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Das Ebenbild als Fratze bei Dorian Gray. Ist es das Schicksal des Liberalismus?

Das Elend des Liberalismus – und wie es überwunden werden kann

Der deutsche Historiker Philipp Blom beschreibt in seinem Buch «Was auf dem Spiel steht» die Krise des Liberalismus und zeigt einen möglichen Ausweg auf.

10.09.17, 13:22 10.09.17, 17:17

In Oscar Wildes Roman «The Picture of Dorian Gray» bleibt der Held immer jung und schön, nur sein Porträt altert. Das führt dazu, dass er immer grausamer und schliesslich wahnsinnig wird. Philipp Blom dient Gray als Metapher für den Zustand des Liberalismus. Wie Gray «konnte er nur deshalb so lange schön bleiben, weil er die Hässlichkeit seines Lebens verstecken konnte», stellt der Historiker fest.  

Philipp Blom ist ein angesagter deutscher Historiker. Er hat ihn Wien und Oxford studiert und lebt in Wien. Blom hat verschiedene Bücher verfasst. Sein letztes trägt den Titel: «Was auf dem Spiel steht».

In seinem Buch «Was auf dem Spiel steht» zeichnet Blom ein düsteres Bild des Liberalismus: Die Hoffnung auf eine bessere Zukunft ist weg, man lebt in der Gegenwart und klammert sich an das, was man hat. Die protestantische Arbeitsethik zerbricht, weil die Arbeit selbst unsicher geworden ist. Und: «In einer Gesellschaft, in der Arbeit obsolet ist, sind auch die Menschen obsolet.»  

Der Reiz der Konsumgesellschaft ist verblasst, die Menschen sind auf der Suche nach Sinn. Die Einsicht, dass die Grenzen des Wachstums erreicht sind, wächst. «Wirtschaftswachstum, das auf Ausbeutung beruht – dieses Geschäftsmodell ist längst an seine Grenzen gelangt. Der Planet, auf dessen äusserster Kruste wir unsere Existenz bestreiten, scheint nicht mehr willens zu sein, unsere Kapriolen zu ertragen», so Blom.  

Die Hoffnung bleibt auf der Strecke

Obwohl wir wissen, dass Klimaerwärmung und wachsende Ungleichheit zu einer existenzbedrohenden Gefahr für die Menschheit geworden sind, scheinen wir unfähig zu sein, etwas dagegen zu unternehmen. Stattdessen verharren wir in einem Zustand, den Blom wie folgt beschreibt: «Ich habe hart gearbeitet, um mir das bisschen zu erkämpfen, was ich habe. Das habe ich mir verdient, ich habe dafür kostbare Lebenszeit aufgebracht. Das gebe ich nicht wieder her. Ich kenne meine Rechte.»

Auf der Strecke bleibt die Hoffnung, denn «es ist schwer, hoffnungsvoll zu sein, wenn Hoffnung dumm erscheint.»  

Die Kritik am Liberalismus hat Tradition

Die Kritik am Liberalismus ist nicht neu. Theodor Adorno, Max Horkheimer, Michel Foucault oder Jacques Derrida, sie alle haben darauf hingewiesen, dass der Liberalismus auch seine Antithese in sich trägt; dass «die alles befreiende Aufklärung schon den Keim von totalitärer Herrschaft und Massenmord in sich trage, dass auch das Narrativ von Fortschritt und Vernunft nichts weiter sei als eine Maske der Macht», wie sich Blom ausdrückt.

Diese Maske wird dem Liberalismus nun vom Gesicht gerissen. Ein ausgewachsener Faschismus wie in den Dreissigerjahren ist zwar derzeit nicht zu erwarten, ganz einfach, weil wir zu reich sind. Es entsteht jedoch eine Art Halbbruder, den Blom Nationalpopulismus nennt. «Es ist wesentlich konstruktiver, den Nationalpopulismus nicht als eine Art Faschismus anzusehen, sondern zu erkennen, dass beide aus demselben Holz geschnitzt sind. Wenn man diesem Stamm bis an die Wurzeln folgt, zeigt sich ein grösseres Phänomen: die Rebellion gegen die alles zermalmende Moderne.»  

Rousseau lässt grüssen

Die Folge ist ein Aufstand gegen eine vermeintliche Elite. Dabei finden seltsame Weggefährten zusammen. Steve Bannon, Wladimir Putin, Recep Erdogan oder Narendra Modi: Sie alle verfolgen letztlich das gleiche Ziel. Sie wollen eine nationalpopulistische Festung gegen den Liberalismus errichten. Dabei spielt es keine Rolle, ob sie jüdisch-christliche, islamische oder hinduistische Werte verteidigen. Sie alle bekämpfen Abtreibung, Homosexualität und Hedonismus und verteidigen, was sie für traditionelle Familienmodelle halten.  

Hat die Aufklärung bekämpft: Jean-Jacques Rousseau.

Wie schon bei Jean-Jacques Rousseau wird die Volksgemeinschaft zur Alternative des Liberalismus. «Es wird eine echte Gemeinschaft sein, die den Einzelnen Zugehörigkeit und Geborgenheit bietet, ein Leben im Einklang mit Gottes Willen, der kulturellen Tradition, den Gesetzen der menschlichen Natur. Die Menschen werden endlich ihr Land zurückbekommen, die Kontrolle über ihr Leben», stellt Blom fest.  

Faschismus light

Ein Sieg des Nationalpopulismus – man könnte ihn auch «Faschismus light» nennen – wäre das Ende der Demokratie. Um das zu verhindern, braucht es gemäss Blom eine grosse Umwälzung. Er entwickelt dazu ein fiktives Szenario:  

Am Anfang steht ein Schock, der zur Erkenntnis führt, dass wir radikal umdenken müssen. «Die ersten Tage sind chaotisch» schreibt Blom. «Religiöse Führer rufen öffentlich zur Busse auf und halten Prozessionen und Bittgebete ab.» Allmählich beginnen die Menschen, vernünftig zu handeln. Es wird beschlossen, vollständig aus der Nutzung fossiler Brennstoffe auszusteigen. Konsumgüter werden zu Preisen verkauft, die ihren echten Kosten entsprechen, und sie werden recycliert.  

Eine neue Gesellschaftsordnung

Dank 3D-Druckern findet die industrielle Produktion wieder dort statt, wo die Güter gebraucht werden. Die Konsumgewohnheiten ändern sich, Fleisch wird zu einem Luxusgut. Weil in der Arbeitswelt immer mehr Roboter eingesetzt werden, wird ein bedingungsloses Grundeinkommen eingeführt. Arbeit ist nicht mehr mühsame Pflicht, sondern Spass, etc.  

Allmählich entstehen so eine neue Wirtschaftsordnung und ein neuer Menschentyp. «Nach 20 Jahren wird die erste Generation derer erwachsen, die nie etwas anderes gekannt haben als die Welt nach der grossen Umwälzung», so Blom. Sie haben ganz andere Gewohnheiten und Haltungen als ihre Eltern. Sie sind Transformation Natives. Eine von ihnen studiert Geschichte und wird später über das frühe 21. Jahrhundert schreiben. Sie ist fasziniert von einer Gesellschaft, die glaubte, ohne Zukunft und ohne Hoffnung überleben zu können.»

