Zürich

Hier werden die angehenden Lehrer besonders gut unter die Lupe genommen. foto: keystone

«Absurd und schikanös» – so müssen angehende Lehrer in Zürich ihre Hosen runterlassen

Wer im Kanton Zürich Lehrerin oder Lehrer werden will, muss der Pädagogischen Hochschule intime Details preisgeben.

Publiziert: 04.10.16, 04:27 Aktualisiert: 04.10.16, 10:01

Die Pädagogischen Hochschule Zürich (PHZH) ist bei der Auswahl ihrer Studierenden wählerisch. Wer einen Studienplatz ergattern will, muss neben einem Strafregisterauszug auch ein ärztliches Zeugnis einreichen. Kandidatinnen und Kandidaten müssen in diesem Attest von ihrem Hausarzt Fragen zu Gewicht, Grösse, Blutdruck, Probleme mit Suchtmitteln, psychotherapeutischen Behandlungen oder Sprachstörungen beantworten lassen. Genau das wurde einer jungen Frau zum Verhängnis, wie die NZZ schreibt.

«Ich empfand das ganze Prozedere als absurd und schikanös.»

Kandidatin bei der Pädagogischen Hochschule Zürich

Die Vertrauensärztin der PH Zürich erklärte dieser einige Wochen später, dass die Hochschule an deren Eignung für den Lehrerberuf zweifle. Grund dafür ist aus dem Attest ersichtlichen Fakt, dass die Frau über Jahre in psychologischer Behandlung war – wie viele Schweizerinnen und Schweizer. Ebenfalls störte sich die PH an dem tiefen Body-Mass-Index-Wert von weniger als 17,5. «Ich empfand das ganze Prozedere als absurd und schikanös», sagt die junge Frau gegenüber der NZZ. «Ich bin körperlich und psychisch gesund, mein Gewicht ist stabil seit Jahren.»

Heinz Rhyn, Rektor der PH Zürich rechtfertigt das Vorgehen mit den Anforderungen an den Lehrerberuf: Man muss psychisch und physisch belastbar sein. «Es geht aber auch um die Vorbildfunktion der angehenden Lehrpersonen.» Untergewichtigkeit kann laut ihm ein Hinweis auf eine Essstörung sein. Das müsse abgeklärt werden.

Die Hochschule hat die Aufnahmekriterien letztes Jahr sogar verschärft. So wird der Leumund auch von Personen überprüft, die bereits in einem anderen Kanton ein Lehrerpatent erworben haben. Der Grund: 2014 filmte ein PH-Student in seinem Praktikum Mädchen beim Umziehen.

Wie der jungen Frau geht es laut der PHZH jährlich 35 bis 60 Personen (je nach Jahr). Dies bei rund 900 geprüften Dossiers. Eine einzige Person wurde in den letzten fünf Jahren aus gesundheitlichen Gründen nicht zugelassen, einer weiteren wurden Auflagen gemacht. Mehrere Kandidaten zogen zudem ihre Anmeldung nach den Abklärungen durch die Vertrauensärztin wieder zurück. Das geschah auch bei mehreren Interessenten, die straffällig geworden waren.

Die anderen sind nicht so strikt

Das Zürcher Verfahren ist ungewöhnlich, wie eine Umfrage bei anderen Hochschulen zeigt. 

An der PH Bern sind weder ein ärztliches Attest noch ein Strafregisterauszug nötig. Auch weil im Kanton Bern die gesetzlichen Grundlagen dafür nicht gegeben sind, wie Monika Pätzmann, Generalsekretärin der Pädagogischen Hochschule Bern, sagt. «Es finden während des Studiums intensive Gespräche mit den Studierenden statt», sagt sie gegenüber der «Berner Zeitung». Die Dozierenden verfügten dabei über viel Erfahrung in Fragen der Berufseignung. Dasselbe treffe auf die Lehrkräfte an den Schulen zu. «Besonders die obligatorischen Praktika geben Aufschluss über die Fähigkeiten der Studierenden.»

