Eishockey
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Schweiz im zweiten Spiel gegen Schweden chancenlos: Boltshauser kassiert bei Debüt fünf Treffer, Genazzi mit Tor-Premiere

Nach dem 5:3-Erfolg vom Freitag kassiert die Schweizer Nationalmannschaft im zweiten Testspiel gegen Schweden eine 1:5-Klatsche. Während Joël Genazzi sein erstes Länderspieltor erzielt, muss sich Luca Boltshauser beim Nati-Debüt fünf Mal bezwingen lassen.



Die Schweizer offenbarten gegen die im Vergleich zum Vortag aggressiveren Schweden einige Mängel in der eigenen Zone. Deshalb konnten die Skandinavier zu viel Druck entwickeln. Der erste Gegentreffer (13.) war aus Sicht der Gäste aber absolut unnötig, spielten sie doch zu diesem Zeitpunkt in Überzahl. Verteidiger Joël Genazzi wollte den Puck an der blauen Linie direkt weiterleiten, traf ihn jedoch nicht richtig, sodass Markus Ljungh alleine auf Luca Boltshauser losziehen konnte und sich diese Chance nicht entgehen liess.

In der 25. Minute machte Genazzi im zweiten Powerplay seinen Fehler mit dem Ausgleich zum 1:1 wieder gut. Der Verteidiger von Lausanne erzielte wie bereits am Donnerstag Phil Baltisberger, Yannick Rathgeb und Pius Suter seinen ersten Treffer im A-Nationalteam.

abspielen

Das erste Tor von Joël Genazzi im Dress der Schweizer Nationalmannschaft.
streamable

Nur 225 Sekunden später gerieten die Schweizer durch Doppel-Torschütze Mattias Tedenby aber erneut in Rückstand, wobei sie sich viel zu einfach ausspielen liessen. Gut vier Minuten später erhöhte Pathrik Westerholm auf 3:1, nachdem in der 29. Minute ein Treffer von Linus Hultström wegen Torraum-Offsides aberkannt worden war.

Boltshauers Nati-Debüt im Tor

Boltshauser zeigte bei seinem Länderspiel-Debüt einige gute Paraden, er hinterliess jedoch nicht den sichersten Eindruck. Das 1:4 von Hultström (44.) muss er auf seine Kappe nehmen, liess er doch einen harmlosen Weitschuss passieren. Zwei Minuten zuvor hatte Captain Denis Hollenstein eine gute Chance zum Anschlusstreffer vergeben.

Kloten Flyers Torhueter Luca Boltshauser auf dem Weg in die Garderobe nach dem Ausscheiden nach der vierten Niederlage im vierten waehrend dem vierten Eishockey-Playoff-Viertelfinalspiel der National League A zwischen den Kloten Flyers und dem HC Davos am Donnerstag, 10. Maerz 2016, in der SWISS Arena in Kloten. (KEYSTONE/Patrick B. Kraemer)

Klotens Schlussmann stand heute zum ersten Mal für die Schweizer Nationalmannschaft auf dem Eis.
Bild: KEYSTONE

Nicht nur in dieser Szene agierten die Schweizer zu wenig konsequent. Trotz der Überlegenheit der Gastgeber hätten sie mehr als ein Tor erzielen müssen, beispielsweise kurz vor der ersten Pause bei einem 2:1-Konter oder als Luca Cunti in der 33. Minute selber schoss anstatt den frei stehenden Hollenstein zu bedienen. Symptomatisch war auch die 40. Minute, als Verteidiger Noah Schneeberger die Scheibe nach einer schönen Aktion unmittelbar vor dem Tor vertändelte. Zudem hatten sie Pech, als ein Ablenker von Phil Baltisberger (24.) knapp vor der Linie behändigt wurde.

So oder so war der zweite Test in Schweden ein deutlicher Rückschritt. Gelegenheit zur Korrektur bietet sich den Schweizern schon in der nächsten Woche, in der sie am Mittwoch in Visp und am Freitag in Biel zweimal auf Tschechien treffen. Zuvor stossen Spieler der Halbfinalisten Davos und Genève-Servette zum Team. (sda)

Das Telegramm

Schweden - Schweiz 5:1 (1:0, 2:1, 2:0)
Lindab Arena, Ängelholm. - 4023 Zuschauer. - SR Linde/Holm (SWE), Waldejer/Lundgren.
Tore: 13. Ljungh (Ausschluss Cehlin!) 1:0. 25. Genazzi (Schneeberger/Ausschluss Hedberg) 1:1. 29. Tedenby (Sjögren, Sandberg) 2:1. 33. Westerholm (Hultström, Marcus Sörensen) 3:1. 44. Hultström (Westerholm, Marcus Sörensen) 4:1. 47. Tedenby (Sjögren, Sandberg) 5:1.
Strafen: 5mal 2 Minuten gegen Schweden, 7mal 2 Minuten gegen die Schweiz.
Schweden: Gunnarsson; Gustafsson, Johansson; Wikstrand, Nygren; Hultström, Högström; Forsling; Cehlin, Ek Eriksson, Nygard; Sandberg, Sjögren, Tedenby; Brodin, Ljungh, Marcus Sörensen; Hedberg, Westerholm, Nick Sörensen.
Schweiz: Boltshauser; Rathgeb, Geering; Grossmann, Schlumpf; Schneeberger, Genazzi; Frick; Chris Baltisberger, Cunti, Hollenstein; Suter, Schäppi, Herzog; Martschini, Trachsler, Bieber; Praplan, Froidevaux.
Bemerkungen: Schweiz ohne Suri (verletzt) und Zurkirchen (Ersatztorhüter). - Länderspiel-Debüt von Boltshauser. - 29. Tor von Hultström aberkannt (Torraum-Offside). - Schüsse: Schweden 29 (12-12-5); Schweiz 24 (4-10-10). - Powerplay-Ausbeute: Schweden 0/5; Schweiz 1/3.