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Markus Wüthrich, 5.5.2017
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  • Karl33 11.09.2017 09:44
    Highlight Schlechte Zeiten für Bürger und Arbeitende.
    Während die Linke von BGE und Abschaffung der Grenzen träumt, fabuliert die Rechte von der Abschaffung des Rentenalters und von Steuerbefreiungen für globale Firmen.
    Besser könnte man die Lustlosigkeit der Politik, sich für die Anliegen der 90% einzusetzen, nicht illustrieren.
    13 3 Melden
    600
  • Schneider Alex 11.09.2017 05:59
    Highlight Die Verteidigung von selbstverständlichen nationalen Interessen wird in der Schweiz immer mehr durch Zerrbilder von Patriotismus, Nationalismus und Populismus diffamiert und kaputtgeschrieben.
    14 10 Melden
    600
  • Marlon Mendieta 10.09.2017 20:13
    Highlight "Arbeit ist nicht mehr mühsame Pflicht, sondern Spass, etc."
    Tönt ja fast so als würde Frau und Herr Schweizer heute 80 Stunden die Woche im Stollen verbringen.
    Glaube nicht, dass es jemals einfacher war, sich in der Arbeit zu verwirklichen und nur der Freude wegen zu arbeiten als jetzt. Die, die es jetzt nicht schaffen, würden es auch mit einem Grundeinkommen wohl nicht auf die Reihe bringen.
    19 44 Melden
    • Spooky 10.09.2017 22:47
      Highlight @Marlon
      "Die, die es jetzt nicht schaffen, würden es auch mit einem Grundeinkommen wohl nicht auf die Reihe bringen."

      Das stimmt nicht. Im Gegenteil. Nicht arbeiten müssen macht gesund und munter, aber nur dann, wenn "nicht arbeiten" gesellschaftlich anerkannt wäre.