«Damit würde die PHGR über das Ziel hinausschiessen.»

Gian-Paolo Curcio, Rektor der Pädagogischen Hochschule Graubünden (PHGR)

Ähnlich tönt es von der Pädagogischen Hochschule Graubünden (PHGR). Auch dort sind Strafregisterauszug und Attest kein Thema. Eine Leumund-Abklärung habe man wieder verworfen. «Wir sind eine ausbildende Institution und keine anstellende», sagt Rektor Gian-Paolo Curcio gegenüber der NZZ. «Damit würde die PHGR über das Ziel hinausschiessen», findet Curcio. Es könne ja auch sein, dass jemand während des Studiums krank oder straffällig werde. In diesen Fällen sei eine Kontrolle mit den erwähnten Massnahmen ohnehin nicht sichergestellt.

Die Pädagogische Hochschule der Fachhochschule Nordwestschweiz (FHNW) verlangt hingegen einen Strafregisterauszug. Kandidaten werden dann abgelehnt, wenn das Delikt mit der Schule beziehungsweise mit dem späteren Berufsfeld zu tun hatte. Dann also, wenn der Täter für Kinder und Jugendliche eine potenzielle Gefahr darstellt, er den Studienbetrieb stören oder dem Ansehen des Lehrerberufs oder der Schule schaden könnte. (rwy)

Das könnte dich auch interessieren:

Der Aargauer Pendlerstau gefährdet den SBB-Fahrplan

Das ist die iPhone-App des Jahres

10 Dinge, die wir als Kind hassten – und von denen wir heute nicht genug kriegen können

Putsch der «treulosen Elektoren» – die letzte Möglichkeit, Präsident Trump zu verhindern

Hol dir die App!

User-Review:
naja, mir - 16.4.2016
Immer auf dem neusten Stand. Besticht mit sympathischem, intelligentem Witz!
49 Kommentare anzeigen
49
Logge dich ein, um an der Diskussion teilzunehmen
Youtube-Videos und Links einfach ins Textfeld kopieren.
600
  • kleiner_Schurke 04.10.2016 15:08
    Highlight Mein Französisch und Turnlehrer trug im Turnunterricht unter den kurzen Turnhosen keine Unterhosen. Als er uns die Startposition beim 80m Lauf vorzeigte hing dein Ding aus der Hose raus. Das war natürlich bei uns der Brüller und wir lachten uns schief. Heute sehe ich das Verhalten dieses Typen anders. Er benahm sich in den Französisch Stunden wie ein Tier, erniedrigte selektive einzelne Schüler und traktierte sie mit “fauler Sauhund“ und dergleichen. Verheiratet war er mit einer ehemaligen Schülerin. Alles in allem wohl eher das Profil einer psychisch auffälligen Person.
    11 1 Melden
    600
  • SeKu 04.10.2016 10:51
    Highlight Die Diskriminierung von Nicht-Fetten durch die Fetten geht immer weiter. Traurig.
    Und die Medien stimmen nur immer im Politisch Korrekten "Dick ist schön"-Gesang ein.
    14 28 Melden
    600
  • Stipps 04.10.2016 10:03
    Highlight Ach die armen Lehrer *kreisch*
    21 27 Melden
    600
  • Dan Rifter 04.10.2016 09:55
    Highlight Musste ich auch machen und finde es legitim.

    Es geht ja nicht darum, ob man die drei Jahre PH physisch und psychisch übersteht, sondern nachher dem Job gewachsen ist.

    Es ist allerdings schon so, dass es wie eine Farce erscheint, wenn eh alle durchkommen.

    Auch das Aufsätzli "Selbsteinschätzung zu den berufsrelevanten Kompetenzen" ist ein Joke.
    Aber so lange im Kantin immernoch Lehrer fehlen, wird man bei der Zulassung (und vor allem im Assessmentjahr) lasch bleiben.

