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Schon 6-jährige Mädchen glauben, sie seien dümmer als Jungs

Geschlechterklischees stecken schon im Kopf von Sechsjährigen, legt eine US-Studie nahe. Demnach halten Mädchen Männer für schlauer als Frauen. Jungs trauen sich hingegen viel zu.

01.02.17, 16:56 02.02.17, 15:10

Ein Artikel von

Geschlechter-Stereotype greifen offenbar früh: Einer aktuellen US-Studie zufolge trauen Mädchen schon im Alter von sechs Jahren ihresgleichen intellektuell weniger zu als Jungen oder Männern. Sie schätzen andere Mädchen und Frauen seltener als brillant und schlau ein – und schrecken auch vor einem unbekannten Spiel «für wirklich, wirklich schlaue Kinder» eher zurück als ihre männlichen Altersgenossen. Das berichten die Psychologin Lin Bian von der University of Illinois und Kollegen im US-Fachjournal «Science».

Interessanterweise halten fünfjährige Mädchen ihre Geschlechtsgenossinnen noch für ebenso schlau wie Jungs die ihrigen, kurze Zeit später scheint dieses Gleichgewicht aber verloren zu gehen. «Unsere Gesellschaft neigt dazu, Brillanz stärker mit Männern zu verbinden als mit Frauen», erläutert Bian. Diese Ansicht halte Frauen von Jobs ab, die mit Brillanz in Verbindung gebracht würden. «Wir wollten wissen, ob junge Kinder diese Stereotypen auch stützen.»

Schlau oder fleissig?

Um das herauszufinden, befragte das US-Forscherteam für mehrere Teilstudien insgesamt 400 Kinder von 5 bis 7 Jahren, vorrangig aus der weissen Mittelschicht. Für das gesamte ethnische und soziale Spektrum der USA ist die Studie daher nicht repräsentativ.

bild: pexles

Zunächst hörten die Kinder eine Geschichte über jemanden, der «wirklich, wirklich schlau» sei. Dann sollten sie raten, wer aus einer Gruppe von zwei Männern und zwei Frauen wohl der Protagonist war. Während die fünfjährigen Mädchen und Jungen noch gleich häufig das eigene Geschlecht favorisierten, sah das Ergebnis bei Sechs- und Siebenjährigen anders aus: Mädchen sahen ihre Geschlechtsgenossinnen deutlich weniger positiv und hielten Männer oft für schlauer.

In einer weiteren Untersuchung wurden den Kindern zwei – inhaltlich identische – Spiele vorgestellt: Das eine angeblich für «Kinder, die wirklich, wirklich schlau sind», das andere für solche «die sich wirklich, wirklich anstrengen». Sechs- und siebenjährige Mädchen zeigten deutlich weniger Interesse an ersterem als ihre männlichen Altersgenossen. An dem zweiten Spiel waren beide Geschlechter gleich stark interessiert. Erneut war der Unterschied bei der Brillanz-Einschätzung bei den Fünfjährigen noch nicht vorhanden.

Mädchen süss, Jungs stark

Warum sich dieser Wandel vollzieht, konnten die Forscher nicht eindeutig beantworten. Für Genderforscherin Petra Lucht von der Technischen Universität Berlin sind die Ergebnisse aber keineswegs überraschend:

«In unserer alltäglichen Lebenswelt sind soziale Normen, die Geschlechterstereotype vermitteln, nach wie vor sehr präsent.»

Petra Lucht, Genderforscherin

In den vergangenen 15 Jahren habe zudem das Gendermarketing sehr stark zugenommen – die Werbung und der Verkauf von Produkten, die jeweils nur auf ein Geschlecht abzielen.

Kinderbücher im Schweizer Detailhandel: Während bei den Jungs aktive Verben wie «rätseln», «lachen» und «kleben» das Sticker-Set beschreiben, sind es bei den Mädchen lediglich beschreibende und verniedlichende Adjektive wie «lustig», «süss» oder «verspielt».  bild: watson

Lucht vermutet, dass eine entsprechende Untersuchung in Deutschland zu ähnlichen Ergebnissen führen würde. Auch hierzulande gebe es schon früh entsprechende Rollenzuschreibungen – selbst wenn sich viele Eltern und auch Kinder damit nicht wohl fühlten. Dagegen anzugehen sei aber in Anbetracht der Konsumumwelt nicht einfach.