Das könnte dich auch interessieren:

«Die Schweiz ist eine Gold-Weltmacht – ein enormes Risiko»

Link zum Artikel

Turbo Jens ist alles, was du heute gesehen haben musst (wer hat den Typen eingestellt?)

Link zum Artikel

YouTuberin verwandelt Teslas Model 3 in Pick-up – und das Resultat ist grandios

Link zum Artikel

«Ab 30 kann Mann keine kurzen Hosen mehr tragen!» – watson-Chef klärt uns auf 🙄

Link zum Artikel

Diese Schweizer Fussballer haben noch keinen Vertrag für nächste Saison

Link zum Artikel

Herr Matthes, wie gross ist die Schadenfreude bei Nokia über Huaweis Trump-Schlamassel?

Link zum Artikel

Ein Streik kommt selten allein – so wollen die Frauen weitermachen

Link zum Artikel

Nach 27 Jahren kommt der Nachfolger der SMS – das musst du über RCS wissen

Link zum Artikel

Merkel beginnt bei Staatsbesuch plötzlich zu zittern – Entwarnung folgt kurz darauf

Link zum Artikel

Vorfall in Paris: Autolenker geht auf Blinden los

Link zum Artikel

Ohrfeige für Bundesanwalt vom Bundesstrafgericht – Lauber ist im FIFA-Fall befangen

Link zum Artikel

40 Millionen Liter Trinkwasser verschwunden? Das Rätsel von Tägerig ist gelöst

Link zum Artikel

OMG – wir haben Knoblauch unser ganzes Leben lang falsch geschält

Link zum Artikel

Warum Donald Trump 2020 wiedergewählt wird – und warum nicht

Link zum Artikel

Ein 3-jähriges Mädchen zerstört eine Fliege – das macht dann 56'000 Franken

Link zum Artikel

«Kann man sich in einen guten Freund verlieben?»

Link zum Artikel

Kieferbruch: E-Zigi explodiert in Mund von Jungen

Link zum Artikel

Federer vor Halle-Auftakt: «Rasen hat seine eigenen Regeln – vor allem für mich»

Link zum Artikel

We will always love you – vor 60 Jahren veröffentlichte Dolly ihre erste Single

Link zum Artikel

Fazit nach Frauenstreik: Hunderttausende Menschen protestierten für Gleichstellung

Link zum Artikel

«Er hat nicht unrecht» – das sagt Christoph Blocher zu SVP-Glarners Handy-Terror

Link zum Artikel

Du willst dein Handy sicherer machen? Dann solltest du diese 10 Regeln kennen

Link zum Artikel

FCB-Sportchef Streller tritt mit emotionalem SMS zurück: «Es bricht mir s’Herz»

Link zum Artikel

Trump hat sich im Persischen Golf verzockt

Link zum Artikel

5 Action-Heldinnen, die die Filmwelt ordentlich gerockt haben

Link zum Artikel

Preisgeld-Vergleich: So viel mehr kassieren Männer im Sport als Frauen

Link zum Artikel

14 Gründe, warum die Frauen heute streiken

Link zum Artikel

«Das stimmt einfach nicht» – Martullo-Blocher wird in der «Arena» vorgeführt

Link zum Artikel

Nach Handy-Terror: Betroffene Mutter rechnet mit SVP-Glarner ab – und wie

Link zum Artikel

Trump setzte Kopfgeld auf unschuldige Schwarze aus – jetzt melden sie sich zu Wort

Link zum Artikel

9 spannende Geisterstädte und ihre Geschichten

Link zum Artikel
Alle Artikel anzeigen

Abonniere unseren Newsletter

1
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
1Kommentar anzeigen

Die Schweiz ist «B-Weltmeister» – der erstaunlichste Reifeprozess aller Zeiten

4:1 gegen Norwegen. Vier Siege zum WM-Auftakt hatten wir auch schon. Aber noch nie auf diese Art und Weise. Die grosse Frage lautet nun: Wie weit kommt die «neue» Schweiz?

Kehren wir ein wenig in die Vergangenheit zurück, um die Leistungen der Schweizer hier in Bratislava einzuordnen. Die Vergangenheit hilft uns, die Gegenwart besser zu verstehen.

Also: Im letzten Jahrhundert mit der alten Ordnung des «Kalten Krieges» war auch die Hockeywelt überschaubar. Eingeteilt in eine A-, B- und C-WM. Die A-WM als oberste Stufe umfasste bloss 6 und später 8 Nationen. Und nicht 16 wie heute.

Die Schweiz gehörte mit Ausnahme von zwei schmachvollen Jahren in der C-WM (1969, …

Artikel lesen
Link zum Artikel