    Oder wie's ein Kommilitone etwas drastisch sagte: Ich würde mindestens die Hälfte der Studis hier rausschmeissen.
    31 8 Melden
    600
  • pamayer 04.10.2016 09:48
    Highlight Kanton aargau, 1985
    Geri müller, heute stadtammann von baden, verweigerte den militärdienst und sass die gefängnisstrafe ab. Danach schrieb er sich bei der hpl (damals lehrerausbildung ag) ein. Nach einigen Tagen studium wurde ihm eröffnet, verweigerer haben an einer lehrerausbildung nichts zu suchen und er musste die Ausbildung abbrechen.
    24 3 Melden
    • Martin68 04.10.2016 10:05
      Highlight Ich bin auch Aargauer und Geri Müller als Beispiel anzuführen bestätigt, dass der Entscheid 1985 richtig war....
      21 25 Melden
    600
  • pamayer 04.10.2016 09:40
    Highlight Peter bichsel: in zeiten des lehrermangels werden auch die schrägen und buckligen eingestellt. Hat es genug lehrer, finden nur die angepassten eine Anstellung.
    19 4 Melden
    600
  • Martin68 04.10.2016 09:38
    Highlight Liebe PädagogInnen und angehende Pädagogen

    Willkommen in der Realität der Privatwirtschaft und im Leben ausserhalb der Bildungsanstalten.

    Beinahe jeder Arbeitnehmer muss vor Ausfertigung eines Arbeitsvertrages einen gesundheitlichen Fragebogen oder einen Gang zum Vertrauensarzt der Firma machen. Sogar das Reinigungspersonal, dass eure Schulzimmer reinigt....

    Und wem es nicht passt, erhält den Job nicht. Wiso also nicht auch die Lehrer?

    16 33 Melden
    • gelb 04.10.2016 10:08
      Highlight Diese Entwicklung findest du Ok?

      Wer sagt das Menschen, die Fehler gemacht haben, Psychische Probleme hatten usw., nicht die besseren Pädagogen sind.

      Ich finde diese Entwicklung bedenklich. Die Arbeitnehmer sollten möglichst angepasst und perfekt sein. Aber dies sagt noch nichts über die Qualitäten, des Arbeitsnehmers, in seinem Beruf aus.
      32 8 Melden
    • Frau Joller 04.10.2016 10:53
      Highlight Sicher? Habe vor meiner Anstellung als Lehrerin in verschiedenen Branchen in der Privatwirtschaft gearbeitet (in grossen und kleinen Unternehmen), einen Gesundheitsfragebogen hab ich nie ausfüllen, geschweige denn mich beim Vertrauensarzt vorstellen müssen (unser Reinigungspersonal übrigens auch nicht, hab während des Studiums Schulhäuser geputzt).
      19 4 Melden
    600
  • schoggifresser@gmail.com 04.10.2016 09:31
    Highlight 'Ich bin Körperlich und Psychisch gesund"....
    Dies bei einem BMI von 17.5 und Psychologischer behandlung, das ist schon mehr als fragwürdig 'GESUND!"
    Bei der heutigen Beruflichen belastung, die Lehrer offenbar zu haben scheinen, ist dieser Beruf vielleicht tatsächlich NICHT geeignet.....
    21 23 Melden
    600
  • Bruno Wüthrich 04.10.2016 09:19
    Highlight Strafregisterauszug für Lehrer (auch für angehende) finde ich gut. Und zwar regelmässig, so ungefähr alle drei Jahre. Der Rest ist vor allem für angehende heikel.

    Aber ich würde dies gerne für das ganze Land einheitlich geregelt wissen. Unsäglich, dass da uneinheitlich gearbeitet wird.
    8 18 Melden
    • Alex_Steiner 04.10.2016 11:39
      Highlight Wieso? Sollen ehemalige Kriminelle nicht mehr arbeiten? "Die sollen gefälligst Leute überfallen - wie es sich für Kriminelle gehört!"

