Reisen
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Ein Schiff in der Stadt statt des Elefanten im Raum: Touristenansammlungen sind aus Venedig gar nicht mehr weg zu denken.  Bild: imgur

Dürfen wir auf Reisen gehen, auch wenn wir damit die Welt zerstören?

Irgendwas geht da nicht auf: Bis 2030 will die Weltorganisation für Tourismus (UNWTO) die Zahl der jährlich verbuchten Reisen verdoppeln. Gleichzeitig verfolgt sie aber das Ziel, die Armut zu bekämpfen und den Klimawandel zu stoppen.



Ob mit dem Rucksack auf Identitätssuche oder auf Pauschalreise im all-inclusive Bunker: Die Welt bereist zu haben, ist ein Ideal, mit dem sich die breite Masse identifizieren kann. Auslandsreisen füllen unsere Fotoalben, reichern den Lebenslauf mit Weltgewandtheit an und bringen kaufkräftige Kundschaft dazu, ihr Geld in Entwicklungsländern auszugeben. Bis heute gilt, wer reist, tut sich und den Leuten vor Ort Gutes.

Denn fast kein anderer Wirtschaftssektor schliesst so viele Menschen mit ein, wie es der Tourismus tut. Er macht zehn Prozent des globalen Bruttoinlandsprodukts aus und gilt in vielen Entwicklungsländern als wichtigster Wirtschaftszweig. Global gesehen geht jeder elfte Arbeitsplatz auf die Kappe des Tourismus.

Und dennoch bleibt bei vielen Urlaubern ein fader Nachgeschmack auf dem Gaumen der persönlichen Ethik zurück. Zu Recht! 3,4 Tonen CO2 pro Passagier schleudert es beispielsweise auf der Flugstrecke Zürich-Bangkok retour in die Atmosphäre hinaus. Und das Essen dort: so sündhaft billig! Preise, die fast genauso tief sind, wie die oft nicht eingehaltenen Mindestlöhne des Hotelpersonals.

Wachstum allein ist noch kein Nachhaltigkeitsprogramm

Bis zum Ende der nächsten Dekade wollen die Vereinten Nationen (UNO) den Klimawandel dämpfen und die Armut überwinden. Das wurde 2015 mit der Verabschiedung der «Agenda 2030» so entschieden. Doch ohne Neugestaltung der Tourismus-Branche bleibt diese Vision reine Zukunftsmusik. Aus diesem Grund stellt die Weltorganisation für Tourismus (UNWTO) im Auftrag der UNO das Jahr 2017 unters Licht des «nachhaltigen Tourismus».

Für die Erfüllung dieser 17 Nachhaltigkeitssätze will die UNO bis 2030 sorgen.

Agenda 2030

Nach intensiven Verhandlungen unter Einbeziehung breiter Kreise aus Wirtschaft und Zivilgesellschaft wurde die Agenda 2030 als internationaler Zukunftsvertrag im September 2015 von Staats- und Regierungschefs verabschiedet. Mit den Worten: «Wir sind entschlossen, die kühnen und transformativen Schritte zu unternehmen, die dringend notwendig sind, um die Welt auf den Pfad der Nachhaltigkeit und der Widerstandsfähigkeit zu bringen», verpflichtete sich die UNO in den folgenden 15 Jahren eine sozial gerechtere und nachhaltigere Welt zu verwirklichen.

via fairunterwegs

In ihrem Positionspapier zum «Jahr des nachhaltigen Tourismus» schreibt die UNWTO: 

«Die Gewinne des Tourismus breiten sich in der ganzen Wirtschaft und Gesellschaft aus. [...] Jeder einzelne Tourist bedeutet mehr Arbeitsplätze und Geschäftsmöglichkeiten.»

tourismus - Handel treiben, Entwicklung fördern und Menschen verbinden

Der Tourismus sei ein Entwicklungsmotor, der im Stande sei, «Armut zu bekämpfen, Biodiversität und kulturelle Traditionen zu bewahren und der es vermag, Brücken zwischen Gastgebern und Besuchern zu bilden» – so hoch romantisch propagiert die UNWTO die Bedeutung des Fremdenverkehrs und stützt sich dabei nur auf eins: Zahlen.

