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Grenzwache: Grenzwächter greifen mehr illegal Einreisende im Tessin auf



Auch in der Schweiz machen sich die steigenden Flüchtlingszahlen zu Sommerbeginn bemerkbar. Illegale Einreisen in den Kanton Tessin nehmen zu: In der ersten Juniwoche griff das Grenzwachtkorps (GWK) 719 rechtswidrige Aufenthalter auf.

In der letzten Maiwoche waren es noch 414 gewesen, in der ersten Maiwoche 212, wie provisorische Zahlen des GWK zeigen. In den anderen Grenzregionen hingegen ist es ruhiger. Über die Zahlen hatten am Mittwoch der «Blick» und die «Aargauer Zeitung» berichtet. Ein grosser Teil der in den vergangenen zwei Wochen Aufgegriffenen stammte aus Eritrea, danach folgen Somalia und Gambia.

Die Migrationszahlen an der Südgrenze hätten im Mai kontinuierlich zugenommen und anfangs Juni einen Jahreshöchstand erreicht, schreibt David Marquis, Sprecher der Eidgenössischen Zollverwaltung EZV, auf Anfrage. Das GWK habe diese Zunahme erwartet und entsprechende Planungen vorgenommen. Wenn jeweils im Sommer das Wetter im Mittelmeerraum wärmer wird, wagen mehr Menschen die Überfahrt nach Europa.

Das GWK geht davon aus, dass die Zahlen weiterhin ansteigen werden. Die Infrastruktur sei inzwischen so ausgebaut, dass noch deutlich höhere Zahlen bewältigt werden könnten, schreibt Marquis. Zur Bewältigung der aktuellen Migrationslage hat das GWK einzelne Mitarbeiter aus anderen Regionen ins Tessin verschoben.

Von Anfang Jahr bis Ende Mai registrierte das Grenzwachtkorps 9689 rechtswidrige Aufenthalte schweizweit, fast ein Drittel davon im Tessin. Im Vorjahr waren es schweizweit 7065 gewesen. (sda)

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    Alle Leser-Kommentare
  • Paco69 08.06.2016 12:29
    Highlight Highlight Da weiter mit einer Zunahme der Flüchtlingszahlen zu rechnen ist, sollte man Gebäude wie z. B. die "Rote Fabrik" in Zürich oder die "Reithalle" in Bern in Flüchtlingsunterkünfte umfunktionieren. Auch die sogenannte "Kulturszene" muss/sollte ihren Beitrag zur Bewältigung der Flüchtlingskrise leisten und Räume/Finanzen zur Unterbringung und Verpflegung von Flüchtlingen bereitstellen. Mit dem Malen von "Refugees welcome"-Plakaten alleine ist es nicht mehr getan.
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