Klischees ersticken​

Können wir dieser Entwicklung entgegen wirken? Auch darauf geben Forscher Antworten. So meint etwa die Psychologin Carol Dweck, dass Fleiss und Ehrgeiz viel entscheidender für Erfolg seien als angeborene Fähigkeiten. Da die Doktrin des gescheiten Jungen und des zierlichen Mädchens anscheinend schon bei Sechsjährigen wirkmächtig ist, gilt es den Kindern nahe zu legen, dass ihr Schicksal in ihren eigenen Händen liegt.

Zudem verlangt Dweck, dass junge Mädchen viel mehr weibliche Vorbilder brauchen, die ihnen demonstrieren, dass sie nicht nur zur Prinzessin taugen, sondern auch Karriere als Politikerin oder Wissenschaftlerin machen können.

Es fehlt an weiblichen Vorbildern. Deshalb hier die mächtigsten Frauen der Welt:

jin/hei/dpa

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Brikne, 20.7.2017
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  • Theor 02.02.2017 09:07
    Highlight Habe das Gefühl, bei uns sieht die Realität anders aus. Die Mädchen sind richtig am kommen, während die Jungs ziemlich auf der Strecke bleiben. Begründen tuh ich dies mit meiner Einsicht in eine Nachhilfeorganisation. Von 52 Kindern sind 48 Jungen. Mädchen müssen so gut wie nie in die Nachhilfe, während Jungs unter Konzentrationsschwierigkeiten und Leistungsdruck zu leiden scheinen.

    Und fünfzehn Jahre weiter oben bestätigt sich das gleiche Bild. Von 62 mir bekannten Anwaltspraktikanten in meinem Kanton sind 48 weiblich. Die Männer sind total in der Unterzahl. :) Girls-Power incomming.
    4 7 Melden
  • rodolofo 02.02.2017 06:24
    Highlight Wichtig ist auch, was als Intelligenz gemessen wird.
    Wird geprüft, wie viel Fachwissen jemand angehäuft hat, oder wird auch die Art der Anwendung im Alltag untersucht? Hier würden Soziale Kompetenzen und "Emotionale Intelligenz" eine stärkere Gewichtung erhalten.
    4 2 Melden
    • Vio Valla 02.02.2017 09:00
      Highlight Kann es sein, dass du den Frauen mehr sozial Kompetenz und emotionale Intelligenz zuschreibst?! Irgendwie höre ich das in diesem Kommentar heraus. Das fände ich dann eben auch wieder Problematisch.
      2 0 Melden
    • rolf.iller 02.02.2017 10:41
      Highlight Sorry ganz schlechtes Argument für Dein Anliegen. Du sagst da, dass Frauen in den traditionellen Bereichen nicht nachkommen und man deshalb noch ein paar very soft Skills dazu nehmen/erfinden muss, um das Blatt zu wenden. Das Argument ist ein Bumerang.
      3 0 Melden
  • Midnight 02.02.2017 06:18
    Highlight Wie es mit 6 war, weiss ich nicht mehr. Aber während meiner Schulzeit war das definitiv nicht der Fall. Da hatten die Mädchen meist viel mehr auf dem Kasten und waren sich dessen auch bewusst!
    10 6 Melden
  • HbPy 02.02.2017 02:02
    Highlight In Wallisser Krippen wurde ein Pionierprojekt gestartet um Steoreotypen abzubauen. Es wurde gestern auf RTS vorgestellt:
    http://www.rts.ch/info/suisse/8349017-le-valais-propose-un-cours-pour-eviter-les-stereotypes-dans-les-creches.html
    2 1 Melden
    • rodolofo 02.02.2017 06:19
      Highlight Wie sagt der Walliser?
      "Vergelt's Gott!"
      3 0 Melden
  • rolf.iller 02.02.2017 00:57
    Highlight Aber Frauen sind doch wissenschaftlich erwiesen dümmer als Männer. Da hat es letzten November eine ganz breit angelegte Feldstudie in den USA dazu gegeben. Resultat: 51% der weissen Frauen hatten für Trump - dem Pussygraber - gestimmt. Das ist doch Beweis genug?
    6 13 Melden
    • Midnight 02.02.2017 06:16
      Highlight Du traust tatsächlich einer Studie aus den USA? Mit diesem Präsidenten? Traue nie einer Studie, die Du nicht selber gefälscht gast!
      3 6 Melden
    • rodolofo 02.02.2017 06:20
      Highlight Dass Frauen dümmer sind, behaupten sie nur in der Weltwoche, dem Kampfblatt für Nationalisten und Chauvinisten.
      15 5 Melden
    • rolf.iller 02.02.2017 10:33
      Highlight Für jene, die den Sarkasmus nicht erkannt haben:
      Mit "Studie" hab ich die US-Wahlen gemeint. Da wurden immerhin ~300 Mio Leute befragt. Dass eine Mehrheit der weissen Fraun für Trump gestimmt hat, ist für mich bis heute unerklärlich.
      9 0 Melden
  • lilie 01.02.2017 22:02
    Highlight Die USA ist ziemlich konservativ und traditionell was Geschlechterrollen angeht. Ich wage zu bezweifeln, dass in Europa genau die gleichen Effekte gefunden würden.
    19 5 Melden
  • bernhardmat 01.02.2017 19:32
    Highlight Es gibt ausnahmen, wo die Frauen intelligenter sind als die Männer.