Zahlen, die wirtschaftlich rentieren und deshalb rechtfertigen sollen, dass ein reiner Wachstum an sich bereits als nachhaltige Entwicklungshilfe verkauft werden kann.

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Auf 1.6 Millionen Einheimische kommen in Barcelona pro Jahr 30 Millionen Touristen. Die Katalanen sind frustriert, viele sind sich ihrer Abhängigkeit dennoch bewusst. Der Tourismus macht 14 Prozent der städtischen Wirtschaftsleistung aus. bild: flickr/ amy

«Betrachtet man den Tourismus lediglich anhand seiner wirtschaftlichen Kennzahlen, ignoriert man den riesigen Widerspruch, der sich zwischen Wachstum und Nachhaltigkeit eröffnen kann.»   

Christine Plüss
Arbeitskreis Tourismus & Entwicklung, Basel

Das schöne Wort «Entwicklung» ist schliesslich aber nicht nur der Wirtschaft vorenthalten. Mit den steigenden BIPs der Feriendestinationen schnellen auch Umweltverschmutzung, Wasserknappheit und die Vermögensschere in die Höhe. «Soziale Gerechtigkeit und Klimaschutz ist dann eben eine Rechnung, die rein numerisch nicht aufgehen kann», meint Christine Plüss, Geschäftsführerin des Arbeitskreises «Tourismus & Entwicklung» in Basel gegenüber watson. «Letztlich geht es nicht um das nationale BIP eines Reiselandes, sondern um die einzelnen Löhne und die Lebensumstände der Menschen vor Ort.»

In ihrem «kritischen Kommentar zum UN-Jahr des nachhaltigen Tourismus für Entwicklung» schreibt sie: 

«Kein Wort verliert die UNWTO darüber, wie sie mit den inhärenten Widersprüchen zwischen dem von ihr prognostizierten Wachstum und den damit einhergehenden Wirkungen umgehen will – auf globaler Ebene mit der Klimaerwärmung und dem Verlust der Artenvielfalt, auf lokaler Ebene mit dem ‹Dichtestress› und dem Ressourcenverschleiss bei gleichzeitig steigenden Lebenshaltungskosten für die Einheimischen.»

Faktisch will die UNWTO bis 2030 die Zahl der der jährlich verbuchten Reisen gegenüber den 900 Millionen von 2010 auf 1,8 Milliarden aufblasen. Die Gefahren, welche dies gerade für das Klima, aber auch bezüglich sozialer Gerechtigkeit birgt, werden grosszügig ignoriert. 

bild: shutterstock

Türkei oder Balkonien?

«Um die Welt nicht weiter zu zerstören, müsste man konsequenterweise auf der Stelle aufhören zu existieren. Aber dann hätte man nichts mehr von dieser ‹verbesserten› Welt», scherzt Plüss im Interview.

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Auf dem Internetportal «fairunterwegs» schreibt Plüss über nachhaltigen Tourismus.

«Wir müssen nicht den Tourismus an sich, sondern sein unkontrolliertes Wachstum boykottieren.»

Christine Plüss
arbeitskreis tourismus & entwicklung, basel

Den Urlaub in der Türkei beispielsweise einfach zu streichen, sei aber genauso ignorant, wie Luxusferien mitten im Krisengebieten zu buchen, pointiert die Tourismusexpertin und Historikerin deutlich. «Obwohl ich die autokratische Erdogan-Regierung zu hundert Prozent missbillige, wäre das für mich kein Grund, nicht in der Türkei zu urlauben», führt sie aus. Den Türkinnen und Türken sei viel mehr geholfen, wenn die Nachfrage nach fairem und nachhaltigem Tourismus im Land steigt.

