Wirtschaft

Pharma

Novartis hat Fälle schwerer Nebenwirkungen zu spät gemeldet

01.09.14, 15:09

Novartis hat erneut Probleme in Japan. Der Basler Pharmagigant, der dort bereits eine Datenfälschungs-Affäre ausbaden muss, hat eingestanden, den Gesundheitsbehörden 2579 Fälle gravierender Nebenwirkungen zu spät gemeldet zu haben.

Darunter ist auch ein Todesfall in Verbindung mit Krebsmedikamenten. Die japanische Niederlassung von Novartis müsse ihr Vorgehen verbessern, wenn eine Regelverletzung bei der Offenlegung von Nebenwirkungsfällen bekannt würde, teilte Novartis am Montag mit.

Dies habe das japanische Büro für Pharma- und Ernährungssicherheit am 31. Juli angeordnet. Dabei geht es um die Resultate von Studien zu drei Behandlungsweisen. Gegenstand der Studien waren die zur Behandlung von Leukämie bestimmten Medikamente Glivec und Tasigna sowie das Brustkrebsmedikament Afinitor. 

Reihe von Skandalen

Erst kürzlich wurde die japanische Tochter von Novartis von einer Reihe von Skandalen erschüttert. Der erste brach im vergangenen Jahr aus, als zwei japanische Universitäten die Manipulation der Resultate klinischer Studien anprangerten. Aufgrund dieser Affäre und mehrerer anderer Probleme räumte Novartis im April in seiner japanischen Niederlassung mit dem eisernen Besen auf. Der Konzern tauschte das Top-Management der Tochtergesellschaft aus.(whr/sda)

Hol dir die App!

Markus Wüthrich, 5.5.2017
Tolle Artikel jenseits des Mainstreams. Meine Hauptinformations- und Unterhaltungsquelle.
Abonniere unseren NewsletterNewsletter-Abo
Themen
0Alle Kommentare anzeigen
0
Um mit zudiskutieren oder Bilder und Youtube-Videos zu posten, musst du eingeloggt sein.
Youtube-Videos und Links einfach ins Textfeld kopieren.
600

Syngenta verdient in der ersten Jahreshälfte 13 Prozent weniger

Der Agrochemiekonzern Syngenta hat im ersten Halbjahr 2017 13 Prozent weniger verdient. Unter dem Strich stand ein Gewinn von 928 Millionen Dollar, nach einer Milliarde im Vorjahreshalbjahr. Zudem drückten widrige Wetterbedingungen und Rohstoffpreise auf den Umsatz.

Beim Reingewinn machten sich unter anderem auch höhere Resturkturierungsausgaben bemerkbar, insbesondere höhere Aufwendungen für die Barauszahlung im Zusammenhang mit Mitarbeiterbeteiligungsplänen sowie Wertberichtigungsverluste …

Artikel lesen