    PD.: Diese Ausnahmen sind etwas über 50%.
    15 14 Melden
  • statistikus 01.02.2017 19:10
    Highlight In meinem Studium haben wir viel über versch. IQ Tests gelernt. Eine Gemeinsamkeit bei den Resultaten hatten alle: Frauen und Männer sind im Durchschnitt gleich intelligent, aber Männer haben eine höhere Varianz (Spannbreite). D.h., dass es mehr ganz dumme aber dafür auch mehr sehr intelligente Männer als Frauen gibt. Neben dem für Frauen - bis vor einigen Jahrzenten - schlechteren Zugang zu Hochschulen, ist dies der Hauptgrund für die männliche Dominanz bei Erfindungen und Wissenschaft. Die Ausnahme bestätigt die Regel (z.b. Marie Curie).
    46 4 Melden
    • Vio Valla 01.02.2017 19:33
      Highlight Habt ihr im Studium auch nach den möglichen Gründe dafür gesucht? Vielleicht hat das Selbstvertrauen und die eigene Einschätzung auch einen Einfluss auf div. IQ Tests?
      21 4 Melden
    • Macke 01.02.2017 19:56
      Highlight Meines Wissens nach gleichen sich seit den 80ern Männer und Frauen bei IQ-Tests immer stärker an. Dies wird auf die verbesserte Schulbildung von Frauen zurückgeführt. IQ-Tests existieren nicht im luftleeren Raum und die dafür geforderten Kompetenzen sind teilweise erlernbar (siehe z. B. Vergleichsstudien von Gamern und Nicht-Gamern).
      20 2 Melden
    • 3fuss 02.02.2017 10:52
      Highlight @Macke: Ich bezweifle, dass seit den 80ern die Schulabgänger bessere kognitive Leistungsfähigkeit erlangt haben. Viel wahrscheinlicher ist, dass die Intellgenztests derart umgestaltet wurden, dass weniger der typisch "männlichen Intelligenzarten" getestet werden, z.B. räumliches Vorstellungsvermögen und abstrakte Logik (da sind die Männer erwiesenermassen statistisch im Vorteil, dagegen können Frauen Mustererkennung, u.a. etwas besser). Die Hirne von Frauen und Männern arbeiten unterschiedlich. Das eröffnet die Möglichkeit einen Intelligenztest frauen- oder männerfreundlich zu gestalten.
      3 4 Melden
    • Vio Valla 02.02.2017 14:21
      Highlight @3Fuss das Männer naturgegeben besser in dem einen Bereich sind, die Frauen in anderen, ist so aber nicht bewiesen. Es kann genau so gut sein, dass sich durch soziale Prägung sich ein "Frauen und Männergehirn" erst entwikelt. Ein Indiz dafür wäre unter anderem die hier im Artikel erwähnte Studie. Aber solange man immer noch an Dinge wie "Männergehirn und Frauengehirn" glauben will, werden nach wie vor die individuellen Entfaltunmöglichkeiten von Frau wie von Mann begrenzen bleiben...
      7 1 Melden
    • 3fuss 02.02.2017 16:41
      Highlight @Vio Valla: Doch es ist bewiesen.
      Selbstverständlich haben soziale Prägungen einen Einfluss. Doch die genetische Komponente ist zweifelfrei die dominierende.
      Zu Deiner Beruhigung: Die Unterschiede der Hirne innerhalb eines Geschlechtes sind grösser als die durchschnittliche Abweichung zwischen den beiden Geschlechtern. Aber Unterschiede gibt es da, genauso wie Männer nicht dasselbe zwischen den Beinen tragen wie Frauen.
      4 1 Melden
    • Vio Valla 02.02.2017 20:44
      Highlight Die genetische Komponente ist zweifelsfrei dominierender?! Also jetzt weiss ich definitiv, dass du einfach igrendwas erzählst, nur damit es in dein Weltbild passt. ^^ Sie es ein, wir Frauen sind mehr Gleich zu euch Männern, als gewisse das wahr haben wollen, da macht der kleine Unterschied zwischen den Beinen dann auch nicht mehr soviel aus...
      4 3 Melden
  • Vio Valla 01.02.2017 19:07
    Highlight In der Schule ist es auch immer sehr auffällig, dass die Mädchen/Frauen selten aufstrecken und auch viel weniger Fragen stellen, als die Jungs/Männer. Das war schon in der Primar, in der Sekundarstufe und nun auch im erwachsenen Maturitätslehrgang so. Die geschlechterspezifischen Spielsachen finde ich auch eine Katastrophe. Wasserpistolen extra für Mädchen in einem tollen pink... Schrecklich! Das war vor 20Jahren noch nicht so krass. Wir entwiklen uns scheinbar wieder zurück.
