Wirtschaft

Schwache China-Daten drücken New Yorker Börsen ins Minus

13.10.15, 22:42

Belastet von schwachen Konjunkturdaten aus China haben die US-Börsen am Dienstag nachgegeben. Die Einfuhren der Volksrepublik brachen im September um mehr als 20 Prozent ein. Das war bereits der elfte Monat in Folge mit einem Rückgang.

Erst schwächelte der Markt in China.
Bild: ROLEX DELA PENA/EPA/KEYSTONE

Zudem machten Börsianer Ängste am Markt vor möglicherweise schlechten Unternehmenszahlen für die Kursverluste verantwortlich. In dieser Woche wollen unter anderen Goldman Sachs, Bank of America, Wells Fargo und die Citigroup ihre Bilanzen vorstellen.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss 0.3 Prozent tiefer bei 17'082 Punkten. Der breiter gefasste S&P-500 gab 0.7 Prozent auf 2003 Zähler nach. Der Index der Technologiebörse Nasdaq verlor 0.9 Prozent auf 4796 Punkte. Im Blickpunkt standen die Aktien von Twitter, die um 1.1 Prozent anzogen. Der Kurznachrichtendienst streicht Hunderte Stellen.

Der US-Pharma- und Konsumgüterkonzern Johnson & Johnson (J&J) hob seine Gewinnprognose an. Zudem will das auch für Pflegeartikel wie Penaten-Creme und Listerine-Mundwasser bekannte Unternehmen für zehn Milliarden Dollar eigene Aktien zurückkaufen. Die Börsianer reagierten dennoch verhalten: Die J&J-Aktie sank um 0.6 Prozent. Die Anteilsscheine des Billigfliegers JetBlue fielen 7.8 Prozent, nachdem JPMorgan die Bewertung auf «neutral» gesenkt hatte.

Molson Coors -Papiere kletterten dagegen fast zehn Prozent. Händler begründeten die Aufschläge mit der Mega-Fusion in der Bierbranche. Weltmarktführer Anheuser-Busch InBev, zu dessen Imperium Marken wie Beck's, Budweiser und Corona gehören, will seinen grössten Rivalen SABMiller für umgerechnet 92 Milliarden Euro schlucken. Im Rahmen der Übernahme muss SAB wahrscheinlich seine 58-Prozent-Beteiligung an einem US-Gemeinschaftsunternehmen mit Molson Coors abstossen.

Der Bulle vor New Yorker Börse als Foto-Sujet.
Bild: CARLO ALLEGRI/REUTERS

Nach Börsenschluss wurden noch Quartalszahlen der Grossbank JP Morgan und des Chip-Riesen Intel erwartet.

(sda/reu)

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