • Intellektueller 07.01.2017 12:07
      Highlight @Franco: Die Erfolge von Managern sind eingebildet. Bemerkenswerterweise gibt es keine falschen Managerentscheide. Wenn es schief läuft, dann sind immer äussere Umstände schuld. Läuft es gut, dann ist es das Verdienst der Manager.
      Manager sind für jede Firma unproduktives Humankapital, wie auch Buchhalter und Putzfrauen.
      Sie gehören zum Wasserkopf der Organisation. Der Mehrwert von dem ihre exorbitanten Boni gespeist werden, kommt einzigst von all den fleissigen Händen, die Handfestes produzieren.
      Darum macht jede Firma trotz ihren Managern Gewinn, nicht wegen ihren Managern.
      5 2 Melden
    • FrancoL 07.01.2017 12:22
      Highlight @intellektueller; pauschalisiere weniger. Schau unbefangen hin. Es gibt gut geführte und schlecht geführte Firmen, aber es gibt kaum Firmen die nicht geführt werden müssen. Selbst kleine KMUs brauchen eine Führung und es ist nicht immer einfach zu führen. Viele Versuche die Belegschaft führen zu lassen sind auch kläglich gescheitert. Der Manager ist nicht immer der Teufel und eine gut geführte Firma ist dies nicht nur wegen der guten Belegschaft.
      9 0 Melden
    • FrancoL 07.01.2017 12:29
      Highlight @intellektueller: ich kenne etliche Manager / Geschäftsführer die nicht von den Boni leben, ordentliche Saläre haben und gute Arbeit leisten. Ich kann also kaum nachvollziehen was deine Verallgemeinerung soll. Aber das wirst Du mir sicherlich erläutern.
      In welcher Stellung bist du in der Wirtschaft unterwegs?
      7 0 Melden
    • Intellektueller 07.01.2017 13:23
      Highlight @Franco: Das bisschen Koordination wird bald automatisiert werden. Die Manager werden durch eine App ersetzt werden.
      Dass es in einer Firma eine Führungsperson braucht, ist ein Dogma, keine naturgegebene Notwendigkeit. Eine Unternehmung kann auch genossenschaftlich geführt werden, wo Abstimmungen entscheiden und keine kleine Möchtegernkönigin.
      "Gut geführte Firmen" sind ein Mythos. Es sind Firmen, die einfach gerade zufälligerweise eine gute Auftragslage haben.
      3 8 Melden
    • _kokolorix 07.01.2017 14:08
      Highlight @Intellektueller
      Zum führen einer Unternehmung gehört schon ein bisschen mehr als koordinieren. Man darf das nicht nur im Kontext einer Bank oder Versicherung sehen. Ein Handwerksbetrieb braucht einen fachkundigen Ansprechpartner für Kunden, eine Softwarefirma muss Entscheidungen bezüglich eingesetzter Technologien fällen, ein Landwirtschaftsbetrieb muss seine Produkte anhand der geographischen, klimatischen und wirtschaftlichen Lage jährlich festlegen, etc. Einiges davon kann durchaus demokratisch bestimmt werden, aber auch in genossenschaftlichen Firmen wird ein Geschäftsführer bestimmt
      7 0 Melden
    • FrancoL 07.01.2017 20:02
      Highlight @intellektueller; Ich bin so eine Natur die UN führt und ja man kann vieles durch Apps und Programme ersetzen aber die Führung kaum und vor allem nicht den führenden Ideengeber. Aber es macht keinen Sinn dies mit Dir zu besprechen denn Du hast offensichtlich keinen blassen Schimmer von Unternehmesführung und schon gar nicht von der nicht zu unterschätzenden Vielfalt der Ideenbezogenen Führung. Aber träume weiter vor allem von den genossenschaftlich geführten UN, die wenn man genauer hinschaut MEISTENS durch einen König dem Verwalter geführt werden oder auch in den Abgrund geführt werden.
      3 0 Melden
    • FrancoL 07.01.2017 20:06
      Highlight @intellektueller; Wenn ich in Zürich die Wohngenossenschaften genauer betrachte so ist ein nicht kleiner Teil eine reine Vetternwirtschaft. Die besten Wohnungen werden weit neben den Normen vorbei vergeben, die Grundvorgaben nicht eingehalten. Da aber ein Teil der Wohnungen ordentlich zugewiesen werden lässt man das schleifen. Nehme ich dann noch die Vergabeebene für Umbauten dazu dann ist die Vetternwirtschaft kaum mehr zu übersehen, aber klar diese Genossenschaften brauchen keine Führung, das leuchtet mir ein. Leute wie Du sind der Grund wieso es nicht ohne Führung geht; Du glaubst einfach.
      3 0 Melden
    • FrancoL 07.01.2017 20:08
      Highlight @Intellektueller; Erzähl uns doch einmal was Du so ohne eine Führung machst, vielleicht kann man ja Deine abstrusen Posts etwas besser einordnen.
      2 0 Melden
    • Intellektueller 07.01.2017 23:58
      Highlight @Franco: Warum funktioniert die Schweiz dann trotzdem ohne Diktator? Die Schweiz ist ein Unternehmen mit 8 Millionen Mitwirkenden und hat keinen Geschäftsführer oder -inhaber.
      Ich bin mit meiner Idee für demokratisch geführte Firmen hier wohl 50 Jahre zu früh.
      1 4 Melden
    • FrancoL 08.01.2017 10:23
      Highlight @itellektueller; Wenn Du den Staat als Unternehmer siehst und wohl auch noch als effizientes dann bist du nicht 50 Jahre zu früh sondern Du siehst es schlicht und einfach falsch.