      Die Gesundheitskosten könnten mindestens auf die Hälfte reduziert werden. Denn mindestens die Hälfte der Krankheiten werden durch jene Leute verursacht, die die Arbeit hassen. Nicht weil sie faul sind, sondern weil ihnen die Sklaverei im Dienste der Geldsäcke gegen den Strich geht und sie echt krank werden.
      31 12 Melden
    • Rotbeisser 11.09.2017 01:00
      Highlight Vielleicht gibt bald eine Zwangsmedikation, die alle happy, arglos und leichtgläubig sein lässt während ihrer 60-Stunden-Arbeitswoche.
      Erwünschte Nebenwirkung: Alle Stimmen immer so ab, wie der Bundesrat es empfiehlt. Es gibt keine Referenden und Volkinitiativen mehr. Die SP löst sich glückshalber auf.
      10 8 Melden
    • El_Sam 11.09.2017 08:02
      Highlight Brave new world. Schmeisst doch mal ein Soma ein ;-)
      2 1 Melden
    • Marlon Mendieta 11.09.2017 09:28
      Highlight Ah wie war das doch schön früher, als sich die Kühe selbst gemolken, die Felder selbst bestellt haben. Niemand hat einen Finger gerührt, alle waren zufrieden, gesund und wurden alt.
      Dann kamen die bösen Kapitalisten und FDP Unternehmer.
      Die haben dann diese Folter "Arbeit" erfunden und den Pöbel unterjocht.
      Danach wurden in den letzten 150 Jahren die persönlichen Rechte immer mehr abgebaut, Gesundheit und Wohlstand wurde dem Volk gestohlen und die Arbeitszeit immer erhöht.
      Heute haben nur noch ganz wenige Menschen den Durchblick...z.B Rotbeisser
      11 5 Melden
    • Rotbeisser 11.09.2017 19:02
      Highlight @Marlon: Es gibt da schon einen Zusammenhang zwischen Kapitalismus und Menschenausbeutung.
      Allerdings reicht das ca. 20'000 Jahre zurück. Als die Menschen in kleinen Sippen vom Wald lebten, da wendeten sie für ihr Überleben weniger als 3 Stunden auf pro Tag. Das ist bei steinzeitlich lebenden Ureinwohnern heute noch so.
      Der moderne Mensch arbeitet 2-4 Mal soviel.
      Dann aber wurden die Menschen zuviel im Wald. Essen wurde knapp. Man wich aus auf Landwirtschaft, die aber Besitz voraussetzt. Seither kann nur selbständig überleben, wer viel, sehr viel Besitz hat. Alle anderen sind deren Leibeigene.
      6 1 Melden
    • Marlon Mendieta 11.09.2017 21:40
      Highlight @ Rotbeisser
      Ich weiss nicht wie du lebst und wo oder wieviel du arbeitest.
      Nehme aber an, dass du mehr Besitztümer hast als der Grossteil der Menschheit.
      Wenn du halt trotzdem findest, du seist irgendjemand sein Leibeigener, dann ist das für mich ok.
      Vieleicht kannst du dich ja auch mal informieren, was Leibeigene oder Sklaven wirklich waren.
      4 6 Melden
    • Rotbeisser 12.09.2017 00:30
      Highlight @Marlon: Jeder der auf einen Job angewiesen ist, der ist ein Lohnsklave.
      Wer genug Land besitzt, um aus ihm alle Nahrung und alles Bauholz zu ernten, was er braucht, der ist ein Herr.
      Wer von den Zinsen seines Kapitals leben kann, der ist ein Herr.
      Alle anderen sind Lakaien von irgendwem.
      Nur weil ein Lakai in der Schweiz sich ein Iphone kaufen kann, macht in das nicht frei. Ein Indianer mitten im Urwald von Borneo hat das nicht, ist aber ein freier Herr.
      5 2 Melden
    • Marlon Mendieta 12.09.2017 09:45
      Highlight Nur der freie Herr in Borneo hat keine Wahl.
      Der Schweize kann statt iPhones zu kaufen sich auch ein unabhängiges Leben einrichten.
      Bezweifle aber, dass jemand freiwillig auf KK verzichtet.
      Lieber iPhone, warme Füsse, volle Risikoabsicherung vom Staat und immer volle Regale.
      So jammert und proletet sich auch wohler, gell
      2 2 Melden
    • Rotbeisser 12.09.2017 10:19
      Highlight @Marlon:
      Sie irren sich.
      Selbst wenn ein Mensch in der Schweiz leben wollte, wie in der Steinzeit, dann dürfte und könnte er das nicht tun.
      Zunächst müsste er ausreichend Wald besitzen. Und er müsste ein ganzjähriges Jagdrecht haben. Dies wird keinem gewährt. Für Wilderei kommt man in's Gefängnis.
      Selbst wenn einer als Bauer autark leben möchte, wie in der Eisenzeit, dann müsste er Land besitzen.
      Wer nichts besitzt, der muss sich verdingen, oder um Almosen betteln, oder von anderen stehlen, ist also abhängig und damit unfrei.
      Ganz im Gegensatz zum Indianer auf Borneo, oder zum Multimillionär.
      3 3 Melden
    • Marlon Mendieta 12.09.2017 12:58
      Highlight Haha und du denkst, das Steinzeitmenschen Besitzurkunden hatten für ihr Land...
      Irgendwie dreht sich die Diskussion jetzt im Kreis
      1 2 Melden
    • Rotbeisser 12.09.2017 16:25
      Highlight @Marlon
      Sie brauchten keine Urkunde. Der Wald war niemandes Besitz. Jeder durfte im Wald jagen und sammeln, was immer er wollte.
      Erst die Landwirtschaft brachte den Besitz.
      1 0 Melden
    600
  • Rotbeisser 10.09.2017 20:02
    Highlight Es bleibt unklar, was nationalpopulistisch sein soll. Blum scheint es gleichzusetzen mit erzkonservativ.
    Nationalpopulismus im eigentlichen Sinn des Wortes, d. h zum Vorteil der Nation und seiner Menschen zu handeln, wäre genau das, was es braucht, für eine bessere Zukunft.
    12 50 Melden
    • Majoras Maske 10.09.2017 22:20
      Highlight Populistisch bedeutet eben nicht "zum Wohle des Volkes" zu handeln, sondern das Volk zu "verführen" und dabei eigentlich nur egoistische Ziele zu verfolgen.
      31 5 Melden
    • Luzi Fair 10.09.2017 22:40
      Highlight Alter Schwede - wie kann man nur so eingeschränkt denken. Für eine bessere Zukunft sollten wir zum Wohle aller Lebewesen handeln.
      25 4 Melden
    • Sapere Aude 11.09.2017 00:15
      Highlight Ein Rechtspopulist welcher sich von den Konservativen distanzieren will ist immer etwas wehr amüsantes.
      17 3 Melden
    • Rotbeisser 11.09.2017 00:55
      Highlight @Majoras Maske
      Sie liessen sich zu sehr von der Propaganda einlullen.
      Populismus heisst: vom Volk für das Volk. Mit anderen Worten: Populismus ist nichts anderes als das höchste Bekenntnis zur Demokratie. Das ist gut!
      Lassen Sie sich nicht von elitären Chauvinisten etwas anderes einreden! Denn so sollen Sie zu einer Diktatur überredet werden. Zur Diktatur durch jene Kreise, die meinen, besser als das Volk zu wissen, was für das Volk gut ist.
      Das Volk sind die 99 % Armen.
      Das übrige 1 % sagt, es sei gut für die 99 %, wenn sie ja sagen zu allem, was das 1 % sich wünscht. Ein Idiot er das glaubt!
      7 17 Melden
    • karl_e 11.09.2017 09:50
      Highlight Ja, Rotbeisser, deshalb sind wir Schweizer so froh, dass sich ein Multimilliardär wie Herr Dr. Blocher selbstlos für die 99 % Armen einsetzt. Nicht wahr?
      8 2 Melden
    • Rotbeisser 11.09.2017 18:47
      Highlight @karl_e: Das wäre mir neu.
      In der Schweiz gibt es keine Partei, die sich für die 99 % einsetzt.
      Alle Parteien sind im Besitz des 1 %.
      5 1 Melden
    600
  • Zeit_Genosse 10.09.2017 19:50
    Highlight Wenn man Liberalismus begrenzt durch mehr Regulation, dann muss man mit der Zeit die Regulationen regulieren. Das Steuern von komplexen Systemen ist heute eine Echtzeitsteuerung stetiger Anpassung, um Ausgleiche zu finden. Die politische Regulation durch Gesetze ist zu langsam und Demokratien bremsen Prozesse die sie dann in Kompromissen nivelieren und austarieren. Ein diktokratisches System könnte einen ökologisch-/sozialen Liberalismus effizienter lenken, sofern Macht nicht die Triebfeder für ungleiche Verteilung von Errungenschaften und Ressorcen ist. Alle Systeme scheitern am Mensch.
    11 2 Melden
    • Rotbeisser 11.09.2017 01:09
      Highlight @Zeit_Genosse:
      Es kommt auf Effektivität an und nicht auf Effizienz.
      Es ist wahrlich kein Vorteil, wenn man besonders schnell darin ist, alles falsch zu machen.
      Diktaturen sind schneller als Demokratien, ja. - Schneller zerstört. Ein Blick in in ein Geschichtslexikon erhellt Ihnen zahlreiche Beispiele dafür.
      7 1 Melden
    600
  • äti 10.09.2017 19:19
    Highlight Ich kenne J.J. Rousseau nur von seiner Aufforderung: "Zurück zur Natur". Und von 'seiner' kleinen Insel in Genf.
    5 6 Melden
    • Philipp Löpfe 10.09.2017 19:24
      Highlight Dann hast du noch Luft nach oben...
      19 7 Melden
    • karl_e 10.09.2017 20:09
      Highlight Rousseau: Eine zwiespältige Figur. Sein Privatleben widersprach seinen schönen Theorien ziemlich krass.
      14 0 Melden
    • äti 10.09.2017 21:12
      Highlight @löpfe: oh ja, sogar viel. finde es gut, noch nicht alles zu wissen und kennen - muss doch noch ein paar Jährchen füllen. :)
      10 0 Melden
    600
  • Sapere Aude 10.09.2017 18:33
    Highlight Aufklärung ist der Ausgang aus der selbst verschuldeten Unmündigkeit. Solange wir als Gesellschaft und als Individuen nicht den Mut haben, uns des eigenen Verstandes zu bedienen, werden Totalitarismen und Reaktionäre immer eine Möglichkeit finden, Freiheit zu beschränken.
    40 0 Melden
    • Rotbeisser 10.09.2017 20:03
      Highlight und Konzerne, und EU-Funktionäre.
      6 6 Melden
    • Sapere Aude 10.09.2017 20:09
      Highlight Eine inhaltliche Aufzählung erübrigt sich bei einer formalen Bestimmung des Gegenstandsbereiches.
      17 2 Melden
    600
  • Redly 10.09.2017 18:31
    Highlight Liberalismus: keiner muss. Jeder kann - auch zB mit anderen zusammen ein anderes System leben (aber er darf niemand dazu zwingen).

    Alle anderen Systeme konsequent umgesetzt: wir zwingen allen etwas auf, keiner darf abweichen.

    Üblicher Einwand: aber ich kann es mir nicht leisten, alleine anders zu leben.
    D.h. andere Systeme gehen nur, wenn andere es 'zahlen' (=die Leistung erbringen).