Was ist fairer Tourismus und wie geht das? – Fünf Punkte zum reinen Gewissen

1. Faire Beziehungen
Die Angebote, die ich in den Ferien in Anspruch nehme, halten die Menschenrechte ein, auch wenn das der Staat an sich nicht tut. Hier können Tourismus-Labels für Klarheit sorgen.
2. Die lokale Bevölkerung profitiert
Pension vor Hilton: Kleinere Hotels und Pensionen tendieren dazu, lokale Produkte und Arbeitskräfte einzusetzen. Kleine Betriebe halten ihre Angestellten tendenziell länger und bezahlen meistens faire Löhne.
3. Umweltschutz
Lässt sich ein Flug nicht vermeiden, ist der Gang zum zeitgenössischen Beichtstuhl der Klimakompensation eine Überlegung wert. Den Flug nach Thailand kann man schon ab 98 Franken kompensieren. Das Geld geht an Klimaprojekte in Schwellenländer, wo Infrastrukturen nachhaltig erneuert werden und die Zivilgesellschaft auf einen nachhaltigeren Energiehaushalt sensibilisiert werden. Wo Trinkwasser knapp ist, sollte man auf üppige Grün- und Poolanlagen verzichten.
4. Preis und Wert
Locken Sonderangebote zu Bedingungen, die fast zu gut sind, um wahr zu sein, dann bleibt unter dem Strich in der Regel kaum mehr Geld für Umweltschutz und faire Löhne.
5. Respekt
Wer weder Respekt gegenüber den Leuten vor Ort, noch vor der Umwelt aufbringen kann, richtet mehr Schaden als Nutzen mit seiner Reise an. Als Tourist sollte man sich seinem Privileg, neue Teile der Welt zu bereisen, bewusst sein. Eine vorhergehende Beschäftigung mit der Kultur, die einen an der Destination erwartet, ist Pflicht.

Auch wenn es sich so bedeutende Organisationen wie die UNO auf die Fahne schreiben, für Gerechtigkeit zu sorgen und sie sich öffentlich für eine Dämpfung des Klimawandels einsetzten, liegt die Verantwortung für einen nachhaltigen Tourismus immer noch in den Händen aller Reisenden – also auch bei dir.

Dark Tourism – die Perversion, sich am Leiden der Vergangenheit zu ergötzen:

