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Dating in New York – mach dich auf diese Typen gefasst

alle Bilder: Jennifer Zimmermann

18.07.17, 14:46 18.07.17, 15:12

Immer diese Superlative: New York ist die tollste Stadt, die teuerste Stadt, die aufregendste Stadt – und glaubt man den Menschen hier – auch die mühsamste Stadt – um zu Daten. Geschweige denn, um einen ernsthaften Partner zu finden. Ich schrieb das als typisch amerikanische Übertreibung ab – bis ich eines Besseren belehrt wurde. Hier ein kleines Sammelsurium an Männern, denen du in New York bestimmt begegnen wirst.

Der Künstler

«Ich bin Künstler», sagt er und plustert sich auf wie ein stolzer Gockel. Spätestens nach fünf Minuten ist klar, dass er in Wirklichkeit Bartender ist und sich so seinen Lebensunterhalt verdient. Seine Karriere als – hier Kreativ-Beruf einfügen – verfolgt er nur am Rande und dies leider nicht sonderlich erfolgreich. Um ihn zu daten, brauchst du dementsprechend viel Geduld. Sein kränkelndes Ego will stets gestärkt werden und zugleich musst du viel Verständnis für kurzfristige Absagen aufbringen («Ich muss an diesen superwichtigen Event, um zu networken!»).

Und nicht nur sein Selbstvertrauen schwächelt, sondern auch sein Bankkonto. Wenn ihr zusammen unterwegs seid, lungert er so lange vor der Bar rum, bis die Rechnung kommt und dann rauscht er ganz plötzlich aufs Klo ab. Natürlich muss nicht immer der Mann zahlen, aber fifty-fifty wäre schon nett.

Love, love, love: in New York ein besonders rares Gut?

Der Yogi

«Fühlt sich das gut an? Was soll ich machen? Willst du, dass ich weitermache?» – fehlt nur, dass er dich fragt, wie es um die Beziehung zu deinen Eltern steht. Statt wie ein heisser One-Night-Stand fühlt sich die Nacht mit ihm eher wie eine Sitzung beim Therapeuten an. Viel zu lieb, nett und rücksichtsvoll ist er in seinem Bestreben, es dir recht zu machen. Von dieser Rücksichtnahme ist am nächsten Morgen nicht mehr viel zu spüren: Um 6 Uhr klingelt sein Wecker, damit er sich vor der Arbeit in seiner Meditations-Ecke, umgeben von Fotos indischer Gurus im Schneidersitz, niederlassen kann, um sich seinem Atem zu widmen.

Was wäre es schön, wenn er seiner körperlichen Hygiene ebenso viel Aufmerksamkeit widmen würde wie seiner Psychohygiene. Der Yogi mag zwar behaupten, dass sein Körper sein Tempel sei, aber was da in seinem langen Hipster-Bart kreucht und fleucht, möchte ich lieber nicht wissen. Vielleicht möchte er die lieben Tierchen einfach nicht umbringen. Er ist schliesslich Veganer. Und ja, seinen Hund (ein Pitbull-Mix, den er aus dem Tierheim gerettet hat) liebt er mit Sicherheit mehr als dich.

Der Spätzünder

Du triffst ihn ein Mal – und hast ihn dann für immer am Hals, obwohl du nie was mit ihm hattest. In regelmässigen Abständen schreibt er dir inspirierende Nachrichten, wie «Na, wie geht’s?». Du antwortest erst Tage später und nicht minder einsilbig. Der Groschen fällt bei ihm dennoch nicht. Er will dich warmhalten, so scheint es. Aber er hat dich gar nie heissgemacht. Nach einem halben Jahr ringt er sich zur Frage durch «Werde ich dich je wiedersehen?». Du antwortest wahrheitsgetreu, ihr könntet Freunde sein, woraufhin er beleidigt abzieht – endlich. Du kannst dir aber sicher sein, dass er weiterhin alle deine Stories auf Instagram schaut.

Der Vergebene

New York ist riesig, New York ist anonym: die perfekte Spielwiese für Fremdgeher. Nebst den Polyamourösen, scheint es hier auch von dieser Sorte überdurchschnittlich viele zu geben. Was uns zur nächsten Kategorie bringt:

Der, der nur das Eine will

Klar, die gibt es überall. Aber nochmals: New York ist gigantisch und nicht nur der Alltag, sondern auch die Dating-Welt ist schnelllebiger als an manch anderen Orten. Dies führt dazu, dass sich viele so aufführen, als sei die Stadt ihr persönlicher Swingerklub. Hinzu kommt, dass man hier leicht dem Fehlglauben erliegt, dass da draussen der noch bessere, noch attraktivere Partner auf einen wartet. Und weil die Stadt riesig ist, ist es umso einfacher, sich bei den «aussortierten» potenziellen Partnern nie mehr zu melden. Die Wahrscheinlichkeit, dass man ihnen je wieder über den Weg läuft ist in der Tat (befreiend) klein.