      Wäre ja noch schöner wenn sie sich in die Gesellschaft integrieren...
      14 10 Melden
    600
  • lilie 04.10.2016 08:54
    Highlight Bei der Anzahl nach diesen Prüfungen ausgeschlossenen Studenten kann man sich wirklich fragen, ob das sinnvolle Massnahmen sind.

    Ausserdem könnte man auch einmal von der anderen Seite überlegen: Jemand, der ein psychisches Problem überwunden hat, ist sicher sehr gut geeignet, Kinder und Jugendliche feinfühlig und kompetent zu begleiten und auch rechtzeitig einzugreifen, falls etwas schief geht.
    48 9 Melden
    • pamayer 04.10.2016 09:37
      Highlight Genau! Das ist der punkt!
      Aaaaaber die/der könnnnte ja rückfällig werden.
      Glaube, im lehrerberuf hast du heute eher ein burnout als einen rückfall in eine alte Krankheit - bwz der rückfall würde vom burnout provoziert.
      7 4 Melden
    • gelb 04.10.2016 10:00
      Highlight Vielleicht ist genau eine solche Person, welche bereits Lebenskrisen bewältigt hat, feinfühlig und kompetent Jugendliche zu bewältigen.
      8 4 Melden
    600
  • Spielverderber 04.10.2016 08:53
    Highlight Ganz einfach, bei den heutigen Eltern welche nicht erzogen wurden, (nach, nach 68ern), schicken demnach noch unerzogenere Kinder in die Schule. Fazit: Sind angehende Erziehende psychisch "sauber" landen sie früher oder später beim Psychiater oder landen im Burnout, wie mein Lehrerkollege. Was soll dasGanze also??
    4 18 Melden
    600
  • The Box 04.10.2016 08:28
    Highlight Zeitungen sind so Schizophren: ich sehe die Schlagzeile bildlich vor mir...
    Watson: "angeklagte Lehrerin seit Jahren in psychologischer Betreuung! Warum wurde nicht früher Eingegriffen!?"
    39 8 Melden
    600
  • Madison Pierce 04.10.2016 08:14
    Highlight Psychologische Behandlungen in der Vergangenheit sollten kein Ausschlusskriterium sein.

    Aber es ist gut, wenn heute auch "weiche" Faktoren beurteilt werden. Während meiner Schulzeit hatte ich mehrmals Lehrer, die fachlich und intellektuell absolut top waren, aber vom Charakter her nicht als Pädagogen geeignet (launisch, jähzornig...).
    40 4 Melden
    • Friction 04.10.2016 09:46
      Highlight @Madison ...
      Soft Akills also. Gesundheitsdaten wie BMI sind also Soft Skills??? Psychotherapie: ja/nein, Softskills? Das sind allesamt Hardakills (quantitativ), die als Softskills verkauft werden.
      6 3 Melden
    600
  • Scaros_2 04.10.2016 08:11
    Highlight Also ob ein Lehrerberuf psychisch und physisch einem mehr fordert als ein Job im management wo man unter ständigem Termin und Kostendruck steht und sich je nach Branche einer grossmacht an günstigen Fachkräften aus dem Ausland - in der IT indien - gegenüberstellen muss. Ich meine man könnte sich noch auf "gleich" einigen aber muss bei einem solchen Job nicht meine Hose runterlassen sondern lediglich mich gut verkaufen

    Gleichzeitig jammert man aber das man zu wenig Lehrer etc. hat.