    PS: Liberalismus bedeutet nicht, dass echt Bedürftigen nicht geholfen wird. Es heisst nur, dass so wenig wie nötig reguliert wird und Selbstverantwortung gilt.
    18 10 Melden
    • Jol Bear 10.09.2017 19:49
      Highlight Korrekt, Liberalismus setzt auch Grundsätze von Ethik und Bildung voraus. Nur durch diese ist auch eine allseits verträgliche Freiheit mit höchstem Mass an Eigenverantwortung möglich, wie es der Lberalismus vorsieht. Das blenden die Kritiker allzu gerne aus. Dort, wo Liberalismus scheitert, praktisch überall zur Zeit, ist die Wurzel des Übels Machthunger, Elitedenken, Totalitarismus.
      18 1 Melden
    • Rotbeisser 10.09.2017 20:06
      Highlight Liberalismus steht nicht im Widerspruch zu Solidarität.
      Ich finde, das Gegenteil ist der Fall.
      Man geniesst viel persönliche Freiheit, gerade weil ein soziales Netz einen nötigenfalls auffängt.
      Wer das weiss, der ist gerne auch solidarisch.
      20 2 Melden
    600
  • aglio e olio 10.09.2017 18:24
    Highlight Wichtig für eine Beurteilung des Themas finde ich eine differenzierte Betrachtung des Begriffs "Liberalismus".
    Es gibt ja die Definition im Sinne der Aufklärung, "die Freiheit nichts zu müssen", und auch die Variante des wirtschaftlichen Liberalismus welcher heute in der Regel als "die Freiheit alles tun zu dürfen" ausgelegt wird. Siehe Neoliberalismus.
    Letzterer ist m.M.n. die Ursache des von Herrn Blom angesprochenen Dilemmas, auch wenn das im Artikel nicht so rüberkommt.

    24 1 Melden
    600
  • smoking gun 10.09.2017 16:23
    Highlight "Nach 20 Jahren wird die erste Generation derer erwachsen, die nie etwas anderes gekannt haben als die Welt nach der grossen Umwälzung", so Blom. Ja wie sieht sie denn aus, die grosse "Umwälzung"? Ist Blom der Meinung, dass die welche heute am meisten vom Liberalismus profitieren - die Machtelite - freiwillig auf ihre Privilegien verzichten werden? Sehen wir uns doch nur mal an, was in den USA passiert ist: Da haben viele Trump-Wähler auch gemeint, da tritt einer an, der für eine gerechtere Verteilung des Reichtums sorgen wird - und wieder wurden sie von der Elite übers Ohr gehauen.
    38 7 Melden
    • Toerpe Zwerg 10.09.2017 16:42
      Highlight Nö, Trump wurde sicher nicht deswegen gewählt.
      20 17 Melden
    • FrancoL 10.09.2017 16:56
      Highlight Das man übers Ohr gehauen wird, wie Sie sich ausdrücken, heisst noch lange nicht dass man sich immer übers Ohr hauen lassen wird. Hätte man zu Beginn der Industriealisierung allem feien Lauf gelassen, dann hätte wir heute noch Leibeigene.
      Die Zivilgesellschaft hat doch einiges erreicht, das leider zB in den USA teilweise wieder zunichte gemacht wird.
      Auch bei uns sind die Bestrebungen über einen übertriebenen Liberalismus die Errungenschaften der Gesellschaft wieder rückgängig zu machen, aber der Widerstand erst sich und das ist gut so.
      26 0 Melden
    • smoking gun 10.09.2017 17:11
      Highlight @Toerpe Zwerg: Lesen, Toerpe, einfach nur konzentriert lesen ... Ich habe geschrieben: "Da haben viele Trump-Wähler auch gemeint ..."

      Ich hab also nirgends geschrieben, dass Trump deswegen gewählt wurde. Trump ist selbstverständlich ein Mitglied der Machtelite. Nur hat er einfach das Pech im falschen Klub zu sein. Aber auch in seinem Klub gibt es sehr reiche und sehr mächtige Members. Und mächtige Menschen machen mächtige Dinge. Wir erleben in den USA also nicht anderes als ein Ringen verschiedener Koalitionen der Elite um die Macht.
      14 0 Melden
    • Toerpe Zwerg 10.09.2017 18:25
      Highlight Das Erstaunliche ist doch, wie weit Wahrnehmung und Fakten auseinandergehen können.

      In jedem westlichen Lan wurden in den letzten 70 Jahren die Sozialsysteme stetig ausgebaut, die Staatsausgaben stetig stärker erhöht als das Wirtschaftswachstum, die Relulierungen und die Gesetzesdicgte immer enger gesponnen.

      Wenn also in der Gesellschaft etwas nicht passt oder aus dem Ruder läuft, müsste man von Regulierungsversagen sprechen ubd nicht von Problemen des Liberalismus.
      12 17 Melden
    • FrancoL 10.09.2017 18:46
      Highlight @Toerpe Zwerg; Falsche Herleitung! Die Gesetze wurden nicht über Nacht geschaffen, sie wurden nicht erfunden oder gar aus Willkür konzipiert. Sie waren und sind es heute immer noch eine Reaktion auf Missstände, Missstände die WEITGEHEND durch zu liberale Interpretationen der eigenen Freiheit und Handlungsweise entstanden sind.
      Es geht nicht um das nicht passen, es geht darum dass die Freiheit dort aufhört wo sie die Freiheit eines anderen einengt. Wieso meisten Sie sind Berge von Gesetzestexten entstanden? Weil alle sich an eine vernünftige Grundhaltung gehalten haben? Neben eben nicht . . .
      21 7 Melden
    • FrancoL 10.09.2017 18:53
      Highlight @TZ;. . . die Freiheit ist nicht ein einfaches Gut und deren natürliche Limite schon gar nicht.
      Darum reagiert man mit Regulierungen und Gesetze. Sie sagen diese hätten nicht gegriffen, sie hätten versagt, eine sehr kurze Sicht! Sie greifen nicht vollständig und müssen immer wieder nachgebessert werden, weil am laufenden Band unter der Flagge der Freiheit Schlupflöcher ausgemacht werden. Das Problem IST der Liberalismus insbesondere der Umgang damit!
      Unter dem Titel LIBERAL lässt sich so ziemlich alles begründen, auch Dinge die alles andere als LIBERAL sind. Beispiele gibt es zu Hauf.
      13 6 Melden
    • FrancoL 10.09.2017 18:59
      Highlight @TZ; Es ist für mich stossend wenn ich mit ansehen muss wie Politiker, die das liberale GUT zuoberst auf ihre Fahne schreiben, wenn sie dann im Privaten auf ein Problem treffen lauthals nach Gesetzen rufen und gerade diese Gesetze bis aufs äusserste ausreizen. Unsere Gesetzgebung ist eh eine Gesetzgebung, die die Elite schützt, weil der Zugang zu einem Verfahren meistens für den finanziell schwächeren nicht zu leisten ist. Beispiel Konkursverfahren und die Sicherstellung des Verfahrensbetrages.
      Zudem vergleichen Sie einmal die Sozialausgaben mit den Wachstum der Spitzensaläre!
      20 4 Melden
    • Toerpe Zwerg 10.09.2017 19:45
      Highlight Dieser Widerspruch bei sogenannt liberalen Politikern nervt mich extrem. Spöter mehr.
      9 1 Melden
    • FrancoL 10.09.2017 20:17
      Highlight @TZ; da sind wir uns einmal einig ist doch schon mal was für einen Sonntagabend.
      6 0 Melden
    • Toerpe Zwerg 10.09.2017 21:08
      Highlight In der Tat!