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    Alle Leser-Kommentare
  • BRO 06.08.2017 15:38
    Highlight Highlight Master Plan
    Elon Musk versucht gerade mittelfristig die mobilität zu elektrifizieren. Das wäre schonmal eine Energieeinsparung vom Faktor 2-2.5. Zudem ist der Fernverkehr auch elektrifizierbar. Jedoch erst langfristig. Wirtschaftswachstum und Wohlstand hängt offenbar auch mit der Geburtenrate zusammen. Es gibt also kein Zurück. Nigerias Geburtenrate z.B. kann nurnoch so gedrosselt werden. Dafür braucht es eine stabile Infrastruktur. Ab einer gewissen Grenze reicht unser Phosphorvorkommen nicht mehr aus um die Population zu steigern. Es darf nur nicht so weit kommen. Hunger macht animalisch.
  • Qwerty 02.02.2017 14:48
    Highlight Highlight Verstehe den Gegensatz "Wachstum vs.
    Nachhaltigkeit" nicht wirklich.
    • Qwerty 03.02.2017 20:05
      Highlight Highlight An die Blitzer: Informiert euch doch mal über die Definitionsvielfalt der "Nachhaltigkeit "
  • rodolofo 02.02.2017 09:06
    Highlight Highlight Die Frage kommt etwas spät...
    Weil, das wurde ja bereits gemacht!
    Also sollten wir uns vielleicht fragen, wo denn die "Nachhaltigen Touristen" tatsächlich sind!
    Und hier fällt das Scheinwerferlicht plötzlich und überraschend auf die oft beschimpften MIGRANTINNEN!
    MigrantInnen reisen an einen weit entfernten Ort und wollen (als Gäste, die bleiben) ihre neue Umgebung mit den auf sie zuerst kurios erscheinenden Sitten und Bräuchen möglichst gut kennenlernen!
    Später dann, wenn sie in ihren Sommerferien zurück reisen in ihre frühere Heimat, berichten sie dort den Leuten, was sie alles erlebt haben.
  • Luchs 01.02.2017 23:38
    Highlight Highlight Dürfen wir einen König haben?
    • bfm 02.02.2017 09:54
      Highlight Highlight Haben wir bereits - zumindest einer, der sich dafür hält.
  • bfm 01.02.2017 23:02
    Highlight Highlight Die Tendenz, Menschen aufgrund einzelner, meist zusammenhangsloser Fakten zu beurteilen, finde ich ziemlich widerlich. Ich esse Fleisch, besitze zwei Autos, habe mehrere Kinder und fliege mit der Familie einmal pro Jahr auf die Balearen. Allein aufgrund dieser Fakten bin ich in den Augen vieler hier ein rechtsextremes Monstrum.
    Nur: Die ganze Familie hat ein GA, insgesamt fahre ich weniger als 4'000 km Auto pro Jahr, wohne in einer Blockwohnung, obwohl ich mir ein Häuschen auf dem Land leisten könnte, wähle nie und nimmer SVP und nur selten FDP, esse mit der Familie sehr oft fleischlos ....
    • bfm 02.02.2017 07:34
      Highlight Highlight quod erat demonstrandum.
      Man hat in einem Teilbereich genau nach gewissen Vorstellungen zu leben, sonst "nützt alles nichts" ...
  • Wehrli 01.02.2017 22:10
    Highlight Highlight Ok, ihr habt mich überzeugt! Ich geb meine Senatorkarte zurück!
  • Wehrli 01.02.2017 22:04
    Highlight Highlight Nein dürft ihr nicht! Sonst klaut ihr meinen Sitzplatz, ihr Jammerlappen!
  • Max Dick 01.02.2017 21:23
    Highlight Highlight Der Flugverkehr macht genau 2% des weltweiten CO2 Ausstosses aus, und davon macht wohl Tourismus nochmals den geringeren Part. Habe also nicht die geringsten Gewissensbisse bei meinen jährlichen zwei interkontinentalreisen sowie all den kontinentalflügen.
  • r3to34 01.02.2017 20:50
    Highlight Highlight Irgendwas kann mit der Bildstrecke (oder deren Titel) nicht stimmen. Meistbesucht? Gar nicht gewusst, dass man heutzutage mit einem Gross-U-Boot die Titanic besuchen kann...
  • whatthepuck 01.02.2017 20:46
    Highlight Highlight Solange wir keine ressourcenschonenderen Fortbewegungsmöglichkeiten entwickelt haben, dürfen wir nicht, wenn wir nachhaltig handeln möchten. Nachhaltigkeit in dem Sinne, dass wir auch zukünftigen Generationen ein würdiges Leben auf diesem Planeten zugestehen wollen. Andernfalls handeln wir schlicht asozial gegenüber unseren Nachkommen.

    Nachhaltig mit unserem Planeten umzugehen, ist eine Aufgabe der Menschheit - und keine Frage des politischen Couleurs.

