Wirtschaft

«Leider bleibt uns jedoch keine andere Wahl»: Lego streicht 1400 Arbeitsplätze weltweit

05.09.17, 11:44

Bad News von Lego. Bild: EPA/DPA FILE

Nach einem Umsatz- und Gewinnrückgang im ersten Halbjahr streicht der Spielwaren-Hersteller Lego weltweit 1400 Jobs. Das sind etwa acht Prozent der Belegschaft.

«Wir bedauern es sehr, diesen Stellenabbau durchführen zu müssen, der das Leben vieler unserer Mitarbeiter betreffen wird», erklärte das Unternehmen am Dienstag. «Leider bleibt uns jedoch keine andere Wahl, als diese schwierige Entscheidung zu treffen.»

In der ersten Jahreshälfte war das Geschäft der Lego-Gruppe eingebrochen. Der Gewinn ging verglichen mit dem Vorjahreszeitraum unter dem Strich um drei Prozent auf 3.4 Milliarden Dänische Kronen (rund 500 Millionen Franken) zurück. Der Umsatz sank um fünf Prozent auf 14.9 Milliarden Kronen (rund 2.3 Milliarden Franken). Als Gründe hierfür gab Lego geringere Einnahmen bei gleichzeitig höheren Kosten durch Investitionen in die Produktionskapazität und die Verwaltung an. (sda/dpa)

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  • Angelo C. 05.09.2017 15:44
    Highlight Bei einem Halbjahresgewinn von satten 500 Mio. finde ich diesen Schritt (auch als sonst mehrheitlich Konservativer) als nahezu skandalös 🤔!

    Kapitalismus hin, Shareholder her : sowas ist in jedem Falle asozial und vom Ertrag her betrachtet unnötig, auch wenn es diese weltweite Manie, Gewinne auf Teufel komm' raus und bis übers Dach hinaus zu maximieren, einmal mehr sehr eindrücklich widerspiegelt.
    11 1 Melden
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  • de_spy 05.09.2017 13:07
    Highlight 3% weniger Gewinn + 5% weniger Umsatz = 8% entlassene Belegschaft
    Tönt doch total plausibel. Mit weniger Belegschaft gehen Gewinn und Umsatz sicher wieder hoch, ganz sicher. Wäre ja auch schlimm, wenn ein profitables Unternehmen nicht noch profitabler gemacht werden könnte.
    31 10 Melden
    • DerTaran 05.09.2017 15:16
      Highlight Gut führst du kein Unternehmen, du würdest es sicher an die Wand fahren. Man hat sich schon was dabei überlegt, im Unterschied zu dir.
      4 11 Melden
    600
  • chnobli1896 05.09.2017 12:03
    Highlight 500 Millionen Gewinn (in 6 Monaten) und trotzdem 1'400 Leute entlassen.. Ob es nicht auch Anders gegangen wäre?!
    54 9 Melden
    • Hierundjetzt 05.09.2017 12:52
      Highlight Wieder mal ein Student in der Kommentarspalte:

      Umsatz = Warenertrag
      Gewinn = Gewinn

      Das eine (Umsatz) steht zuoberst in der Rechnungslegung, das andere zuunterst (Gewinn)
      13 38 Melden
    • Kawabanga 05.09.2017 13:07
      Highlight @Hierundjetzt: Eben, der Gewinn ist ja 500 Mio und der Umsatz 2.3 Milliarden.

      Also was ist jetzt an chnoblis Kommentar genau falsch, wenn er fragt, ob es nicht auch anders gegangen wäre, wenn der Gewinn 500 Mio beträgt?
      34 0 Melden
    • manhunt 05.09.2017 13:11
      Highlight denk doch mal an die armen shareholder, sollen die jetzt wegen dieses gewinnrückganges eine kleinere dividende in kauf nehmen? von was sollen den die ärmsten auch leben? wer bezahlt dann den unterhalt für die luxusjacht? die hypothek für die villa? die privatschule der kinder? hab doch ein bisschen mitleid.
      33 2 Melden
    • osaliven 05.09.2017 13:29
      Highlight @Hierundjetzt

      Im BWL aufgepasst und im Deutsch wohl ein Fensterplatz. Ich zitiere aus dem Artikel:"Der Gewinn ging verglichen mit dem Vorjahreszeitraum unter dem Strich um drei Prozent auf 3.4 Milliarden Dänische Kronen (rund 500 Millionen Franken) zurück. Der Umsatz sank um fünf Prozent auf 14.9 Milliarden Kronen (rund 2.3 Milliarden Franken)"

      Gewinn: 500 Millionen Franken

      Umsatz : 2.3 Milliarden Franken
      21 0 Melden
    • BossAC 05.09.2017 13:33
      Highlight Hauptsache jeden in einen Topf werfen... Die 500 Millionen Gewinn sind laut Artikel Fakt und niemand spricht hier von Umsatz. Mit 1/5 des Halbjahresgewinns kann man 1400 Mitarbeitern einen Jahreslohn von 70000 Franken auszahlen. Klar spielen noch viele weitere Faktoren eine Rolle, aber bei solchen Zahlen darf man schon hinterfragen, ob die wirklichen Kündigungsgründe zu rechtfertigen sind.
      23 1 Melden
    • chnobli1896 05.09.2017 13:51
      Highlight @manhunt: Das Unternehmen ist nicht kotiert, sondern in Privatbesitz. Die Besitzer können auch so das ganze Geld abzwacken und müssen sich nicht auf die Dividende beschränken :-) Aber ich sehe deinen Punkt mit dem Mitleid natürlich ein ;-)
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