    Ich würd mir solch ein "verfahren" auch nicht über mich ergehen lassen. Dann doch lieber den Namen klatschen.
    17 20 Melden
    • EvilBetty 04.10.2016 08:57
      Highlight Im Top Management übernimmt auch nicht die Verantwortung und die Vorbildfunktion für Kinder.
      16 6 Melden
    • philosophund 04.10.2016 09:49
      Highlight Was ist schon Termin- und Kostendruck im Vergleich zur Verantwortung über ein Kind. Baust du im "Management" Gaggi, kannst du unbehelligt aus dem Büro laufen und neuen Job suchen oder du wirst ersetzt. Als Lehrer trägst du die volle Verantwortung ggü Kids und leistest erheblich zu deren langfr. Entwicklung bei. Ich möchte keinesfalls den Job (ja, mit viel viel Verantwortung, Headcount-, Termin- und Kostendruck inkl. Handling von Stakeholdern im In- und Ausland) mit dem eines Lehrers austauschen. Hab' grossen Respekt vor dem Job eines Lehrers - allein schon wegen den Erziehungsberechtigten



      12 5 Melden
    • Martin68 04.10.2016 10:33
      Highlight Hoi Philosophund
      Ich habe mindestens soviele Lehrer wie Manager gesehen die täglich "Gaggi"machen und nicht rausfliegen....
      3 1 Melden
    • Scaros_2 04.10.2016 10:44
      Highlight Das heisst also, das man bis zur 3. Sekundarschule (oder wie das immer heisst) man "grooooose Verantwortung" trägt - danach ist es egal? Schon einmal geschaut was die Anforderungen sind Berufsbilder zu werden? Das ein Witz gegenüber dem was diese PH haben möchte und diese Leute haben genau so täglich mit Kindern/Jugendlichen zu tun und lernen nicht wirklich was im Pädagogischen. Sehe ich derzeit an einem Kollegen der "Leader vocational training" wurde. 2 Gespräche mit dem HR - Handshake und 1 Woche kurs und bildete jetzt 45 Lehrlinge aus - Glückwunsch!
      2 2 Melden
    600
  • Rodge 04.10.2016 07:50
    Highlight Die lösung der FHNW scheint mir am vernünftigsten. Wer "geeignet" ist, entscheidet am schluss ja dann der arbeitgeber, rsp. man sollte es als angehende lehrperson selber einschätzen können, ob man für das berufsfeld geeignet ist. So viel reflexion muss sein...
    30 15 Melden
    600
  • Friction 04.10.2016 07:47
    Highlight Gesundheitliche Intimissima finde ich definitiv eine Frechheit. Der Strafregisterauszug ist aus meiner Sicht nachvollziehbar, spätestens bei Stellenantritt sowieso abzugeben.
    Ausbildungen sind da, um Menschen auszubilden. Das heisst zu befähigen. Manch eine Person, die mit einerEssstörung in eine Ausbildung startet steht nach der Ausbildung an einem anderen Ort. Unerhört! DerGläserne Bürger geht in Runde 2.0!
    Aber ist schon gut. Wir schätzen Langzeitarbeitslosigkeit und Kranke. Die Kinderkrippen suchen genau solches billiges nicht ausgebildetes Personal (Praktikas)...
    29 20 Melden
    600
  • Don Alejandro 04.10.2016 07:38
    Highlight Absurd. In den USA gehört es zum guten Ton einen Psychologen aufzusuchen, der psychischen Hygiene wegen. Lehrer sein ist eine verantwortungsvolle Aufgabe, aber diese Massnahmen schiesst am Ziel vorbei. Vielmehr, als dass man geeignete Personen ausschliesst. Wer selbst Kinder im schulpflichtigen Alter hat weiss, dass es ganz andere Baustellen im kantonalen Bildungssystem gibt...
    39 17 Melden
    600
  • Yallix 04.10.2016 07:33
    Highlight Wenn wir schon dabei sind:
    Wie steht's eigentlich mit psychologischen Eignungsausweisen bei angehenden Eltern?... oder bei Schulpflegemitgliedern? Immerhin müssen diese ausgebildete und erfahrene Lehrkräfte lohnwirksam auf deren Fachkompetenz beurteilen - aber bis heute reicht dazu einzig die genügende Anzahl Wählerstimmen.
    Wer hätte hier wohl eine psychologische Eignungsprüfung mindestens ebenso nötig wie angehende Lehrpersonen?
    71 8 Melden
    • Dä Mö 04.10.2016 08:34
      Highlight Word! Bin voll und ganz bei dir!
      5 1 Melden
    600
  • Grins 04.10.2016 07:32
    Highlight Das Studium an der PHZH ist sehr praktisch. Man steht ab der zweiten Woche vor einer Klasse und gibt teilweise bereits Unterricht. Die Kleinen saugen jedes Detail, wie Schuhe, Frisur oder Sprache auf. Ich bin somit der Meinung, dass jemand der Gewichtsstörungen hat oder psychisch labil ist, für dieses Studium und den späteren Beruf nicht geeignet ist, da man nicht nur als Vorbild wirken, sondern auch stressresistent sein muss. Viele ETH- und Uni-Abgänger belächeln diesen Studiengang. Ich bin mir aber sicher, dass sie die ersten sind, die zur Presse rennen, wenn ihr Kind schlecht gelehrt wird.
    67 24 Melden