    Denke aber je länger je mehr, dass das menschliche Hirn schlicht nicht fähig ist, sämtliche Dimensionen seines Handelns zu begreifen.
  • Denverclan 01.02.2017 19:43
    Highlight Highlight Also ich soll auf das Reisen verzichten, aber Kriege, Militäraktivitäten auf der ganzen Welt, Laswagenkollonnen von Süd nach Nord, Arbeitsreisen nach Übersee, Politikerreisen in der ganzen Welt.......usw. Hört auf, keiner ist besser, komplex, komplex......Die Liste lässt sich beliebig verlängern!!!!!!!!
    • nanana 02.02.2017 03:10
      Highlight Highlight In dem Artikel wird nirgends gesagt, sie sollen aufs Reisen verzichten...
    • Denverclan 02.02.2017 06:45
      Highlight Highlight Aber wieder einmal ein schlechtes Gewissen provoziert. Die Welt ist so komplex und niemand kann von sich behaupten er trage nichts zum Untergang bei, ob freiwillig oder gezwungen. Es gibt leider nur diesen einen Weg, der Weg des Chaos und der Unberechenbarkeit. Wir können uns winden wie wir wollen, die Zukunft können wir nicht planen, nur chaotisch beeinflussen. Wir sind uns selbst ausgeliefert, der Krönung der Schöpfung. Ein Wunder dass wir noch existieren, bei soviel Zufall und sprachlich wie kulturellen Unterschieden. Nur, wie lange noch, die Bevölkerung wächst und wächst....
  • blobb 01.02.2017 19:27
    Highlight Highlight Das muss doch jeder für sich selber entscheiden. Ich würde nie jemanden verurteilen, der mit seinem hart erarbeiteten Geld, für eine Woche Ferien um die halbe Welt fliegt.
    Ich persönlich würde es eher nicht tun, weil für mich bei einer Reise der Weg wichtiger als das Ziel ist.
    Was ich pervers finde (Nicht von den Reisenden sondern von den Reiseanbietern) sind Flüge innerhalb von Europa für fünfzig Stutz und die Bahn ist drei mal so teuer.
  • Lowend 01.02.2017 19:19
    Highlight Highlight Es ist typisch, dass speziell jene, die gegen Ausländer hier in der Schweiz kämpfen, selber das Gefühl haben, überall auf der Welt willkommen zu sein und darum das Reisen quasi als Grundrecht der reichen, elitären Schicht, der sie angehören, empfinden und in ihrer grenzenlosen Arroganz meinen die dann noch, dass sie den Menschen dort etwas Gutes tun, weil sie ihnen Devisen bringen.
    • Maett 01.02.2017 19:32
      Highlight Highlight @Lowend: wer kämpft denn so gegen Ausländer? Ich erlebe es, dass viele Bürger gegen die Anzahl der hier lebenden Ausländer vorgeht (mit dem demokratischen Stimmrecht), aber gerade besonders gegen Touristen (was Schweizer im Ausland in Ihrem Beispiel sind), hat kaum jemand was, oder erleben Sie das anders?