    35 9 Melden
    • Midnight 02.02.2017 06:21
      Highlight War in meiner Schulzeit definitiv nichr so. Wenn etwas nicht klar war, waren es vor allem die Mädchen, welche sich meldeten oder Hilfe holten. Das ist aber halt auch schon bald 20 Jahre her...
      6 1 Melden
    • rodolofo 02.02.2017 06:27
      Highlight Stimmt nicht!
      Bei uns war es genau umgekehrt!
      Wir nervten uns über die streberhaften Mädchen.
      Bei meinem Banknachbarn dagegen kam im Laufe der Schuljahre der Verdacht auf, dass seine obere Körperhälfte gelähmt sei...
      7 1 Melden
    • Vio Valla 02.02.2017 08:54
      Highlight So hat wohl jeder seine eigenen Erfahrungen. :) Beim Fragen stellen sind die Mädchen eher noch mit dabei, aber sobald der Lehrer Fragen an die Klasse stellt, hört man von den Mädchen (ausser mir) nicht viel. Obwohl sie es auch wüssten. Aber die Hemmungen, etwas falsches zu sagen, scheinen doch eher da zu sein, was ich immer sehr schade finde. Das sehe ich auch in anderen Lebensbereichen immer wieder. Die Frage ist, warum das so ist!
      5 1 Melden
  • Mr. Spock 01.02.2017 19:02
    Highlight Hat jemand daran gedacht, dass dies eine evolutionstechnische Anpassung sein kann? Ein weibliches Exemplar schätzt sich als "schwächer/dümmer/bedürftiger" ein, als es in Tatsache ist. Somit zieht es den Schutz des stärksten Männchens auf sich. Das starke Männchen erlernt somit bereits früh, dass es erfolg mit Stärke und Schutz des Weibchens hat. In einer Welt vor 20'000 bis 30'000 Jahren machte dies Sinn und eine Erlernung der überlebenswichtigen Rollen mit 28 schlicht keinen, da zu spät! Also ich denke zwischen 5 und 6 Jahren beginnt eine Entwicklung der Sexualität und Rollenbildung?
    14 26 Melden
    • Luca Andrea 01.02.2017 22:57
      Highlight die entwicklung des Menschen geht auf einige millionen jahre zurück, sodass die erwähnten 20'000 - 30'000 kaum ins gewicht fallen...
      5 5 Melden
    • rodolofo 02.02.2017 06:34
      Highlight Falsch.
      Ethnologische Forschungen bei Indigenen im Kongo und in den Philippinen zeigen, dass bei diesen noch am ursprünglichsten lebenden Menschen völlige Gleichberechtigung herrscht.
      Wenn wir hier in der Schweiz aufs Land gehen, treffen wir auf energische, äusserst zupackende "Landfrauen".
      Und in der modernen Macho-Gesellschaft auf den Philippinen haben die herumballernden Säufer und Maulhelden zwar eine laute Röhre, stützen sich aber auf die tüchtige Arbeit der Frauen!
      Würden sie sich nicht ständig um alles kümmern, wäre schon längst alles zusammengekracht und völlig verwahrlost...
      9 4 Melden
    • 3fuss 02.02.2017 10:45
      Highlight @Rodolofo: Du hast absolut Recht mit Deinen Betrachtungen und sie weisen auf ein grundsätzliches Missverständnis unter den Feministinnen hin. Nämlich das Gleichberechtigung rein gar nichts mit dem Rollenbild Mann-Frau zu tun hat. Die Geschlechterrollen sind im Wesentlichen eine tradierte Arbeitsteilung innerhalb einer (kinderreichen) Familie. Diese entspricht aber nicht der Machtverteilung. Meine Grossmutter gebar 14 Kinder. Meine Grossmuter war während rund 20 Jahren quasi fortlaufend eine Schwangere oder eine Stillende. Also war sie Mutter und Hausfrau - und der Chef. Ihr Wort war Gesetz.
      4 3 Melden
    • rodolofo 02.02.2017 11:46
      Highlight @ 3fuss
      Was wiederum nicht gegen den Feminismus spricht!
      Wenn eine Frau in einer traditionellen "Landfrauen-Rolle", oder einer altmodisch-patriarchalen "Huscheli-Rolle" aufgeht, dann soll sie damit glücklich werden!
      Wenn aber Frauen Fussball spielen, als Chefin eine Grossbetrieb leiten, oder weiss ich noch was wollen, so sollen ihnen auch diese Möglichkeiten offen stehen!
