Aargau
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Randständige prügeln am Aarauer Bahnhof auf Asylbewerber ein

Auf dem Bahnhofsplatz in Aarau kam es am Montag zu einer Schlägerei zwischen zwei stadtbekannten Randständigen und zwei jungen Asylbewerbern. Dabei wurden diese beschimpft und geschlagen. Die Stadtpolizei griff ein und verwies die vier Beteiligten für einen Monat aus der Stadt.

Nadja Rohner / az



Bahnhof Aarau (Bild: az)

Am Bahnhofsplatz in Aarau halten sich nicht nur Randständige aus der Region auf, sondern auch zahlreiche Flüchtlinge.  Bild: Josua Bieler/az

Es müssen unschöne Szenen gewesen sein, die sich am Montagnachmittag auf dem Aarauer Bahnhofsplatz abgespielt haben. Dort, wo sich nicht nur Randständige aus der Region aufhalten, sondern auch zahlreiche Flüchtlinge in verschiedenen Stadien des Asylverfahrens.

Aus unbekannten Gründen gerieten je zwei Vertreter dieser Gruppen aneinander. «Zwei Randständige, um die 40, begannen plötzlich, zwei junge Schwarze zu beschimpfen», sagt Augenzeuge Pierre Singer. Worum es genau gegangen sei, habe er nicht eruieren können, nur so viel: «Die Randständigen haben die Schwarzen angebrüllt, sie sollen sich gefälligst in der Schweiz anständig benehmen. Dabei haben die jungen Flüchtlinge verständnislos geschaut – sie sprachen wohl kein Deutsch.»

Schliesslich hätten die beiden Randständigen sogar auf die Schwarzen eingeschlagen. «Diese haben sich nicht gewehrt, sondern sind davongerannt», berichtet Singer, der den Zwischenfall zusammen mit rund zwei Dutzend weiteren Passanten beobachtet hat. Er selber habe versucht, erst beim Securitymitarbeiter im Bahnhof-Coop und dann beim SBB-Schalter Hilfe zu holen. Die Polizei sei dann aber ohnehin beim Bahnhofsplatz aufgetaucht – «sie haben einfach gesagt, man kenne diese beiden Randständigen, und man könne nichts machen.»

Mehr Polizeipräsenz gefordert

Singer findet es «unglaublich», dass jemand so auf andere Menschen losgehen könne, ohne dass dies Konsequenzen habe. Zudem bemängelt er, dass die Polizei am Bahnhof nicht mehr Präsenz zeige.

Bernhard Graser, Mediensprecher der Kantonspolizei Aargau, bestätigt den Vorfall. «Wir wurden gegen 13.45 Uhr von einer Passantin alarmiert», sagt er. Drei Patrouillen der Kantons- und Stadtpolizei seien daraufhin ausgerückt. «Zwei stadtbekannte Randständige und zwei anerkannte Flüchtlinge, Eritreer aus dem Bezirk Zofingen, sind aneinandergeraten.»

Man habe alle vier anhalten können. Es sei wohl zu Tätlichkeiten wie Ohrfeigen gekommen, der Grund sei nicht eruierbar gewesen. Aber niemand habe Strafantrag gestellt. «Deshalb hat die Stadtpolizei alle vier Involvierten für einen Monat aus der Stadt weggewiesen.» Mehr kann die Polizei hier tatsächlich nicht machen.

Immer wieder Prügeleien

Bezüglich Polizeipräsenz sagt der Kapo-Sprecher, es sei illusorisch, ständig Beamte vor Ort zu haben. «Bei einem Vorfall wählt man am besten den Polizeinotruf 117. Dann ist sehr schnell jemand zur Stelle.»

Es ist indes nicht das erste Mal, dass sich die verschiedenen Grüppchen am Bahnhof in die Haare geraten. Jetzt, im Sommer, gebe es auch rund um die Asylunterkünfte immer mal wieder die eine oder andere Prügelei unter Betrunkenen, so der Kapo-Sprecher. «Vielfach sind es Eritreer», sagt Graser. «Es gibt einige Intensivtäter, die wir genau im Auge behalten müssen.» (aargauerzeitung.ch)

Das könnte dich auch interessieren:

CVP fährt grosse Negativ-Kampagne gegen andere Parteien – die Reaktionen sind heftig

Link zum Artikel

Wo du in dieser Saison Champions League und Europa League sehen kannst

Link zum Artikel

Migros Aare baut rund 300 Arbeitsplätze ab

Link zum Artikel

Eine Untergrund-Industrie plündert Banking-Apps wie Revolut – so gehen die Betrüger vor

Link zum Artikel

YB droht Bickel mit Gericht, nachdem er als Sportchef 40 Mio. verlochte

Link zum Artikel

Warum wir bald wieder über den Schweizer Pass reden werden

Link zum Artikel

«Ich hatte Sex mit dem Ex meiner besten Freundin…»

Link zum Artikel

Die amerikanische Agentin, die Frankreichs Résistance aufbaute

Link zum Artikel

Matheproblem um die Zahl 42 geknackt

Link zum Artikel

Wie gut kennst du dich in der Schweiz aus? Diese 11 Rätsel zeigen es dir

Link zum Artikel

«In der Schweiz gibt es zu viel Old Money und zu wenig Smart Money»

Link zum Artikel

So schneiden die Politiker im Franz-Test ab – wärst du besser?