    • Mayadino 04.10.2016 07:43
      Highlight Der studiengang wird belächelt, weil er lächerlich ist! Ich höre nur schlechtes von ph studenten selbst...
      32 30 Melden
    • Enzasa 04.10.2016 07:48
      Highlight Jemand der in psychologischer Behandlung oder Beratung war ist in der Regel das Gegenteil von psychisch labil. Diese Person hat gelernt mit Schwächen umzugehen im Gegensatz zu denen, die meinen Psychologie ist unnötig oder denen die aus Angst vor negativen Konsequenzen nicht zum Psychologen gehen
      45 14 Melden
    • dääd 04.10.2016 07:51
      Highlight @Mayadino: Es gibt Studies, da gehört das Mötzlen zum guten Ton der Subkultur.
      18 7 Melden
    • Andle 04.10.2016 08:41
      Highlight @Grins:
      An der FHNW ist es ähnlich. Da kann es sein, dass einem Studenten nach dem ersten Praktikum (welches auch der Berufseignungsabklärung dient) nahegelegt wird, etwas anderes zu studieren. Meistens merken es die ungeeigneten Studierenden aber selber...
      7 2 Melden
    • Friction 04.10.2016 09:54
      Highlight Was ist mit zu hohem BMI? Was ist mit Rauchern? Was ist mit Studis, die sich regelmässig die Lampe füllen? Was ist mit kiffenden studierenden? Meines Erachtebs könnte man gleich noch eine Haarprobe abgeben, wo das alles untersucht wird.
      Menschen sind anderer Menschen Abbilder. Ich habe viele Lehrereigenheiten abgelehnt und ein Lehrer war mir kaum je ein Vorbild. Es waren für mich Abbilder der Gesellschaft. Und ich wehre mich dagegen, so herausgekommen zu sein, wie meine 1.Klasslehrerin...
      5 3 Melden
    • Macke 04.10.2016 10:57
      Highlight Du vermischst hier Faktoren. Abgesehen davon, dass der BMI als Maßeinheit völlig ungeeignet ist, hat weder das Gewicht noch die Frisur oder auch allfällige Besuche bei PsychologInnen einen Einfluss auf die Fähigkeit unterrichten zu können.
      Womit du Recht hast: Die SchülerInnen nehmen einen auseinander. Aber: Je mehr eine Person gelernt hat, mit sich selbst zu leben, desto eher wird sie in der Lage sein, vor einer Klasse zu bestehen. Personen, die aus der Norm fallen, müssen sich dem früher widmen und können eher damit umgehen, wenn eine Klasse das Aussehen beurteilt.
      4 1 Melden
    600
  • The Return of The King, Louie the Gscheidhaferl I. 04.10.2016 07:26
    Highlight Also ich musste diese Abklärungen ebenfalls machen. Habe mich aber weder schikaniert, noch entblösst gefühlt... Ich finde es bei angehend Lehrern eigentlich recht gut, dass genauer hingeschaut wird. Aber im Fall dieser jungen Frau ist es natürlich sehr bitter für sie, dass sie sich nicht noch selbst dazu äussern konnte.
    61 2 Melden
    600
  • dracului 04.10.2016 07:00
    Highlight Viele Arbeitgeber verlangen auch einen Besuch beim Vertrauensarzt und die meisten einen Strafregisterauszug. Gerade die PH hat leider immer noch eine Aura, dass sie angehende Mamis, die eine attraktive Nebenbeschäftigung suchen (siehe Frauenanteil...) anziehen oder Personen, welche einfach die 13 Wochen Ferien erhalten wollen. Ein Eintrag im Strafregister führt praktisch direkt in die Langzeitarbeitslosigkeit und gesundheitliche Themen mindestens in einen Burnout.Ich verstehe die PHZ und halte die Massnahmen keinesfalls für übertrieben.
    55 47 Melden
    • Rodge 04.10.2016 07:44
      Highlight Zum Glück sagst du "hat die aura, dass..." Wer nämlich dieser meinung wäre, hat keine ahnung. Für 13 wochen ferien faulenzer und opportunistische angehende mamis ist dieser studiengang nämlich schlicht zu aufwendig.
      25 12 Melden
    • Enzasa 04.10.2016 07:53
      Highlight Jemand der glaubt, dass Lehrer tatsächlich 13 Wochen Ferien haben, sollte man eigentlich die Kompetenz absprechen über das Auswahlverfahren von angehenden Pädagogen zu urteilen.
      Menschen die zur rechtzeitig zur psychologische Beratung gehen, erleiden keinen burn out
      31 12 Melden
    • Triumvir 04.10.2016 08:30
      Highlight @Enzasa 13 Wochen sicher nicht, aber definitiv immer noch mehr, als jeder andere Werktätige Mensch in der Schweiz. Meine Nachbarn sind beide ebenfalls Lehrer. Sie gehen jedes Jahr für mind. 4 Wochen am Stück in die Sommerferien. Zusätzlich sind sie jetzt schon wieder in den Herbstferien. Also den Kritik-Ball bitte schön flach halten....
      15 9 Melden
    • Dan Rifter 04.10.2016 10:02
      Highlight Triumvir: Was für eine Sauerei. Und dann haben sie erst noch alle 45min eine kleine und um 10 Uhr eine lange Pause.
      Und jeden Mittwochnachmittag frei, um lädelen zu gehn.