Loyalität wird hier in der Tat nicht besonders gross geschrieben. Spass und die Lust am Ausprobieren aber umso mehr. Entweder ich kuschle mich also in den Hipster-Bart eines sensiblen Yogis oder ich suche weiter nach dem noch idealeren Partner ... 

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Yanik Freudiger, 23.2.2017
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  • Samst4r 18.07.2017 20:59
    Highlight Komm doch zurück in die Schweiz, dann essen wir was zusammen und dazu lade ich dich auch gerne ein - wenn du willst können wir auch 50:50 machen, egal. Danach zeige ich dir meine Kunstsammlung aber schlafe mich bei dir aus. Wenn du willst melde ich mich bei dir aber lass mich bitte in Ruhe, wenn ich bei meiner Freundin bin. Deal? 😄
    22 5 Melden
    • jennyz 18.07.2017 23:37
      Highlight Oho, die Kategorie «Poly» habe ich weggelassen, auch wenn das in NY eine sehr verbreitetes Beziehungsmodell zu sein scheint – aber das hätte ein zu grosses Fass aufgemacht. Wenn du mich aber täglich über deinen Beziehungsstand informierst und mit meiner Luftmatratze kein Problem hast, dann steht dem ja nichts im Weg :)
      10 1 Melden
    • Samst4r 19.07.2017 11:01
      Highlight Hervorragend ;-)
      3 0 Melden
  • Luca Brasi 18.07.2017 17:23
    Highlight Kommt es nicht auch darauf an, wo man in New York sucht? Man muss ja auch nicht ins Hipsterquartier die Liebe des Lebens suchen. Es gibt auch in New York normale bodenständige Typen, die einer bezaubernden Schweizer Signorina sicher den Hof machen würden. ;)
    27 3 Melden
    • Hoppla! 18.07.2017 18:33
      Highlight Es soll sogar Herren geben die JEDER Dame den Hof machen. ;-)
      13 0 Melden
    • jennyz 18.07.2017 23:39
      Highlight Danke, Herr Brasi. Ich hatte ja eher negative Kommentare auf diesen Artikel erwartet. Es ist aber schön vom Gegenteil überrascht zu werden :)
      8 0 Melden
  • Pana 18.07.2017 16:25
    Highlight Also nach 20 Jahren Seinfeld, Friends und How I met your mother, brauchen wir wirklich keinen Artikel darüber, wie in NY gedatet wird ;)
    72 3 Melden
    • Mia_san_mia 18.07.2017 17:28
      Highlight Haha das habe ich auch gedacht 😉
      33 0 Melden
    • Boogie Lakeland 19.07.2017 08:59
      Highlight Oh Friends- muss ich unbedingt mal wieder schauen🙌
      9 0 Melden
  • henkos 18.07.2017 15:52
    Highlight Von letztgenannten ist Zürich auch übervölkert, scheints. Männer wie Frauen: Unermüdlich auf der Suche nach "etwas besserem". Sind das die Auswirkungen von Tinder & Co?
    65 1 Melden
    • HAL9000 18.07.2017 16:45
      Highlight Jap.

      Macht aber nix, hauptsache alle habe sicheren Spass.
      18 3 Melden
    • Hoppla! 18.07.2017 18:32
      Highlight Entweder das. Oder die Ware in der Auslage ist einfach minderwärtig und der Kauf lohnt nicht. Who knows...
      7 4 Melden
    • The Origin Gra 18.07.2017 22:47
      Highlight
      6 0 Melden
    • HAL9000 19.07.2017 08:20
      Highlight @Hoppla!
      Mhhh I like that ;)
      2 1 Melden
  • Bits_and_More 18.07.2017 15:36
    Highlight "Natürlich muss nicht immer der Mann zahlen, aber fifty-fifty wäre schon nett"

    Es darf auch mal die Frau bezahlen ;-)
    42 9 Melden
    • Mia_san_mia 18.07.2017 15:55
      Highlight Eben fifty-fifty :-)
      17 8 Melden
    • Bits_and_More 18.07.2017 16:20
      Highlight Ne, nur die Frau ;)

      Die im Artikel verwendete Formulierung suggeriert, das entweder der Mann alles oder die Frau die hälfte bezahlt. Aber nicht die 3. Variant, dass die Frau einlädt & alles bezahlt :-)

      37 7 Melden
    • jennyz 18.07.2017 16:59
      Highlight Ganz deiner Meinung! Habe leider schon allzu viele Männer kennengelernt, die sich ihrer Männlichkeit beraubt fühlen, wenn man das nur vorschlägt.
      23 5 Melden

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