Link zum Artikel

Röstigraben im Bundeshaus: «Sobald ich auf Deutsch wechsle, sinkt der Lärm um 10 Dezibel»

Link zum Artikel

So erklärt das OK der Hockey-WM in der Schweiz die Ähnlichkeit zum Tim-Hortons-Spot

Link zum Artikel

Die Geschichte von «Ausbrecherkönig» Walter Stürm und seinem traurigen Ende

Link zum Artikel

«Informiert euch!»: Greta liest den Amerikanern bei Trevor Noah die Leviten

Link zum Artikel

Keine Angst vor Freitag, dem 13.! Diese 13 Menschen haben bereits alles Pech aufgebraucht

Link zum Artikel

Der Kampf einer indonesischen Insel gegen den Plastik

Link zum Artikel

«Ich bin … wie soll ich es sagen … so ein bisschen ein Arschloch-Spieler»

Link zum Artikel

Alles, was du über die neuen iPhones und den «Netflix-Killer» von Apple wissen musst

Link zum Artikel

15 Bilder, die zeigen, wie wunderschön und gleichzeitig brutal die Natur ist

Link zum Artikel

Shaqiri? Xhaka? Von wegen! Zwei Torhüter sind die besten Schweizer bei «FIFA 20»

Link zum Artikel
Alle Artikel anzeigen

Aktuelle Polizeibilder: Auto knallt im Seelisbergtunnel in die Wand

Abonniere unseren Newsletter

52
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
52Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Wehrpunkt 26.07.2016 23:05
    Highlight Highlight Jaja- die hinterhältige polizei und die frommen asylanten...diese armen opfer unseres verdriesslichen rechtsstaates. Ein schelm wer böses denkt...
  • Bowell 26.07.2016 13:57
    Highlight Highlight Das war ein Einzelfall...
    • Fabio74 26.07.2016 14:39
      Highlight Highlight Standard Antwort bei sinnlosen Kommentaren??
  • John Smith (2) 26.07.2016 13:13
    Highlight Highlight Ich weiss nicht, was schlimmer ist: Dass die Opfer weggewiesen werden oder dass der Journalist nicht nachfragt. Ich dachte bisher immer, Nachfragen gehöre zur Kernaufgabe eines Journalisten, aber offenbar ist diese Meinung hoffnungslos veraltet.
    • Hayek1902 27.07.2016 00:38
      Highlight Highlight Naja, die können auch in Zofingen oder Olten rumlungern, dafür müssen sie nicht nach Aarau kommen.
  • pun 26.07.2016 11:44
    Highlight Highlight Da werden die beiden verprügelten Eritreer aber einen tollen Eindruck vom Schweizer Rechtsstaat erhalten haben und sich mit voller Begeisterung in diese gerechte Gesellschaft integrieren wollen. Verprügelt werden und dafür auch noch aussergerichtlich mit einer mutmasslich für die beiden unverständlichen einmonatigen Wegweisung bestraft werden - es wurde ja kein Strafantrag gestellt (remember: keine sprachkenntnisse?).

    Gratulation an die bürgerliche Verschärfungspolitik im öffentlichen Raum bei gleichzeitigem Abbau von Finanzmitteln für eine professionelle Polizei. Happy Birthday!
    • Fumo 26.07.2016 11:54
      Highlight Highlight Deiner Meinung.
      Die angerückten Patrouillen sollten zum Thema Rechtsmittelbelehrung (unter der das Recht auf einen Übersetzer fällt) neuinstruiert werden, dringend! Es kann nicht sein dass man keine Anzeige erstatten darf nur weil man der Sprache nicht mächtig ist oder weil die betroffenen Polizisten ihren Job nicht pflichtgemäss ausüben.
      Watson, würdet ihr es wagen zu diesen Thema den Herr Graser zu interviewen? Ich weiss es würde bei ihn nicht gut ankommen, aber da sollte man als Presse Druck ausüben.
    • demokrit 26.07.2016 11:59
      Highlight Highlight Aufgrund der Informationen kann man den Ablauf gar nicht beurteilen.
    • Fumo 26.07.2016 12:32
      Highlight Highlight Doch kann man. Wenn die Opfer die selbe Strafe bekommen wie die Täter hat die Polizei eindeutig geschlampt.
    Weitere Antworten anzeigen
  • MaskedGaijin 26.07.2016 11:03
    Highlight Highlight Wow, was für eine Meldung. Ähnliches passiert wohl an den meisten Bahnhöfen täglich.
    • Fabio74 26.07.2016 11:52
      Highlight Highlight Wohl kaum
    • Tschüse Üse 26.07.2016 13:19
      Highlight Highlight In Grossstädten schon sehr oft Fabio. Es artet einfach selten so aus, aber die Provokationen finden statt. Auf beiden Seiten natürlich.
    • Fabio74 26.07.2016 14:46
      Highlight Highlight Nein aber als einer der öfters auch mal Nachts unterwegs ist, gibt es unter den besoffenen an und zu Ärger. Aber meist untereinander
  • olga 26.07.2016 11:00
    Highlight Highlight Wieso werden die zwei Eritreer ebenfalls aus der Stadt ausgewiesen? Sie haben sich laut Text weder gewehrt, noch sonst irgendwie provoziert und sind hier ganz klar die Opfer. Falls die Opfer Schweizer wären, hätte man sie ja wohl kaum aus der Stadt ausgewiesen?
    • John Smith (2) 26.07.2016 11:46
      Highlight Highlight Das war auch mein erster Gedanke. Die stetige Berieselung mit schleichender SVP-Gehirnwäsche trägt Früchte.
    • Fumo 26.07.2016 12:34
      Highlight Highlight "Die Randständigen oder wie ich sie nenne junkies "