      Im Gegenzug darf auch ein Männlicher Muskelprotz in einem Kinderhort tätig sein.
      Ich respektiere Traditionen, bin aber von meiner Prägung und Einstellung her ein Feminist (die männliche Emanzipation ist mit gemeint)!
      11 0 Melden
    • 3fuss 02.02.2017 13:40
      Highlight @Rodolofo: Mit Deinen Beispielen meinst Du tatsächlich Gleichberechtigung: jeder soll sein Leben führen dürfen, wie es ihm beliebt.
      Im politischen Feminismus, bzw. Genderismus wird hingegen allzuoft und allzulaut eine Gleichverteilung verlangt einseitig zu Gunsten der Frauen: in Verwaltungsräten, bei Löhnen, bei Bildungsabschlüssen, bei Hausarbeit u.v.m. (nicht aber bei der Wehrpflicht, Kanalreinigern, Hebammen oder Lehrern).
      Das hat mit Gleichberechtigung nichts zu tun.
      Ein Recht auf etwas, ist noch lange kein Anspruch darauf. Jeder darf z.B. reich sein, doch keinem wird das garantiert.
      2 4 Melden
    • Vio Valla 02.02.2017 14:28
      Highlight @3Fuss, zu sagen, die auch noch heute zT gezeigten starren Geschlechterrollen, habe keinen Einfluss auf die Frage der Gleichberechtigung, ist doch eine recht gewagte Theorie! Denn Gleichberechtigung von Frau und Mann fängt und hört in den Köpfen der Menschen an. Eine immer wieder subtile vorgelebte Geschlechterrolle hat auf Kinder und heranwachsende einen ungeheuren Einfluss und wirkt dann nunmal begrenzend auch wenn die rechtlichen Grundlagen in einer gesellschaft bereits genügend angepasst wären. Das eine ohne das andere, das hätten gewisse Kreise gerne, funktioniert so aber nicht!
      3 0 Melden
    • 3fuss 02.02.2017 16:52
      Highlight @VioValla: Die Geschlechterrolle hat noch nie eine Frau daran gehindert, die Königin zu sein, oder das Oberhaupt der Familie, oder die unangezweifelte Chefin in einem Betrieb. Noch nie hat das Geschlecht über die Machtverhältnisse, weder privat noch gesellschaftlich irgendwie massgeblich beeinflusst. Das ist ein Mythos. Das einzige was Macht ausmacht ist Reichtum.
      Macht ist nicht, wenn er ein Amt inne hat. Macht ist, wen sie ihm diktiert, wie er zu amten hat.
      Rollenbilder behindern niemanden, sie inspirieren. Entweder, um ihnen zu entsprechen, oder um ihnen zu widersprechen.
      2 5 Melden
  • reader187 01.02.2017 18:52
    Highlight Logisch. In der Menscheitsgeschichte sind viele grosse Erfinder und Wissenschaftler mit grossen Leistungen eben Männlich. Das hat zum einen damit zu tun dass in den Extremen ( Dumm und Intelligent ) Männer häufiger vorkommen und die Frauen sich laneg Zeit häufiger um den Nachwuchs gekümmert haben während die Männer geforscht und entdeckt haben. Daran ist auch nichts auszusetzen. Es gibt hier nichts zu "Dekonstruieren". In der heutigen Zeit gibt es keine Gesellschaftlichen oder Gesetzlichen einschränkungen für Frauen mehr. Jede Frau kann grosses vollbringen, aber viele _wollen_ einfach nicht.
    19 37 Melden
    • Vio Valla 01.02.2017 19:15
      Highlight Es gab durchaus Frauen, die geforscht haben. (Obwohl sie keinen zugang zur Universitäten und Forschungstellen bekamen, zumindest nicht offiziell) Nur durften sie ihre Erkenntnise nicht selber publizieren, so dass wohl manch kluger Einfall aus der Vergangenheit eigentlich der Verdienst einer Frau ist...
      29 7 Melden
    • Gelöschter Benutzer 01.02.2017 19:17
      Highlight Und wie erklärst du dir dann, dass es noch immer eine Lohnungleichheit zwischen Mann und Frau für die exakt gleiche Arbeit gibt? Dass Frauen noch immer nicht für die Erziehung entlöhnt werden oder in vielen Betrieben deswegen benachteiligt sind? "Wollen" die wohl auch einfach nicht?
      26 19 Melden
    • LeCorbusier 01.02.2017 21:21
      Highlight Entlöhnung der 'Frau' für die Erziehung durch den Staat oder ihren Mann?
      Umgekehrt muss dies dann auch gelten.