      Der Staat ist eine Verwaltung die in der Schweiz gemessen an den umliegenden Statten ordentlich gut arbeitet. Er ist aber auch stur von oben nach unten geführt und hat eine Trägheit die jedes UN zum Scheitern bringen würde.

      Die Effizienz ist ist teilweise mehr als nur dürftig und Vetternwirtschaft ist trotz vieler Hemmnisse immer noch an der Tagesordnung.

      Nein Intellektueller da führst Du ein falsches Beispiel an.
      2 0 Melden
    • Intellektueller 08.01.2017 16:44
      Highlight @franco: Du beschreibst nicht die Schweiz, sondern jede beliebige Firma.
      0 0 Melden
    • FrancoL 08.01.2017 17:54
      Highlight @franco; Nein Ich beschreibe aus Erfahrung in der Zusammenarbeit mit den Gemeinden und den Kantonen die Sachlage wie ich sie vorgefunden habe. Und da es nicht nur eine Gemeinde oder ein Kanton war behaupte ich nun mal frei weg, dass Du nicht annähernd die gleiche Erfahrung mit verschiedenen Gemeinden und verschiedenen Kantone auf weisen kannst.

      Diese Realität zeigt ordentlich gut geführte Gemeinden mit relativ wenig Korruption aber einer überall anzutreffenden Trägheit.

      Gemeinden greifen zudem IMMER auf private Institute zurück wenn es um neue Ideen oder Optimierung der Gemeinde geht. Wieso?
      0 0 Melden
    • Intellektueller 08.01.2017 22:30
      Highlight @Franco: Also die Strassen wurden prompt vom Schnee befreit. Von Trägheit war da keine Spur.
      Aber bei Ferrari haben sie eine Warteliste für ihre Kunden.
      Dass viele Aufgaben extern in Auftrag gegeben werden, ist bei Firmen noch viel ausgeprägter. Outsourcing beschäftigt eine Armada von Consultants und Experten, die das Management vorgeblich unterstützen.
      In Tat und Wahrheit dient es nur der Verwedelung der Verantwortung, was aber die 2000 Dollar pro Tag für den Consultant, ziemlich sicher ein Studienkollege, mehr als wert ist. Für den Manager, nicht für das Unternehmen.
      0 0 Melden
    • FrancoL 08.01.2017 23:27
      Highlight @Intellekueller; Ich denke nach Deinem letzten Post der weit neben der Realität steht brauchen wir nicht weiter zu diskutieren, denn gerade die Gemeinden sind weit mehr aufs Outsourcing aus als die Unternehmen. Wenn ich nur schon die IT-Branche betrachte so sind die Gemeinden führend obwohl sie eigentlich ja fast alle die gleichen Programme verwenden könnten. Ich bekomme von 10 verschiedenen Gemeinden 10 verschiedene durch RA ausgearbeitete Vorwort zu den Ausschreibungen, obwohl jede Gemeinde die gleichen Rahmenbedingungen zu stellen hat. Ein Hoch auf die Verschwendung von Steuergeldern.
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    • FrancoL 08.01.2017 23:31
      Highlight @Intellektueller; Falls es Dein Intellekt zu lässt dann warte ich immer noch auf eine Beschreibung deiner Tätigkeit, denn diese muss in einer sehr sehr besonderen Branche eingenistet sein, nur so lässt sich erklären wieso Du so wenig Realitätssinn entwickelt hast.
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  • Gelöschter Benutzer 06.01.2017 18:12
    Highlight Wenns alle anderen schon gemerkt haben kommen auch die ersten Ökonomen aus ihren Löchern gekrochen und wollen mitreden :)
    42 10 Melden
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  • Crecas 06.01.2017 18:10
    Highlight Ein K.O. Schlag gegen die Ökonomie? Nee, eher nicht. Gegen alle Rezepte? Nee schon gar nicht. Gegen Teile der heutigen Forschung, eventuell gegen grosse Teile der heutigen Forschung - mag sein.
    34 12 Melden
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  • Der Zahnarzt 06.01.2017 17:56
    Highlight Für einen Naturwissenschaftler, der aus beruflichen Gründen immer wieder mit Ökonomen zu tun hat (gemeinsame Forschungsprojekte auf Niveau Universität) ist das alles nichts neues.
    75 9 Melden
    • trio 06.01.2017 21:09
      Highlight Das ist doch überall so. Ich bin zum erstaunt, wie lange es immer noch dauert, bis etwas in den Medien erscheint. Heute sind Infos praktisch überall "real time" verfügbar, daran kann es nicht liegen. Bei einem Teil der Politik ist die globale Erderwärmung z.B. immer noch nicht angekommen, während es bei den Wissenschaftler keinen Zweifel mehr gibt.
      12 1 Melden
    600
  • atomschlaf 06.01.2017 17:54
    Highlight Dass man nur Karriere machen kann, wenn man mit dem Chor singt, trifft leider nicht nur auf die Ökonomie, sondern auch auf viele andere Fachgebiete der Wissenschaft zu, was der Gewinnung neuer Erkenntnisse nicht eben zuträglich ist.
    97 3 Melden
    • FrancoL 06.01.2017 20:08
      Highlight Völlig richtig dargestellt, doch die die im Chor singen sehen meistens nur die anderen Chöre.
      9 2 Melden
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  • 90er 06.01.2017 17:39
    Highlight "woran echte Ökonomen nicht zweifeln dürfen " wer sagt das?
    17 7 Melden
    • Cash 06.01.2017 18:20
      Highlight Die Lehre der Ökonomie? Und hierfür muss man sich in den Chor einstimmen ;) Danke Watson für den Artikel
      41 4 Melden
    • Majoras Maske 06.01.2017 18:27
      Highlight Echte Ökonomen definiern was echte Ökonomen sind, steht zumindest im Artikel zwischen den Zeilen.
      18 1 Melden
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