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Fjorde, Seen, Gebirge – die Antarktis ohne Eis: Diese Karte haben Forscher der TU Dresden und des Alfred-Wegener-Instituts im August veröffentlicht. Sie zeigt, wie der Südkontinent ohne Eisbedeckung aussehen würde – weite Teile lägen unter Wasser.
Bild: TU Dresden/ AWI/ Lars Radig

Antarktis-Eis: «In der Hand des Menschen»

Wie stark taut der Eispanzer der Antarktis? Forscher haben zwei Szenarien berechnet: Die Menschheit hat es demnach in der Hand, das Schmelzen zu bremsen.

13.10.15, 16:09 13.10.15, 16:36

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Eine der grössten Gefahren der Zukunft birgt der Eispanzer der Antarktis: Wie stark die erwartete Klimaerwärmung die Gletscher des Südkontinents schrumpfen lassen wird, entscheidet darüber, wie hoch die Meere steigen werden. Berechnungen zeigen nun, wann eine Katastrophe droht.

Ungemach droht vor allem aus dem Ozean: Wärmt sich das Wasser vor der Antarktis, schmelzen Gletscher, die wegen ihrer gigantischen Masse vor der Küste auf dem Meeresgrund liegen. Das sogenannte Schelfeis blockiert bislang den Eisabfluss von der Antarktis – wie Korken auf einer Flasche. Schwinden jedoch die Eisriegel, dürfte sich die Gletscherdrift ins Meer erheblich beschleunigen.

Forscher um Luke Trusel von der Woods Hole Oceanographic Institution in den USA haben am Computer nun zwei Szenarien simuliert: Im ersten testeten sie, wie das Antarktiseis reagieren könnte, würde die Menschheit ungebremst Treibhausgase aus Fabriken, Autos und Kraftwerken in die Luft pusten. Im zweiten berechneten sie den Gletscherschwund für den Fall, dass es gelänge, den CO2-Ausstoss deutlich einzuschränken.

Im Eis der Antakrtis ist ein Grossteil der Süsswasservorräte der Erde gebunden. 
Bild: Shutterstock

Das Ergebnis:

In beiden Szenarien verdoppelt sich die Schmelzwassermenge aus der Antarktis bis zur Mitte des Jahrhunderts. Die Antarktis würde dann gut einen halben Millimeter pro Jahr zum Meeresspiegelanstieg beitragen.

In der zweiten Jahrhunderthälfte aber erhöhte sich die Schmelzwassermenge im wärmeren Szenario auf gut anderthalb Millimeter pro Jahr – die Menge entspricht der Hälfte des derzeitigen globalen Meeresspiegelanstiegs.

Im Fall des gemässigten Treibhausgasausstosses indes würde sich der jährliche Beitrag an Schmelzwasser aus der Antarktis nicht weiter erhöhen.

Die Verlässlichkeit solcher Berechnungen gilt zwar als zweifelhaft, wie der UNO-Klimarat IPCC in seinem aktuellen Sachstandsreport einräumt. Er schreibt: «In die Berechnungen des Meeresspiegelanstiegs mittels der Eismodelle haben wir nur mittelmässiges Vertrauen.» Die Kenntnisse über das Verhalten der Gletscher seien ungenügend.

Gleichwohl liessen sich mit den Modellen grobe Trends berechnen, meinen Klimaforscher. Ihre Ergebnisse zeigten, dass die künftige Entwicklung des antarktischen Eisschilds in der Hand des Menschen liege, schreiben Luke Trusel und seine Kollegen nun im Fachmagazin Nature Geoscience: Der CO2-Ausstoss entscheide, ob sich die Schmelze auf dem Südkontinent drastisch verstärke. (boj)

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Yanik Freudiger, 23.2.2017
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  • cbruderer 14.10.2015 14:42
    Highlight Meinen zwei Vorrednern BeWi und SkyDog696 würde ich gerne folgendes Video ans Herz legen.

    Hier nur mal Richtigstellungen der Fehlbehauptungen der beiden:

    - Ja, das Antarktisseeeis hat tatsächlich zugenommen. Das Antarktislandeis schmilzt allerdings und dieses führt dazu, dass der Wasserpegel ansteigt.

    - Die Auswirkungen des Klimawandels sind aktiver Forschungsgegenstand. Man muss immer kritisch sein, weshalb es Wissenschaft und nicht Politik/Religion ist. Dies soll aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass wenig Uneinigkeit bei den grossen Trends herrscht in der Wissenschaft.
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  • BeWi 14.10.2015 12:07
    Highlight Liest das bitte genau durch: "...Die Verlässlichkeit solcher Berechnungen gilt zwar als zweifelhaft..." und "..Die Kenntnisse über das Verhalten der Gletscher seien ungenügend...". Das spricht in meinen Augen Bände... aber klar die Gletscher schmelzen und der Meeresspeigel wird ansteigen wegen dem CO2. Das ist dann sakrosankt...
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  • SkyDog696 14.10.2015 10:24
    Highlight Was für ein Müll. Die Ausdehnung des Antarktiseises hat in den letzten Jahren ZUGENOMMEN. Glaubt nicht jeden Propagandamüll der AGW-Lobby
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