      Kann es sein, dass mehr 'Männer' stärker beim Chef einen besseren Lohn einfordern als 'Frauen' (allg. sich mehr wehren).
      Menschen kann man nicht in zwei Gruppen teilen; Mann/Frau. Es geht doch mehr darum für allen gleiche Möglichkeiten zu geben. Die einen Nutzen diese, die anderen nicht. Und Lohntransparenz würde sehr viel helfen.
      (Persönlicher Gedanke. Nicht ausgearbeitet. Falls ich etwas übersehe, bin ich froh um konstruktiven Input)
      7 0 Melden
    • Markus Hofstetter 01.02.2017 22:41
      Highlight Weshalb sollten Frauen, oder auch Männer für die Erziehung entlohnt werden? Wenn sich Menschen dafür entscheiden, Kinder zu kriegen, dann wohl, weil sie dies als etwas schönes empfinden. Weshalb sollte man die Vorteile des Kinderkriegens geniessen und dann gleichzeitig eine Entlohnung für die Nachteile einfordern?
      10 1 Melden
    • rodolofo 02.02.2017 06:38
      Highlight Dass in der Wirtschaft die Männer vorherrschen, hat damit zu tun, dass sich Frauen stärker für ihren Nachwuchs engagieren und verantwortlich fühlen.
      Das hat auch mit Rollen-Vorbildern zu tun, welche wir als Kinder unbewusst imitieren und dann verinnerlichen.
      Dass Väterliche Vorbilder im Laufe der Geschichte immer rarer wurden, hat auch damit zu tun, dass sehr viele Väter in den Kriegsdienst eingezogen wurden...
      8 0 Melden
    • Vio Valla 02.02.2017 08:57
      Highlight Es hat vorallem damit zu tun, dass in den 50er dieses enge Rollenbild sehr stark propagiert wurde, obwohl es früher überhaupt nicht so war, dass sich nur die Mutter um den Nachwuchs kümmern musste. Dieser "Luxus" stand zu früheren Zeiten meisten gar nicht zur Auswahl.
      2 0 Melden
  • RobinBurn 01.02.2017 18:32
    Highlight Kann mir mal jemand erklären, wieso fast alle Kommentar so negativ sind. Es ist doch einfach gesunder Menschenverstand, dass wenn diese Studie zutrifft, dies nicht fördernswert ist.
    31 2 Melden
  • pachnota 01.02.2017 18:13
    Highlight Bitte hört mal auf mit diesem Genderquatsch...
    Bevor es zu spät ist... Und wir noch komplett degenerieren.
    43 60 Melden
    • DomiNope 01.02.2017 18:20
      Highlight *degenderieren
      36 5 Melden
    • Walter Sahli 01.02.2017 18:41
      Highlight Mit was genau soll aufgehört werden, pachnota? Mit dem ewigen "Jungs sind schlau, Mädchen sind süss"? Oder mit "Mädchen sind genauso schlau wie Jungs"?
      28 10 Melden
    • pachnota 01.02.2017 23:55
      Highlight Am liebsten mit beidem, sahli.
      5 8 Melden
  • Normi 01.02.2017 18:09
    Highlight Mit den negativ Mtv vorbildern wie miley cyrus,kardarschian,hilton und co kan das auch nicht gut für selbsbewustsein sein...
    Und dan werden in den usa die frauen die inteligent,ehrgeizig und erfolgreich sind in die quoten schublade gestekt...