      Merksch öppis?
      3 8 Melden
    600
  • Knut Atteslander 04.10.2016 06:54
    Highlight Wieso die Aufregung? Hat jemand was zu verbergen?
    22 54 Melden
    600
  • Piripiri1 04.10.2016 06:54
    Highlight Chiker Artikel
    5 10 Melden
    600
  • oliversum 04.10.2016 06:19
    Highlight Wenn man einmal in psychologischer Behandlung war, ist man tatsächlich ein schlechtes Vorbild. Schliesslich gehen nur schlechte Menschen zu Psychologen oder Psychiatern!
    40 19 Melden
    • cuulmaenleu 04.10.2016 07:15
      Highlight Ich hoffe schwer, einen ironischen Unterton zu lesen.
      53 5 Melden
    • oliversum 04.10.2016 10:19
      Highlight @cuulmaenleu richtig gehofft.
      3 2 Melden
    600

«Ihr habt nicht begriffen, wie das Internet funktioniert!» – ein Student zeigt, wie leicht wir im Netz überwacht werden

Mit ein paar Suchanfragen im Internet zum Terrorverdächtigen: Der Computerlinguistik-Student und Mitbegründer des Chaos-Computer-Clubs-Zürich, Hernani Marques, hat in seiner Masterarbeit untersucht, wie die Überwachung der Geheimdienste im Netz funktioniert und wie leicht man selber ins Visier der Agenten geraten kann.

Dazu überwachte der 30-Jährige zehn Tage lang sein eigenes Surfverhalten und das seiner Freundin. Marques wollte herausfinden, ob man als normaler Internet-User und …

Artikel lesen