      Gut bin ich nicht der Einzige der sie als solche sieht und so nennt.
      Die haben sich ihr Leben selbst versaut und gehen jetzt auf diejenigen los die nach einen besseren Leben streben, ganz einfach nur aus Neid.
    • Fumo 26.07.2016 13:39
      Highlight Highlight "der Grund sei nicht eruierbar gewesen"

      Steht im Artikel, was auch kein Wunder ist wenn der Opfer die Sprache die die Polizisten sprechen nicht beherrscht.
    Weitere Antworten anzeigen
  • 33EVROPA 26.07.2016 10:44
    Highlight Highlight Ich lade Herrn Singer gerne mal abends an den HB Zürich auf einen Rundgang ein und dann weiter Richtung Landesmuseum und Platzspitz. Vielleicht werden ihm dann die Augen geöffnet, was nicht akzeptieren unserer Kultur bedeutet. Und nein ich bin kein SVP-ler und auch kein ethnischer Schweizer. Aber ich habe es so satt was aus Europa wird, man ignoriert es bewusst. Schaut was aus Schweden geworden ist, wollt ihr das ernsthaft?
    • olga 26.07.2016 11:07
      Highlight Highlight "ich bin kein SVP-ler und auch kein ethnischer Schweizer". Schau mal, was auf Wikipedia zu deinem Profilbild steht: "Als Identitäre Bewegung bezeichnen sich mehrere aktionistische, völkisch orientierte Gruppierungen, die ethnopluralistisch-kulturrassistische Konzepte vertreten. Sie gehen von einer geschlossenen „europäischen Kultur“ aus, deren „Identität“ vor allem von einer „Islamisierung“ bedroht sei. Politikwissenschaftler ordnen die Gruppe durchweg als eine Spielart des Rechtsextremismus ein." Gratuliere.
    • Matrixx 26.07.2016 11:07
      Highlight Highlight @33EVROPA: Dass du kein ethnischer Schweizer bist, glaub ich dir sofort. Das eruiert man sofort aus deinem Kommentar.
      Du bist weder moralisch noch ethnisch.
    • Ichiban 26.07.2016 11:08
      Highlight Highlight Das möchte ich auch sehen, wann findet der Rundgang statt? Viel mehr interessiert mich was sie unter "nicht akzeptieren unserer Kultur" verstehen.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Balbok 26.07.2016 10:41
    Highlight Highlight «Deshalb hat die Stadtpolizei alle vier Involvierten für einen Monat aus der Stadt weggewiesen.»
    Aus den Augen, aus dem Sinn,
    super Problembewältigung!

  • Marc Mueller 26.07.2016 10:37
    Highlight Highlight Aarau wird zur Bronx der 80er!
    • Philipp Burri 26.07.2016 12:02
      Highlight Highlight wenn Aarau nicht eine Ausnahme bildet und seltsamerweise in einem Ungetwegs mit Gödelmetrik zu liegen kommt, sind Zeitreisen nicht möglich und der Kommentar ein Seich.

Migros Aare baut rund 300 Arbeitsplätze ab

Die Migros Aare will in den kommenden zwei Jahren rund 300 Stellen abbauen. Der Abbau gehört zu einem Sparprogramm, mit dem die in den Kantonen Bern, Solothurn und Aargau tätige Genossenschaft bis Ende 2021 rund 100 Mio. Franken pro Jahr einsparen will.

Wie die Migros Aare am Dienstag bekanntgab, soll der Abbau so weit wie möglich über natürliche Fluktuationen und interne Anschlussmöglichkeiten erfolgen. Allerdings kommt es zu punktuellen Kündigungen. So werden bis Ende Oktober in der …

Artikel lesen
Link zum Artikel