    😒
    41 9 Melden
  • 3fuss 01.02.2017 17:58
    Highlight Andere Studien bewiesen, das Mädchen ihre eigenen Fähigkeiten selber zutreffender einschätzen, als das Buben tun.
    Zusammen mit dieser Studie, die nachweist, dass sich Mädchen für weniger intelligent halten wie die Buben, resultiert die Schlussfolgerung, dass die Mädchen mit ihrer Einschätzung wohl recht haben und tatsächlich weniger intelligent sind als Buben.
    23 68 Melden
    • Sageits 01.02.2017 18:46
      Highlight Nein, nein. Die von ihnen herangezogene Studie sagt ja, dass Mädchen sich zutreffender einschätzen. Das bedeutet im Umkehrschluss, dass Jungs sich überschätzen..... also, sind beide Ellen wieder gleich lang 😉
      38 5 Melden
    • meerblau 01.02.2017 19:00
      Highlight ....oder die Jungs sich heillos überschätzen.
      30 3 Melden
    • neewa 01.02.2017 19:10
      Highlight Sonst geht's aber?
      14 4 Melden
    • Vio Valla 01.02.2017 19:11
      Highlight Nein, die Schlussfolgerung wäre, dass sich die Jungs eher überschätzen als die Mädchen. Kann auch eine Erklärung dafür sein, warum es beim Lohn immer noch unterschiede gibt. Die Frauen verkaufen sich generell weniger gut.
      22 2 Melden
    • 3fuss 02.02.2017 10:32
      Highlight Wenn die Mädchen sich besser einschätzen können als Buben, dann heisst das, dass sich Mädchen eher nicht überschätzen, aber auch dass sie sich eher nicht unterschätzen. Sondern die Mädchen schätzen sich eher so ein, wie es ist. Das ist unabhängig davon, was die Buben über sich selbst sagen.
      Anders gesagt: Dass die Buben sich überschätzen, lässt nicht darauf schliessen, dass die Mädchen sich unterschätzen. Wäre es so, könnte es nicht stimmen, dass Mädchen sich zutreffender einschätzen als das Buben. Dann nämlich würden beide sich unzutreffend einschätzen, über- bzw. unterschätzend.
      2 0 Melden
  • pamayer 01.02.2017 17:52
    Highlight Knallharte Sozialisation.
    Sonst nix.
    26 11 Melden
  • bernhardmat 01.02.2017 17:43
    Highlight Ich wohne im Baskenland. Da haben wir Matriarchat und man merkt es eindeutig. Die Mädchen sind selbstbewusster, im Durchschnitt besser in der Schule und befehlen die Jungs ganz selbstverständlich rum.
    Gut ist keins von beiden. Sowohl das Matriarchat als auch das Patriarchat richten psychologische und soziale Schäden an.
    44 6 Melden
    • fabsli 01.02.2017 18:07
      Highlight Am besten ist das Anarchat. Richtet auch Schäden an, aber niemand ist verantwortlich 😄
      35 4 Melden
    • rodolofo 02.02.2017 06:43
      Highlight Ich stehe auf dominante Frauen.
      Aber manchmal wird's auch mir zu bunt!
      Dann balle ich die linke Hand zur Faust, strecke sie entschlossen hoch und rufe: "Viva la revoluthion!"
      Das ist kurz bevor mir meine Frau ihre Faust in meine Magengrube schlägt...
      8 1 Melden
  • Jaing 01.02.2017 17:41
    Highlight "Beweist" oder "legt nahe"?
    17 3 Melden
  • Gigi,Gigi 01.02.2017 17:35
    Highlight Vielleicht das erste Anzeichen für blond?
    14 27 Melden
    • Normi 01.02.2017 18:10
      Highlight Das erste Anzeichen, dass du noch nie eine Freundin hattest 😝
      46 12 Melden
  • Ohmann94 (Gender: AH-64 Apache Kampfhelikopter) 01.02.2017 17:32
    Highlight Das soll jetzt unabhängig von Mann hbd Frau sein!

