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Sex ohne Folgen. Bild: RONALD WITTEK/EPA/KEYSTONE

Affengeil: Neues Verhütungsmittel für Männer erfolgreich bei Affen getestet

07.02.17, 15:49

Ein neuartiges Verhütungsgel für Männer ist bei Rhesusaffen erfolgreich getestet worden. 16 Affen, deren Samenleiter mit dem Gel verschlossen wurden, hätten während ihrer bis zu zwei Jahren andauernden Beobachtung keine Nachkommen gezeugt, berichteten Forscher in einer am Dienstag veröffentlichten Studie. Ohne das Gel hätte die Schwangerschaftsrate bei den Partnerinnen erfahrungsgemäss bei 80 Prozent gelegen.

Männer, die selbst verhüten wollten, stehen bislang vor keiner einfachen Entscheidung: Kondome empfinden viele Paare als störend, den Geschlechtsverkehr vor dem Samenerguss abzubrechen, gilt als äusserst unsichere Methode - und die Sterilisierung per Vasektomie, bei der die Samenleiter durchtrennt oder abgeklemmt werden, lässt sich nur schwer oder gar nicht mehr rückgängig machen.

«Rückwärtsgang»

Das von Forschern in den USA entwickelte Vasalgel, ein Kunststoffgel, das direkt in den Samenleiter injiziert wird und damit den Weg der Spermien blockiert, war bereits bei Kaninchen erfolgreich getestet worden. Die nun getesteten Rhesusaffen stehen als Primaten dem Menschen allerdings noch näher. Sie scheinen das Gel im Allgemeinen gut vertragen zu haben, berichten die Forscher in der Fachzeitschrift «Basic and Clinical Andrology».

Der Vorteil des Gels ist demnach, dass die Behandlung auf Wunsch relativ einfach wieder rückgängig gemacht werden kann: Beim Test mit den Kaninchen wurde die Polymer-Blockade mit Hilfe eines Lösungsmittels aus Natriumbikarbonat wieder ausgespült, das durch seine Verwendung als Speisenatron bekannt ist. Bei den Rhesusaffen wurde der «Rückwärtsgang» noch nicht getestet.

Nach Angaben der gemeinnützigen Parsemus-Stiftung, die die Entwicklung des neuen Verhütungsmittels für Männer finanziert, ist ein klinischer Test des Vasalgels mit Menschen bereits in Vorbereitung. (whr/sda/afp)

Kondom des Grauens

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  • Madison Pierce 07.02.2017 19:03
    Highlight "direkt in den Samenleiter injiziert wird" sehr laut "Aua" gedacht und aufgehört zu lesen. :)
    27 3 Melden
    600
  • guby 07.02.2017 18:53
    Highlight Würde ich sofort machen. Bis das auf dem Markt ist bin ich aber wahrscheinlich schon nicht mehr sexuell aktiv.
    12 2 Melden
    600
  • Menel 07.02.2017 18:07
    Highlight Das wäre echt mal ein Fortschritt. Dann könnten wir Frauen endlich auf diese gefährlichen Hormone verzeichten 👍👍
    50 8 Melden
    600
  • Coop 07.02.2017 17:08
    Highlight Wie sieht es mit dem Orgasmus aus? Bleibt das Sperma dann einfach drin stecken? Und was passiert dann damit?
    14 5 Melden
    • Madison Pierce 07.02.2017 19:03
      Highlight Nein, die Spermien werden vom Körper resorbiert. Wie wenn Du keinen Sex hast.

      Samenflüssigkeit kommt trotzdem raus, einfach ohne Spermien drin.
      10 0 Melden
    • Kiakira 07.02.2017 19:27
      Highlight Der "Schuss" besteht zum grössten Teil aus Flüssigkeit, welche in der Prostata gebildet wird und diese befindet sich ja bekanntlich NACH dem Samenleiter...
      13 0 Melden
    • Coop 07.02.2017 20:18
      Highlight Ah! Danke ! War mit der Biologie (bzgl Sperma) hier nicht so sehr vertraut...
      9 0 Melden
    • ubu 07.02.2017 23:10
      Highlight Danke für Frage und Antwort. Diese Art von Information würde ich eigentlich vom Artikel erwarten.
      12 0 Melden
    • Alf 07.02.2017 23:59
      Highlight Ich feier euch grad so hart (no pun intended).
      4 0 Melden
    600
  • Alf 07.02.2017 16:32
    Highlight Papayekerne,jeden Tag roh ne Hand voll nach 3 Monaten keine beweglichen Spermien mehr, 3 Monate nach dem Absetzen wieder voll zeugungsfähig. Machen die Maya auf Yucatan so.
    Kann man das nicht irgendwie "nachmachen"?
    10 5 Melden
    • guby 07.02.2017 18:51
      Highlight Gibt es dazu auch wissenschaftliche Quellen? Denn wenn das tatsächlich stimmt ist das eine Goldgrube.
      15 0 Melden
    • Alf 07.02.2017 23:55
      Highlight Sorry, jeder - wirklich jeder - kann eine Suchmachine bemühen, wenn er/sie einen Kommentar posten kann.
      Nach nur einer Suche (und das noch in der Googleblase): https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/7997464
      Ist wohl einfach zu "natürlich" um es chemisch zu replizieren (bzw. der daraus zu erzielende Gewinn ist wohl zu tief).
      1 1 Melden
    • guby 08.02.2017 08:32
      Highlight Das stimmt. Da es aber um deinen Post geht finde ich du solltest der Auserwählte sein. ;)
      Leider ist die Seite des Journals "under maintenance". Ich werde mir den Artikel aber sicher zu Gemüte führen, es interessiert mich was da in den über 20 Jahren passiert ist. Vielen Dank fürs posten.
      2 0 Melden
    600

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