Wissen

Forscher holen Fisch ohne Gesicht aus dem Meer

01.06.17, 08:46 01.06.17, 09:03

Tiefsee-Forscher haben vor Australien zum ersten Mal seit mehr als 140 Jahren einen sogenannten Fisch ohne Gesicht gefunden. Er wurde in der Nähe der Jarvis-Bucht in etwa 4000 Metern Tiefe entdeckt.

«Er hat keine sichtbaren Augen oder eine Nase, und das Maul liegt auf der Unterseite», sagte die Wissenschaftlerin Diane Bray der Nachrichtenagentur DPA am Mittwoch von Bord des Forschungsschiffes «Investigator» aus.

Fisch ohne Gesicht: Keine sichtbaren Augen oder Nase. Bild: EPA/AAP/MUSEUMS VICTORIA

Der etwa 40 Zentimeter lange Fisch habe zudem eine eigenartige Tropfenform, ein bisschen wie ein Oktopus, sagte Bray. «Er ist wirklich seltsam.» Ein Exemplar war 1873 von der Besatzung eines britischen Forschungsschiffes vor Papua-Neuguinea entdeckt worden, seitdem bekamen ihn Forscher nicht wieder zu Gesicht.

«Unglaubliche Dinge gesehen»

Das Team von 40 Wissenschaftlern untersucht seit Mitte Mai und noch bis Mitte Juni die Tiefsee östlich des Kontinents zwischen der Insel Tasmanien und Brisbane im Bundesstaat Queensland.

Der Fisch ohne Gesicht in der Seitenansicht. Bild: EPA/AAP/MUSEUMS VICTORIA

Gesammelt wurde bereits eine Reihe von Lebewesen, darunter Meereswürmer, winzige Krustentiere, biolumineszente Seesterne und tellergrosse Asselspinnen – die nicht zu den Spinnentieren gerechnet werden, sondern eine eigene Gruppe bilden. «Wir haben unglaubliche Dinge gesehen», sagte Bray.

Die gesammelten Daten seien ungeheuer wichtig für die Erforschung des Tiefsee-Lebensraumes vor Australien, seiner Artenvielfalt und der ökologischen Abläufe dort, hatte Expeditionsleiter Tim O'Hara zu Beginn der Mission erklärt.

«Das wird zum Schutz und dem ökologischen Management der Tiefsee beitragen und helfen, sie vor den Auswirkungen von Klimawandel, Verschmutzung und anderen menschlichen Aktivitäten zu schützen.» (sda/dpa)

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Markus Wüthrich, 5.5.2017
Tolle Artikel jenseits des Mainstreams. Meine Hauptinformations- und Unterhaltungsquelle.
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  • unkretkau 01.06.2017 11:52
    Highlight Kleine Anmerkung zur Ziegen-Bildstrecke. Die Tiere an der Staumauer sind keine Ziegen, sondern Steinböcke und Steingeissen :)
    1 1 Melden
    • unkretkau 02.06.2017 13:15
      Highlight Wobei der Steinbock ja auch zur Gattung der Ziege gehört!
      1 0 Melden
    600
  • jjjj 01.06.2017 10:12
    Highlight Kill it with fire!




    ;-)
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  • beaker 01.06.2017 09:38
    Highlight "Unglaubliche Dinge gesehen" - Der Fisch sicher nicht

    (Gruss geht raus an Chrigi)
    15 1 Melden
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  • Holla die Waldfee 01.06.2017 08:55
    Highlight Gesammelt? Bedeutet in dem Fall "gefangen und getötet"? Wir retten das Tier in dem wir es töten. Super Logik. Doch.
    8 20 Melden
    • Laut_bis_10 01.06.2017 12:14
      Highlight Sie retten nicht "das Tier". Sie sammeln Informationen über den Lebensraum, in dem das Tier lebt, um so das Wissen zu erlangen wie/ob man diesen schützen kann/muss.
      8 2 Melden
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