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Warum heisst Gründonnerstag eigentlich Gründonnerstag?

Für viele ist der Name des Tages vor Karfreitag ein Rätsel: Warum heisst Gründonnerstag eigentlich Gründonnerstag? Sprachwissenschaftler und Theologen klären auf.

24.03.16, 11:05 24.03.16, 11:58

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Warum ist der Donnerstag vor Ostern grün? Da es hier um die Karwoche geht und am Gründonnerstag des Abendmahls gedacht wird, liegt es nahe, Leute aus der Kirche zu fragen. Sie müssen es doch wissen, oder?

Er wüsste die Antwort: Jesus Christ, gespielt von einem Menschen, am 22. März auf Malta.
Bild: DARRIN ZAMMIT LUPI/REUTERS

Ingolf Hübner, Referent Theologie bei der Diakonie Deutschland, ist sich sicher: «Das ‹grün› kommt nicht von der Farbe, sondern vom althochdeutschen Grunen, dem Greinen oder Weinen.» So meldet es auch der evangelische Pressedienst: «Das ‹grün› in Gründonnerstag leitet sich nicht von der Farbe, sondern vom Wort greinen ab.»

Fragt man nun aber statt eines Theologen einen Sprachwissenschaftler, sieht die Erklärung wieder anders aus: Die Herleitung des Wortes Gründonnerstag sei in keinem ernst zu nehmenden deutschen Wörterbuch zu finden, so die Gesellschaft für deutsche Sprache. Grün sei vom 14. bis 16. Jahrhundert im kirchlichen Sprachgebrauch im Sinne von frisch, erneuert, sündenlos verwendet worden. Das sei «die einleuchtendste Erklärung», so die Sprachwissenschaftler.

Ganz genau wird man es wohl nicht klären können.

vet

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Zeno Hirt, 25.6.2017
Immer wieder mal schmunzeln und sich freuen an dem, was da weltweit alles passiert! Genial!
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  • Launedernatur 25.03.2016 13:04
    Highlight Ist doch egal. Schon vorbei.
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  • huderli 24.03.2016 22:30
    Highlight an alle 😜😁
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  • Gelöschter Benutzer 24.03.2016 18:19
    Highlight Ich greine ob der fehlenden Erklärung 😢
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  • FreeK 24.03.2016 17:57
    Highlight Diesen Artikel nur dem Tag Wissen zu versehen ist schon ein wenig sehr optimistisch. Halbwissen, Mythen,Religion käme dem Inhalt doch näher!
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    • Fumo 24.03.2016 19:53
      Highlight Theologie ist eine Fakultät, also ist es Wissen. Da könntest du auch gleich Astrophysik als Halbwissen und Mythen deklarieren da es dort auch um Thesen geht die durch Studium bestätigt werden sollen.
      Es muss nicht jeder wissen, es muss nicht jeder lesen.
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    • Matrixx 25.03.2016 03:49
      Highlight Nun, Religion basiert auf Glauben.
      Und die Definition von Glauben ist "Nicht-wissen"...
      7 2 Melden
    • Fumo 25.03.2016 09:37
      Highlight Aber Theologie ist nicht gleich Religion ;)
      2 4 Melden
    • Matrixx 25.03.2016 10:12
      Highlight Theologie sind die Lehren eines Glaubens.
      Man befasst sich trotzdem mit Glauben...
      2 0 Melden
    • FreeK 25.03.2016 12:12
      Highlight @Fumo: Theologie ist die Wissenschaft(wenn man es überhaupt als solche bez. kann) über Götter, Gott etc. nach dem wörtlichen Sinn auf Griechisch.
      oder per Duden "wissenschaftliche Lehre von einer als wahr vorausgesetzten [christlichen] Religion, ihrer Offenbarung, Überlieferung und Geschichte; Glaubenslehre".
      Etwas als Wissenschaft zu bezeichen dass Glauben an von Menschen geschriebenen, angeblich wahren, heiligen Büchern mit Gottes Wort voraussetzt, ist im 21.Jahrhundert überholt und ein Widerspruch in sich selbst!
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  • AdiB 24.03.2016 14:40
    Highlight ach kömmt. liegt doch auf der hand. grün steht für gras. der rauch war kein weihrauch sondern kam vom grünen. sie haben sich alle vergeben und jesus konnte in frieden dahin gehen. die welt war für einen tag glücklich.
    wünsche allen die haben, feiern, oder einfach das verlängerte wochenende geniessen, schöne feiertage.
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    • SVRN5774 24.03.2016 20:38
      Highlight Hahah das erklärt auch wieso diese Jesus Nachfolger aka Hipster 😜
      Einen Bart haben und immer high sind.
      (scherz 😉)
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  • marsupi 24.03.2016 12:47
    Highlight Theologie und Wissenschaft --
    Wieso nur sind sich die beiden nicht einig. Völlig überraschend :p
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    • Snus116 24.03.2016 13:19
      Highlight Ich bin nicht so einverstanden mit deinem Kommentar. Die Aussage der Theologen wird hier wahrscheinlich auch durch eine historisch-kritische Forschungsmethode hergekommen worden sein. Die Unterschiede der beiden Disziplinen leiten sich doch eher aus der mangelnder Quellenlage ab.
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    • marsupi 24.03.2016 15:53
      Highlight Mein Kommentar war auch nicht ernst gemeint. Fakt ist, dass sich Theologen und Wissenschaftler öfters mal uneinig sind, weil auch vieles weder durch die Wissenschaft noch durch Theologen "bewiesen" werden kann. Genau das finde ich ja irgendwo witzig. Ab einem bestimmten Punkt basieren beide auf Annahmen. Es geht mir nicht darum wer recht hat. Dieses Beispiel zeigt trotzdem, dass hier beide aufgrund anderer Wissenspfade auf unterschiedliche "Ergebnisse" treffen. Logisch und nachvollziehbar - aber für mich nicht überraschend dadurch.
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  • Fumo 24.03.2016 11:26
    Highlight Also wenn es um religiöse Begriffe geht glaube ich eher den Theologen als den Sprachwissenschaftler. Zumal "weinen" eher zum Tag passt als "frisch".
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    • Matrixx 24.03.2016 14:03
      Highlight Ich fühl mich heute aber eher frisch als traurig...
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    • tarali 24.03.2016 14:09
      Highlight Wenn man aber die Farbe grün als frisch im Sinne von "sündenlos" interpretiert, wäre das doch einleuchtender, da Jesus Judas doch beim letzten Abendmahl "vergibt". Ausser Jesus wusste an dem Tag ja noch niemand, dass er danach sterben würde, oder?
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    • Fumo 24.03.2016 19:56
      Highlight Es war für die Beteiligten ja auch noch nicht der Gründonnerstag. Wenn man bedenkt dass in Italien traditionsbedingt an diesen Tag man nicht scherzen sollte passt Traurigkeit doch wieder besser.
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