      Ich schulde Ihnen zum Submissionswesen noch ein feedback ... für heute bin ich aber fertig hier.

      Wünsche Ihnen eine geruhsame Nacht.
      1 1 Melden
    • FrancoL 10.09.2017 21:54
      Highlight @TZ, Wünsche ich Ihnen auch, das Submissionswesen werden wir nicht in einer halben Nacht klären ;-)
      3 0 Melden
    600
  • sebi25 10.09.2017 16:04
    Highlight Nehmen wir als Beispiel des "Schocks" eine Finanzkrise. Wie 2008. Haben die Menschen daraus gelernt?
    Nein, Regulierungen werden langsam wieder abgeschafft, das System läuft so rasant wie nie zuvor.

    Es bleibt zu hoffen, dass eines Tages die Menschen lernen ihre Augen zu öffnen
    42 3 Melden
    • meine senf 10.09.2017 16:29
      Highlight In der Regel sind doch gerade die "Liberalen", die den Abbau von Regulierungen fordern ...
      25 4 Melden
    • Toerpe Zwerg 10.09.2017 16:33
      Highlight Was werden sie denn sehen, wenn sie die Augen öffnen?
      12 14 Melden
    • FrancoL 10.09.2017 17:00
      Highlight @TZ, Dass ZB das Wachstum endlich ist, so wie fast alles auf der Erde und darum Wachstum nicht eine Maxime waren darf, auch nicht auf Umwegen, sondern allgemein ist ein Halt geboten und mit diesem Halt eine ETWAS gleichmässigere Verteilung der Güter.
      22 7 Melden
    600
  • Rabbi Jussuf 10.09.2017 15:59
    Highlight "Die Einsicht, dass die Grenzen des Wachstums erreicht sind, wächst."

    Na, da wächst ja immer noch was!
    28 2 Melden
    600
  • Rabbi Jussuf 10.09.2017 15:56
    Highlight Auch witzig, wie er nonchalant das BGE mit einer Globalisierung (Moderne) zusammenbringen will. Dabei ist es doch offensichtlich, dass ein BGE - wenn überhaupt - nur in einem geschlossenen System funktionieren könnte.
    26 26 Melden
    • RoWi 10.09.2017 18:00
      Highlight Rabbi: wenn Du das BGE zu Ende denkst, wirst auch Du erkennen, welchen Quatsch Du hier verzapfst!
      9 12 Melden
    • Rabbi Jussuf 10.09.2017 18:51
      Highlight Denk doch du es mal zu Ende, so für uns Laien.
      9 4 Melden
    • Marlon Mendieta 10.09.2017 20:17
      Highlight RoWi
      Das BGE wurde schon von vielen schlauen Köpfen zu Ende gedacht.
      So schlau, dass Sie immer weiter vom dummen Pöbel abdriften.
      4 8 Melden
    600
  • Herbert Anneler 10.09.2017 15:52
    Highlight Wer nicht zwischen dem politischen Liberalismus als Errungenschaft der Französischen Revolution und der totalitären Ideologie des Pseudo-Wirtschafts-Liberalismus zu unterscheiden weiss, kann sich, wie Blom, nur blamieren.
    40 3 Melden
    600
  • Paul De Meo 10.09.2017 15:50
    Highlight @Philipp Löpfe

    Der Titel Ihres Artikels suggeriert, dass Ihr Text bzw. derjenige von Autor Blom einen Weg zeigt, wie das Elend des Liberalismus überwunden werden kann. Jedoch schildern Sie/Blom nur künftige Szenarien des Nationalpopulismus. Den möglichen Ausweg (Untertitel) lese ich nirgends. Oder ist dieser im letzten Abschnitt geschildert? Um ein kurzes Feedback, auch nur ein Ja oder Nein, wäre ich Ihnen sehr dankbar!

    Lieber Gruss
    Paul
    42 4 Melden
    600
  • Sillum 10.09.2017 15:43
    Highlight Wenn es den Linksextremisten schon nicht gelingt den Kapitalismus zu überwinden , dann versuchen sie wenigstens den Liberalismus zu bekämpfen. Ja, Toerpe Zwerg (unten) hat recht: Hier wird pseudoreligiöser Magerquark zusammen geschwurbelt. Besser kann man es gar nicht ausdrücken. Irgendwie eine nur sehr schlecht verklausulierte Hymne an den totalen Kommunismus.
    36 33 Melden
    • Sapere Aude 11.09.2017 04:12
      Highlight Bei deinem Geschwurbel wird lediglich ersichtlich, dass du weder von Aufklärung noch von Liberalismus wirklich etwas verstanden hast. Ansonsten wüsstest du, dass die Unterscheidung Liberal und Autoritär, nicht gleichzusetzen ist mit derjenigen zwischen Links un Rechts.
      7 4 Melden
    600
  • Toerpe Zwerg 10.09.2017 15:42
    Highlight Kann mir der Autor seinen Titel aufschlüsseln? Von welchem Elend sprechen Sie?
    23 16 Melden
    • Philipp Löpfe 10.09.2017 15:51
      Highlight Dabon, dass der Liberalismus (gemäss Blom) die Hoffnung auf eine bessere Zukunft aufgegeben hat-
      18 18 Melden
    • poga 10.09.2017 16:11
      Highlight Wie kann der Liberalismus überhaupt eine Hoffnung haben? Dies können nur die "liberalen Kräfte". Und die Antwort darauf soll ein autoritärer Sozialismus sein? Und um dies zu legitimieren, zeichnet man eine mögliche Konsequenz des Rechtspopulismus? Sorry das ganze hier kommt mir schon ziemlich komisch vor....
      18 4 Melden
    • Toerpe Zwerg 10.09.2017 16:28
      Highlight @Loepfe, der Liberalismus ist kein Heilsversprechen und da liegt wohl das Fehlverständnis von Herrn Blom. Herr Blom meint die Welt verbessern zu müssen (natürlich in seinem Sinne). Der Liberalismus fokussiert nicht auf ein Endziel, sondern bleibt ergebnisoffen.

      Das Elend liegt entsprechend ganz bei Herrn Blom. Es muss unerträglich sein, Pluralismus zu ertragen, wenn man glaubt genau zu wissen, was besser ist und wie dieses Besser erreicht werden kann. Dieser Charakterzug eint alle Anhänger totalitärer Ideen.