      Und ich kenne nur wenige, die das Gefühl haben, einer elitären Schicht anzugehören, zum von Ihnen aufgezählten Klientel gehören die aber eher nicht, Sie erinnern mich eher an Sie und Ihr hier oft zur Schau getragenen Weltbild.
    • Lowend 01.02.2017 20:15
      Highlight Highlight Es ist reine Propaganda, wenn Unterstützer von fremdenfeindlichen Parteien rhetorisch fragen, wer fremdenfeindlich sein soll, denn dazu reicht bei denen meist ein Spiegel.
    • E7#9 01.02.2017 21:41
      Highlight Highlight @Lowend: Also empfindest du ausländische Touristen konsequenterweise auch als grenzenlos arrogant, besitzen sie doch tatsächlich die Frechheit als Feriendestination die Schweiz zu berücksichtigen. Wie andere Länder auch gibt sich Schweiz so unverfroren selber auch noch die grösste Mühe für Touristen attraktiv zu sein. Und was am schlimmsten ist, ich wage es kaum auszusprechen: Devisen. Was für ein Teufelszeug. Schlimmer als jede Krankheit.
  • Kimelik 01.02.2017 18:47
    Highlight Highlight Hehe ich finde das sowieso lustig, ich werde von "grün" denkenden Menschen angefaucht, weil ich für mein Hobby das Auto brauche (zur Arbeit gehts mit dem Velo oder selten mal Zug), die selben fliegen dann zwei bis drei Mal im Jahr in die Ferien nach Südost Asien. Aber ich darf meine 3000 km mit dem Auto im Jahr nicht fahren (und das meist auch noch zu 2. oder noch mehr im Auto). So was ist doch krank... Nur so zum nachdenken, wenn einer in Zürich wohnt und in Bern arbeitet, fährt er ca. 250km am Tag. Ergibt 55'000km und einen CO2 Ausstoss der einem Transatlantkflug entspricht (gem. SBB).
    • bfm 01.02.2017 23:08
      Highlight Highlight @ Rendel: Es gab vor Kurzem mal einen "Fussabdruckrechner" - ich habe ihn zweimal ausgefüllt. Einmal so wie ich wirklich lebe, Resultat: ca 2.8 Fussabdrücke, einmal als stationärer Eremit in einer ungeheizten Höhle, der sich vegan - falls überhaupt - ernährt, Resultat: immer noch 1,2 Fussabdrücke. Mit andern Worten, um den Ansprüchen gewisser Umweltphilosophen gerecht zu werden, bleibt nur der Suizid (aber bitte ohne Kremation!).
      Ich denke, um das Überleben des Planeten zu sichern, braucht es etwas differenziertere Methoden.
    • Kimelik 02.02.2017 06:55
      Highlight Highlight Danke bfm.
  • Joe924 01.02.2017 18:22
    Highlight Highlight Wer nur zu Fuss oder mit dem Velo reist entdeckt dafür die Schönheit der Schweiz, und da gibt es viel zu entdecken. Ist günstig, man braucht kein Fitness Abo mehr und lernt sein Land besser kennen. Auch Italien und Frankreich sind nicht weit.. Wer seine Komfortzone mal verlassen möchte, hier gibts Inspiration: http://www.bikewanderer.com
    • Wehrli 01.02.2017 22:07
      Highlight Highlight Und es erst noch mehr Platz im Flugi für mich .. also ... husch husch aufs Bike!
  • bykevin 01.02.2017 18:17
    Highlight Highlight Die UNWTO hätte mit drr bekämfung von Armut scho viel früeher anfangen sollen…!
    • Mr. Spock 01.02.2017 18:46
      Highlight Highlight Leider geht es der UNWTO eher um das noch reicher machen... einzig mit mehr Reisenden lässt sich an der Armut nichts ändern. Beispiel Jamaika: montegobay ein idyll im paradies. Luxus resort neben 5 sterne komplex... aber die allgemeine Bevölkerung kassiert nicht wirklich, da weite Teile Jamaikas als zu "gefährlich" für Touris eingestuft sind... also gibt man sein Geld aus, wo die involvierte Investoren wollen. Oder direjt pauschal in der Schweiz. Mehr Touris nicht gleich mehr Wohlstand...

      P.s. Jamaikas Backcountry ist das wahre Highlight!!!
  • Karl Müller 01.02.2017 18:04
    Highlight Highlight @Bildstrecke: Wer ein ehemaliges Konzentrationslager besucht, ist also "ein Perverser, der sich am Leiden der Vergangenheit ergötzt"? Interessante Sichtweise ...
    • Jol Bear 01.02.2017 20:29
      Highlight Highlight ... und man stelle sich vor, dieselbe Person hätte eine Schwäche für McDonald's-Food, wäre Fan von RB Leipzig, führe täglich alleine im Auto zur Arbeit, hätte eine Kapuzenjacke mit Pelzkragen... Wir wüssten zwar noch nahezu rein gar nichts über diese Person, aber die Ächtung im Namen der political correctness wäre Tatsache.
    • Wehrli 01.02.2017 22:07
      Highlight Highlight Wir verzeihen alles, ausser den RB Leipzig!
  • Farson 01.02.2017 18:03
    Highlight Highlight Einfach gesagt, nein, interessiert aber eigentlich keine Sau - lässt sich gut mit der aktuellen "Pelzkragendiskussion" vergleichen. Bitzli traurig, aber eine Frage mit der sich dann die nächste Generation beschäftigen darf..
  • Toerpe Zwerg 01.02.2017 17:56
    Highlight Highlight Solange ich kann, reise ich. Auch mit dem Flugzeug.
    • Pisti 01.02.2017 19:01
      Highlight Highlight Die Blitzer fliegen wohl nie! 👍😘
  • SVARTGARD 01.02.2017 17:42
    Highlight Highlight .
    Benutzer Bildabspielen
    • karl_e 01.02.2017 19:13
      Highlight Highlight Owl, es gibt ein hübsches englisches Sprichwort:
      If an ass goes a-travelling, there won't come back a horse. ;-)

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