    Ein Test "beweist"... Are you serious? Studien sind Studien und die beweisen schon mal gar nix.. Sie liefern Resultate die man interpretiert, aber BEWEISE liefern die schonmal sicher nicht. Also bitte, bitte, bitte bleibt bei der Wahrheit und lasst eure Alternativen Fakten aus dem Titel raus. Danke :)
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  • smarties 01.02.2017 17:32
    Highlight 😠😠 und dann gibts noch die, die behaupten Sexismus gäbe es nicht😤
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  • Caturix 01.02.2017 17:23
    Highlight "legt eine US-Studie nahe" USA ist nicht Schweiz.
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    • fabsli 01.02.2017 18:13
      Highlight Aber immernoch glaubhafter als "Ein Team von Wissenschaftler um Mbogdamane Bhututi haben in Mosambique herausgefunden, dass..." 😉
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    • Lowend 01.02.2017 19:24
      Highlight Ziemlich rassistisch, Ihr Post, fabsli!
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  • Stellklaus 01.02.2017 17:10
    Highlight Gabs nicht den exakt selben Artikel schon mal vor ein paar Tagen? Wie nennt man das heutzutage, Warmed Up News?
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  • Gelöschter Benutzer 01.02.2017 17:04
    Highlight Mädchen sind Mädchen und Jungs sind Jungs. Auch wenn ihr noch soviele Pseudostudien bringen , die scheinbar beweisen sollen, dass dies alles psychologische Mantras sind, ist es doch eine Tatsache, dass ein Apfel wenn er vom Apfelbaum fällt ein Apfel bleibt und durch noch soviel psychologisches Zureden nicht zur Birne mutiert.
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    • Gelöschter Benutzer 01.02.2017 17:19
      Highlight Dein einziges Argument ist eine Tautologie. Gratulation, hast du gut gemacht.
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    • Rendel 01.02.2017 17:26
      Highlight Sie müssen eine Frau sein, bei ihrem Kommentar ^^ .
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    • Majoras Maske 01.02.2017 17:33
      Highlight Ja genau und die gute alte geschlechtslose Reproduktion unserer Ahnen war sowieso besser. Da brauchte es auch keinen Apfelbaum, weil sich die Äpfel selber klonen.

      Hach, das waren noch schöne Zeiten, so ganz ohne Stereotypen und Geschlechterrollen! Und keine nervenden Pseudostudien kamen in den Haushalt geflattert und zwangen uns zu Fortschritt und Veränderung!
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    • Charlie Brown 01.02.2017 17:56
      Highlight Apfel, Birne?

      Aha.

      Pseudostudie?

      Lügenwissenschaft!
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    • Tanea 01.02.2017 17:58
      Highlight Ich glaube, du hast die Problematik nicht ganz begriffen ;-)

      Es geht nicht darum, aus Mädchen genetische Jungs zu machen und umgekehrt, sondern Mädchen mehr Selbstvertrauen zu geben.
      Es ist doch extrem bedenklich, dass sich schon sechsjährige Mädchen weniger zutrauen, als gleichaltrige Jungs.
      Das wiederum zieht sich meist durch das ganze Leben und zerstört viel Potenzial.
      Frauen sind mehr als nur übergephotoshopte Püppchen und Männer müssen auch nicht immer stark sein.
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