      Der liberale lässt sie gewähren. Der Wettstreit der Ideen stutzt sie zurecht.
      26 13 Melden
    • Toerpe Zwerg 10.09.2017 16:50
      Highlight Aber zur eigentlichen Frage, dem Titel: Dieser ist irreführend. Sie müssten "er" und nicht "es" verwenden, weil Blom nicht das unterstellte Elend beseitigen will, sondern den Liberalismus.
      5 4 Melden
    • Jol Bear 10.09.2017 17:08
      Highlight Da kann Toerpe Zwerg nur zugestimmt werden. Würde sogar soweit gehen, dass die Ursache der geschilderten Probleme hauptsächlich in der Abwendung vom Liberalismus zu suchen sind. In der Tat wird ein eigentlicher Wirtschaftsliberalismus unterdessen kaum mehr irgendwo praktiziert. EU, die Politik der Notenbanken, die chinesische Wirtschaftsmacht, die Politik, die zur Finanzkrise 2008 geführt hat, nur ein paar Beispiele, die mit Liberalismus soviel wie gar nichts zu tun haben.
      8 7 Melden
    • Sunking_Randy_XIV. 10.09.2017 18:30
      Highlight @ Toerpe - "Der Liberalismus fokussiert nicht auf ein Endziel, sondern bleibt ergebnisoffen." Gewagte These. Vielleicht nicht so offen wie im Sozialismus kommuniziert, aber unter dem Deckmantel (neo-)liberaler Reformen wurde und wird durchaus auf ein Ziel hingearbeitet; Ausbeutung breiter Bevölkerungsschichten, Privatisierungen, Machtkonzentration in den Händen einer Elite, Leistungsgesellschaft und Wettbewerb, Abbau des Staatsapparates und des Sozialstaates etc. Klassenkampf von oben. (Und bevor dus mir unterstellst; nein, nicht auf Anordnung irgendwelcher obskurer Hintermänner und -frauen ;)
      8 5 Melden
    • Philipp Löpfe 10.09.2017 19:26
      Highlight Blom ist ja nicht ganz allein mit seinem Liberalismus-Pessimismus. Harari geht noch viel weiter.
      6 3 Melden
    • Toerpe Zwerg 10.09.2017 19:43
      Highlight @Löpfe, das ist bei Blom doch kein Pessimmus sondern eine Antithese. Harari ist m.E. von anderem Kaliber und formuliert betrachtenswerte Thesen zur Zukunft der Gesellschaft. Da passt Pessimismus eher.

      @Sunking: Ich greife mir mal das falscheste raus:
      "Machtkonzentration in den Händen einer Elite".

      Das ist das genau Gegenteil dessen, was Liberalismus anstrebt.

      8 5 Melden
    • Sunking_Randy_XIV. 10.09.2017 22:48
      Highlight Ach @Toerpe, schon ein bisschen viel kommentiert heute.. Was der Liberalismus anstrebt und was in seinem Namen getan wird, ist ja kaum vergleichbar. Dasselbe beim Sozialismus. Und deutlicher schreiben als "unter dem Deckmantel (neo-)liberaler Reformen" könnte ich es ja wohl nicht. Aber ja, es ist ja nett, wenn Liberale keine Machtkonzentrationen wollen, es ist aber genau das, was im real existierenden Liberalismus geschieht.
      7 5 Melden
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  • Redly 10.09.2017 15:33
    Highlight Das 'Elend' des Liberalismus...
    ...das er mehr Menschen mehr Wohlstand gebracht als alles andere Wirtschaftsformen:
    siehe
    http://www.watson.ch/Wissen/Best%20of%20watson/754590137-20-Grafiken-für-alle--die-glauben--dass-die-Welt-immer-schlechter-wird

    PS: aber ja, bei uns sind Stastsquote und -eingriffe höher als je zuvor. Und wir wundern uns über Stillstand.

    Finde die Korrelation. Erkläre mögliche Zusammenhänge.
    26 12 Melden
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  • smoking gun 10.09.2017 15:14
    Highlight Neoliberalismus ist eine totalitäre Ideologie, Herr Löpfe, und kommt dem Faschismus nahe. Nationalpopulismus als "Faschismus light" zu bezeichnen, ist meiner Meinung nach falsch, weil nur eine weitere Spielart des Neoliberalismus.

    Wer sich eingehender mit dieser Thematik beschäftigen möchte, dem empfehle ich Prof. Rainer Mausfeld:
    11 34 Melden
    • Rabbi Jussuf 10.09.2017 16:00
      Highlight Bitte nicht!
      22 9 Melden
    • smoking gun 10.09.2017 16:31
      Highlight @Rabbi Jussuf: Na kocht dein Hirn, weil es nicht versteht, was Rainer Mausfeld im Vortrag erzählt?

      Ich gehe davon aus, dass dein "Bitte nicht!" ein Hinweis darauf ist, dass du den Vortrag gesehen hast.

      Was ist also deine Meinung zum Thema "Das Elend des Liberalismus."
      9 22 Melden
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  • Toerpe Zwerg 10.09.2017 15:11
    Highlight "Die Einsicht, dass die Grenzen des Wachstums erreicht sind, wächst."

    Bereits an dieser Stelle kann man mit Lesen aufhören, oder eibfach zur Belustigung fortfahren.

    Würde er Ansicht statt Einsicht schreiben ... so aber ist er nur ein weiterer dieser ideologisch verbohrten Grossmäuler, die sich ernsthaft zutrauen, das Weltelend mit ihren Ideen beseitigen zu können.

    Mir wird grad schlecht ob diesem Kotzbrocken.
    42 51 Melden
    • Redly 10.09.2017 15:35
      Highlight @Toerpe: Danke für die klaren Worte. Wenigstens jemand, der Geschichte, Statistiken und Fakten von Ideologie unterscheiden kann.
      22 18 Melden
    • karl_e 10.09.2017 16:14
      Highlight Ich danke Dir auch für die klaren, aber etwas einfältigen Worte, Zwerg. Es ist so schön, dass du unverdrossen an die Unendlichkeit der irdischen Ressourcen glaubst. Das zeugt von einer gaaanz leichten Borniertheit, genau wie deine abschliessende Beschimpfung.
      27 21 Melden
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  • Taggart 10.09.2017 15:10
    Highlight Weg mit den Liberalen, her mit den Libertären. Doch zu viele haben Furcht vor Freiheit.
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    • LeChef 10.09.2017 15:26
      Highlight Naja, man kanns auch übertreiben ;)
      14 5 Melden
    • Eine_win_ig 10.09.2017 15:48
      Highlight Ich fürchte mich nicht vor der Freiheit. Ich bin als liberaler mitte-rechts Wählender für einen föderalistischen Staat. Und in der Schweiz, da bin ich auch als liberale Person stolz drauf, gehört das Wort Sozial zum Wort Staat! Ich bin Stolz darauf, dass die Schweiz Sozialhilfe hat, dass die Schweiz AHV, etc. bietet. Klar sind diese Systeme nicht perfekt. Aber was die von libertären geforderte Privatisierung der Bildung bewirkt sieht man in den USA... Was du als Angst bezeichnest, bezeichne ich als Stolz!
      38 1 Melden
    • poga 10.09.2017 16:16
      Highlight @Eine wie ig wie kommst du darauf, dass du liberaler mitte rechts Wähler bist? Das ist eine ehrlich gemeinte Frage.
      5 4 Melden
    • Eine_win_ig 10.09.2017 17:44
      Highlight Div. Wahlbarometer, eigenes Wahlverhalten mal analysiert im Rahmen einer polito-Seminararbeit. Um damals einen möglichen Bias so gut wie möglich auszuschliessen (auch wenn das eh nicht ganz möglich ist).
      4 0 Melden
    • Eine_win_ig 10.09.2017 17:51
      Highlight @poga: Falls es dich selber mal interessiert, "Benoit Laver (2006) Party Policy" googlen. Sollte zum Resultat führen. Anhand der von ihnen erstellten Skalen kannst du dann in den Initiativkommites nachschauen welche Parteien vertreten sind. Dort wo du zugestimmt hast, Parteienmittelwert nehmen etc. Dies für ein paar Initiativen tun. Bei Wahlen haben sie jeder Partei einen Links-Rechts Wert zugeteilt. Also einfach herauszufinden. Zudem eben auch Skalen zu Konservativ-liberal etc. :)
      5 1 Melden
    • ujay 10.09.2017 18:05
      Highlight @Taggart. Nein, die meisten haben nicht Furcht vor Freiheit, sondern vor Dummheit. Dein Drang, diese libertären Theorien als etwas positives für die Menschheit darzustellen, hat etwas Sektiererisches. Libertär steht für denkende Menschen für totalitär.
      7 5 Melden
    • Eine_win_ig 10.09.2017 19:48
      Highlight Ujay: ich würde libertär nicht totalitär gleichsetzen. Schliesslich will der Libertarismus die Macht der Regierung auf das Kleinstmögliche reduzieren. Es herrscht darauf die Marktwirtschaft und Privatisierung von allem. Und da habe ich eben meine Mühe mit. Gesundheit, Bildung und ähnliches gehören nicht privatisiert, ausser man will eine Zweiklassengesellschaft aus "Haves" und "Have-nots" schaffen. Und genau dazu führt eben der Libertarismus... Aber mit totalitären Regimes gleichzusetzen ist nicht richtig.
      8 2 Melden
    • karl_e 10.09.2017 20:06
      Highlight Libertär: Recht des Stärkeren, Anarchie, Faustrecht.
      7 4 Melden
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  • Maracuja 10.09.2017 15:05
    Highlight <Konsumgüter werden zu Preisen verkauft, die ihren echten Kosten entsprechen ... Weil in der Arbeitswelt immer mehr Roboter eingesetzt werden, wird ein bedingungsloses Grundeinkommen eingeführt

    Was ist unter "echte Kosten" zu verstehen?
    Werden Konsumgüter damit teurer, obwohl die Lohnkosten wegfallen, da von Robotern gefertigt und vertrieben? Falls ja, dürfte ein Überleben nur mit Grundeinkommen nicht sehr angenehm sein.
    16 5 Melden
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  • Toerpe Zwerg 10.09.2017 15:04
    Highlight Du liebes Lieschen, da schwurbelt einer pseudoreligiösen Magerquark zusammen und beschreibt nebenbei eine totalitäre Weltordnung nach eigenem Gusto.

    Liberalismus ist nicht zuletzt die Erkenntnis und die Akzeptanz des Imperfekten und die Anerkennung alternativer Denkansätze.

    Es ist Schindluderei, Nationalpopulismus als Ausprägung des Liberslismus zu missinterpretieren. Idiotisch wird es, wenn pluralistische Ordnung als totalitaristisch verleumdet und "wohlmeinender" Totalitarismus als Freiheitsversprechen gegenübergestellt wird.

    Solche Typen sind die Gefahr, vor der sie vorgeben zu warnen.
    37 37 Melden
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  • Ohniznachtisbett 10.09.2017 14:28
    Highlight Die feuchten Träume einer Minderheit, die nicht einsehen will, dass solche "Revolutionen" meistens noch mehr Verderben bringen. Plötzliche Umstürze sind gefährlich und enden meist in Chaos.
    35 37 Melden
    600
  • Griffin 10.09.2017 14:18
    Highlight 3D-Drucker werden uns retten, ganz von alleine. Das bedingungslose Grundeinkommen wird einfach so, zum Nachteil aller Besitzenden, eingeführt...

    Der Liberalismus muss überwunden werden, da bin ich bei Ihnen, Herr Löpfe. Automatisch wird da aber gar nichts geschehen. Um eine drastische Gesellschaftsveränderung durchzubringen, die das BGE darstellen würde, bräuchte es eine gewaltätigen Umsturz, oder zumindest ein unmittelbar bevorstehender.

    Ihre Zukunftsvorstellungen sind ja verlockend, nur, wie denken Sie kommen wir dahin?
    17 26 Melden
    • Toerpe Zwerg 10.09.2017 15:06
      Highlight Liberalismus muss überwunden werden?

      Das kann nur bedeuten, dass Sie Liberalismus gar nicht verstanden haben.
      27 25 Melden
    • Rotbeisser 11.09.2017 01:27
      Highlight Liberalismus überwinden zu wollen, heisst Totalitarismus etablieren zu wollen. Je nach Gusto als faschistische, oder als kommunistische Diktatur, vielleicht auch als ökofundamentalistische, oder andernorts als islamistische.
      4 1 Melden
    600
  • Grundi72 10.09.2017 14:16
    Highlight Zum Glück schreibt der nur Bücher...!
    39 34 Melden
    600
  • Nausicaä 10.09.2017 14:14
    Highlight Ich hoffe, dass er mit seiner Vision Recht behält. Hoffen ist nicht nur dumm, Denn Hoffnung kann auch eine (Handels) Richtung vorgeben.

    Zum Punkt, dass Produkte zu Preisen verkauft werden, die ihren echten Kosten entsprechen: Es ist ganz wichtig zu wissen, dass fair nicht zwingend teurer ist als 'normale' Ware. Der Unterschied liegt darin, dass der Endpreis des Produkts fair an die Beteiligten verteilt wird. Wenn man es nicht glaubt, darf man gerne die Probe aufs Exempel machen und faire Produkte mit gleichwertigen 'normalen' (ich hoffe, dass sich die Norm hier bald verschiebt) vergleichen.
    34 7 Melden
    600
  • Geralt 10.09.2017 14:11
    Highlight ...das Szenario am Ende des Artikels Sollte man als eine Art Anleitung gross verbreiten um das ganze ein Bisschen zu beschleunigen :-)
    12 7 Melden
    600
  • Ökonometriker 10.09.2017 14:09
    Highlight Man könnte die Probleme der Gesellschaft auch wieder mit mehr Liberalismus lösen - in dem man dem Menschen und seinen Talenten wieder eine Chance gibt.

    Die heutige soziale Marktwirtschaft sichert die Pfründe der Reichen, während talentierte Arme kaum eine Chance auf Aufstieg haben. Das Paradigma ist der Ausgleich der Einkommen, nicht der Vermögen. Das Feindbild sind Manager mit Millionengehältern, nicht die Inhaber mit Milliarden.

    Vielleicht sollte wieder die gerechte Verteilung der Vermögen in den Fokus der Debatte rücken. Vielleicht sollte man die Gesellschaft wieder durchlässiger machen.
    40 9 Melden
    • meine senf 10.09.2017 16:19
      Highlight Das Problem ist, dass *jeder* etwas anderes unter Liberalismus versteht.

      Ein FDPler bezeichnet sich ja auch als liberal, findet aber so etwas wie Chancengleichheit für Arme oder gar Grundeinkommen des Teufels.

      Wenn alle unter liberal das selbe wie Ökometriker verstehen, dann bin ich auch liberal.

      Meiner Meinung nach sollte man das Wort "Liberalismus" aus dem politischen Lexikon streichen. Dieses Wort hat etwa gleich viel Bedeutung wie "Dingsbums" und führt nur dazu, dass alle aneinander vorbei reden, da niemand mehr den anderen versteht.
      12 4 Melden
    • meine senf 10.09.2017 16:24
      Highlight Das Witzige ist ja, dass ich gesagt hätte:

      "Wir sollten weniger Liberalismus (=Neoliberalismus) haben, damit es wieder mehr Soziale Marktwirtschaft (=Chancengleichheit) gibt".

      Ökometriker sagt hingegen
      "Wir sollten weniger soziale Marktwirtschaft (=Neoliberalismus) haben, damit es wieder mehr Liberalismus (=Chancengleichheit) gibt".

      Bei meinen und wollen somit Dasselbe, würden aber ohne Hinterfragung der jeweiligen Wortdefinitionen davon ausgehen, dass sie jeweils das Gegenteil meinen.
      9 0 Melden
    • Ökonometriker 10.09.2017 17:07
      Highlight @meine Senf: der Liberalismus ist in der Tat in zahlreiche Unterströmungen eingeteilt - wie auch der Sozialismus und der Konservatismus. Alle diese Ideologien können in einer Weise interpretiert werden, die desaströse Auswirkungen hat - wie auch die Geschichte zeigt.

      Der Grundgedanke des Liberalismus ist, dass alle Menschen frei sind.
      Der Sozialismus sagt dass wir alle für einander verantwortlich sind.
      Der Konservatismus glaubt an die Weisheit der Ahnen und dem Beschützen der Traditionen.

      Man kann in all diese Ideologien eben sehr viel hineininterpretieren...
      9 0 Melden
    • meine senf 10.09.2017 21:27
      Highlight Das wegen Vermögen und Einkommen finde ich auch interessant.

      Man sagte doch immer "Besitz verpflichtet" (und nicht "Einkommen verpflichtet").

      Das würde auch dazu führen, dass jemand, der viel verdient, das Geld aber auch wieder ausgibt, steuerlich besser gestellt wäre, als jemand der das Geld anhäuft - und über das Erbrecht die Chancengleichheit der folgenden Generationen vermindert. Und da Einkommenschwache kaum viel Vermögen anhäufen können, würde es eher einen stärkeren Steuerprogressions-Effekt haben.

      Darauf könnten sich doch "Sozialisten" und "(Wirtschafts-)Liberale" einigen.
      4 0 Melden
    600
  • poga 10.09.2017 14:09
    Highlight Ich verstehe nicht, wie man über allgemeine Probleme des Liberalismus schreiben kann, und dann den Rechtspopulismus als Gegenstück inszeniert. Weil ja jede autoritäre Idee als Gegenstück zum Liberalismus fungiert. Ich sehe den ganzen Artikel mehr als: Ich habe eine Idee, suche mir sie Richtigen Felder aus Liberalismus, Autoritären Strukturen, gesellschaftlichen Ideen und den richtigen Feinden, mische das wie ich möchte, und schreibe dazu ein Buch.
    25 10 Melden
    600
  • TanookiStormtrooper 10.09.2017 14:06
    Highlight Es gibt "angesagte" Historiker?
    Wie muss man sich das vorstellen??
    27 2 Melden
    • Eine_win_ig 10.09.2017 15:51
      Highlight Neue, aufsehenerregende, noch nicht falsifizierte Theorie :)
      3 0 Melden
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  • LeChef 10.09.2017 13:55
    Highlight Hat dieser Blom noch etwas anderes beizutragen als anekdotische "Evidenz" und irgendwelche an den Haaren herbei gezogene Prognosen..?

    "Plötzlich beginnen die Menschen vernünftig zu handeln. Es wird beschlossen dass [...]". Hinter solchen Aussagen steckt jedenfalls eine sehr simple Weltsicht.

    Ich gebe zu, eine zukünftige Welt könnte theoretisch so aussehen, wie sie der Herr skizziert. Gleichzeitig könnte sie aber auch eine Milliarde andere Zustände annehmen. Ein Blick in eine Kristallkugel wäre nicht weniger genau.
    35 4 Melden
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  • Shin Kami 10.09.2017 13:54
    Highlight Interessante Idee, aber Utopien haben noch nie funktioniert und es gibt immer zu viele Menschen, die dagegen sind.
    14 9 Melden
    600
  • alingher 10.09.2017 13:54
    Highlight Was für ein völlig verzerrter Blick auf den Liberalismus. Der Link zwischen liberal und faschistisch ist schlicht absurd.
    Liberalsimus geht vom freien Individuum aus - das komplette Gegenteil des Menschenbilds im Faschismus.

    Freier Wille bei Entscheidungen wie Abtreibung und sexueller Ausrichtung ist nicht gegen sondern Teil liberaler Haltung.

    Selbst die Internalisierung externer Effekte der Umweltzerstörung ist absolut kompatibel mit Liberalsimus.

    Den Liberalismus und seine auch gravierenden Mängel darf man natürlich kritisieren aber dann sollte man wissen wovon man spricht.
    38 7 Melden
    600
  • meine senf 10.09.2017 13:50
    Highlight Ich finde diese Einstellung, dass Demokratie und (Wirtschafts-)Liberalismus quasi das selbe sind, verherrend.

    Damit treibt man alle, die skeptisch bezüglich wirtschaftlicher Globalisierung sind oder in unserem Wirtschaftssystem Mühe haben, nach rechts.

    Wenn man nur noch die Wahl zwischen "demokratischem" Raubtierkapitalismus oder einem "faschistischen" Sozialismus hat, führt das nur dazu, dass sich Leute von der Demokratie abwenden.

    Diese unseelige Vermischung von Gesellschaftsliberalismus, Neoliberalismus, Globalisierung und Demokratie ist Wasser auf die Mühlen von Rechtsextremisten.
    32 5 Melden
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«Nino Schurter ist der Roger Federer des Mountainbike-Sports»

Dank Nino Schurter und Jolanda Neff gingen erstmals beide WM-Titel bei der Cross-Country-Elite an die Schweiz. Mit vier Gold- sowie je zwei Silber- und Bronzemedaillen realisierte die Schweiz im australischen Cairns ihr bestes WM-Ergebnis und zementierte ihren Status als führende Cross-Country-Nation.

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